Vom Yin-Yoga-Anfänger zur tiefenentspannten Mama

Hier könnt ihr euch den Artikel anhören:

Anzeige | Text enthält Affiliate-Links | Vor einiger Zeit bin ich das erste Mal auf Yin Yoga gestoßen, eigentlich verwunderlich, wo ich doch schon seit über zehn Jahren regelmäßig Yoga mache. Allerdings bislang nur das Yang Yoga. Dass ich diese neue Form des Yoga für mich entdeckt habe, wurde aber höchste Zeit, denn sie ist unglaublich wohltuend, sowohl für den Körper als auch für den Geist. Ein absoluter Gewinn, den ich nicht mehr missen möchte. Allerdings war das, als Yin-Yoga-Anfänger, noch nicht abzusehen. Warum, erzähle ich euch jetzt.

Disclaimer: Ich bin weder ausgebildete Yogalehrerin, noch kenne ich euren Gesundheitszustand und kann beurteilen, ob diese Art des Yoga für euch geeignet ist. Da ich persönlich davon aber sehr profitiere und ich diese Begeisterung gerne teilen möchte, gebe ich euch in diesem Artikel einen kleinen Einblick in mein Wissen und meine Yin-Yoga-Praxis. Wenn ihr es praktizieren wollt, euch aber nicht sicher seid, ob es für euch geeignet ist, holt euch bitte fachmännischen Rat ein, damit auch ihr die positiven Aspekte zu spüren bekommt und keinesfalls irgendwelche Nachteile dadurch entstehen.  

Vom Yin-Yoga-Anfänger zur tiefenentspannten Mama

Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist quasi der Gegenpol zum vielfach verbreiteten Yang Yoga. Eine ruhigere, weniger dynamische, dafür sehr achtsame und gelassene Art des Yoga.

Auch wenn die Art des Yoga eher passiv ist, fühle ich mich danach unglaublich energiegeladen. Denn genau das fördert Yin Yoga, den Energiefluss im Körper. Durch Kompression und Loslassen harmonisiert es die Energie in unserem Körper und lässt sie wieder besser fließen. Durch die passiven, entspannten und ruhigen Haltungen wird der Energiefluss in den entsprechenden Bereichen des Körpers zunächst gestaut, um dann nach dem Auflösen der Asana wieder intensiver fließen zu können. Ein bisschen könnte man das mit einem dieser Honig-Spender vergleichen: Der Honig ist drin, aber ohne ein bisschen Druck, kommt nichts raus aus der Flasche und er kann auch nicht fließen.  Mit dem notwendigen erzeugten Druck, läuft es dann aber. Damit bietet Yin Yoga einen guten Gegenpol zu den schnelleren, aktiven Yang-Bereichen unseres Lebens.

Wie sieht die Praxis aus?

Anders als beim dynamischen Vinyasa oder Hatha Yoga werden die Asanas beim Yin Yoga deutlich länger gehalten und sind so um einiges intensiver. Von drei bis zu – sage und schreibe – 15 Minuten kann man in einer bestimmten Haltung verweilen. Allerdings solltest Du als Yin-Yoga-Anfänger erst mal mit der kürzeren Dauer beginnen.

Aktuell verweile ich bis zu vier Minuten in den einzelnen Stellungen und das fühlt sich momentan auch genau richtig an. Denn darum geht es im Yoga. Immer! Es sollte sich richtig anfühlen. Gerade im Yin Yoga ein besonders wichtiger Aspekt, denn da kann es schon mal etwas unangenehmer werden.

Yin Yoga Anfänger 2
Der Schwan

Unangenehm?

Klingt nicht gut? Ist es aber! Denn manchmal sind die Dinge, die uns unbequem erscheinen, die hilfreichen.  Da man beim Yin Yoga ungewohnt lange in einer Stellung verweilt, kann das schon mal ganz schön unangenehm werden, sowohl körperlich als auch geistig. Denn diese Bewegungslosigkeit auszuhalten ist anfangs eine große Herausforderung.

Das durfte ich während meiner ersten Yin-Yoga-Session auch feststellen. Ich gebe zu, dass ich kurz davor war, aufzuhören. Denn ganz ehrlich, hat mich diese Passivität und dann auch noch die leicht unangenehme Haltung etwas aggressiv gemacht. Ihr glaubt nicht, wie froh ich bin, dass ich nicht aufgehört habe und es nach dem ersten Versuch noch ein weiteres Mal ausprobiert habe.

Denn gerade solche Momente auszuhalten und gelassen zu bleiben, hat einen sehr positiven Effekt bei mir erzielt. Dieser spiegelt sich nämlich seitdem vermehrt in meinem Alltag wieder: Ich muss mich in vielen Situationen nicht mehr zwingen gelassen zu bleiben, ich bin es einfach.

Was bringt Yin Yoga Körper und Geist?

Statt dem Unbehagen ein Ende zu setzen, habe ich es ausgehalten und je mehr ich gemerkt habe, dass das geht, desto mehr und besser konnte ich mich fallen lassen. An dieser Stelle habe ich einmal mehr meditative Gelassenheit gelernt, nämlich meine Reaktion auf eine bestimmte Sache anzupassen: Ich kann die Stellung nicht ändern, aber ich kann meine Einstellung ihr gegenüber ändern. Statt zu denken „Wie lange muss ich denn noch?“, habe ich mir bewusst gemacht, dass ich mir, meinem Körper und meinem Geist etwas Gutes tue. Jede Minute, die ich länger in der Haltung verweilt habe, schenkte mir neue Energie.

