Mediennutzung als Mama: Zeitgeber oder Zeiträuber?

Hier könnt ihr euch den Artikel anhören:

Unter dem Titel „Digitalisierung und Medienkompetenz – wie medienkompetent bin ich? | #medienkompetent“ laden die Veranstalter der Bloggerkonferenz #denkst aktuell zur Blogparade ein. Ein Thema, das mich schon lange beschäftigt und zu dem ich gerne meine Ansichten teilen will.

Mediennutzung als Mama #medienkompetent

Es ist der Begleiter, ohne den ich nicht mehr leben kann und auch gar nicht will: mein Smartphone. Nicht weil ich süchtig danach bin oder Angst habe, etwas zu verpassen, wenn ich es nicht bei mir habe. Nein, weil es mir unglaublich tolle, neue Möglichkeiten eröffnet hat.

Natürlich gibt es Gutes selten ohne die Schattenseiten. Aber genau diese Schattenseiten nicht die Überhand gewinnen zu lassen, das ist heutzutage, im Zeitalter der Digitalisierung, die große Kunst.

Technischer Fortschritt ist oft Fluch und Segen zugleich, nicht per se gut, aber auch nicht per se schlecht. Es kommt eben immer drauf an, was man draus machst!

Warum die Digitalisierung für mich ein Gewinn ist

In der Überschrift dieses Artikels habe ich die Frage „Zeitgeber oder Zeitfresser?“gestellt und diese auch ganz bewusst gewählt. Denn beide Begriffe charakterisieren das digitale Zeitalter für mich sehr treffend. 

 

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Zeitgeber

Digitale Medien schenken mir Zeit. In erster Linie, weil sie mir ermöglichen von zu Hause aus arbeiten zu können. Das ist ein Geschenk, denn so spare ich beispielsweise Wege zur Arbeit, kann mehr Zeit mit meinem Kind und meiner Familie  verbringen und bin unabhängiger in meiner sonstigen Zeiteinteilung.

Aber nicht nur in beruflicher Hinsicht ist die Mediennutzung für mich eine Möglichkeit der Zeitersparnis, denn was wir früher noch aufwändig recherchieren, telefonisch erfragen oder auf Landkarten ersuchen mussten, bekommen wir heute mittels weniger Klicks durch’s Internet geliefert. Und weil das so schnell geht, haben wir mehr Zeit für andere Dinge.

Auch wenn Multitasking eine Gerücht ist, so kann ich dennoch, dank des Smartphones, Dinge parallel erledigen, für die ich mir sonst extra hätte Zeit einräumen müssen. So höre ich Podcasts während ich putze, oder diktiere neue Textideen während ich gerade spazieren gehe.

Allerdings ist der Grat zwischen den digitalen Medien als Zeitgeber und Zeitfresser gleichzeitig auch sehr schmal.

Mediennutzung als Mama #medienkompetent
Unterwegs dank Podcasts weiterbilden.

Zeitfresser

Was ein großer Vorteil sein kann – alles schnell mal zwischendurch nachschauen zu können – kann uns auch in eine Abhängigkeit stürzen. So merke ich an mir selbst, dass ich oft einfach im Internet hängen bleibe, ohne es konkret zu wollen. Denn nicht selten gelangt man dort von einem zum nächsten Thema.

Außerdem kann ich doch, wo ich das Handy doch gerade sowieso in der Hand habe, auch mal schnell bei Instagram reinschauen, was es so Neues gibt. Genau in solchen Momenten gilt es, zu erkennen, wann es genug ist. Denn schließlich will ich meinem Kind keine permanente Mediennutzung vorleben, sondern eine sinnvolle und kontrollierte. 

Medienkompetent? Mehr als der Umgang mit dem Smartphone

Das Thema Medienkompetenz umfasst natürlich mehr als nur den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. Radio, TV und Zeitung mögen zwar hier und da etwas aus der Mode gekommen zu sein, haben aber nicht minder Einfluss auf unser Leben und das unserer Kinder. Auch hier halte ich es für wichtig und notwendig meinem Kind einen sinnvollen Umgang beizubringen. Sowohl was die Benutzung als auch die Bewertung mancher Inhalte angeht. Wobei ich mit Letzterem sicher noch ein wenig Zeit habe.

