Muttertag oder der Tag der großen Erwartungen

Übermorgen ist es wieder soweit, bereits zum dritten Mal darf ich ihn feiern: den Muttertag. Diese Tatsache macht mich unglaublich glücklich. Denn ein Tag zu Ehren der eigenen Person ist etwas ganz Tolles. Schließlich leisten wir Mütter eine ganze Menge und haben uns das wirklich mehr als verdient. Wenn da nicht diese Erwartungen wären…

Von zu großen Erwartungen

 
Jedes Jahr scheinen die Erwartungen am Muttertag auf’s Neue in Dimensionen zu steigen, für die es im normalen (Mama-)Alltag gar keinen Platz gäbe. Auf einmal sind da Wünsche, die hoffentlich erfüllt werden.

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30 Me-Time-Ideen für jeden Tag

Ostern steht vor der Tür. Zeit für die Familie, Freunde und den ein oder anderen Me-Time-Moment. Immerhin hat der Papa frei und kann Zeit mit dem Nachwuchs verbringen, während ich mir etwas Gutes tue. Ideen, was das sein könnte, gibt es einige. Falls ihr ein bisschen Inspiration gebrauchen könnt, hab ich für euch 30 Me-Time-Ideen für jeden Tag zusammengestellt. Viel Spaß beim Entspannen!  

Me-Time-Ideen Auszeit Mama-Zeit

Hier könnt ihr die Liste runterladen und anschließend ausdrucken: 

>>>30 Me-Time-Ideen<<<

So kannst du die 30-Me-Time-Ideen nutzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du die Liste mit den Me-Time-Ideen umsetzen kannst:

  • Möglichkeit 1: Entweder du hakst sie der Reihe nach ab, oder
  • Möglichkeit 2:  du schneidest sie aus, faltest sie zusammen, legst sie in eine Schale und ziehst jeden Tag eine Me-Time-Idee, oder
  • Möglichkeit 3:  Hin und wieder wirfst du einen Blick drauf, um dir neue Anregungen zu holen. 

Sollte eine der Ideen auf der Liste so gar nicht in deinen Tagesablauf passen, dann überspring sie einfach und widme dich der nächsten.

Hilfreich ist es dabei, sich für manche Aktivitäten einen Wecker zu stellen. So müsst ihr nicht ständig auf die Uhr schauen, wie lange ihr noch Zeit habt. Außerdem gilt bei mir für (fast) alle Me-Time-Pausen:
Smartphone, Tablet und Co. aus!

Ich will schließlich entspannen und das geht ungestört und ohne Ablenkung nun mal am besten. 

30 Me-Time-Ideen

Noch ein Extra

Zu jeder Idee gibt’s hier von mir eine kleine Anregung. Also schnappt euch die Liste und los geht’s: Entspannen!

#1: Zuletzt habe ich Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten* von Susanne Mierau gelesen. Ein Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es gibt Ratschläge ohne belehrend zu wirken und geht auf die Bedürfnisse aller Familienmitglieder ein. 

#2: Ich mag gepflegte und lackierte Fingernägel. Seit ich Mutter bin, trage ich sie aus praktischen Gründen meistens kurz und weil sie leider ständig splittern. Allerdings gibt es eine kleine Geheimwaffe, die das verhindert und die ich demnächst wieder anwenden werde: Microcell 2000 Nail Repair women, Nagelhärter, 1er Pack (1 x 12 ml)*.

#3: Was hab ich früher viel Musik gehört. Das hat leider nachgelassen seit ich Mutter bin. In der Mutter-Kind-Kur hab ich es allerdings wiederentdeckt und verbringe so manche Pause jetzt öfter mit Musik auf den Ohren. Probiert es mal aus. Perfekt zum abschalten und träumen. 

#4: Endlich habe ich mich nach Erkältungszeit und winterlichen Temperaturen vor ein paar Tagen wieder in meine Laufschuhe geschmissen. Das tat so gut! In der Zeit zwischen den Läufen mache ich das 7-Minuten-Workout

#5: Viel zu selten nehme ich mir die Zeit für eine Gesichtsmaske, dabei lässt das gestresste und übermüdete Mama-Haut so richtig strahlen. Dabei wechsle ich gerne zwischen gekauften und selbstgemachten Masken ab. Mein All-Time-Favourite ist übrigens die Quark-Honig-Maske: 2 EL Quark mit 1 EL Honig mischen, auftragen und ca. 15 Minuten einwirken lassen. 