Yin Yoga Anfänger 1
Die Sphinx

Der Körper – mehr als nur Muskeln

Was es mit dem Geist macht, mit meinem zumindest, wisst ihr jetzt. Auf den Körper hat es, gerade als Yin-Yoga-Anfänger ziemlich deutliche Auswirkungen. Zumindest habe ich das für mich festgestellt. Denn, obwohl ich mich für sehr beweglich gehalten habe, und auch weiß, dass ich es bin, sind mir doch einige „Schwachstellen“ aufgefallen.

Ganz besonders intensiv wirkt Yin Yoga auf die Faszien, aber auch auf Bänder und Sehnen. Während im Yang Yoga eher die Muskeln gefordert werden, sind es im Yin Yoga vor allem das Bindegewebe und die Gelenke. Da sie weniger durchblutet und härter sind, brauchen sie eine langsamere, längere und intensivere Dehnung, um entsprechend aktiviert zu werden.

Ich habe gemerkt, dass sich mein Körper seit der regelmäßigen Praxis beweglicher, gelöster und irgendwie durchfluteter anfühlt.

Durch die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist, soll Yin Yoga außerdem das Immunsystem und die Psyche stärken.

Als Yin-Yoga-Anfänger nicht übertreiben!

Natürlich ist nicht jede Haltung im Yin Yoga jedem möglich, aber darum geht es auch nicht. Wobei gerade Yin-Yoga-Anfänger nichts überstürzen sollten. Zwar darf – und sollte es sich zum Teil auch – im Yin Yoga ruhig unangenehm anfühlen, aber schmerzen sollte eine Asana nie. Jeder hat seine körperlichen Grenzen und die gilt es zu akzeptieren. Es ist kein Wettbewerb und es kommt nicht darauf an, wer möglichst weit in eine Stellung hinein kommt. Das sollte im Yoga grundsätzlich nie der Fall sein. Sich davon frei zu machen und einfach fallen zu lassen, ist eine wichtige Lehre aus der Yin-Yoga-Praxis.

Vom Yin-Yoga-Anfänger zur tiefenentspannten Mama
Einen Kurs zu besuchen, schadet nie!

Als Yin-Yoga-Anfänger loslegen

Wer jetzt gleich loslegen will, der braucht dazu keine großartigen Hilfsmittel, sondern in erster Linie einfach nur bequeme Kleidung und seine Yogamatte. Es gibt zwar eine ganze Reihe an Hilfsmitteln wie Yogaklötze, Bolster, Kissen oder Decken. Aber ob diese wirklich notwendig sind, lässt sich in den ersten Praxiseinheiten am besten herausfinden. Mir reicht meistens ein Yoga-Klotz zur Unterstützung, vielleicht noch eine Decke oder ein Kissen. Aber selbst, wenn ich beides nicht zur Hand habe, kann ich problemlos praktizieren.

Hilfreich ist es natürlich schon mit Yoga Bekanntschaft gemacht zu haben, am besten in einem Yoga-Kurs unter Anleitung. Weiter unten habe ich euch aber auch noch weitere Infos zum Thema verlinkt, falls ihr – so wie ich übrigens auch – auf eigene Faust mit Yin Yoga loslegen wollt. Allerdings kann ich auch hier einen Kurs empfehlen. Ich selbst habe schon unter Anleitung Yin Yoga praktiziert und muss sagen, dass das auch nochmal eine ganz andere Qualität hat.

Wie oft sollte ich üben?

Das ist natürlich Geschmackssache, aber es ist besser regelmäßig kleinere Einheiten von 15 Minuten zu absolvieren, als unregelmäßig eine große von 60 Minuten. Ich schaue immer, wie es passt und mache meistens Einheiten von 20 bis 30 Minuten, nicht jeden Tag, aber mindestens drei mal in der Woche.

Kein anderes Yoga mehr?

Tatsächlich bringt mir Yin Yoga ähnlich viel wie Meditation, mit dem weiteren Aspekt, dass ich nicht nur meinen Geist beruhige, sondern auch meinem Körper etwas Gutes tue. Es ist wesentlich ruhiger als Yang Yoga, aber nicht so ruhig wie Meditation. Dieser Mittelweg scheint für mich der perfekte zu sein.

Dennoch meditiere ich in – zugegeben – unregelmäßigen Abständen weiterhin und auch andere Yoga-Stile praktiziere ich weiterhin. Aber Yin Yoga ist derzeit mein absoluter Favorit. Einfach, weil ich das Gefühl habe, dass ich genau das gerade brauche. An manchen Tagen darf es aber auch gerne mal die dynamische Vinyasa-Yoga-Einheit sein.

Zu erkennen, wann mir was hilft, ist ohnehin ein sehr großer Gewinn meiner Yoga- und Meditations-Praxis. Denn seit ich beides mache, kann ich auch besser auf meinen Körper hören und damit nicht genug, ich reagiere auch auf das, was er mir sagt und nehme ihn ernst. Etwas, das ich jedem wünsche. Egal, ob ihr euch mit Yoga oder Meditation auseinandersetzt oder nicht. Es gibt für jeden den richtigen Weg, aber nicht jeder Weg ist für jeden der Richtige.

Falls auch Yin Yoga euer Weg sein sollte, würde mich sehr interessieren, wie ihr davon profitiert. Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Yoga!

Namasté!