Da ich dem Nachwuchs in allen Lebenslagen als Vorbild diene und mein Verhalten von ihm nachgeahmt wird, was in der Natur der Sache liegt, liegt es an mir, ihm einen richtigen Umgang mit den Medien vorzuleben. Glücklicherweise gehöre ich zu den Menschen, die eher wenig fernsehen und wenn, dann nur am Abend. Auch das Radio läuft bei uns eher sporadisch. Aber das Smartphone ist eben immer dabei.

In Gegenwart meines Kindes, versuche ich deshalb nicht ständig darauf zu schauen, auch wenn das – zugegeben – manchmal gar nicht so leicht und die Versuchung groß ist. Manchmal lässt es sich aus beruflichen Gründen auch gar nicht vermeiden.

Das Interesse ist da

Dass der Nachwuchs mit seinen knapp drei Jahren bereits Interesse an Smartphone und Tablet zeigt und auch schon weiß, wie er an Fotos oder YouTube gelangt, finde ich in unserem Zeitalter nicht erstaunlich. Diese beiden Dinge erlaube ich ihm auch. Natürlich unter Aufsicht und in Maßen. Denn der Nachwuchs liebt es Fotos und Videos von sich und uns zu schauen, aber zwischendurch auch gerne mal eine Folge „Peppa Wutz“.

Das darf er auch, schon seit ein paar Monaten. Dabei variiert die Dauer. Empfohlen wird in seinem Alter maximal eine halbe Stunde Medienzeit pro Tag, meistens versuche ich das auch einzuhalten. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass er doppelt solange Peppa gucken durfte. Da will ich euch nichts vormachen. Manchmal brauche ich die Zeit einfach, um liegengebliebene Dinge zu erledigen.

Dennoch, und darauf lege ich großen Wert, ist bei uns Tablet schauen nicht an der Tagesordnung, insbesondere nicht während der Familienzeit und bei gutem Wetter. Da geht es raus. Momentan könnte ich euch noch nicht mal sagen, wann der Nachwuchs seine letzte Peppa-Wutz-Folge gesehen hat. Das muss echt schon eine Weile her sein.

Mediennutzung #medienkompetent
Gern gesehen: analoge Medien

Vor- und Nachteile der digitalen Medien

Natürlich lese ich mit dem Nachwuchs lieber ein Buch, als dass ich ihn Videos schauen lasse. Dennoch wächst er im Zeitalter der Digitalisierung auf. Er wird damit groß, was ein unglaublicher Vorteil sein kann. Schließlich genieße auch ich in erster Linie die Vorteile. Dazu gehören:

  • orts- und zeitunabhängies Arbeiten,
  • neue private und berufliche Kontakte dank Social Media,
  • schnellere Informationsbeschaffung,
  • nachhaltiger Konsum, da wir weniger Besitz brauchen, weil sich einfach vieles in unserem Smartphone befindet (E-Books, Hörbücher, Filme etc. ).Natürlich sind auch die Nachteile nicht von der Hand zu weisen:

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Café und Wald sind mein Büro – Blogparade kreative Vereinbarkeit

Vor Kurzem bin ich auf die Blogparade zur kreativen Vereinbarkeit von Diana von zweitöchter gestoßen und als selbstständige Mama, die im Home-Office arbeitet, ist das natürlich ein sehr interessantes Thema für mich. Deshalb hab ich mich auch zum Mitmachen entschieden. In meinem aktuellen Podcast hab ich euch gerade erst von meiner freiberuflichen Tätigkeit erzählt und wie es dazu gekommen ist, da schließt dieser Artikel hier ja wunderbar an.

