Kleider machen Laune oder: 3 Wohlfühl-Tipps für schlechte Tage

Anzeige | Man soll es bei diesem fantastischen Sommerwetter kaum glauben, aber es gibt so Tage, da möchte ich mich einfach nur einigeln. Das passiert vorzugsweise einmal im Monat. Ihr könnt euch denken wann. Da fühl ich mich nicht unbedingt wohl in meiner Haut, unförmig, pickelig und überhaupt gibt’s an allem was zu mäkeln und ich möchte mich für die Zeit am liebsten verkriechen. Aber genau das geht meistens so gar nicht. Deshalb kommen hier jetzt drei Wohlfühl-Tipps, mit deren Hilfe ich mich schnell besser fühle und auch wieder nach draußen traue.

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Ein Jahr danach: Unser Alltag nach der Mutter-Kind-Kur

Gestern vor einem Jahr bin ich mit dem Nachwuchs zur Mutter-Kind-Kur gefahren und ganz besonders an Tagen wie heute, wo ich krank zu Hause liege und das mitten im Sommer, frage ich mich: Was ist davon eigentlich geblieben? Denn unter anderem dieses ständig Kranksein hat mich damals dazu gebracht, die Kur zu beantragen. Wie also sieht der Alltag nach der Mutter-Kind-Kur ein Jahr danach aus?

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#5 Wie ich den inneren Schweinehund überliste

Wie ich den inneren Schweinehund überliste innerer Schweinehund

Geh weg!

Wie oft dachte ich mir das schon, wenn es sich mein innerer Schweinehund mal wieder gemütlich machen wollte. Mal vehementer, mal weniger vehement. In letzter Zeit hat sich dieser träge Zeitgenosse es sich stellenweise aber zu gemütlich gemacht und deshalb wurde es Zeit ihn zu überlisten. Wie ich das geschafft habe und mich motiviere, verrate ich euch im Podcast. Auf dass auch euer Schweinehund sich schleunigst verabschiedet.

innerer Schweinehund inneren Schweinehund überlisten
Rein in die Klamotten und los geht’s!

Nimm dir Zeit zum Auskurieren

Es klingt verrückt, aber diesen Satz musste ich mir in den vergangenen Tagen wirklich mehrfach sagen. Denn Zeit zum auskurieren hab ich als Mutter ja nun mal gar nicht, oder? Es kommt darauf an. Darauf, ob ich in zwei Wochen wieder krank sein will. Darauf, ob ich es jetzt wirklich für so notwendig halte die Wohnung aufzuräumen. Darauf, ob ich mich jetzt nicht einfach mal noch zwei Tage mehr schone, um dann wirklich wieder mit der nötigen Kraft weiterzumachen.

Von der Grippewelle überrollt ging es mir und uns in den vergangenen Tagen wirklich so schlecht wie schon lange nicht mehr. Das war nicht mal ein kleiner Schnupfen, den man lästigerweise mit sich rumschleppt, sondern wirklich ein totaler Knockout. Im letzten Artikel hatte ich bereits erwähnt, dass es nicht die erste Krankheit, aber dafür die heftigste in diesem Winter war. Trotzdem gilt das, was ich jetzt hier schreibe wirklich für alle Krankheiten, denn den Fehler hab ich schon vorher begangen, mich nicht an’s auskurieren zu halten.

Auskurieren

Schon dich lange genug und länger

So banal und eigentlich logisch es klingt, es scheint einfach nicht selbstverständlich zu sein. Denn oft ist es so, dass ich mich wirklich erst schone, sobald echt gar nichts mehr geht. Dabei ist das bereits ein deutliches Alarmsignal des Körpers; er resigniert und weiß sich einfach nicht mehr anders zu helfen als mich zur Ruhe zu zwingen.

Die ganzen Erkältungen, die ich in den vergangenen Monaten so mit mir rumgeschleppt habe, habe ich, im Nachhinein betrachtet, mehr verschleppt als wirklich auskuriert. Natürlich nicht nur aus purer Unvernunft, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass ich mich um Haushalt und Kind zu kümmern habe. Aber das ist nur die eine Seite, und dass das getan werden muss, steht außer Frage. Die andere Seite ist allerdings, dass ich gerne etwas für mich tun wollte. Und wer den Haushalt schmeißen kann, der kann auch Laufen gehen. Aber genau da liegt der Fehler. Denn kritisch betrachtet heißt das doch: „Wer sich sowieso schon anstrengen muss, der kann sich auch gleich doppelt anstrengen.“

Ja, ich wollte vermeintlich etwas für mich, meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun, aber im Nachhinein weiß ich, dass ich jedes Mal, wenn ich laufen gegangen bin, obwohl ich noch nicht hundertprozentig wieder fit war, ich genau das Gegenteil erreicht habe. Ich mochte das Gefühl nicht, untätig zu sein, meine Leistung zu verlieren, um dann in ein paar Wochen wieder komplett bei Null anfangen zu müssen. Ich wollte mich nicht fett und schwabbelig fühlen, weil ich befürchtete wochenlang keinen Sport machen zu können. Stattdessen habe ich gegoogelt, nach Ratschlägen zum Thema. Und öfter als einmal gelesen, dass Sport bei Erkältung nicht zwingend schadet, sogar im Gegenteil ganz gut tun kann. Bullshit!

