Ein Ehrenamt als Mama ausüben? So triffst du die richtige Wahl  

Hier könnt ihr euch den Artikel anhören:

In der Elternzeit kam bei mir irgendwann der Wunsch auf noch etwas anderes zu machen als nur Mutter sein. Ich habe es ein wenig vermisst, etwas außerhalb der eigenen vier Wände zu tun und zwar nur für mich. Klar, den Blog zu starten war schon etwas, was mir sehr gut getan und auch den Mama-Alltag etwas abwechslungsreicher gestaltet hat. Aber ich wollte auch etwas tun, was sich ein bisschen wie Arbeit anfühlt, ohne Arbeit zu sein. Da kam ich auf die Idee ein Ehrenamt auszuüben. Am Ende des Textes fasse ich euch meine Tipps für die Wahl eines passenden Ehrenamtes noch einmal kurz zusammen.

Ehrenamt als Mama ausüben

Warum ein Ehrenamt?

Ehrenamtliche Helfer kann es nicht genug geben. Mir war es sowieso schon immer lieber, etwas zu geben/spenden, was nicht mit Geld zu bezahlen ist. Klar, mag eine Geldspende an der ein oder anderen Stelle sinnvoll und nützlich sein, meine eigene „Womanpower“ anzubieten, aber auch. Außerdem vermittelt es mir selbst viel stärker ein Gefühl von „geholfen zu haben“.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass nicht jedes Ehrenamt für mich in Frage gekommen wäre, was wahrscheinlich nur natürlich ist. Schließlich wählt ja auch nicht jeder denselben Job. Warum ich mich überhaupt für ein Ehrenamt entschieden habe? Weil ich es toll finde, Menschen mit dem, was ich gut kann, zu helfen. Außerdem macht es mir Spaß und leistet einen Beitrag für eine gut funktionierende Gesellschaft.



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Wie ich an mein Ehrenamt gelangt bin

Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten aussieht, aber unsere Stadt hat eine zentrale Anlaufstelle, in der alle Ehrenämter der Stadt gelistet sind. Bei dieser zentralen Anlaufstelle im Internet ist es möglich, gezielt nach einer Zielgrupppe wie z. B. Kinder oder Flüchtlinge zu suchen. Aber auch nach einem passenden Handlungsfeld wie „Besuche und Begleitung“ oder „Fahrdienste“. Sollte es im jeweiligen Bereich „offene Stellen“ geben, sind sie dort vermerkt. 

Genauso bin ich zu meinem Ehrenamt gekommen. Mein Wunsch war es, mit dem zu helfen, was ich gut kann: Schreiben. Also suchte ich in der naheliegensten Kategorie „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ nach einem Verein oder einer Organisation, die meine Hilfe gebrauchen könnte. Und wie es der Zufalll so wollte, fand ich eine Schwangerschaftsberatungsstelle, die jemanden zur Unterstützung im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit suchte.

Als frischgebackene Mama, mein Sohn war zu der Zeit als ich in mein Ehrenamt einstieg etwas über ein Jahr alt, lag mir das Thema Schwangerschaft und Kinder natürlich sehr am Herzen.
Nach einem sehr netten Vorstellungsgespräch hatte ich mich dazu entschieden, dem Arbeitskreis, der die Beratungsstelle ehrenamtlich unterstützt, beizutreten.Ehrenamt als Mutter ausüben

Was sind meine Aufgaben?

Wir ehrenamtlichen Helferinnen treffen uns in Abständen von zwei bis drei Monaten, immer dann, wenn neue Aufgaben anstehen und umgesetzt werden wollen. Dass wir uns wirklich nur so selten treffen, kommt mit als Mutter sehr gelegen und war, zugegeben, auch ein wichtiges Entscheidungskriterium für mein Ehrenamt.

