… manchmal braucht man Gummibärchen – Buchrezension

Anzeige und Gewinnspiel | Manchmal ist man als Mama an einem Punkt, an dem man sich ein bisschen Beistand wünscht. Worte wie „so geht’s mir auch, ich weiß genau, was du meinst“ können da schon eine große Hilfe sein. Einfach mal zu hören, dass bei anderen Mamas auch nicht immer alles rosarot ist, sie genauso Fehler machen und manchmal nicht mehr weiter wissen, beruhigen ebenso. Noch hilfreicher ist es dann aber, zu erfahren, was sie aus diesen Situationen gelernt haben. In „… manchmal braucht man Gummibärchen“ schildert Miriam Fuz ihr Leben mit drei kleinen Kindern und gibt Tipps, die das Mama-Leben leichter machen. Ich habe das Buch gelesen und wie es mir gefallen hat, dazu gibt es jetzt einen kleinen Einblick.

manchmal braucht man Gummibärchen Pinteres

Das Buch „… manchmal braucht man Gummibärchen“

Der Titel „… manchmal braucht man Gummibärchen: Die besten Tipps aus meinem turbulenten, wunderschönen Leben mit 3 kleinen Kindern“ macht schon ziemlich deutlich, was den Leser hier erwartet und das bekommt er auch, jede Menge praktische Tipps aus dem ganz normalen Mama-Alltag.

Das Buch hat 176 Seiten und ist unterteilt in sieben Kapitel, darin geht es unter anderem um das Familien-Miteinander, den Abend mit Kindern und Gesundheitsthemen. In jedem dieser Kapitel schreibt Miriam Fuz über ihre alltäglichen Begebenheiten mir ihren drei Kindern. Sowohl die guten als auch die weniger guten Momente. Sehr reflektiert schildert sie ihren Umgang mit unterschiedlichen Situationen, erzählt, was sie daraus gelernt hat und gibt ihre besten Tipps weiter.

Tipps am laufenden Band

Manche Tipps kannte ich bereits, andere waren neu für mich. Ganz sicher werden einige davon in mein Repertoire mit aufgenommen. Zum Beispiel den Tipp mit der Süßigkeitenbox finde ich sehr sinnvoll. Besagte Box enthält den Vorrat an Süßigkeiten für eine Woche. Damit können Kinder lernen, sich Dinge einzuteilen. Denn, wenn die Box leer ist, ist sie leer. Gerade im Hinblick auf den Süßigkeitenkonsum ist das vernünftig, denn Süßigkeiten sollten etwas besonderes sein und bleiben. 

Genial finde ich auch das Speed-Cleaning-Programm: Eine 15-Minuten-Aufräumaktion, bei der alles, was an Spielzeug verteilt in der Wohnung oder im Haus rumliegt, in eine Kiste oder Tüte gepackt wird und dann an Ort und Stelle gebracht wird. So muss nicht jedes Teil einzeln weggeräumt werden. Damit lässt sich Zeit sparen und das Leben als Mama um einiges erleichtern.

Außerdem gibt die Autorin schöne Anregungen wie sich Alltagsroutinen interessanter gestalten und auch mal durchbrechen lassen. So sind „Teambesprechungen“ in der Familie und fiktive „Feuerwehreinsätze“ im Hause Fuz keine Seltenheit. 

Am Ende jedes Unterkapitels fasst die Dreifachmama ihre Erkenntnisse und Tipps noch einmal in kurzen Sätzen zusammen. „Die wichtigsten Gedanken in Kürze“ dienen somit als kleine Erinnerung und lassen sich, wenn nötig, schnell nachschlagen. Das gibt dem Buch eine schöne Struktur und filtert für den Leser die Essenz der jeweiligen Kapitel noch einmal heraus.

Die Autorin

Miriam Fuz ist nach eigener Aussage „so etwas wie ein Gemisch aus Bloggerin, Autorin und nicht zuletzt Mama von drei zumeist entzückenden Jungs im Alter von 1, 4 und 6 Jahren.“ 

Sie wurde 1981 in Karlsruhe geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg. Als ausgebildete Redakteurin liegt ihr das Schreiben im Blut. Da wundert es wahrscheinlich nicht, dass sie während ihrer Elternzeit ihren Blog Muttiversum ins Leben gerufen hat.