Practice what you preach

Ich selbst habe vor einiger Zeit mal gesagt, dass wir uns Pausen gönnen sollten, wenn es uns nicht gut geht. Warum aber fällt es einem immer so schwer sich auch wirklich selbst dran zu halten? Denn ich wollte mir nicht genug Pausen gönnen, weil ich der Meinung war, dass das schon genug gewesen sein mussten.

Nur weil ich den Haushalt schmeißen muss und der Nachwuchs nach Beschäftigung verlangt, heißt es doch nicht, dass ich in meiner Freizeit direkt wieder in die Laufschuhe steigen muss. Wer aufräumt kann auch Sport machen. Ganz großer Unsinn. Stattdessen ist es doch gerade dann wichtig, sich in anderen Lebensbereichen noch mehr Pausen zu gönnen.

Und wenn ich eins nach diesem Winter sagen kann, gut getan hat es mir nicht, auf diese Pausen verzichtet zu haben. Denn jedes Training hat mich gesundheitlich doch wieder ein Stück zurück geworfen. Auch wenn es sich im ersten Moment anders, ja sogar ganz gut angefühlt hat. Aber der erste Impuls ist nicht immer der richtige. Im Nachhinein hätte ich lieber öfter mal den Ball flach gehalten, mir mehr Zeit genommen zu regenerieren und einfach mal verzichtet. Ja, davon wird man nicht schlanker, muskulöser oder fitter, vom Training, das einen gesundheitlich wieder nach hinten wirft, aber auch nicht. Und nur, um das klar zustellen, ich rede hier von vielleicht drei Malen, die ich zwischen zwei Erkältungen laufen war. Selbst diese drei Male, waren drei zuviel.

Auskurieren 2
Ganz viele Kuscheleinheiten

Auskurieren heißt das Zauberwort

Es ist übrigens egal, ob es Sport, Freunde treffen oder die Arbeit ist, das dich und deinen Körper nach oder während einer Krankheit anstrengt. Bevor es dir nicht wieder wirklich gut geht, lass es sein. Ich hab für mich inzwischen entschieden, dass ich bis zum Frühling und den ersten angenehmen Plusgraden erst mal keine Laufschuhe mehr anziehen werde und es auch sonst sportlich langsam angehen lassen werde. Es fühlt sich zwar nicht besonders toll an und die Bikini-Figur 2018 ist auch nicht sonderlich erfreut darüber, aber viel wichtiger ist doch, wie es mir körperlich dabei geht.

Auskurieren ist das Stichwort. Ein Wort, das viel zu oft einfach dahin gesagt wird, aber selten wirklich beherzigt wird. Eine Lektion, die ich nach diesem Winter auf jeden Fall gelernt habe. Auskurieren bedeutet ja nicht nichts machen, sondern viel mehr das Richtige machen. So hatte ich wenigstens mal wieder Zeit ein gutes Buch zu lesen. Das hat sehr zu meiner Erholung beigetragen. Statt schweißtreibenden Sports, reicht es ja schon eine sanfte Yogaeinheit einzubauen oder warm eingepackt einen Spaziergang durch Wiesen und Felder zu machen. Es muss nicht alles leistungsgetrieben sein. Achtsam auf das hören, was der Körper und der Geist gerade brauchen, das ist doch die wahre Kunst und bis es wärmer wird, ist das eben einen Gang runter zuschalten. Im Frühjahr werde ich hoffentlich wieder genug Gelegenheit haben, um Vollgas zu geben, bis dahin nehme ich mir die Zeit gesund zu werden. Nehmt ihr sie euch auch?

Mama läuft – So gelingt dein Wiedereinstieg ins Laufen

Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, ehe ich mich wieder ran gewagt habe: Schwangerschaft und Elternzeit haben eins meiner liebsten Hobbies, das Laufen, unterbrochen. Lange Zeit hab ich nicht groß darüber nachgedacht, aber dann kam der Tag, an dem ich mir überlegt habe, dass es nun eine gute Gelegenheit wäre wieder loszulegen. Und so habe ich beschlossen den Wiedereinstieg ins Laufen zu wagen.