Natürlich könnte ich einer Tätigkeit auch einmal die Woche nachgehen, aber dann ist die Gefahr wesentlich größer, dass es neben Familie, Haushalt und Job schnell in Stress ausartet. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass unsere Treffen so überschaubar sind, was nicht heißt, dass es damit erledigt ist. Denn bei diesen Treffen werden quasi nur die Aufgaben vergeben und der Status Quo besprochen. Meine eigentliche Arbeit beginnt danach. Das heißt, wenn ein Text zu einem bestimmten Thema verfasst werden soll, bespricht der Arbeitskreis das bei diesem Treffen und ich setze die Aufgabe im Anschluss in die Tat um.

Das Schöne ist, dass ich, wie in meinem Job, meiner Arbeit von zu Hause aus nachgehen kann und relativ frei in meiner Zeiteinteilung bin. Ich übe mein Ehrenamt also quasi dann aus, wenn es für mich am günstigsten ist.



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Meine Tipps für die Wahl eines passenden Ehrenamtes

Schau dich im Internet um

Zunächst einmal ist es sinnvoll sich zu informieren, welche Ehrenämter in deiner Nähe angeboten werden und ob etwas Passendes für dich dabei ist. Dazu gib einfach bei Google oder in eine andere Suchmaschine deiner Wahl „Ehrenamt“ und den Namen deines Wohnortes ein. Da werden dir sicher ein paar Anlaufstellen ausgespuckt, bei denen du dich erkundigen und deine Hilfe anbieten kannst. Vielleicht gibt es aber auch irgendwo einen Aushang oder Freunde können dir etwas vermitteln. Wege gibt es viele.

Bleib dir treu

Versuche nicht auf Biegen und Brechen irgendein Ehrenamt auszuüben, sondern wirklich nur in dem Bereich, der dir liegt. Wenn du nicht besonders gut in der Spendenakquise bist, ist eine Tätigkeit bei der du Menschen um Spenden bitten sollst, sicher nicht die richtige Wahl. Auch eine Mithilfe im Tierheim macht nur dann Sinn, wenn du dich mit deiner Aufgabe dort identifizieren kannst. Nur weil du Katzen oder Hunde magst, muss das noch lange nicht ausreichen.

Ehrenamt als Mama ausüben
Auch mit Schreiben kann ich helfen.

Nimm dir nicht zu viel vor

Du hast immer noch eine Familie, die an erster Stelle steht sowie den Haushalt, der erledigt werden will und einen Job. Nicht zu vergessen, Freunde, Verwandte und eigene Hobbies. Ein Ehrenamt sollte Spaß machen und keine zusätzliche Bürde sein. Kläre lieber vorab, wie oft deine Hilfe benötigt wird und sprich evtl. an, falls du das gewünschte Pensum in der Form nicht leisten kannst. So können beide Seiten entscheiden, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist oder nicht.

Erwarte nichts

Von einem Ehrenamt sollte man nichts erwarten. Wobei das eigentlich auch nicht stimmt. Du solltest darin schon eine gewisse Erfüllung und Bereicherung verspüren. Aber eben nicht, weil du dafür etwas Materielles bekommst, sondern weil du etwas geben kannst ohne dafür etwas zu erwarten. Mir persönlich ist es wichtig mit meinen Texten, Menschen zu erreichen und über die Arbeit der Schwangerschaftsberatungsstelle zu informieren. Denn es ist eine sehr wichtige Arbeit, die es verdient mehr Bekanntheit zu erlangen. Wenn ich die Mitarbeiterinnen, die ja eigentlich andere Aufgaben haben, mit meinen Texten entlasten kann, freut mich das sehr. Und mehr will ich auch gar nicht.

Menschen bei einer Sache zu helfen, weil sie mir leicht von der Hand geht, ist toll. Damit etwas zu erreichen noch toller. Eine Gesellschaft der Gemeinschaft zu fördern ist das Allertollste.

Übt ihr auch ein Ehrenamt aus oder habt schon einmal darüber nachgedacht? Erzählt mir in den Kommentaren gerne davon.