Weiterführende Links und Literatur zum Thema:

Yin Yoga (mit CD): Der sanfte Übungsstil für innere Ruhe (GU Multimedia Körper, Geist & Seele)

Faszientraining mit Yin-Yoga: Nachhaltiger Stressabbau. Gegen Verspannungen und Rückenbeschwerden. Für einen rundum gesunden Körper. Mit einem Vorwort von Paul Grilley

Yin Yoga mit Mady – Zum Yin Yoga bin ich unter anderem durch Mady Morrisson gekommen. Die erste Yin-Yoga-Einheit habe ich mit Hilfe ihres Videos absolviert und die war, wie schon erwähnt, nicht ohne. Aber absolut empfehlenswert.

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https://youtu.be/WdecD_jYfZE

Kleider machen Laune oder: 3 Wohlfühl-Tipps für schlechte Tage

Anzeige | Man soll es bei diesem fantastischen Sommerwetter kaum glauben, aber es gibt so Tage, da möchte ich mich einfach nur einigeln. Das passiert vorzugsweise einmal im Monat. Ihr könnt euch denken wann. Da fühl ich mich nicht unbedingt wohl in meiner Haut, unförmig, pickelig und überhaupt gibt’s an allem was zu mäkeln und ich möchte mich für die Zeit am liebsten verkriechen. Aber genau das geht meistens so gar nicht. Deshalb kommen hier jetzt drei Wohlfühl-Tipps, mit deren Hilfe ich mich schnell besser fühle und auch wieder nach draußen traue.

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Das ElternBloggerCafé 2018 von Styleranking – So war es

Anzeige | Vor wenigen Tagen habe ich zum ersten Mal das ElternBloggerCafé 2018 von Styleranking besucht und es war in vielerlei Hinsicht ein tolles Event. Geladen hatten die Veranstalter nach Köln. 90 Blogger und Influencer trafen sich in den Fotodom-Studios zum Kennenlernen, Austauschen und natürlich Spaß haben. 

ElternBloggerCafé 2018 Köln

Neue Einblicke

Die Welt der Mama- und Papablogger ist schon eine faszinierende Sache. Denn obwohl wir eins gemeinsam haben – wir bloggen über das Leben mit Kind – sind wir total facettenreich und unterschiedlich. Gerade das macht die Sache so spannend. Denn die Frage „Worüber bloggst du?“ ist auch als Mama- und Papablogger total berechtigt.

Die einen bloggen über das Leben als Großfamilie, die anderen über das Leben mit Zwillingen und wieder andere über das Reisen mit Kindern. Jeder setzt seinen Schwerpunkt woanders und aus diesem Grund spricht auch jeder Mama- und Papablogger andere Mamas und Papas an.

ElternBloggerCafé 2018
Wir wurden bestens versorgt!

Lernen…

Wie in jedem Job entwickle ich mich auch als Bloggerin weiter. Denn schließlich lernt man ja nie aus. Wie schon in meinem Job als Redakteurin geschieht das ziemlich simpel per „Learning by doing“ und natürlich über den Erfahrungsaustausch mit Anderen. So konnte ich durch die Gespräche mit meinen Blogger-Kollegen und -Kolleginnen unglaublich viel für mich mitnehmen. Memo an mich: Visitenkarten drucken lassen.

Jeder hat so seine Tipps und Tricks, diese gepaart mit ein bisschen, ich nenn es mal Insiderwissen, haben mir sehr gut weitergeholfen.

Das Bloggen an sich ist ja sonst eine eher „einsame“ Angelegenheit. Das ElternBloggerCafé glich ein bisschen wie dem Treffen in der Kantine oder der Kaffee-Küche im Büro. Und die Gespräche, die dort stattfinden, mag doch eigentlich jeder.

… und Kennenlernen

Ich habe aber nicht nur GE-lernt sondern auch KENNENGE-lernt. Juli von doppelkinder und ich folgen uns schon seit unseren Anfängen gegenseitig auf Instagram und auch unsere Blogs verfolgen wir regelmäßig. Bis wir uns aber im echten Leben mal begegnet sind – und das, obwohl wir gar nicht soo weit voneinander entfernt wohnen – dazu brauchte es das #ebc18 (der Hashtag zur Veranstaltung). Allein aus dem Grund, dass wir uns im realen Leben kennengelernt und festgestellt haben, dass wir uns auch außerhalb der digitalen Welt mögen, hat sich das ElternbloggerCafé 2018 schon absolut gelohnt.

doppelkinder meets diesesmamading

Durch Juli hab ich dann auch Kerstin von Chaos hoch 2 und Anke von Lächeln und Winken kennengelernt. Und das ist einfach super spannend, die Menschen hinter den Blogs und Instagram-Accounts, von denen man ständig hört und liest, mal „in echt“ zu treffen. Das Schönste dabei: am Ende sind wir alle Mamis und sitzen alle im gleichen Boot. Jeder schreibt ein bisschen anders darüber, aber jeder macht beides mit großer Leidenschaft.

Firmen und Vorträge

Vor Ort waren natürlich, neben zahlreichen Bloggern und Influencern, auch viele Firmen, die gerne mit Bloggern und Influencern kooperieren. Sich miteinander zu unterhalten, Ideen und Kontakte auszutauschen war natürlich super spannend und sehr praktisch.

Bei Valensina gab es nicht nur einen leckeren zuckerfreien Kuchen, sondern auch noch interessante Gespräche über die Produkte. Ebenso bei Palmolive, wo ich zwei tolle Seifen bekommen habe. Einen sehr hübschen Stand hatte C&A, deren Mode mir für den Nachwuchs sehr gut gefallen hat. 