Auf die Idee über ihren Mama-Alltag ein Buch zu schreiben, brachten sie ihre Freundinnen, die immer wieder von ihr wissen wollten: Wie machst du das eigentlich, mit drei Kleinkindern?

Mit „… manchmal braucht man Gummibärchen“ will Miriam Fuz anderen Müttern Mut machen und das wahre Mama-Leben zeigen, abseits all der vermeintlichen Perfektion. Stattdessen ist ihre Message, dass sich Mütter treu bleiben sollen, um sich nicht im Hamsterrad des Mama-Seins zu verlieren.

Dass Miriam das gut im Griff haben muss, zeigt sie allein dadurch, dass sie die Zeit gefunden hat, dieses Buch zu schreiben.

Mein Fazit

Von Beginn an habe ich mich als Mama von dem Buch gut abgeholt gefühlt, besonders durch Miriams Schilderungen ganz normaler Alltags-Situationen, die sicher jede Kleinkind-Mama kennt. So war einiges, was die Autorin in ihrem Buch schreibt zwar nicht ganz neu für mich, aber es war beruhigend zu wissen, dass es woanders ähnlich zugeht, wie etwa die Tatsache, dass Nudeln mit Tomatensoße überall der Hit sind oder Kinder im Winter einfach dauerkrank sind. Also alles kein Grund zur Sorge. Auf humorvolle und ehrliche Art schildert Miriam Fuz ihre Erfahrungen mit dem ganz normalen Mama-Wahnsinn.

Selbst für mich als Einzelkind-Mama war die Lektüre sehr interessant. Denn ob wir Mama von einem, zwei oder drei Kindern sind, ist eigentlich egal, Mama bleibt Mama. Und da kann es mit einem Kind manchmal genauso turbulent zugehen wie mit drei Kindern.

Dass man dabei schnell Gefar läuft, sich im Mama-Hamsterrad zu verlieren, ist sicher keine Seltenheit. Tipps zu bekommen, die das Leben erleichtern sind deshalb immer wertvoll und die gibt’s in „… manchmal braucht man Gummibärchen“ zur Genüge.

Natürlich geht es in dem Buch auch um das Thema Erziehung und da glaube ich, gehen die Meinungen grundsätzlich am weitesten auseinander. Miriam Fuz hat selbst darauf hingewiesen, dass beispielsweise das Thema Strafen unterschiedliche Ansichten hervorruft und wer diese nicht teilt, das Kapitel gerne überspringen kann. Ich habe es mir der Vollständigkeit halber natürlich durchgelesen.

Weil ich Erziehung für ein sehr individuelles Thema halte, konnte ich diesbezüglich auch nicht mit allen Tipps etwas anfangen. Aber das muss ich ja auch nicht. Jede Familie geht ihren eigenen Weg und solange dabei ein liebevolles Miteinander im Mittelpunkt steht, sollte ihr dieser auch zugestanden sein.

Genau das macht auch die Autorin deutlich und ermutigt Mütter, den Weg zu gehen, der sich für sie richtig anfühlt. Denn jede Mutter hat andere Voraussetzungen und andere Bedürfnisse. Da hilft es manchmal mehr, auf sein Bauchgefühl zu hören als auf irgendeinen Ratgeber.

Dennoch können diese hin und wieder natürlich nicht schaden und in manchen Situationen durchaus eine Hilfe sein. So war „… manchmal braucht man Gummibärchen“ eine sehr kurzweilige und anregende Lektüre, die mir einmal mehr das erleichternde Gefühl gegeben hat, mit meinen Mama-Turbulenzen nicht alleine dazustehen. Und an den Tipps einer erfahrenen dreifach Mama muss ja etwas dran sein.

Vielen Dank an den TRIAS Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

manchmal braucht man Gummibärchen Buch

Ihr möchtet das Buch bestellen? Das könnt ihr hier:

Manchmal braucht man Gummibärchen: Die besten Tipps aus meinem turbulenten, wunderschönen Leben mit 3 kleinen Kindern*

TRIAS Verlag
176 Seiten
€ 12,99 D
ISBN-10: 3432107617
ISBN-13: 978-3432107615
Erscheinungsdatum 22.08.2018

*Dies ist ein Affiliate Link. Wenn ihr darüber den Artikel kauft, erhalte ich eine kleine Provision, euch kostet das nichts extra.