Pinnwand DIY – Organisieren mit Memoboard und Co.

Anzeige | enthält Affiliate-Links | Produktivität und eine schöne Optik sind bei mir unmittelbar miteinander verknüpft. In einer ansprechenden und ordentlichen Umgebung arbeite ich einfach viel lieber und produktiver. Außerdem verleiht eine schöne Umgebung mir und meiner Arbeit eine ganz besondere Wertschätzung. Denn in einem 0815-Büro zu arbeiten macht nicht unbedingt Freude. Ich mag es Persönlichkeit zu zeigen, auch oder gerade im Home Office. Schließlich bin ich hier zu Hause und deshalb möchte ich mich auch da, wo ich arbeite wohl fühlen. Das klappt am besten mit einer aufgeräumten Umgebung und schöner Dekoration wie dem Memoboard, das ich euch in diesem Do it yourself vorstelle.

„Pinnwand DIY – Organisieren mit Memoboard und Co.“ weiterlesen

Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 2

Diese Woche war mein Zeitmanagement mal wieder besonders gefragt, denn der Nachwuchs hat ungeplant einen Tag zu Hause verbracht, Verdacht auf Magen-Darm. Tatsächlich hat er einfach nur zu viel gegessen und sich deshalb im Kindergarten übergeben. Da aber zunächst nicht klar war, ob es vielleicht Magen-Darm ist, musste er vorsichtshalber einen Tag zu Hause bleiben. Das bringt mein persönliches Zeitmanagement natürlich ein wenig durcheinander. Aber nur halb so sehr, wie es das noch vor einiger Zeit getan hätte. Denn mittlerweile hab ich einige gute Techniken für mich entwickelt, die mit Kind (aber auch ohne) hervorragend funktionieren. Im ersten Teil hab ich euch bereits einige Tipps vorgestellt, heute geht’s weiter mit Teil 2.

persönliches Zeitmanagement

Mein persönliches Zeitmanagement

Tipp Nr. 4: Stell dir einen Wecker

Nein, nicht zum Aufstehen, sondern für deine Aufgaben, Pausenzeiten, Erinnerungen etc. Denn einen Wecker zu stellen und zu wissen, dass er klingelt, sobald es an der Zeit ist, hält dich davon ab ständig auf die Uhr zu schauen. Denn das lenkt nicht nur ab, sondern ist oft auch ganz schön unentspannt. Ich stelle mir meinen Wecker zum Beispiel dann, wenn meine Mittagspause beendet ist. So kann ich die Zeit viel besser genießen, weil ich sie nicht ständig im Blick haben muss. Außerdem erinnert mich mein Wecker an Aufgaben, die ich zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigen will oder muss, wie beispielsweise Telefonate. So vergesse ich nichts, wenn ich mal wieder in meine Arbeit vertieft bin.

Tipp Nr. 5: Ablenkungen vermeiden

Vor einiger Zeit hab ich dazu schon mal eine Podcast-Folge gemacht. Ich fasse den Inhalt hier aber nochmal zusammen.

Was lenkt im Alltag am meisten ab? Natürlich, das Handy. Deshalb ist es hilfreich in der produktiven Phase diesbezüglich einige Maßnahmen zu ergreifen. Ich weiß, es ist nicht leicht, das Handy zu ignorieren, aber trotzdem ungemein hilfreich. Was mich am meisten ablenkt, sind diese kleinen Töne, die mir sagen, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe oder jemand etwas kommentiert hat, meinen Status geliked hat etc. Aber nicht nur das, auch diese Nachrichten-Icons, die im Display erscheinen, verleiten mich gerne mal dazu nachzusehen, was es denn so Neues gibt. Um dem entgegenzuwirken hilft nur eins: Ausschalten! Nein, nicht das ganze Handy, nur die Benachrichtigungen.