#6: Es mag eine echte Geduldsprobe sein, wer sich drauf einlassen kann, für den kann es echt entspannend sein. Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Kindern und malen mal wieder ein Bild aus. Vielleicht auch gemeinsam. Neben tollen Achtsamkeits-Tipps, findet ihr in dem Buch 365 Wege zur Achtsamkeit: Wertvolle Tipps für mehr Gelassenheit und Lebensfreude* schöne Bilder zum Ausmalen. Die lassen einen die Zeit total vergessen.

#7: Das Baden habe ich erst vor kurzem für mich wiederentdeckt. Egal ob mit viel Schaum oder wenig, in pink oder grün. Baden ist Entspannung für alle Sinne. Ich mag die pinke Variante von Tetesept Sinnensalze Zeit für Dich 60 g, 10er Pack (10 x 60 g)*.

#8: Schon lange habe ich mir vorgenommen mal alleine ein Museum zu besuchen. Denn nicht immer haben Andere Zeit, wenn ich Zeit habe. Ich glaube, dass es eine tolle Erfahrung ist, solche Aktivitäten mal alleine zu unternehmen. Davon abgesehen, bin ich der Meinung, dass es in der eigenen Stadt und Umgebung so viele tolle Sehenswürdigkeiten gibt, die man viel zu selten erkundet.

#9: Eine meiner absoluten Lieblinsyogaeinheiten derzeit ist diese hier von Mady Morrison. 

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https://youtu.be/8dS4DUkLhBU

#10: Sich (mal wieder) zu schminken, verleiht ein ganz neues Lebensgefühl. Dabei etwas herumzuexperimentieren macht außerdem noch Spaß. Ich hab vor ein paar Tagen Maybelline Tattoo Brow Augenbrauenfarbe Nr. 2 Medium Brown, trendige Augenbrauenfarbe mit bis zu 3 Tage Halt, spezielle Peel-off-Formel für eine einfache Anwendung* gekauft und teste es gerade. Bislang bin ich sehr begeistert nicht mehr jeden Morgen meine Augenbrauen nachmalen zu müssen. 

#11: Ausmisten befreit ungemein. Gerade jetzt, wo der Winter vorüber ist, lohnt es sich das auszumisten, was ihr nicht getragen habt, nicht mehr tragen wollt oder nicht mehr passt/kaputt ist/etc. Eine kleine Anleitung dazu wie ich ausmiste, findet ihr hier.

#12: Neue Do It Yourselfs auszuprobieren macht mir unglaublich Spaß, besonders, wenn sie die Wohnung verschönern oder ich jemand anderem damit eine Freude machen kann. Vielleicht ist in meiner kleinen Sammlung eine Selbermach-Idee für euch dabei. 

#13: Den nächsten Urlaub planen und schon mal konkrete Ausflugsziele raussuchen oder eine Packliste schreiben, erhöht nicht nur die Vorfreude, sondern nimmt auch denn Stress kurz bevor die Reise losgeht. 

#14: Eine Shoppingtour macht glücklich. Manchmal reicht mir sogar schon Window-Shopping. Denn neue Inspirationen zu sammeln, macht genauso viel Spaß und spart Geld. 

#15: Es muss ja kein großes Fotobuch sein. Eine kleine Erinnerung an einen schönen Urlaub oder die schönsten Familienfotos des vergangenen Jahres. Dabei finde ich die Idee ganz schön Fotos mal wieder auszudrucken und in ein Album zu kleben. Eine nette Abwechslung zu den ganzen Digitalfotos. 

#16: Die Vorstellung ganz alleine in einem Café zu sitzen, fand ich früher immer komisch. Heute ist das ein Me-Time-Moment, den ich absolut genießen kann. Einfach nur beobachten oder ein gutes Buch lesen. Perfekt!