Edit: Das Gewinnspiel ist beendet.

Ein Jahr danach: Unser Alltag nach der Mutter-Kind-Kur

Gestern vor einem Jahr bin ich mit dem Nachwuchs zur Mutter-Kind-Kur gefahren und ganz besonders an Tagen wie heute, wo ich krank zu Hause liege und das mitten im Sommer, frage ich mich: Was ist davon eigentlich geblieben? Denn unter anderem dieses ständig Kranksein hat mich damals dazu gebracht, die Kur zu beantragen. Wie also sieht der Alltag nach der Mutter-Kind-Kur ein Jahr danach aus?

„Ein Jahr danach: Unser Alltag nach der Mutter-Kind-Kur“ weiterlesen

Bedürfnisse einer Mutter

Schwangerschaftsdemenz, Stilldemenz – als Mutter Dinge zu vergessen kommt häufig genug vor. Manchmal vergisst man darüber hinaus vielleicht sogar ein wenig sich selbst. Dabei sollte Mutter sein doch nicht heißen auf alles, was einem vorher Spaß gemacht hat und wichtig war zu verzichtenIn den vergangenen 21 Monaten hab ich das aber tatsächlich viel zu oft, was mit einem so kleinen Kind aber auch einfach normal ist. Aber die Bedürfnisse einer Mutter, meine Bedürfnisse, sind wichtig, genauso wichtig wie die des Kindes und des Partners. Denn nur, wenn ich mir regelmäßig etwas Gutes tue, kann ich daraus die Kraft und Ausgeglichenheit für unseren Alltag schöpfen.

Diese Bedürfnisse in mein nicht mehr ganz so neues Leben als Mutter zu integrieren versuche ich schon länger. Seit der Mutter-Kind-Kur aber noch gezielter. Hilfreich ist mir dabei in regelmäßigen Abständen meinen Ist-Zustand zu hinterfragen und zu analysieren.

Bedürfnisse einer Mutter

  • Bin ich zufrieden damit, wie es jetzt gerade läuft?
  • Habe ich erfüllt, was ich mir vorgenommen habe?
  • Was kann ich ändern, damit ich die beiden Fragen mit „ja“ beantworten kann?

Ein Tipp, den ich in der Kur bekommen habe, war, sich Ziele für das nächste halbe Jahr zu notieren. Hat man die Ziele nach einem halben Jahr umgesetzt, waren sie einem wichtig. Wenn nicht, dann waren sie es nicht. Bedingung ist, sich für das Erreichen dieser Ziele auch die nötige Zeit zu nehmen und sie nicht mit vermeintlich Wichtigerem zu verbringen. Es sollte auf jeden Fall in einem halben Jahr theoretisch machbar und umsetzbar sein, was auf der Liste steht, sonst macht das natürlich keinen Sinn.

Auf die eigenen Bedürfnisse achten

Die seelischen oder auch geistigen Bedürfnisse wahrnehmen und, wenn möglich, erfüllen. Das ist etwas, das sicherlich nicht nur Mütter (wieder) lernen müssen. Ich glaube, dass wir das in unserem Alltags-Trott aus Routine-Tätigkeiten einfach viel zu oft vergessen. Dabei erhalten gerade diese Dinge unsere Lebensfreude und geben uns Kraft. Natürlich können Beschäftigungen, die einem gut tun, mal vergessen werden und zu kurz kommen, aber das sollte kein Dauerzustand sein.

Außerdem versuche ich inzwischen noch mehr darauf zu achten wonach mir WIRKLICH ist. Zwar kann eine halbe Stunde Yoga nie schaden und entspannt mich sicherlich, manchmal ist mir aber einfach mehr nach Kaffee trinken und träumen. Das mach ich dann auch ohne schlechtes Gewissen.