Kreative Vereinbarkeit

Selbstständige Mama im Home-Office

Als selbstständige Mama im Home-Office gibt es natürlich zahlreiche Vorteile:

  • man ist immer zu Hause und kann ungestört arbeiten, was ich persönlich sehr mag, da ich alleine einfach produktiver bin,
  • ich kann mir meine Arbeitszeit frei einteilen,
  • ich kann mich selbst entsprechend organisieren,
  • wenn das Kind krank ist, muss ich der Arbeit nicht fern bleiben,
  • während der Kita-Schließzeit muss ich mir nicht frei nehmen etc.

Damit wären wir aber auch schon beim Thema. Die Kita hat zu. Schön und gut, dass ich von zu Hause arbeite, aber sobald der Nachwuchs da ist, komme ich nur noch zur Hälfte meiner Aufgaben. Denn schließlich fordert er meine Anwesenheit und Unterhaltung noch sehr stark ein. Da interessiert es ihn wenig, dass ich eigentlich noch ein paar berufliche Dinge zu erledigen habe.



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Natürlich lässt sich so etwas ein bis zwei Tage ganz gut managen, darüber hinaus wird es allerdings schon schwieriger. Bei drei Wochen Schließzeit erst recht. Deshalb haben wir, mein Freund und ich, es dieses Jahr so geregelt, dass er sich in der Zeit drei Wochen Urlaub nimmt.

Das scheint mir die einzig praktikable und glücklicherweise auch umsetzbare Lösung zu sein derzeit. Denn der Nachwuchs kann sich eben noch nicht in dem Ausmaß alleine beschäftigen, als dass wir die drei Wochen mal eben so zu zweit wuppen könnten.

Kreative Vereinbarkeit
Ab in’s Café

Warum dann kreative Vereinbarkeit?

Besonders kreativ ist Urlaub nehmen schließlich nicht. Aber es gibt eben auch besagte Tage, an denen mein Freund nicht da ist, ich aber trotzdem arbeite, auch dann wenn der Nachwuchs da ist. Denn nicht immer schaffe ich es, mein Pensum zu erledigen, wenn er im Kindergarten ist. An solchen Tagen bin ich sehr dankbar für unser Lieblingscafé. Dort gibt es nämlich eine tolle Kinderspielecke, mit der sich der Nachwuchs so ausgiebig beschäftigen kann, dass ich in der Zeit entweder ein wenig Me-Time genießen kann oder eben noch Arbeit erledige. 

Das einzige Manko ist allerdings, dass das Café nicht über einen WLAN-Zugang verfügt und auch der Handyempfang eher schlecht ist. Da ich das aber weiß, kann ich mich darauf einstellen und vorzugsweise Aufgaben erledigen, die keinen Internetanschluss erfordern. Sprich Texte schreiben statt Recherche betreiben, Pläne machen statt Informationen googeln.



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Das ist für mich die perfekte kreative Vereinbarkeit für Tage an denen ich einfach nachmittags noch arbeiten muss. Denn so muss ich den Nachwuchs nicht auf’s gemeinsame Spielen vertrösten und ich hab keinen Stress, weil ich abends noch so viel Arbeit erledigen muss.

Kreative Vereinbarkeit
Spielen im Café

Eine kreative Lösung hab ich aber noch

Auch wenn es etwas merkwürdig klingt und nicht unbedingt immer Sinn der Sache ist, so erledige ich manche Arbeiten sogar während unseres Waldspaziergangs. Ja, eigentlich ist der zum durchatmen und entspannen da. Die meiste Zeit mach ich das auch. Allerdings kommt es vor, dass ich für einen Kunden noch einen Social Media Post online stellen soll oder ich noch eine geschäftliche E-Mail verfassen muss. Das lässt sich sehr gut während des Spaziergangs im Wald erledigen.

Damit ich nicht stolpere, während ich da so vor mich hin poste und maile, nutze ich meistens die Aufnahmefunktion meines Handys, um Nachrichten zu diktieren, die setzte es dann automatisch in Schrift um. Sehr praktisch! Ein paar Korrekturen später kann der Text dann auch schon rausgehen. Danach wird dann auch nur noch spaziert und die Natur genossen. Wirklich!