Mein heimlicher Favorit war Dyson. Da ich Staubsaugen zu meinen hausfraulichen Lieblingsbeschäftigungen zähle, war ich natürlich begeistert, den Cyclone V10 zu testen. Der hat definitiv das Potenzial auf die nächste Weihnachtswunschliste zu kommen. 

ElternBloggerCafé 2018
Im Hausfrauen-Modus

Sehr liebevoll gestaltet waren die Stände von Cybex und RICOSTA, wo wir wissenswertes zu den Produkten erfahren haben. Bei Pampers war ich ganz begeistert von den neuen Feuchttüchern: Aqua Pure nennen sie sich. Sie bestehen aus Bio-Baumwolle, sind zu 99 Prozent aus Wasser und kommen ohne Parfüm und Alkohol aus. 

Am Ende der Veranstaltung gab es für alle Besucher noch ein Goodiebag mit nach Hause, in das jede Firma ein kleines Geschenk beigesteuert hat.

Vorträge

Vorträge gab es beim ElternBloggerCafé 2018 auch, Themen waren „Vegane Ernährung von Kindern – nur trendig oder auch tauglich?” und „Kennzeichnung von Werbung auf Instagram”. Gerne hätte ich mir die Vorträge angehört, allerdings hab ich mich so verquatscht, dass ich beide verpasst habe. Vielleicht beim nächsten Mal.

ElternBloggerCafé 2018
Das Goodiebag!

Fazit zum ElternBloggerCafé 2018

Das Goodiebag war natürlich das Tüpfelchen auf dem i und hat mich sehr gefreut. Vor allen Dingen, weil ich so auch dem Nachwuchs eine Kleinigkeit mit nach Hause bringen konnte.

Glücklich und zufrieden über die neuen Eindrücke, Kontakte und den insgesamt tollen Nachmittag habe ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Denn nach so einem Tag Mann und Kind wieder in die Arme schließen zu können, macht mein Mamablogger-Leben erst perfekt.

 

Muttertag oder der Tag der großen Erwartungen

Übermorgen ist es wieder soweit, bereits zum dritten Mal darf ich ihn feiern: den Muttertag. Diese Tatsache macht mich unglaublich glücklich. Denn ein Tag zu Ehren der eigenen Person ist etwas ganz Tolles. Schließlich leisten wir Mütter eine ganze Menge und haben uns das wirklich mehr als verdient. Wenn da nicht diese Erwartungen wären…

Von zu großen Erwartungen

 
Jedes Jahr scheinen die Erwartungen am Muttertag auf’s Neue in Dimensionen zu steigen, für die es im normalen (Mama-)Alltag gar keinen Platz gäbe. Auf einmal sind da Wünsche, die hoffentlich erfüllt werden.

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30 Me-Time-Ideen für jeden Tag

Anzeige | Ostern steht vor der Tür. Zeit für die Familie, Freunde und den ein oder anderen Me-Time-Moment. Immerhin hat der Papa frei und kann Zeit mit dem Nachwuchs verbringen, während ich mir etwas Gutes tue. Ein ausgiebiges Bad nehmen, meinen Lieblingspodcast hören oder in Ruhe ien gutes Buch lesen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Ich habe euch 30 Me-Time-Ideen für jeden Tag zusammengestellt. Viel Spaß beim Entspannen!  

Me-Time-Ideen Auszeit Mama-Zeit

Hier könnt ihr die Liste runterladen und anschließend ausdrucken: 

>>>30 Me-Time-Ideen<<<

So kannst du die 30-Me-Time-Ideen nutzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du die Liste mit den Me-Time-Ideen umsetzen kannst:

  • Möglichkeit 1: Entweder du hakst sie der Reihe nach ab, oder
  • Möglichkeit 2:  du schneidest sie aus, faltest sie zusammen, legst sie in eine Schale und ziehst jeden Tag eine Me-Time-Idee, oder
  • Möglichkeit 3:  Hin und wieder wirfst du einen Blick drauf, um dir neue Anregungen zu holen. 

Sollte eine der Ideen auf der Liste so gar nicht in deinen Tagesablauf passen, dann überspring sie einfach und widme dich der nächsten.

Hilfreich ist es dabei, sich für manche Aktivitäten einen Wecker zu stellen. So müsst ihr nicht ständig auf die Uhr schauen, wie lange ihr noch Zeit habt. Außerdem gilt bei mir für (fast) alle Me-Time-Pausen:
Smartphone, Tablet und Co. aus!

Ich will schließlich entspannen und das geht ungestört und ohne Ablenkung am besten. 

30 Me-Time-Ideen

Noch ein Extra

Zu jeder Idee gibt’s hier von mir eine kleine Anregung. Also schnappt euch die Liste und los geht’s: Entspannen!

#1: Zuletzt habe ich Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten* von Susanne Mierau gelesen. Ein Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es gibt Ratschläge ohne belehrend zu wirken und geht auf die Bedürfnisse aller Familienmitglieder ein. 

#2: Ich mag gepflegte und lackierte Fingernägel. Seit ich Mutter bin, trage ich sie aus praktischen Gründen meistens kurz und weil sie leider ständig splittern. Allerdings gibt es eine kleine Geheimwaffe, die das verhindert und die ich demnächst wieder anwenden werde: Microcell 2000 Nail Repair women, Nagelhärter, 1er Pack (1 x 12 ml)*.

#3: Was hab ich früher viel Musik gehört. Das hat leider nachgelassen seit ich Mutter bin. In der Mutter-Kind-Kur hab ich es allerdings wiederentdeckt und verbringe so manche Pause jetzt öfter mit Musik auf den Ohren. Probiert es mal aus. Perfekt zum Abschalten und Träumen. 