Bedürfnisse einer Mutter
Lieber Kaffee statt Yoga

Manchmal sind es auch nur unscheinbare Kleinigkeiten, aber diese wieder bewusst zu tun, kann einem so viel geben.  Musik oder Podcasts hören zum Beispiel, etwas, das ich früher wirklich sehr bewusst und sehr gerne gemacht habe. Heute läuft das Radio höchstens mal nebenbei. Und meistens nervt mich das sogar, weil ich viel lieber mal die Möglichkeit haben will, zwischen Geräusche machendem Kinderspielzeug und dem Staubsauger die Stille zu genießen. Wenn ich aber Zeit habe etwas bewusst anzuhören als Mittel der Entspannung, dann kann ich das richtig genießen.



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Vorsätze über Bord werfen

Apropos Genuss und eigene Bedürfnisse. Das Thema Ernährung hab ich in der Kur auch ein wenig hinterfragt. Ziele setzen ist was Gutes, sie umzusetzen noch besser. Merken, dass man sie so eigentlich gar nicht umsetzen will, heißt auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Weniger Kaffee, Fleisch und Süßigkeiten konsumieren, das hatte ich mir vorgenommen. Mit dem Fleisch hat es gut geklappt und das ist meinem Wohlbefinden auch sehr entgegen gekommen. Die Süßigkeiten hab ich auch auf ein, für mich gesundes Maß, reduziert. Aber beim Kaffee wollte ich dann irgendwie doch keine Abstriche machen, zumal drei Tassen am Tag für mein Empfinden vollkommen in Ordnung gehen.

Natürlich hätte ich das durchziehen können, aber zum Kaffee trinken gehört mehr als der reine Vorgang an sich. Es ist für mich ein kleines Ritual, eins das mich entspannt, eins das mir zeigt, dass ich gerade Pause habe. Und warum sollte ich auf etwas, das mir gut tut verzichten? Hab ich zum Glück verstanden und diesen Vorsatz über Bord geworfen.  Eine schlaue Erkenntnis!

Sind nur die Bedürfnisse einer Mutter wichtig?

Während nicht nur man selbst als Mutter neue Aufgaben bekommt und manche Dinge erst mal auf der Strecke bleiben, kann das auch mit der Partnerschaft passieren. Aber so weit muss es ja nicht kommen.

Natürlich ist es nicht mehr so wie früher: spontan ins Kino gehen, zu zweit essen gehen oder einfach mal den Tag auf dem Sofa verbringen ist kaum noch möglich. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich an einer Hand abzählen wie oft mein Freund und ich in den vergangenen 21 Monaten etwas nur zu Zweit unternommen haben.

Aber auch das ist Teil des Prozesses, der zum Eltern sein dazu gehört. Trotzdem darf man hin und wieder ja mal etwas daran ändern. Denn irgendwie ist es doch schön mal wieder was zu unternehmen, was wir früher gerne gemacht haben. Einmal im Monat oder alle zwei Monate reicht ja schon. Schließlich unternehmen wir ja auch sehr gerne etwas als Familie. Nur manche Dinge, wie Theaterbesuche oder ähnliches eignen sich eben noch nicht dafür. Aber warum drauf verzichten? Besonders, wenn Oma und Opa so mal wieder Zeit mit dem Enkel verbringen können.





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Mutter-Kind-Kur für alle

In drei Wochen Mutter-Kind-Kur habe ich viel gelernt. Was mir, was uns gut tut und dass die Bedürfnisse einer Mutter enorm wichtig sind. Deshalb bin ich der Meinung die Möglichkeit einer Kur sollte JEDER Mutter zustehen. Denn jede Mutter hat ihr Päckchen zu tragen. Die Gründe und Ursachen können vielfältig, das Päckchen schwerer oder leichter, sichtbarer oder unsichtbarer sein. Der Umgang damit übrigens auch. Heißt: Keiner weiß wie es wirklich im anderen aussieht, was die Gründe für sein Wesen und sein Verhalten sind.

Aber mit diesem Päckchen richtig umzugehen, es vielleicht sogar loszuwerden ist nicht nur für die Mütter, sondern auch für die Kinder und Partner ein Gewinn. Deshalb plädiere ich für eine Mutter-Kind-Kur für alle! Zwangsverordnung sozusagen. Denn ich glaube, dass sie viel Gutes bewirken kann. Und wem es schon gut geht, dem geht’s danach einfach noch besser.