#8 Freiwillig selbstständig?! Plötzlich Mompreneur

Freiwillig selbstständig Plötzlich Mompreneur

Freiwillig selbstständig?! Ganz schön mutig!

Manchmal gibt es so Themenschwerpunkte in meinem Leben, von denen ich einfach erzählen will. Aktuell ist es das Selbstständig-Sein und Mompreneur-Leben und die Frage, ob ich wirklich freiwillig selbstständig geworden bin nach Schwangerschaft und Elternzeit. 

Vielleicht denkt ihr ja auch über diesen Schritt nach und könnt ein paar Infos dazu, wie es so ist gebrauchen. Deshalb berichte ich in dieser Podcast-Folge ein bisschen von meinen Erfahrungen und davon wie ich selbstständige Texterin und Bloggerin wurde, inklusive der Vor- und Nachteile. Wenn ihr euch einen Blogartikel mit hilfreichen Tipps und Links wünscht, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Jetzt erst mal viel Spaß beim Zuhören!

Pinnwand DIY – Organisieren mit Memoboard und Co.

Anzeige | enthält Affiliate-Links | Produktivität und eine schöne Optik sind bei mir unmittelbar miteinander verknüpft. In einer ansprechenden und ordentlichen Umgebung arbeite ich einfach viel lieber und produktiver. Außerdem verleiht eine schöne Umgebung mir und meiner Arbeit eine ganz besondere Wertschätzung. Denn in einem 0815-Büro zu arbeiten macht nicht unbedingt Freude. Ich mag es Persönlichkeit zu zeigen, auch oder gerade im Home Office. Schließlich bin ich hier zu Hause und deshalb möchte ich mich auch da, wo ich arbeite wohl fühlen. Das klappt am besten mit einer aufgeräumten Umgebung und schöner Dekoration wie dem Memoboard, das ich euch in diesem Do it yourself vorstelle.

„Pinnwand DIY – Organisieren mit Memoboard und Co.“ weiterlesen

Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 2

Diese Woche war mein Zeitmanagement mal wieder besonders gefragt, denn der Nachwuchs hat ungeplant einen Tag zu Hause verbracht, Verdacht auf Magen-Darm. Tatsächlich hat er einfach nur zu viel gegessen und sich deshalb im Kindergarten übergeben. Da aber zunächst nicht klar war, ob es vielleicht Magen-Darm ist, musste er vorsichtshalber einen Tag zu Hause bleiben. Das bringt mein persönliches Zeitmanagement natürlich ein wenig durcheinander. Aber nur halb so sehr, wie es das noch vor einiger Zeit getan hätte. Denn mittlerweile hab ich einige gute Techniken für mich entwickelt, die mit Kind (aber auch ohne) hervorragend funktionieren. Im ersten Teil hab ich euch bereits einige Tipps vorgestellt, heute geht’s weiter mit Teil 2.

persönliches Zeitmanagement

Mein persönliches Zeitmanagement

Tipp Nr. 4: Stell dir einen Wecker

Nein, nicht zum Aufstehen, sondern für deine Aufgaben, Pausenzeiten, Erinnerungen etc. Denn einen Wecker zu stellen und zu wissen, dass er klingelt, sobald es an der Zeit ist, hält dich davon ab ständig auf die Uhr zu schauen. Denn das lenkt nicht nur ab, sondern ist oft auch ganz schön unentspannt. Ich stelle mir meinen Wecker zum Beispiel dann, wenn meine Mittagspause beendet ist. So kann ich die Zeit viel besser genießen, weil ich sie nicht ständig im Blick haben muss. Außerdem erinnert mich mein Wecker an Aufgaben, die ich zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigen will oder muss, wie beispielsweise Telefonate. So vergesse ich nichts, wenn ich mal wieder in meine Arbeit vertieft bin.

Tipp Nr. 5: Ablenkungen vermeiden

Vor einiger Zeit hab ich dazu schon mal eine Podcast-Folge gemacht. Ich fasse den Inhalt hier aber nochmal zusammen.