#4: Endlich habe ich mich nach Erkältungszeit und winterlichen Temperaturen vor ein paar Tagen wieder in meine Laufschuhe geschmissen. Das tat so gut! In der Zeit zwischen den Läufen mache ich das 7-Minuten-Workout

#5: Viel zu selten nehme ich mir die Zeit für eine Gesichtsmaske, dabei lässt das gestresste und übermüdete Mama-Haut so richtig strahlen. Dabei wechsle ich gerne zwischen gekauften und selbstgemachten Masken ab. Mein All-Time-Favourite ist die Quark-Honig-Maske: 2 EL Quark mit 1 EL Honig mischen, auftragen und ca. 15 Minuten einwirken lassen. 

#6: Es mag eine echte Geduldsprobe sein, wer sich drauf einlassen kann, für den kann es echt entspannend sein. Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Kindern und malen mal wieder ein Bild aus. Neben tollen Achtsamkeits-Tipps, findet ihr in dem Buch 365 Wege zur Achtsamkeit: Wertvolle Tipps für mehr Gelassenheit und Lebensfreude* schöne Bilder zum Ausmalen. Dabei vergesse ich die Zeit total!

#7: Das Baden habe ich erst vor kurzem für mich wiederentdeckt. Egal, ob mit viel Schaum oder wenig, in pink oder grün. Baden ist Entspannung für alle Sinne. Ich mag die pinke Variante von Tetesept Sinnensalze Zeit für Dich 60 g, 10er Pack (10 x 60 g)*.

#8: Schon lange habe ich mir vorgenommen mal alleine ein Museum zu besuchen. Denn nicht immer haben Andere Zeit, wenn ich Zeit habe. Ich glaube, dass es eine tolle Erfahrung ist, solche Aktivitäten alleine zu unternehmen. Davon abgesehen, bin ich der Meinung, dass es in der eigenen Stadt und Umgebung so viele tolle Sehenswürdigkeiten gibt, die man viel zu selten erkundet.

#9: Eine meiner absoluten Lieblinsyogaeinheiten derzeit ist diese hier von Mady Morrison. 

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https://youtu.be/8dS4DUkLhBU

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Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind – Meine Erfahrungen

In eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind zu fahren ist ein Wagnis. Aber eins, das sich lohnt! Wer sich diesem Wagnis ebenfalls stellen möchte, erfährt hier, was einem in drei Wochen Kuraufenthalt so alles passieren kann. Natürlich fährt man als Mutter mit gewissen Erwartungen zu so einer Mutter-Kind-Kur, aber es wäre gut diese nicht zu hoch anzusetzen. Am Ende kann man nur (positiv) überrascht werden. Bevor ich aber zum eigentlichen Aufenthalt komme, beschreibe ich erst mal den Weg dorthin.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind

Wie komme ich zu einer Mutter-Kind-Kur?

Warum man in eine Mutter-Kind-Kur fährt, kann unterschiedliche Gründe haben. Es gibt zwei Arten: die Vorsorgekur und die Reha-Kur. Am besten spricht jeder, der sich für eine solche Kur interessiert, mit seinem Hausarzt und/oder seinem Kinderarzt darüber, was das Richtige für einen ist. Genau das hab ich getan und zuvor bereits online von meiner Krankenkasse das entsprechende Formular zur Beantragung der Mutter-Kind-Kur ausgedruckt. Denn das muss von beiden Ärzten ausgefüllt werden, egal ob die Kur schwerpunktmäßig für die Mutter oder für das Kind stattfindet. Der Antrag ging dann per Post zu meiner Krankenkasse und wenige Tage später hatte ich erfreulicherweise deren Zusage im Briefkasten. Über das sogenannte Gesundheitsservice Management, das mich kontaktiert hat, wurde dann Kurort und Kurzeitraum abgestimmt.

Was meinen gewünschten Kurort an der See angeht, so hab ich den nicht bekommen. Hätte ich, aber nicht so zeitnah wie ich es mir gewünscht habe. Deshalb habe ich mich für einen zeitlich deutlich eher verfügbaren Alternativkurort entschieden und diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut.

Vor Ort in der Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind

Der erste Eindruck war gut. Mein Sohn und ich wurden freundlich empfangen und hatten eine angenehme Unterkunft. Es wimmelte nur so vor Müttern, einigen Vätern oder Omas (meistens als Begleitperson für Frauen, die mit mehr als einem Kind angereist sind) und natürlich Kindern.

Ein bisschen erinnerte das an einen All-Inclusive Urlaub auf Mallorca mit dem Unterschied, dass das Zentrum des Hotels kein Pool war, sondern ein riesiger Kinderspielplatz. Das Buffet hätte sicher auch auf Mallorca ähnlich ausgesehen, aber nach alkoholischen Getränken hat man in der Klinik lange suchen können. Eben kein Urlaub, sondern eine Kur.

Nicht nur ich hatte in den ersten Tagen viele neue Eindrücke zu verarbeiten, auch der Nachwuchs musste erst mal verstehen, was hier gerade abgeht und das war einiges.



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Wie das Wagnis aussieht

Wer mit Kleinkind schon mal in den Urlaub gefahren ist, kennt in etwa die Situation, wenn auf einmal alles anders ist. Jetzt stellt euch das aber bitte minus Papa und plus erstmaliger Fremdbetreuung vor.