Das heißt, ich schalte alle Push-Benachrichtigungen aus, egal, ob für E-Mail, Facebook oder Instagram. Außerdem hab ich WhatsApp auf stumm geschaltet, denn wenn etwas wirklich dringend ist, ruft derjenige sowieso an. Ein Grund, weshalb ich mein Handy auch nicht komplett aus oder auf lautlos schalte. Ich nutze es beruflich und da geht das nicht.



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Tipp Nr. 6: Puffer, Pausen, „Nein“ sagen

Wie ich schon im ersten Teil geschrieben habe, soll mir mein persönliches Zeitmanagement besonders dabei helfen, Stress zu vermeiden. Dabei ist mir in letzter Zeit, gerade mit Kind, immer öfter aufgefallen, dass ich mir den ganz oft selbst gemacht habe. Denn lange Zeit habe ich geglaubt, dass mit Kind alles so ablaufen kann wie vorher. Naja, ganz so naiv, wie es klingt, war ich nicht. Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine. Irgendwie hofft man doch immer, dass die Kinder gut mitmachen und kooperieren und man alles zeitlich gut geschafft bekommt.

Da das aber eben nicht der Fall ist, habe ich mir eine ganze Menge an Pufferzeit eingebaut. So steht zum Beispiel in meinem Stundenplan auch ein extra Zeitfenster, um den Nachwuchs morgens in den Kindergarten zu bringen. Denn das bekommen wir nicht jeden Morgen gleich schnell geschafft.

Genauso wichtig wie Pufferzeit sind Pausen. Die nehme ich mir regelmäßig und plane sie auch ein. Denn ohne geht einfach gar nichts. Ich versuche mich da immer streng dran zu halten, auch wenn es Tage gibt, an denen mir das aufgrund des Arbeitspensums schwer fällt.

Außerdem ist es wichtig „Nein“ zu sagen. Manche Aufgaben schaffe ich nicht zu bearbeiten, manche Treffen passen gerade so gar nicht rein. Schade, aber manchmal ist es eben so. Zum Glück hatte bisher jeder Verständnis dafür.

persönliches Zeitmanagement
Kaffeepause

Für alles braucht es Selbstdisziplin

Klingt nicht nach Spaß, ist aber das A und O. Gerade beim selbstständigen Arbeiten, wie ich es tue, schaut einem niemand auf die Finger. Das muss ich schon selbst erledigen. Natürlich kann ich mir die Freiheit nehmen, mich nicht an meinen Stundenplan zu halten. Klar kann ich mich vom Smartphone ablenken lassen, aber mein Zeitmanagement verbessert das nicht. Deshalb ist ein gutes Maß an Selbstdisziplin in allen Lebenslagen sinnvoll. Denn erst wenn ich die aufbringe, weiß ich, dass ich am Ende wirklich produktiv war.



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Trotzdem möchte ich nochmal drauf hinweisen – weil ich mich selbst immer wieder dran erinnern muss – dass das alles nur Tipps sind und nichts davon in Stein gemeißelt ist. Denn obwohl ich ein gutes persönliches Zeitmanagement habe, gibt es immer mal wieder Phasen, in denen es drunter und drüber geht und ich nicht annähernd einhalten kann, was ich mir vorgenommen habe. Aber zu wissen, dass es so ist, und dass es wieder vorbei geht, macht es mir leichter, solche Phasen hin und wieder zu akzeptieren.

 

Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 1

Zeitmanagement ist gerade für Mütter eine ganz besondere Herausforderung. Viel stärker als je zuvor müssen wir unseren Tagesablauf an die Bedürfnisse unseres Kindes anpassen. Wir sind eindeutig fremdbestimmter als früher, was schon eine große Umstellung ist. Aber gerade für mich als selbstständige Working Mom ist die richtige Zeiteinteilung aktuell immer wichtiger geworden. Denn nur so gelingt es mir möglichst effektiv arbeiten zu können und den Rest des Tages Zeit für meine Familie zu haben. Das macht es viel leichter, den Tag möglichst stressfrei genießen zu können. Und das ist es doch was Zeitmanagement vermeiden soll: Stress.