Was lenkt im Alltag am meisten ab? Natürlich, das Handy. Deshalb ist es hilfreich in der produktiven Phase diesbezüglich einige Maßnahmen zu ergreifen. Ich weiß, es ist nicht leicht, das Handy zu ignorieren, aber trotzdem ungemein hilfreich. Was mich am meisten ablenkt, sind diese kleinen Töne, die mir sagen, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe oder jemand etwas kommentiert hat, meinen Status geliked hat etc. Aber nicht nur das, auch diese Nachrichten-Icons, die im Display erscheinen, verleiten mich gerne mal dazu nachzusehen, was es denn so Neues gibt. Um dem entgegenzuwirken hilft nur eins: Ausschalten! Nein, nicht das ganze Handy, nur die Benachrichtigungen.

Das heißt, ich schalte alle Push-Benachrichtigungen aus, egal, ob für E-Mail, Facebook oder Instagram. Außerdem hab ich WhatsApp auf stumm geschaltet, denn wenn etwas wirklich dringend ist, ruft derjenige sowieso an. Ein Grund, weshalb ich mein Handy auch nicht komplett aus oder auf lautlos schalte. Ich nutze es beruflich und da geht das nicht.



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Tipp Nr. 6: Puffer, Pausen, „Nein“ sagen

Wie ich schon im ersten Teil geschrieben habe, soll mir mein persönliches Zeitmanagement besonders dabei helfen, Stress zu vermeiden. Dabei ist mir in letzter Zeit, gerade mit Kind, immer öfter aufgefallen, dass ich mir den ganz oft selbst gemacht habe. Denn lange Zeit habe ich geglaubt, dass mit Kind alles so ablaufen kann wie vorher. Naja, ganz so naiv, wie es klingt, war ich nicht. Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine. Irgendwie hofft man doch immer, dass die Kinder gut mitmachen und kooperieren und man alles zeitlich gut geschafft bekommt.

Da das aber eben nicht der Fall ist, habe ich mir eine ganze Menge an Pufferzeit eingebaut. So steht zum Beispiel in meinem Stundenplan auch ein extra Zeitfenster, um den Nachwuchs morgens in den Kindergarten zu bringen. Denn das bekommen wir nicht jeden Morgen gleich schnell geschafft.

Genauso wichtig wie Pufferzeit sind Pausen. Die nehme ich mir regelmäßig und plane sie auch ein. Denn ohne geht einfach gar nichts. Ich versuche mich da immer streng dran zu halten, auch wenn es Tage gibt, an denen mir das aufgrund des Arbeitspensums schwer fällt.

Außerdem ist es wichtig „Nein“ zu sagen. Manche Aufgaben schaffe ich nicht zu bearbeiten, manche Treffen passen gerade so gar nicht rein. Schade, aber manchmal ist es eben so. Zum Glück hatte bisher jeder Verständnis dafür.

persönliches Zeitmanagement
Kaffeepause

Für alles braucht es Selbstdisziplin

Klingt nicht nach Spaß, ist aber das A und O. Gerade beim selbstständigen Arbeiten, wie ich es tue, schaut einem niemand auf die Finger. Das muss ich schon selbst erledigen. Natürlich kann ich mir die Freiheit nehmen, mich nicht an meinen Stundenplan zu halten. Klar kann ich mich vom Smartphone ablenken lassen, aber mein Zeitmanagement verbessert das nicht. Deshalb ist ein gutes Maß an Selbstdisziplin in allen Lebenslagen sinnvoll. Denn erst wenn ich die aufbringe, weiß ich, dass ich am Ende wirklich produktiv war.



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Trotzdem möchte ich nochmal drauf hinweisen – weil ich mich selbst immer wieder dran erinnern muss – dass das alles nur Tipps sind und nichts davon in Stein gemeißelt ist. Denn obwohl ich ein gutes persönliches Zeitmanagement habe, gibt es immer mal wieder Phasen, in denen es drunter und drüber geht und ich nicht annähernd einhalten kann, was ich mir vorgenommen habe. Aber zu wissen, dass es so ist, und dass es wieder vorbei geht, macht es mir leichter, solche Phasen hin und wieder zu akzeptieren.