Minus Papa bedeutet, dass ich eben volle 24 Stunden für mein Kind alleine zu sorgen hatte. (Alleinerziehende Mütter mögen mir nachsehen, dass ich das besonders betone, aber ich kenne diesen Fall so nun mal nicht. Respekt an euch, dass ihr das wuppt!) Hieß also: Alleine anziehen, Zähne putzen, duschen, essen, ins Bett bringen, bespaßen etc. Was zuhause schon anstrengend ist/sein kann, ist es hier nochmal doppelt, zumindest in den ersten Tagen. Denn die ersten Tage bedeuten einfach für Mutter und Kind mit großer Wahrscheinlichkeit Stress. Schließlich müssen sich beide erst mal in die neue Situation einfinden, die manchmal auch gar nicht so leicht ist. Ironischerweise soll ja genau dieser Stress  in der Kur unter anderem bewältigt werden.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind2
Was nicht ist, kann ja noch werden

Oweia, Fremdbetreuung

Wird das Kind zuhause über rund drei Wochen in die Kita eingewöhnt, geschieht das hier in rund 30 Minuten und zwar direkt am ersten Tag (nicht am Anreisetag). Ich weiß wie das klingt und ihr glaubt nicht wie schlecht ich mich gefühlt habe, mein weinendes Kind anfangs abzugeben. Aber mit Kind gibt’s nun mal leider keine Anwendungen und keine Therapien. Und hier ging es eben auch um mich.

Das durchzuziehen war nicht nur für mich, sondern auch für meinen Sohn am Ende ein Gewinn. Die Gewissensbisse sind durch die wirklich tollen Erzieherinnen und Therapeuten sehr bald verschwunden. Nicht zuletzt auch durch meinen Sohn, der sich nach einer Woche schon kaum noch aus der Kita hat abholen lassen wollen. Es hat ihm auch vorher schon gut gefallen, nur der Abschied fiel noch immer etwas schwer. Aber selbst das war irgendwann kein Thema mehr.

Mit 21 Monaten kannte er bisher noch keine Betreuung, erst in ein paar Wochen startet für ihn die Kita-Zeit. Schon nach wenigen Tagen habe ich aber gemerkt wie „reif“ er durch die neue Erfahrung geworden ist und wie stark er sich in manchen Bereichen entwickelt hat. Sei es der Umgang mit anderen Kindern oder auch die sprachliche Entwicklung. Natürlich muss das nicht jeder Mutter mit Kind so wie uns ergehen, aber es kann!

Nach ein paar Tagen war das Neue auch gar nicht mehr so neu und diese Tatsache hat mich deutlich entspannter werden lassen. So war es also: während der Therapien und Anwendungen wurde mein Kind betreut und ich hatte Zeit mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren.

Wie ich mich in der Mutter-Kind-Kur erholt habe

Der Therapieplan war genau auf mich abgestimmt, dazu gehörten sportliche Aktivitäten wie Aqua Fit, Nordic Walking und Fitnesskurse; Entspannungsprogramme wie Autogenes Training; Gesprächsgruppen zu den Themen Erziehung und Stressbewältigung; und auch Eltern-Kind-Interaktionen wie das Familienschwimmen oder das Kinderturnen.

Was mir diese einzelnen Angebote gebracht haben, würde hier den Rahmen sprengen, aber in den nächsten Artikeln werdet ihr das herauslesen können. Jetzt soll es erst mal nur um die Mutter-Kind-Kur mit einjährigem Kleinkind an sich gehen.



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Was ist mit Freizeit?

Davon gibt es mehr als erwartet. Aber wie füllt man die denn nun in einer fremden Umgebung ohne Mann und Vater? Gar nicht so leicht, aber auch nicht so schwer. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und so konnten wir unglaublich viel draußen unternehmen. Dazu gehörte das erste Mal mit dem Nachwuchs Fahrrad zu fahren. Er hat es geliebt auf diese Weise von Mama durch die Gegend kutschiert zu werden. Außerdem war nicht weit entfernt ein Baggersee, den wir mehrmals besucht haben. Ein ausgedehnter Spaziergang durch wirklich schöne Natur war sowieso immer drin. Aber auch die Freizeitangebote der Kurklinik für Mütter mit Kleinkindern waren gut. Nicht so abwechslungsreich und vielzählig wie für größere Kinder, aber da sind wir wieder bei den Erwartungen. Einfach das annehmen, was kommt und das Beste draus machen.

Aber nicht nur für Mutter und Kind gab es Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, auch ohne Kind bot die Klinik einiges an Sport- und Entspannungskursen an. Besonders begeistert war ich vom Faszientraining. Die Blackroll für zuhause ist schon bestellt. Viele dieser Kurse fanden zwar außerhalb der Betreuungszeit für Kinder unter drei Jahren statt, aber am Abend war das ab der zweiten Woche kein Problem mehr. Der Nachwuchs hatte seine feste Schlafenszeit und ich konnte mich unbesorgt mit Babyfon zum Entspannungskurs begeben. Praktischerweise war sowieso alles in einem großen Gebäude untergebracht, was die Wege sehr verkürzte. Bei dem straffen Zeitplan tagsüber manchmal gar nicht so schlecht.

Und sonst so?

Es war alles anders als zuhause, ich musste nicht putzen (nur hin und wieder mal den Sand zusammenfegen, der vom Spielplatz mit reingebracht wurde), nur einmal die Woche Wäsche waschen, nicht kochen, hatte außer den Terminen keine „Verpflichtungen“ und auch sonst einfach Zeit für mich und mein Kind.

Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind3
Gemeinsam Eis essen geht immer

Alles in allem kann ich sagen, dass ich versucht habe uns und mir den Aufenthalt so entspannt wie möglich zu gestalten. Das heißt, dass ich freie Zeit für mich und meine Interessen genutzt habe, dazu gehörte vor allen Dingen Lesen, Lesen und nochmal Lesen. Denn im Alltag kommen irgendwie immer 1000 Dinge dazwischen, die vermeintlich wichtiger sind. Dabei kann ich gerade beim lesen unglaublich abschalten und bin total im Hier und Jetzt.

Wenn ich mal nicht gelesen habe, dann habe ich versucht meine freie Zeit mit den besagten Freizeitangeboten, die mich interessieren zu füllen. Aber nicht nur für mich habe ich viele tolle neue Erfahrungen gesammelt auch mit Kind habe ich Neues erlebt. Denn trotz der Termine, die ich hatte, waren unsere Abläufe hier nach ein paar Tagen schon total eingegroovt und abgestimmt. Wir hatten eigentlich nie Zeitdruck. Alles lief entspannt und wir haben uns einfach treiben lassen. Wie gesagt, es hat trotz meiner Termine funktioniert und da wünsche ich mir, dass ich diese Entspanntheit bewahren und mit in den Alltag zuhause nehmen kann.

Fazit zur Mutter-Kind-Kur mit einjährigem Kleinkind 

Eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind kann Stress bedeuten, denn alles ist anders als Zuhause, aber es kommt darauf an, was man draus macht. Nachdem ich mich mal von alten Mustern wie „Wir müssen aber gleich essen“, „Das räum ich eben schnell noch auf“, „Nein, dafür haben wir jetzt keine Zeit“, „Du musst jetzt wirklich ins Bett“ etc. verabschiedet habe, lief eigentlich alles wie von selbst. Ich hab es einfach hingenommen wie es ist, natürlich auch ein bisschen Erlerntes aus den Gesprächsgruppen zur Erziehung und Stressbewältigung angewandt und damit eigentlich genau die Erfolge erreicht, die ich mir erhofft hatte.

Ja, eine Mutter-Kind-Kur ist nicht der Alltag, aber gerade darum geht es ja. Der Fokus liegt viel mehr auf dem Wesentlichen und nicht mehr nur auf dem Notwendigen wie Haushalt, Verpflichtungen, Job, Termine etc.

Sich darauf zu konzentrieren hat mir mehr denn je gezeigt wie wichtig und unglaublich Kraft gebend es ist, auf sich zu achten und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Natürlich kann ich mir im „wahren Leben“ nicht wie hier jede Woche zwei Massagen gönnen oder am Tag zwei Fitnesskurse besuchen. So sollte man diesen Aufenthalt auch sicher nicht verstehen. Aber ich habe gemerkt, dass mir eben diese Dinge unglaublich gut tun, und dass es sowohl zeitlich als auch finanziell kein Problem darstellt, mir das auch zuhause in regelmäßigen Abständen zu gönnen. Zeit dafür freigeschaufelt hab ich mir ja schon. Wie, könnt ihr hier nachlesen.

Was Aktivitäten mit meinem Sohn angeht, so möchte ich auch da ein paar schöne Rituale, die wir hier eingeführt haben, weiterführen. Es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber sie haben eine unglaublich entspannende Wirkung auf uns beide. Eines der wichtigsten Dinge ist dabei tatsächlich, das Handy einfach mal außer Reichweite zu lassen. In der Klinik hat es mir sowieso, dank furchtbar schlechtem Netz und nicht funktionierendem WLAN, nur wenig gebracht. Zeitweise hab ich sogar schon vermutet, dass das von den Betreibern vielleicht sogar Absicht gewesen sein könnte. Digitales Fasten inklusive.

Unglaublich viel gebracht hat mir auch der Austausch mit anderen Müttern. Wow, wir sitzen doch fast alle im gleichen Boot! Und ja, wir machen uns das Leben manchmal selber viel zu schwer. Zum Glück haben wir in der Kur gelernt, dass wir etwas dagegen tun können. Außerdem hab ich einen wahnsinns Respekt vor allen Müttern, denn, und das möchte ich wirklich betonen, wir wissen nicht, was manche so mit sich rumtragen und das hat selten etwas mit den Kindern zu tun.



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Alles positiv? Gibt’s denn keine Nachteile?

Doch! Und die will ich euch nicht vorenthalten. Zum Einen: die Mahlzeiten. Die Buffetform ist ja ganz schön, aber der Saal in dem gegessen wurde war eigentlich ständig zu voll und zu laut. Das konnte mitunter ganz schön anstrengend sein. Aber auch da haben wir uns, wenn nötig, Abhilfe verschafft und uns mit dem Essen lieber auf das Zimmer zurückgezogen. Immerhin hat das sehr gut geschmeckt.

Zum Anderen: die Freizeit an den Wochenenden. Bei schönem Wetter alles kein Problem, bei mäßig gutem Wetter wurde es schon schwieriger die Entspannung der Woche zu halten. Gerade, wenn man, wie ich, ohne Auto in die Mutter-Kind-Kur gefahren ist und der Kurort nur bedingt viel zu bieten hat. Ja, es wurden auch Busfahrten in die nahegelegenen Großstädte angeboten. Aber auch das wollte ich mir mit Kleinkind ohne Papa ersparen. Was ich damit sagen will, in so einem Fall kann ein Wochenende schon mal echt lang werden. Also, entweder Auto mitnehmen oder bei schlechterem Wetter mit allem rechnen und klarkommen.