Zeitmanagement für Mütter 1

Besseres Zeitmanagement – weniger Stress

Gestresst sein ist einfach kein schöner Zustand, war es für mich noch nie und wird es auch nicht sein. Manche Menschen brauchen das vielleicht – sagen sie zumindest – ich gehöre definitiv nicht dazu. Seitdem ich Mutter bin, brauche ich Stress noch viel weniger als vorher, denn ich habe das Gefühl, dass sich dieser mit Kind sogar verdoppelt. Bin ich gestresst, spürt mein Kind das und ist entsprechend unentspannt, was mich dann zusätzlich stresst. Ein Teufelskreis. Aber es gibt Abhilfe, denn mittlerweile habe ich einige gute Techniken für mich entwickelt, wie ein Zeitmanagement aussehen kann, damit der Tag um ein vielfaches entspannter abläuft und ich mein Tagespensum an Aufgaben geschafft bekomme.

Da ich auf die Tipps sehr ausführlich eingehe, wird es nächste Woche einen zweiten Teil zum Thema geben. Bevor ich jetzt aber noch mehr Zeit mit langen Einleitungen vertrödel, geht es rein ins Thema und in die konkreten Tipps.



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Tipp Nr. 1: Arbeiten nach dem Stundenplan

Wenn ihr jetzt an die Schule denkt, ist dieser Gedanke tatsächlich der richtige. Genauso wie ihr es früher von der Schule kennt, habe ich mir einen Stundenplan für meine Arbeitszeit zu Hause erstellt, denn da arbeite ich. Im Home Office. Und wie sich sicherlich der ein oder andere vorstellen kann, gibt es zuhause jede Menge Ablenkungsmöglichkeiten. Was natürlich alles andere als effektiv ist und nun mal auch kein Geld einbringt. Der Boden kann noch so schön glänzen, bezahlt werde ich für’s Putzen während der Arbeitszeit nicht. Dazu sollte ich meine Zeit schon am Schreibtisch verbringen.

Der Haushalt gehört definitiv in die Freizeit. Schließlich würde ich in einem anderen Job ja auch nicht mal eben nach Hause fahren, um die Wäsche zu machen. Genau so verhält es sich übrigens auch mit anderen Ablenkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Smartphone mit seinen verlockenden Apps wie Facebook, Instagram oder Twitter gehört in die freie Zeit. In meinem Fall ist das nicht immer ganz leicht, da ich auch mit diesen Medien arbeite. Aber genau an dem Punkt setzt der Stundenplan an.

Ich habe mir den kompletten Tag in „Unterrichtsstunden“ eingeteilt und aufgeschrieben in welchen Zeitfenstern ich was mache. Im Stundenplan ist ganz klar notiert, wann ich E-Mails checke, meine Social-Media-Kanäle anschaue, Mittagspause mache und natürlich produktiv arbeite. Die Tage ähneln sich zwar sehr, doch trotzdem ist es hilfreich, sich das wirklich für jeden Tag aufzuschreiben, denn auch feste Freizeitaktivitäten habe ich darin notiert.

Meinen Stundenplan habe ich übrigens als Freebie bei www.miomodo.de runtergeladen. Ich mag das Design gerne schlicht, da ich selber viel mit Farben arbeite. Sollte dieser Plan euch nicht zusagen, findet ihr, dank Google, noch ganz viele Weitere im Netz.

Zeitmanagement für Mütter 2
Mein Stundenplan

Tipp Nr. 2: Ein fester Ort zum Arbeiten

Lange Zeit hatte ich kein richtiges Arbeitszimmer, was der Tatsache geschuldet war, dass es noch renoviert werden musste. Das hatte bei unserem Einzug keine Priorität. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gearbeitet. Jetzt arbeite ich allerdings und bin mehr als froh darüber, das auch in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitszimmer tun zu können.