#17: Zeit für Wellness bietet ja viel Spielraum: Das kann Wellness zu Hause sein, eine gebuchte Massage oder ein Sauna-Besuch. Je nachdem wie viel Zeit einem gerade zur Verfügung und wo einem der Sinn nach steht. Für mich ist es manchmal schon Wellness, wenn ich es schaffe mir mal wieder die Beine zu epilieren oder ein Peeling zu machen. Für’s Körperpeeling kann ich euch übrigens Kaffeesatz empfehlen. Einfach die gewünschte Menge mit eurem normalen Duschgel vermischen und einreiben. Das macht die Haut schön zart und im Normalfall verfliegt der Kaffeegeruch auch recht schnell. Außerdem spart es Geld und vermeidet Müll.

#18: Irgendwie trägt man doch immer wieder die gleichen Kleidungsstücke, was ja auch gar nicht schlimm ist und im Zuge einer minimalistischeren Garderobe auch durchaus sinnvoll. Allerdings kombiniert man sie auch meistens gleich. Dabei kann es großen Spaß machen, den Blazer mal mit dem Pullover statt der Bluse zu kombinieren. Oder den kurzen Jumpsuit übergangstauglich mit einer ausgefallenen Strumpfhose zu tragen. 

#19: Fantasiereisen mag ich sehr, weil es erstens die Fantasie anregt (tadaa!) und du dich zweitens innerhalb kürzester Zeit an ganz tolle Orte träumen kannst. Hier findet ihr einige Fantasiereisen.

Me-Time-Ideen Auszeit Mama-Zeit

#20: Egal, was du dir wünschst, schreib es auf. Das kann der Weihnachtswunschzettel sein oder ein Wunschzettel, was du dieses Jahr noch erreichen willst oder Wünsche an dich für deine persönliche Entwicklung.

#21: Abends mit einer Freundin was Essen gehen und quatschen tut unglaublich gut. Papa und Kind kommen in der Zeit durchaus mal alleine klar.

#22: Ich bin handarbeitstechnisch nicht sonderlich begabt, aber auch, wenn ich nicht stricken, häkeln oder nähen kann, so kann ich doch immerhin eine Strickliesel bedienen. Daraus lassen sich schöne, originelle Schmuckstücke herstellen. Eine gute Idee für ein neues DIY auf diesesmamading. Hm…

#23: Ich mag es ja in der Bücherei nach neuem Lesestoff zu stöbern oder in Zeitungen zu blättern und Artikel zu lesen, die mich interessieren. Der Vorteil: Dort kann ich das vollkommen ungestört tun und mich nur darauf konzentrieren. 

#24: Wie ihr ein Vision Board angehen könnt, erfahrt ihr hier.

#25: Hörbücher und Podcasts sind toll. Man kann sich einfach nur berieseln lassen, allerdings wesentlich anspruchsvoller als beim Fernsehen, denn es regt die Fantasie an und informiert uns. Aktuell höre ich die Podcasts von Laura Malina Seiler und Robert Gladitz von der Awesome People Family sehr gerne. 

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#26: Dazu muss es noch nicht einmal einen besonderen Anlass geben, einfach aus Freude am Backen. Eine gute Gelegenheit, einen schwierigen Kuchen für die nächste Geburtstagsfeier einmal auszuprobieren. Dann ist es nicht so schlimm, wenn was schief geht. 

#27: Alleine spazieren gehen hat sich für mich, genau wie das alleine im Café sitzen, eine ganze Weile komisch angefühlt, mittlerweile genieße ich es total. Ich kann mein eigenes Tempo gehen, den Weg bestimmen und die Umgebung beobachten. Am liebsten im Wald.

 #28: Da bin ich zugegebenermaßen eher nicht der Typ für, weil ich meine Haare seit geraumer Zeit selber schneide, aber stattdessen gibt es ja noch andere Möglichkeiten, wie einen Besuch bei der Kosmetikerin, Nagelstudio, Fußpflege etc. 