Eine Mutter-Kind-Kur hat Vor- und Nachteile. Aber wie ich mitbekommen habe, war das bei Müttern mit älteren Kindern nicht automatisch anders. Eine Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind ist eben, was du draus machst! Wenn man sich auf dieses kleine Abenteuer einlässt und offen ist für alles Neue, das da kommen mag, dann kann man wirklich viel für seinen Umgang mit sich und den Umgang mit Kind mitnehmen. Und da muss ich sagen, je früher das geschieht, für desto besser halte ich es. Bedeutet: ein ganz klares „Ja!“ zur Mutter-Kind-Kur mit Kleinkind.

Ihr habt noch Fragen? Dann immer her damit!

5 Tipps für mehr Mama-Zeit

Wenn mir als Mama etwas fehlt, dann ist das ein koffeinresistenter Magen, ein nie enden wollender Schokoladenvorrat und Zeit, genauer gesagt Mama-Zeit oder auch Me-Time genannt. Das mit dem Magen kann ich nicht ändern, allenfalls durch Einschränkung des Kaffeekonsums. Schokolade ist schneller weg als ich gucken kann. Aber bei der Sache mit der Zeit, da lässt sich doch sicher was machen. Wie man mehr Mama-Zeit für sich bekommt, darüber hab ich mir ein paar Gedanken gemacht.

Mama-Zeit für sich

Mama-Zeit im Alltag – Ist das überhaupt möglich? 

Das Kind will spielen, die Wohnung geputzt, die Wäsche endlich aus dem Trockner geholt werden und der Mann hat schließlich auch noch Hunger, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kommt. Und wer ist in all diesen Fällen zuständig? Ich natürlich!

Mach ich gerne. Trotzdem: Wann hat Mama Zeit für sich? Mama-Zeit sozusagen. Lange gar nicht. Denn von morgens bis abends war mein Tag eigentlich voll verplant, aber keinesfalls nur mit Terminen, sondern eben mit Spielen, Waschen, Kochen, Putzen etc.

Da muss doch was zu machen sein 

Wo kann ich also an der Zeitschraube drehen? An der Uhr macht ja nicht viel Sinn, mehr als 24 Stunden bekommt der Tag trotzdem nicht. Also habe ich mich hingesetzt, überlegt und ausprobiert. Was könnte man tun, um mehr Mama-Zeit für sich im Alltag zu haben?

Hier sind meine 5 Tipps für mehr Mama-Zeit im Alltag:

  1. Ich stehe vor meinem Kind auf.
    Morgens verschafft mir das, wenn es gut läuft bis zu einer Stunde Zeit für mich. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass ich früher schlafen gehen muss. Naja, sagen wir mal, müsste.
  2. Hausarbeiten erledige ich, wenn möglich, mit Kind.
    So bleibt abends mehr Zeit für mich, denn die Wäsche ist schon gewaschen und die Spülmaschine muss auch nicht mehr ausgeräumt werden. Alles, was über den Tag so anfällt, kann dann auch direkt eingeräumt werden.
  3. Ich bin erfinderischer geworden.
    Das bezieht sich bei uns derzeit auf den Mittagsschlaf, denn würde ich mit dem Nachwuchs nicht spazieren gehen oder Auto fahren (das mach ich allerdings nicht absichtlich, nur damit er schläft), würde er gar nicht schlafen, denn im Bett geht das für ihn über Tag gar nicht. Ein kurzer Spaziergang reicht meistens schon und ich hab danach ungefähr eine Stunde Zeit für mich.
  4. Weniger Social Media konsumieren.
    Für manche mag das Me-Time bedeuten, das tut es für mich auch oft. Manchmal raubt mir das lange Surfen auf Instagram, Twitter und Facebook aber auch einfach nur Zeit für andere Dinge, die mich gerade viel mehr entspannen würden. Me-Time ist für mich nämlich oft einfach nur dieses typische „die Seele baumeln lassen“ , dann lese ich, träume vor mich hin, mache Yoga oder entspanne beim Schreiben.
  5. Am Wochenende ist Vater-Sohn-Zeit.
    Das versuchen wir immer öfter zu realisieren, dass zumindest ein paar (wenige) Stunden am Wochenende ganz mir gehören. Komplett will ich auf Mann und Kind am Wochenende natürlich nicht verzichten. Schließlich ist das auch ausgiebige Familienzeit.

Es gibt auch Ausnahmen

Und wer jetzt denkt, die hat aber leicht reden, wenn das bei ihr alles so toll klappt, dem sei gesagt, auch bei mir funktioniert das nicht immer alles. Es gibt Tage, da ist der kindliche Mittagsschlaf früher beendet oder fällt sogar ganz aus. Oft genug will der Nachwuchs mir auch im Haushalt partout nicht „helfen“, so dass eben alles bis zum Abend liegen bleibt. Das kommt oft genug vor.

Klar ist auch, nicht für jeden jeder Tipp hier umsetzbar. Dennoch hoffe ich, dass wer mehr Mama-Zeit für sich haben möchte, hier vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Kniff findet oder die Liste zumindest zum Nachdenken anregt. Vielleicht fallen dir ja auf einmal Möglichkeiten ein, wie du dir selbst unter den eigenen Bedingungen mehr Mama-Zeit freischaufeln kannst. Denn wir Mamas haben es verdient!

Noch mehr Tipps für einen organisierteren Mama-Alltag findet ihr hier!