Zuvor habe ich mir immer einen Platz an unserem Esstisch gesucht, um dort zu arbeiten, aber das war wirklich kein Dauerzustand. Zumal es dort nicht nur mehr Ablenkungsmöglichkeiten gibt, sondern auch einfach keine gescheite Organisation meiner Unterlagen, Arbeitsutensilien etc. zustande kam.



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Außerdem finde ich so eine räumliche Trennung nicht nur aufgrund der Praktikabilität sinnvoll und wichtig, sondern auch für den Kopf. Ich arbeite im Arbeitszimmer einfach viel effektiver und konzentrierter. Hier gibt es auch sonst nicht viel zu sehen, außer vielleicht ein paar Vögel, die sich hin und wieder auf den Bäumen vor meinem Fenster niederlassen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mein Sohn weiß und akzeptiert, dass ich arbeiten muss, sobald ich mich im Arbeitszimmer befinde, was durchaus vorkommen kann, wenn er zu Hause ist.

Wer nicht die Möglichkeit hat ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten, dem kann ich zumindest empfehlen sich einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung zu suchen und für diesen Zweck immer wieder entsprechend herzurichten. Denn, wie schon erwähnt, ist der Kopf erst mal mit der Arbeitsumgebung vertraut, wird sich die Motivation bald dazu gesellen.

Zeitmanagement für Mütter 1
Arbeiten im Arbeitszimmer

Tipp Nr. 3: Ein einziges To do

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von To-do-Listen, worüber ich hier bereits berichtet habe, aber mit der Rückkehr ins Berufsleben ist so eine Liste ab einem gewissen Punkt unvermeidbar geworden. Dennoch mag ich diese ellenlangen Listen nach wie vor nicht, von denen man die meisten Punkte doch immer weiterschiebt und sie gefühlt nie verschwinden. Stattdessen habe ich vor einiger Zeit einen Tipp aufgeschnappt, der sich in der Umsetzung für mich einfach als absolut hilfreich und genial erwiesen hat.

Ich nehme mir am Tag EINE SACHE vor. Das ist die eine Sache, die so wichtig ist, dass sie an diesem Tag unbedingt erledigt werden muss und keinen Aufschub duldet. Dieses To do erledige ich dann als allererstes und hab somit das Wichtigste, Schlimmste, Unangenehmste oder Umfangreichste für diesen Tag schon mal abgehakt.

Das mag im ersten Moment zwar nicht sonderlich produktiv klingen, aber das täuscht. Denn gerade diese nicht so schönen Aufgaben schiebt man ja gerne mal ewig vor sich her. Wenn du so eine Aufgabe aber jeden Tag als erstes erledigst, sind alle anderen Aufgaben, die noch folgen, nur noch Kleinigkeiten und die unangenehmen Aufgaben minimieren sich automatisch im Laufe der Woche. Die Pflicht ist also erledigt, alles andere ist dann bereits die Kür.

Das war Teil 1 zum Thema Zeitmanagement, den zweiten Teil gibt es dann in der kommenden Woche. Bis dahin dürft ihr gerne kommentieren: Waren brauchbare Tipps für euch dabei? Welche Ratschläge für ein besseres Zeitmanagement habt ihr noch auf Lager?

5 Tipps für mehr Mama-Zeit

Wenn mir als Mama etwas fehlt, dann ist das ein koffeinresistenter Magen, ein nie enden wollender Schokoladenvorrat und Zeit, genauer gesagt Mama-Zeit oder auch Me-Time genannt. Das mit dem Magen kann ich nicht ändern, allenfalls durch Einschränkung des Kaffeekonsums. Schokolade ist schneller weg als ich gucken kann. Aber bei der Sache mit der Zeit, da lässt sich doch sicher was machen. Wie man mehr Mama-Zeit für sich bekommt, darüber hab ich mir ein paar Gedanken gemacht.

Mama-Zeit für sich

Mama-Zeit im Alltag – Ist das überhaupt möglich? 