 

Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 1

Zeitmanagement ist gerade für Mütter eine ganz besondere Herausforderung. Viel stärker als je zuvor müssen wir unseren Tagesablauf an die Bedürfnisse unseres Kindes anpassen. Wir sind eindeutig fremdbestimmter als früher, was schon eine große Umstellung ist. Aber gerade für mich als selbstständige Working Mom ist die richtige Zeiteinteilung aktuell immer wichtiger geworden. Denn nur so gelingt es mir möglichst effektiv arbeiten zu können und den Rest des Tages Zeit für meine Familie zu haben. Das macht es viel leichter, den Tag möglichst stressfrei genießen zu können. Und das ist es doch was Zeitmanagement vermeiden soll: Stress.

Zeitmanagement für Mütter 1

Besseres Zeitmanagement – weniger Stress

Gestresst sein ist einfach kein schöner Zustand, war es für mich noch nie und wird es auch nicht sein. Manche Menschen brauchen das vielleicht – sagen sie zumindest – ich gehöre definitiv nicht dazu. Seitdem ich Mutter bin, brauche ich Stress noch viel weniger als vorher, denn ich habe das Gefühl, dass sich dieser mit Kind sogar verdoppelt. Bin ich gestresst, spürt mein Kind das und ist entsprechend unentspannt, was mich dann zusätzlich stresst. Ein Teufelskreis. Aber es gibt Abhilfe, denn mittlerweile habe ich einige gute Techniken für mich entwickelt, wie ein Zeitmanagement aussehen kann, damit der Tag um ein vielfaches entspannter abläuft und ich mein Tagespensum an Aufgaben geschafft bekomme.

Da ich auf die Tipps sehr ausführlich eingehe, wird es nächste Woche einen zweiten Teil zum Thema geben. Bevor ich jetzt aber noch mehr Zeit mit langen Einleitungen vertrödel, geht es rein ins Thema und in die konkreten Tipps.



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Tipp Nr. 1: Arbeiten nach dem Stundenplan

Wenn ihr jetzt an die Schule denkt, ist dieser Gedanke tatsächlich der richtige. Genauso wie ihr es früher von der Schule kennt, habe ich mir einen Stundenplan für meine Arbeitszeit zu Hause erstellt, denn da arbeite ich. Im Home Office. Und wie sich sicherlich der ein oder andere vorstellen kann, gibt es zuhause jede Menge Ablenkungsmöglichkeiten. Was natürlich alles andere als effektiv ist und nun mal auch kein Geld einbringt. Der Boden kann noch so schön glänzen, bezahlt werde ich für’s Putzen während der Arbeitszeit nicht. Dazu sollte ich meine Zeit schon am Schreibtisch verbringen.

Der Haushalt gehört definitiv in die Freizeit. Schließlich würde ich in einem anderen Job ja auch nicht mal eben nach Hause fahren, um die Wäsche zu machen. Genau so verhält es sich übrigens auch mit anderen Ablenkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Smartphone mit seinen verlockenden Apps wie Facebook, Instagram oder Twitter gehört in die freie Zeit. In meinem Fall ist das nicht immer ganz leicht, da ich auch mit diesen Medien arbeite. Aber genau an dem Punkt setzt der Stundenplan an.

Ich habe mir den kompletten Tag in „Unterrichtsstunden“ eingeteilt und aufgeschrieben in welchen Zeitfenstern ich was mache. Im Stundenplan ist ganz klar notiert, wann ich E-Mails checke, meine Social-Media-Kanäle anschaue, Mittagspause mache und natürlich produktiv arbeite. Die Tage ähneln sich zwar sehr, doch trotzdem ist es hilfreich, sich das wirklich für jeden Tag aufzuschreiben, denn auch feste Freizeitaktivitäten habe ich darin notiert.