Wiedereinstieg ins Laufen

Aller Anfang ist schwer

Damit meine ich gar nicht mal den Wiedereinstieg, denn der war viel weniger schwer als erwartet, aber überhaupt anzufangen. Vor circa 12 Jahren habe ich mich dazu entschieden Joggen zu gehen. Wie wahrscheinlich viele Neulinge auf dem Gebiet, hab auch ich den Fehler gemacht und bin eines Tages einfach losgelaufen.

20 Minuten habe ich mich gequält und bin noch nicht mal annähernd wieder am Ausgangspunkt meines Laufes angekommen. Ein Sauerstoffzelt war leider auch in unerreichbarer Ferne. Vollkommen erledigt und k.o. bin ich den Rückweg dann gegangen. Hätte es nicht so komisch ausgesehen, wäre ich vielleicht sogar gekrochen.

Ab da gab es dann zwei Möglichkeiten: Entweder die Flinte direkt ins Korn werfen, denn anscheinend ist Laufen ja nichts für mich oder mal kurz darüber nachdenken, dass dieser Start wohl doch ein bisschen zu ambitioniert war und mir einen Trainingsplan erstellen. Ich habe mich für Letzteres entschieden.

Wiedereinstieg ins Laufen 1
Ein Herz für Lauf-(Wieder-)Einsteiger

Trainingsplan für Lauf-Anfänger

Davon gibt es im Internet unzählige. Alle Folgen sicherlich einem ähnlichen Schema: Zwei Minuten laufen, zwei Minuten gehen. Das wird dann über Tage und Wochen gesteigert bis es dann soweit ist, dass man es schafft 30 Minuten am Stück zu laufen.

Als mir das gelungen war, hab ich alle Trainingspläne Trainingspläne sein lassen und bin einfach so gelaufen. Wenn möglich mindestens drei Mal die Woche, meistens zwischen 30 und 45 Minuten. Ohne besondere Ziele, einfach nur um des Laufens Willen.

Keine Ziele?

Ich hab immer meine Zeit im Blick gehabt, auch meine gelaufenen Kilometer, aber mehr eigentlich nie. Daran konnte ich mich einigermaßen gut orientieren wie es mir so körperlich und konditionell geht. Mein Hauptziel war und ist durch das Laufen einen sportlichen Ausgleich zum Alltag zu haben und den Kopf frei zu bekommen. Funktioniert!

Trotz allem hat in mir immer schon ein klitzekleiner Wettkampf-Funke seinen Platz eingenommen. Dieser lässt mich begeistert im Fernsehen oder auch mal live die großen Marathons verfolgen. Ja, diese sportliche Leistung fasziniert mich. Wenn man mich auf meinem jetzigen Leistungsstand allerdings betrachtet und aus meinem Mund hört, dass ich gerne mal einen Marathon laufen will, dann klingt das eher unfreiwillig komisch.

Aber so ist es! Es wird nicht nächstes Jahr sein. Aber ich kann mir durchaus vorstellen diesen Traum in fünf bis zehn Jahren einmal zu verwirklichen. Bis dahin werden erst mal kleine Brötchen gebacken. Im nächsten Jahr möchte ich an einem 6km-Lauf hier im Ort teilnehmen. Natürlich würde ich den gerne in einer bestimmten Zeit schaffen. Darauf trainiere ich jetzt. Vielleicht bin ich dann im Jahr darauf schon fit für den 10km-Lauf. Und im Jahr darauf beim Halbmarathon am Start…

Wie war denn nun mein Wiedereinstieg ins Laufen?

Ich hab’s ja schon erwähnt, die Schwangerschaft war für mich der Beginn meiner Lauf-Pause. Warum kann ich gar nicht mal erläutern. Es hat sich einfach so ergeben. Leider hat es sich dann auch längere Zeit nicht ergeben wieder mit diesem Hobby zu beginnen. Von den körperlichen Einschränkungen, die so eine Schwangerschaft und Geburt mit sich bringen mal ganz abgesehen. Ich habe zwar relativ bald schon wieder mit sportlichen Aktivitäten fernab der Rückbildungsgymnastik begonnen, aber nur weil mir das zuhause möglich war.

Laufen zu gehen erfordert ja doch eine gewisse Flexibilität und Absprache mit dem Partner. Denn mit Kind zu laufen stand für mich nicht zur Debatte. So wichtig war mir der (schnelle) Wiedereinstieg dann doch nicht. Also hab ich gewartet bis es sich ergeben hat.