Das Kind will spielen, die Wohnung geputzt, die Wäsche endlich aus dem Trockner geholt werden und der Mann hat schließlich auch noch Hunger, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kommt. Und wer ist in all diesen Fällen zuständig? Ich natürlich!

Mach ich gerne. Trotzdem: Wann hat Mama Zeit für sich? Mama-Zeit sozusagen. Lange gar nicht. Denn von morgens bis abends war mein Tag eigentlich voll verplant, aber keinesfalls nur mit Terminen, sondern eben mit Spielen, Waschen, Kochen, Putzen etc.

Da muss doch was zu machen sein 

Wo kann ich also an der Zeitschraube drehen? An der Uhr macht ja nicht viel Sinn, mehr als 24 Stunden bekommt der Tag trotzdem nicht. Also habe ich mich hingesetzt, überlegt und ausprobiert. Was könnte man tun, um mehr Mama-Zeit für sich im Alltag zu haben?

Hier sind meine 5 Tipps für mehr Mama-Zeit im Alltag:

  1. Ich stehe vor meinem Kind auf.
    Morgens verschafft mir das, wenn es gut läuft bis zu einer Stunde Zeit für mich. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass ich früher schlafen gehen muss. Naja, sagen wir mal, müsste.
  2. Hausarbeiten erledige ich, wenn möglich, mit Kind.
    So bleibt abends mehr Zeit für mich, denn die Wäsche ist schon gewaschen und die Spülmaschine muss auch nicht mehr ausgeräumt werden. Alles, was über den Tag so anfällt, kann dann auch direkt eingeräumt werden.
  3. Ich bin erfinderischer geworden.
    Das bezieht sich bei uns derzeit auf den Mittagsschlaf, denn würde ich mit dem Nachwuchs nicht spazieren gehen oder Auto fahren (das mach ich allerdings nicht absichtlich, nur damit er schläft), würde er gar nicht schlafen, denn im Bett geht das für ihn über Tag gar nicht. Ein kurzer Spaziergang reicht meistens schon und ich hab danach ungefähr eine Stunde Zeit für mich.
  4. Weniger Social Media konsumieren.
    Für manche mag das Me-Time bedeuten, das tut es für mich auch oft. Manchmal raubt mir das lange Surfen auf Instagram, Twitter und Facebook aber auch einfach nur Zeit für andere Dinge, die mich gerade viel mehr entspannen würden. Me-Time ist für mich nämlich oft einfach nur dieses typische „die Seele baumeln lassen“ , dann lese ich, träume vor mich hin, mache Yoga oder entspanne beim Schreiben.
  5. Am Wochenende ist Vater-Sohn-Zeit.
    Das versuchen wir immer öfter zu realisieren, dass zumindest ein paar (wenige) Stunden am Wochenende ganz mir gehören. Komplett will ich auf Mann und Kind am Wochenende natürlich nicht verzichten. Schließlich ist das auch ausgiebige Familienzeit.

Es gibt auch Ausnahmen

Und wer jetzt denkt, die hat aber leicht reden, wenn das bei ihr alles so toll klappt, dem sei gesagt, auch bei mir funktioniert das nicht immer alles. Es gibt Tage, da ist der kindliche Mittagsschlaf früher beendet oder fällt sogar ganz aus. Oft genug will der Nachwuchs mir auch im Haushalt partout nicht „helfen“, so dass eben alles bis zum Abend liegen bleibt. Das kommt oft genug vor.

Klar ist auch, nicht für jeden jeder Tipp hier umsetzbar. Dennoch hoffe ich, dass wer mehr Mama-Zeit für sich haben möchte, hier vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Kniff findet oder die Liste zumindest zum Nachdenken anregt. Vielleicht fallen dir ja auf einmal Möglichkeiten ein, wie du dir selbst unter den eigenen Bedingungen mehr Mama-Zeit freischaufeln kannst. Denn wir Mamas haben es verdient!

Noch mehr Tipps für einen organisierteren Mama-Alltag findet ihr hier!