#29: Pläne erstellen kann Spaß machen, besonders wenn sie, im besten Fall, auch noch nützlich sind. In meinen Zeitmanagement-Tipps geht’s auch um Pläne, so als kleine Inspiration.

#30: Neu gestalten befreit ebenso wie ausmisten. Außerdem wird es manchmal einfach Zeit für eine Veränderung. Es müssen nicht gleich ein neuer Anstrich oder teure Möbel sein, kleine Details wie dieses Mini-Sukkulenten-Terrarium reichen schon. 

Ich hoffe, es waren ein paar Me-Time-Ideen für euch dabei. Hinterlasst mir gerne eure Me-Time-Momente in den Kommentaren. Aber vor allen Dingen: Genießt eure Auszeit vom Alltag!

*Bei diesen Artikeln handelt es sich um persönliche Empfehlungen, die ich mit einem Affiliate Link versehen habe. Wenn ihr über diesen Link den Artikel kauft, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Euch kostet das keinen Cent extra. 

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind – Meine Erfahrungen

In eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind zu fahren ist ein Wagnis. Aber eins, das sich lohnt! Wer sich diesem Wagnis ebenfalls stellen möchte, erfährt hier, was einem in drei Wochen Kuraufenthalt so alles passieren kann. Natürlich fährt man als Mutter mit gewissen Erwartungen zu so einer Mutter-Kind-Kur, aber es wäre gut diese nicht zu hoch anzusetzen. Am Ende kann man nur (positiv) überrascht werden. Bevor ich aber zum eigentlichen Aufenthalt komme, beschreibe ich erst mal den Weg dorthin.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind

Wie komme ich zu einer Mutter-Kind-Kur?

Warum man in eine Mutter-Kind-Kur fährt, kann unterschiedliche Gründe haben. Am besten spricht jeder, der sich für eine solche Kur interessiert, mit seinem Hausarzt und/oder seinem Kinderarzt darüber. Genau das hab ich getan und zuvor bereits online von meiner Krankenkasse das entsprechende Formular zur Beantragung der Mutter-Kind-Kur ausgedruckt. Denn das muss von beiden Ärzten ausgefüllt werden. Der Antrag ging dann per Post zu meiner Krankenkasse und wenige Tage später hatte ich erfreulicherweise deren Zusage im Briefkasten. Über das sogenannte Gesundheitsservice Management, das mich kontaktiert hat, wurde dann Kurort und Kurzeitraum abgestimmt.

Was meinen gewünschten Kurort an der See angeht, so hab ich den nicht bekommen. Hätte ich, aber nicht so zeitnah wie ich es mir gewünscht habe. Deshalb habe ich mich für einen zeitlich deutlich eher verfügbaren Alternativkurort entschieden und diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut.

Vor Ort in der Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind

Der erste Eindruck war gut. Mein Sohn und ich wurden freundlich empfangen und hatten eine angenehme Unterkunft. Es wimmelte nur so vor Müttern, einigen Vätern oder Omas (meistens als Begleitperson für Frauen, die mit mehr als einem Kind angereist sind) und natürlich Kindern.

Ein bisschen erinnerte das an einen All-Inclusive Urlaub auf Mallorca mit dem Unterschied, dass das Zentrum des Hotels kein Pool war, sondern ein riesiger Kinderspielplatz. Das Buffet hätte sicher auch auf Mallorca ähnlich ausgesehen, aber nach alkoholischen Getränken hat man in der Klinik lange suchen können. Eben kein Urlaub, sondern eine Kur.

Nicht nur ich hatte in den ersten Tagen viele neue Eindrücke zu verarbeiten, auch der Nachwuchs musste erst mal verstehen, was hier gerade abgeht und das war einiges.

Wie das Wagnis aussieht

Wer mit Kleinkind schon mal in den Urlaub gefahren ist, kennt in etwa die Situation, wenn auf einmal alles anders ist. Jetzt stellt euch das aber bitte minus Papa und plus erstmaliger Fremdbetreuung vor.