Meinen Stundenplan habe ich übrigens als Freebie bei www.miomodo.de runtergeladen. Ich mag das Design gerne schlicht, da ich selber viel mit Farben arbeite. Sollte dieser Plan euch nicht zusagen, findet ihr, dank Google, noch ganz viele Weitere im Netz.

Zeitmanagement für Mütter 2
Mein Stundenplan

Tipp Nr. 2: Ein fester Ort zum Arbeiten

Lange Zeit hatte ich kein richtiges Arbeitszimmer, was der Tatsache geschuldet war, dass es noch renoviert werden musste. Das hatte bei unserem Einzug keine Priorität. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gearbeitet. Jetzt arbeite ich allerdings und bin mehr als froh darüber, das auch in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitszimmer tun zu können.

Zuvor habe ich mir immer einen Platz an unserem Esstisch gesucht, um dort zu arbeiten, aber das war wirklich kein Dauerzustand. Zumal es dort nicht nur mehr Ablenkungsmöglichkeiten gibt, sondern auch einfach keine gescheite Organisation meiner Unterlagen, Arbeitsutensilien etc. zustande kam.



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Außerdem finde ich so eine räumliche Trennung nicht nur aufgrund der Praktikabilität sinnvoll und wichtig, sondern auch für den Kopf. Ich arbeite im Arbeitszimmer einfach viel effektiver und konzentrierter. Hier gibt es auch sonst nicht viel zu sehen, außer vielleicht ein paar Vögel, die sich hin und wieder auf den Bäumen vor meinem Fenster niederlassen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mein Sohn weiß und akzeptiert, dass ich arbeiten muss, sobald ich mich im Arbeitszimmer befinde, was durchaus vorkommen kann, wenn er zu Hause ist.

Wer nicht die Möglichkeit hat ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten, dem kann ich zumindest empfehlen sich einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung zu suchen und für diesen Zweck immer wieder entsprechend herzurichten. Denn, wie schon erwähnt, ist der Kopf erst mal mit der Arbeitsumgebung vertraut, wird sich die Motivation bald dazu gesellen.

Zeitmanagement für Mütter 1
Arbeiten im Arbeitszimmer

Tipp Nr. 3: Ein einziges To do

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von To-do-Listen, worüber ich hier bereits berichtet habe, aber mit der Rückkehr ins Berufsleben ist so eine Liste ab einem gewissen Punkt unvermeidbar geworden. Dennoch mag ich diese ellenlangen Listen nach wie vor nicht, von denen man die meisten Punkte doch immer weiterschiebt und sie gefühlt nie verschwinden. Stattdessen habe ich vor einiger Zeit einen Tipp aufgeschnappt, der sich in der Umsetzung für mich einfach als absolut hilfreich und genial erwiesen hat.

Ich nehme mir am Tag EINE SACHE vor. Das ist die eine Sache, die so wichtig ist, dass sie an diesem Tag unbedingt erledigt werden muss und keinen Aufschub duldet. Dieses To do erledige ich dann als allererstes und hab somit das Wichtigste, Schlimmste, Unangenehmste oder Umfangreichste für diesen Tag schon mal abgehakt.

Das mag im ersten Moment zwar nicht sonderlich produktiv klingen, aber das täuscht. Denn gerade diese nicht so schönen Aufgaben schiebt man ja gerne mal ewig vor sich her. Wenn du so eine Aufgabe aber jeden Tag als erstes erledigst, sind alle anderen Aufgaben, die noch folgen, nur noch Kleinigkeiten und die unangenehmen Aufgaben minimieren sich automatisch im Laufe der Woche. Die Pflicht ist also erledigt, alles andere ist dann bereits die Kür.

Das war Teil 1 zum Thema Zeitmanagement, den zweiten Teil gibt es dann in der kommenden Woche. Bis dahin dürft ihr gerne kommentieren: Waren brauchbare Tipps für euch dabei? Welche Ratschläge für ein besseres Zeitmanagement habt ihr noch auf Lager?