Ein kleiner Motivations-Anschubser

In der Mutter-Kind-Kur habe ich gemerkt, wie gut mir regelmäßige körperliche Bewegung tut. Und damit meine ich eine sportliche Art von Bewegung. Tatsächlich habe ich nämlich die täglichen Spaziergänge mit meinem Sohn im Kinderwagen lange Zeit schon für Sport gehalten. Nicht, dass nicht jede Bewegung gut wäre. Aber definitiv ist nicht jede Bewegung Sport!

Mit dem Gefühl, diese körperliche Anstrengung und den damit verbundenen Ausgleich zum Alltag auch zuhause weiterführen zu wollen. Hab ich mir meine neuen „Laufzeiten“ genommen.

Angefangen habe ich vor mittlerweile sechs Wochen. Eigentlich hab ich auch da den gleichen Fehler wie damals gemacht und bin einfach losgelaufen. Allerdings mit dem Wissen, was mich erwarten könnte.

Ja, es war anstrengend, schmerzend und seltsam wieder zu laufen. Aber viel wichtiger war, dass ich gemerkt hab wie sehr es mir gefehlt hat.

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Das Laufen hat mir sehr gefehlt!

Worauf man beim Laufen achten sollte

Diese Tipps kann ich euch aus meiner eigenen Erfahrung geben. Falls ihr auch einen Wiedereinstieg ins Laufen plant, hier sind sie:

Laufschuhe – Gute Laufschuhe sind, wenn du wirklich laufen willst, unerlässlich. Und zu guten Schuhen gehört eine gute Beratung. Ich wusste am Anfang nicht, dass ich meine Laufschuhe besser zwei Nummern größer kaufe, weil sich der Fuß ja beim Laufen „ausdehnt“. Auch der Begriff Überpronation (bei Interesse mal googeln) sagte mir bis dahin nichts. Deshalb lasst euch am besten vom Fachmann beraten. Wem’s um’s Geld geht: Schnäppchen kann man eigentlich immer machen, beispielsweise mit Auslaufmodellen.

Laufbekleidung – Da kann man, meiner Meinung nach, im Vergleich zu den Schuhen viel weniger falsch und somit schon mal Abstriche machen. Es muss nicht immer das Neuste und Teuerste sein. Sinnvoll ist es natürlich schon ausgewiesene Laufbekleidung zu haben. Aber von welcher Firma, wie viele Teile und wie funktional sie sein müssen, das ist Geschmackssache.



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Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung – Ein Satz bei dem sich mir die Nackenhaare aufstellen. Mag sein, dass ich es irgendwann mal bei sehr ambitioniertem Marathon-Training ignorieren werde, dass es draußen in Strömen regnet. Aber noch mach ich das nicht! Bei wirklich schlechtem Wetter verschiebe ich das Laufen oder lass es, schweren Herzens natürlich, auch mal ganz ausfallen. Und zu dem Satz mit der Kleidung kann ich nur sagen: „Dann geh mal bei Hagel laufen.“ Da hilft dir keine Kleidung weiter, höchstens ein Bauarbeiterhelm.

Lauftempo – Eigentlich läuft man das richtige Tempo, wenn man sich beim Laufen noch unterhalten kann. Da ich meistens alleine laufe und selten mit mir selber spreche, lauf ich meistens etwas schneller als ich sollte (und das ist wahrlich nicht schnell). Aber solange ich nicht hechelnd vor dem Kollaps stehe, ist das, glaube ich, vertretbar. Da muss jeder für sich so ein bisschen in seinen Körper reinhören und das Tempo entsprechend anpassen. Außerdem spielen da noch weitere Faktoren eine Rolle, die ich euch im nächsten Punkt erläutern werde.

Timing – Nicht jeder Lauf läuft sich gleich gut. Manchmal merke ich, dass ich keinen ausreichenden Abstand zur letzten Mahlzeit eingehalten habe oder zu wenig gegessen habe. Je nach Außentemperatur verhält sich mein Körper und somit mein Lauftempo auch anders. Manchmal ist mir auch einfach nicht nach Laufen und dann mach ich auch mal guten Gewissens eine…

Pausen – Das hat auch gar nichts mit dem Siegeszug des inneren Schweinehundes zu tun, sondern mit meinem Körperbewusstsein. Ich weiß wann ich was brauche und manchmal brauche ich eben eine Pause vom Laufen. Sowieso immer dann, wenn ich mich krank fühle oder tatsächlich krank bin. Da ist es besonders wichtig auf seinen Körper zu hören und ihm die nötige Ruhe zu gönnen.

Da ich gerade glücklicherweise gesund bin, werde ich mir jetzt einen Lauf gönnen.

Wenn ihr nun auch Lust habt zu laufen oder ein anderes Hobby (wieder) anfangen wollt, macht es!

Es lohnt sich!