Minus Papa bedeutet, dass ich eben volle 24 Stunden für mein Kind alleine zu sorgen hatte. (Alleinerziehende Mütter mögen mir nachsehen, dass ich das besonders betone, aber ich kenne diesen Fall so nun mal nicht. Respekt an euch, dass ihr das wuppt!) Hieß also: Alleine anziehen, Zähne putzen, duschen, essen, ins Bett bringen, bespaßen etc. Was zuhause schon anstrengend ist/sein kann, ist es hier nochmal doppelt, zumindest in den ersten Tagen. Denn die ersten Tage bedeuten einfach für Mutter und Kind mit großer Wahrscheinlichkeit Stress. Schließlich müssen sich beide erst mal in die neue Situation einfinden, die manchmal auch gar nicht so leicht ist. Ironischerweise soll ja genau dieser Stress  in der Kur unter anderem bewältigt werden.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind2
Was nicht ist, kann ja noch werden

Oweia, Fremdbetreuung

Wird das Kind zuhause über rund drei Wochen in die Kita eingewöhnt, geschieht das hier in rund 30 Minuten und zwar direkt am ersten Tag (nicht am Anreisetag). Ich weiß wie das klingt und ihr glaubt nicht wie schlecht ich mich gefühlt habe, mein weinendes Kind anfangs abzugeben. Aber mit Kind gibt’s nun mal keine Anwendungen und keine Therapien. Und hier ging es eben auch um mich.

Das durchzuziehen war nicht nur für mich, sondern auch für meinen Sohn am Ende ein Gewinn. Die Gewissensbisse sind durch die wirklich tollen Erzieherinnen und Therapeuten sehr bald verschwunden. Nicht zuletzt auch durch meinen Sohn, der sich nach einer Woche schon kaum noch aus der Kita hat abholen lassen wollen. Es hat ihm auch vorher schon gut gefallen, nur der Abschied fiel noch immer etwas schwer. Aber selbst das war irgendwann kein Thema mehr.

Mit 21 Monaten kannte er bisher noch keine Betreuung, erst in ein paar Wochen startet für ihn die Kita-Zeit. Schon nach wenigen Tagen habe ich aber gemerkt wie „reif“ er durch die neue Erfahrung geworden ist und wie stark er sich in manchen Bereichen entwickelt hat. Sei es der Umgang mit anderen Kindern oder auch die sprachliche Entwicklung. Natürlich muss das nicht jeder Mutter mit Kind so wie uns ergehen, aber es kann!

Nach ein paar Tagen war das Neue auch gar nicht mehr so neu und diese Tatsache hat mich deutlich entspannter werden lassen. So war es also: während der Therapien und Anwendungen wurde mein Kind betreut und ich hatte Zeit mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren.

Wie ich mich in der Mutter-Kind-Kur erholt habe

Der Therapieplan war genau auf mich abgestimmt, dazu gehörten sportliche Aktivitäten wie Aqua Fit, Nordic Walking und Fitnesskurse; Entspannungsprogramme wie Autogenes Training; Gesprächsgruppen zu den Themen Erziehung und Stressbewältigung; und auch Eltern-Kind-Interaktionen wie das Familienschwimmen oder das Kinderturnen.

Was mir diese einzelnen Angebote gebracht haben, würde hier den Rahmen sprengen, aber in den nächsten Artikeln werdet ihr das herauslesen können. Jetzt soll es erst mal nur um die Mutter-Kind-Kur mit 1-jährigem Kleinkind an sich gehen.

Was ist mit Freizeit?

Davon gibt es mehr als erwartet. Aber wie füllt man die denn nun in einer fremden Umgebung ohne Mann und Vater? Gar nicht so leicht, aber auch nicht so schwer. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und so konnten wir unglaublich viel draußen unternehmen. Dazu gehörte das erste Mal mit dem Nachwuchs Fahrrad zu fahren. Er hat es geliebt auf diese Weise von Mama durch die Gegend kutschiert zu werden. Außerdem war nicht weit entfernt ein Baggersee, den wir mehrmals besucht haben. Ein ausgedehnter Spaziergang durch wirklich schöne Natur war sowieso immer drin. Aber auch die Freizeitangebote der Kurklinik für Mütter mit Kleinkindern waren gut. Nicht so abwechslungsreich und vielzählig wie für größere Kinder, aber da sind wir wieder bei den Erwartungen. Einfach das annehmen, was kommt und das Beste draus machen.

