Das zweite Kindergartenjahr: Schon wieder eingewöhnen?

Hier könnt ihr euch den Artikel anhören:
Das erste Kindergartenjahr haben wir vor wenigen Wochen erfolgreich hinter uns gebracht. Von der Eingewöhnung bis zum letzten Tag lief es im Großen und Ganzen immer rund. Der Nachwuchs ging gerne in seine U3-Gruppe. Vor wenigen Tagen sind wir in der neuen Ü3-Gruppe in das zweite Kindergartenjahr gestartet. Was mir vor Beginn aber niemand verraten hat, ist, dass das nicht zwingend auch rund läuft.

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Immunsystem gesucht – dauerkrank im ersten Kindergartenjahr

Am liebsten würde ich diesen Artikel mit einer ordentlichen Schimpftirade beginnen, denn die wäre den Umständen entsprechend angemessen. Allein die letzte Nacht bietet schon Anlass genug. Anderthalb Stunden hab ich mich gestern in den Schlaf gehustet. Und auch während der Nacht hat mich dieser fiese Husten noch mehrmals heimgesucht. Meine Lunge schmerzt jetzt noch und überhaupt tut mir jede Faser meines Körpers weh. Ich bin es echt Leid,  dauerkrank zu sein.

Dauerkrank im ersten Kindergartenjahr

Tu nicht so als hätte man dich nicht vorgewarnt

Okay, dass das erste Kindergartenjahr es in sich hat, wusste ich. Schließlich hab ich diesen Hinweis mehr als einmal bekommen. „Warte erst mal ab, bis der Kleine in den Kindergarten geht. Dagegen ist das jetzt noch gar nichts.“ Tolle Verheißungen und das schon Monate vorher. Trotzdem flackerte in mir ein Fünkchen Resthoffnung, dass das Kind das erste Kindergartenjahr unbeschadeter als prophezeit übersteht. Und damit lag ich gar nicht mal so falsch, denn dauerkrank im ersten Kindergartenjahr bin eigentlich nur ich.

Ich kann will schon gar nicht mehr zählen wie viele Infekte mich in den vergangenen Monaten heimgesucht haben. Davor, dass es einen selbst mindestens genauso dicke erwischt, hat einen natürlich niemand gewarnt. Dabei wäre das doch tatsächlich mal eine nützliche Info gewesen. Es heißt ja, dass zehn bis zwölf Infekte im Jahr bei Vorschulkindern normal sind. Dass ich aber gefühlt jetzt ebenfalls wieder in diese Kategorie falle, war mir neu.

Dauerkrank Kindergarten
Das Tablet – eine treue Unterstützung für kranke Mütter

Ich dauerkrank – ist das normal?

Das große Mysterium ist doch: Warum erwischt es mich öfter und schlimmer als den Nachwuchs? Immerhin geht er doch in den Kindergarten und nicht ich. Die Erklärung ist so einfach wie logisch: Der Nachwuchs bringt die Erreger aus dem Kindergarten mit nach Hause und das sind Erreger, die das Immunsystem eines Erwachsenen nicht mehr kennt. Die zu bekämpfen, muss das Immunsystem erst wieder lernen.

Wobei ich mir sicher bin, dass es noch nicht mal unbedingt mein Kind als Vermittler braucht. Wäre auch unfair, ihm die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn ich glaube, der tägliche Gang in den Kindergarten reicht bereits aus, um sich was einzufangen. Morgen für Morgen bringe ich den Nachwuchs in den Kindergarten und hole ihn genauso jeden Nachmittag wieder ab. Bei jedem Besuch fasse ich mindestens drei Türklinken an. Ich will gar nicht wissen, wie viele Krankheitserreger sich darauf tummeln. Okay, es ist auch möglich, dass ich mir die beim Einkaufswagen schieben im Supermarkt eingefangen habe. Aber eigentlich ist es auch egal, denn in jedem Fall ist es ziemlicher Mist.

Zu wenig Schlaf, zu viel Stress und zu kurze Erholungspausen begünstigen die Entstehung von Krankheiten besonders bei Eltern. Denn im Gegensatz zu unseren Kindern, können wir uns meistens nicht so ausgiebig erholen, wie wir es bräuchten. Ein Grund, weshalb die Kinder auch schneller wieder fit sind als wir. Sie erholen sich einfach besser. Aussichten, die meine Abwehrkräfte nicht gerade beflügeln. Ich fürchte, ich komme nicht drum herum, hinzunehmen, dass es jetzt so ist und vielleicht auch noch ein Weilchen so bleiben wird. Denn die Prognosen für das zweite Kindergartenjahr werden nicht besser. Wenigstens steh ich dann nicht wieder vollkommen überrascht da und wunder mich, warum ich öfter krank bin als mein Kind.

Green Smoothie oder einfach abwarten

So hilfreich diese Infekte für die Kinder sind, um ihre Abwehrkräfte zu stärken, so wenig Sinnvolles kann ich für mich bislang darin erkennen. Dabei war ich der Meinung, meine Abwehrkräfte seien bereits ganz gut gestärkt, immerhin achte ich auf gesunde Ernährung, viel frische Luft, ausreichend Bewegung, und das Händewaschen kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Aber bislang nützt es so gut wie nichts, trotzdem bin ich dauerkrank. Vielleicht sollte ich auf diese viel gepriesenen Green Smoothies setzen, schließlich werden sie einem in den Sozialen Medien ja ständig als das Wunderzeug verkauft, neben kunstvoll angerichteten Smoothiebowls und anderen super mega lecker und stylisch in Szene gesetzten Superfoods. Aber welche Mutter schafft es bitte das jeden Tag in der Früh für sich und ihr Immunsystem herzurichten? Ich jedenfalls bekomme das alle paar Jubeljahre mal hin, von abwehrkräftestärkender Regelmäßigkeit kann da keine Rede sein.

Also kann ich euch noch nicht mal den ultimativen Tipp geben, wie ihr das erste, zweite und wahrscheinlich auch dritte Kindergartenjahr, einigermaßen unbeschadet übersteht. Es besteht lediglich die Hoffnung, dass Eltern gegen die Kinder-Keime irgendwann abhärten. Und spätestens im Frühling ist das Gröbste sowieso erst mal für ein paar Monate überstanden. Ob mit oder ohne Green-Smoothie-Superfood-Wunderwaffe.

dauerkrank
Sieht leider nicht nach Frühling aus.