Aber nicht nur für Mutter und Kind gab es Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, auch ohne Kind bot die Klinik einiges an Sport- und Entspannungskursen an. Besonders begeistert war ich vom Faszientraining. Die Blackroll für zuhause ist schon bestellt. Viele dieser Kurse fanden zwar außerhalb der Betreuungszeit für Kinder unter drei Jahren statt, aber am Abend war das ab der zweiten Woche kein Problem mehr. Der Nachwuchs hatte seine feste Schlafenszeit und ich konnte mich unbesorgt mit Babyfon zum Entspannungskurs begeben. Praktischerweise war sowieso alles in einem großen Gebäude untergebracht, was die Wege sehr verkürzte. Bei dem straffen Zeitplan tagsüber manchmal gar nicht so schlecht.

Und sonst so?

Es war alles anders als zuhause, ich musste nicht putzen (nur hin und wieder mal den Sand zusammenfegen, der vom Spielplatz mit reingebracht wurde), nur einmal die Woche Wäsche waschen, nicht kochen, hatte außer den Terminen keine „Verpflichtungen“ und auch sonst einfach Zeit für mich und mein Kind.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind3
Gemeinsam Eis essen geht immer

Alles in allem kann ich sagen, dass ich versucht habe uns und mir den Aufenthalt so entspannt wie möglich zu gestalten. Das heißt, dass ich freie Zeit für mich und meine Interessen genutzt habe, dazu gehörte vor allen Dingen Lesen, Lesen und nochmal Lesen. Denn im Alltag kommen irgendwie immer 1000 Dinge dazwischen, die vermeintlich wichtiger sind. Dabei kann ich gerade beim lesen unglaublich abschalten und bin total im Hier und Jetzt.

Wenn ich mal nicht gelesen habe, dann habe ich versucht meine freie Zeit mit den besagten Freizeitangeboten, die mich interessieren zu füllen. Aber nicht nur für mich habe ich viele tolle neue Erfahrungen gesammelt auch mit Kind habe ich Neues erlebt. Denn trotz der Termine, die ich hatte, waren unsere Abläufe hier nach ein paar Tagen schon total eingegroovt und abgestimmt. Wir hatten eigentlich nie Zeitdruck. Alles lief entspannt und wir haben uns einfach treiben lassen. Wie gesagt, es hat trotz meiner Termine funktioniert und da wünsche ich mir, dass ich diese Entspanntheit bewahren und mit in den Alltag zuhause nehmen kann.

Fazit zur Mutter-Kind-Kur mit 1-jährigem Kleinkind 

Eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind kann Stress bedeuten, denn alles ist anders als Zuhause, aber es kommt darauf an, was man draus macht. Nachdem ich mich mal von alten Mustern wie „Wir müssen aber gleich essen“, „Das räum ich eben schnell noch auf“, „Nein, dafür haben wir jetzt keine Zeit“, „Du musst jetzt wirklich ins Bett“ etc. verabschiedet habe, lief eigentlich alles wie von selbst. Ich hab es einfach hingenommen wie es ist, natürlich auch ein bisschen Erlerntes aus den Gesprächsgruppen zur Erziehung und Stressbewältigung angewandt und damit eigentlich genau die Erfolge erreicht, die ich mir erhofft hatte.

Ja, eine Mutter-Kind-Kur ist nicht der Alltag, aber gerade darum geht es ja. Der Fokus liegt viel mehr auf dem Wesentlichen und nicht mehr nur auf dem Notwendigen wie Haushalt, Verpflichtungen, Job, Termine etc.

Sich darauf zu konzentrieren hat mir mehr denn je gezeigt wie wichtig und unglaublich Kraft gebend es ist, auf sich zu achten und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Natürlich kann ich mir im „wahren Leben“ nicht wie hier jede Woche zwei Massagen gönnen oder am Tag zwei Fitnesskurse besuchen. So sollte man diesen Aufenthalt auch sicher nicht verstehen. Aber ich habe gemerkt, dass mir eben diese Dinge unglaublich gut tun, und dass es sowohl zeitlich als auch finanziell kein Problem darstellt, mir das auch zuhause in regelmäßigen Abständen zu gönnen. Zeit dafür freigeschaufelt hab ich mir ja schon. Wie, könnt ihr hier nachlesen.

Was Aktivitäten mit meinem Sohn angeht, so möchte ich auch da ein paar schöne Rituale, die wir hier eingeführt haben, weiterführen. Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber sie haben eine unglaublich entspannende Wirkung auf uns beide. Eines der wichtigsten Dinge ist dabei tatsächlich, das Handy einfach mal außer Reichweite zu lassen. In der Klinik hat es mir sowieso, dank furchtbar schlechtem Netz und nicht funktionierendem WLAN, nur wenig gebracht. Zeitweise hab ich sogar schon vermutet, dass das von den Betreibern vielleicht sogar Absicht gewesen sein könnte. Digitales Fasten inklusive.

Unglaublich viel gebracht hat mir auch der Austausch mit anderen Müttern. Wow, wir sitzen doch fast alle im gleichen Boot! Und ja, wir machen uns das Leben manchmal selber viel zu schwer. Zum Glück haben wir in der Kur gelernt, dass wir etwas dagegen tun können. Außerdem hab ich einen wahnsinns Respekt vor allen Müttern, denn, und das möchte ich wirklich betonen, wir wissen nicht, was manche so mit sich rumtragen und das hat selten etwas mit den Kindern zu tun.

Alles positiv? Gibt’s denn keine Nachteile?

Doch! Und die will ich euch nicht vorenthalten. Zum Einen: die Mahlzeiten. Die Buffetform ist ja ganz schön, aber der Saal in dem gegessen wurde war eigentlich ständig zu voll und zu laut. Das konnte mitunter ganz schön anstrengend sein. Aber auch da haben wir uns, wenn nötig, Abhilfe verschafft und uns mit dem Essen lieber auf das Zimmer zurückgezogen. Immerhin hat das sehr gut geschmeckt.

Zum Anderen: die Freizeit an den Wochenenden. Bei schönem Wetter alles kein Problem, bei mäßig gutem Wetter wurde es schon schwieriger die Entspannung der Woche zu halten. Gerade, wenn man, wie ich, ohne Auto in die Mutter-Kind-Kur gefahren ist und der Kurort nur bedingt viel zu bieten hat. Ja, es wurden auch Busfahrten in die nahegelegenen Großstädte angeboten. Aber auch das wollte ich mir mit Kleinkind ohne Papa ersparen. Was ich damit sagen will, in so einem Fall kann ein Wochenende schon mal echt lang werden. Also, entweder Auto mitnehmen oder bei schlechterem Wetter mit allem rechnen und klarkommen.

Eine Mutter-Kind-Kur hat Vor- und Nachteile. Aber wie ich mitbekommen habe, war das bei Müttern mit älteren Kindern nicht automatisch anders. Eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind ist eben, was du draus machst! Wenn man sich auf dieses kleine Abenteuer einlässt und offen ist für alles Neue, das da kommen mag, dann kann man wirklich viel für seinen Umgang mit sich und den Umgang mit Kind mitnehmen. Und da muss ich sagen, je früher das geschieht, für desto besser halte ich es. Bedeutet: ein ganz klares „Ja!“ zur Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind.

Ihr habt noch Fragen? Dann immer her damit!

5 Tipps für mehr Mama-Zeit

Wenn mir als Mama etwas fehlt, dann ist das ein koffeinresistenter Magen, ein nie enden wollender Schokoladenvorrat und Zeit, genauer gesagt Mama-Zeit oder auch Me-Time genannt. Das mit dem Magen kann ich nicht ändern, allenfalls durch Einschränkung des Kaffeekonsums. Schokolade ist schneller weg als ich gucken kann. Aber bei der Sache mit der Zeit, da lässt sich doch sicher was machen. Wie man mehr Mama-Zeit für sich bekommt, darüber hab ich mir ein paar Gedanken gemacht.

Mama-Zeit für sich

Mama-Zeit im Alltag – Ist das überhaupt möglich? 

Das Kind will spielen, die Wohnung geputzt, die Wäsche endlich aus dem Trockner geholt werden und der Mann hat schließlich auch noch Hunger, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kommt. Und wer ist in all diesen Fällen zuständig? Ich natürlich!

Mach ich gerne. Trotzdem: Wann hat Mama Zeit für sich? Mama-Zeit sozusagen. Lange gar nicht. Denn von morgens bis abends war mein Tag eigentlich voll verplant, aber keinesfalls nur mit Terminen, sondern eben mit Spielen, Waschen, Kochen, Putzen etc.

Da muss doch was zu machen sein 

Wo kann ich also an der Zeitschraube drehen? An der Uhr macht ja nicht viel Sinn, mehr als 24 Stunden bekommt der Tag trotzdem nicht. Also habe ich mich hingesetzt, überlegt und ausprobiert. Was könnte man tun, um mehr Mama-Zeit für sich im Alltag zu haben?

Hier sind meine 5 Tipps für mehr Mama-Zeit im Alltag:

  1. Ich stehe vor meinem Kind auf.
    Morgens verschafft mir das, wenn es gut läuft bis zu einer Stunde Zeit für mich. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass ich früher schlafen gehen muss. Naja, sagen wir mal, müsste.
  2. Hausarbeiten erledige ich, wenn möglich, mit Kind.
    So bleibt abends mehr Zeit für mich, denn die Wäsche ist schon gewaschen und die Spülmaschine muss auch nicht mehr ausgeräumt werden. Alles, was über den Tag so anfällt, kann dann auch direkt eingeräumt werden.
  3. Ich bin erfinderischer geworden.
    Das bezieht sich bei uns derzeit auf den Mittagsschlaf, denn würde ich mit dem Nachwuchs nicht spazieren gehen oder Auto fahren (das mach ich allerdings nicht absichtlich, nur damit er schläft), würde er gar nicht schlafen, denn im Bett geht das für ihn über Tag gar nicht. Ein kurzer Spaziergang reicht meistens schon und ich hab danach ungefähr eine Stunde Zeit für mich.
  4. Weniger Social Media konsumieren.
    Für manche mag das Me-Time bedeuten, das tut es für mich auch oft. Manchmal raubt mir das lange Surfen auf Instagram, Twitter und Facebook aber auch einfach nur Zeit für andere Dinge, die mich gerade viel mehr entspannen würden. Me-Time ist für mich nämlich oft einfach nur dieses typische „die Seele baumeln lassen“ , dann lese ich, träume vor mich hin, mache Yoga oder entspanne beim Schreiben.
  5. Am Wochenende ist Vater-Sohn-Zeit.
    Das versuchen wir immer öfter zu realisieren, dass zumindest ein paar (wenige) Stunden am Wochenende ganz mir gehören. Komplett will ich auf Mann und Kind am Wochenende natürlich nicht verzichten. Schließlich ist das auch ausgiebige Familienzeit.

Es gibt auch Ausnahmen

Und wer jetzt denkt, die hat aber leicht reden, wenn das bei ihr alles so toll klappt, dem sei gesagt, auch bei mir funktioniert das nicht immer alles. Es gibt Tage, da ist der kindliche Mittagsschlaf früher beendet oder fällt sogar ganz aus. Oft genug will der Nachwuchs mir auch im Haushalt partout nicht „helfen“, so dass eben alles bis zum Abend liegen bleibt. Das kommt oft genug vor.

Klar ist auch, nicht für jeden jeder Tipp hier umsetzbar. Dennoch hoffe ich, dass wer mehr Mama-Zeit für sich haben möchte, hier vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Kniff findet oder die Liste zumindest zum Nachdenken anregt. Vielleicht fallen dir ja auf einmal Möglichkeiten ein, wie du dir selbst unter den eigenen Bedingungen mehr Mama-Zeit freischaufeln kannst. Denn wir Mamas haben es verdient!

Noch mehr Tipps für einen organisierteren Mama-Alltag findet ihr hier!