Das ElternBloggerCafé 2018 von Styleranking – So war es

Anzeige | Vor wenigen Tagen habe ich zum ersten Mal das ElternBloggerCafé 2018 von Styleranking besucht und es war in vielerlei Hinsicht ein tolles Event. Geladen hatten die Veranstalter nach Köln. 90 Blogger und Influencer trafen sich in den Fotodom-Studios zum Kennenlernen, Austauschen und natürlich Spaß haben. 

ElternBloggerCafé 2018 Köln

Neue Einblicke

Die Welt der Mama- und Papablogger ist schon eine faszinierende Sache. Denn obwohl wir eins gemeinsam haben – wir bloggen über das Leben mit Kind – sind wir total facettenreich und unterschiedlich. Gerade das macht die Sache so spannend. Denn die Frage „Worüber bloggst du?“ ist auch als Mama- und Papablogger total berechtigt.

Die einen bloggen über das Leben als Großfamilie, die anderen über das Leben mit Zwillingen und wieder andere über das Reisen mit Kindern. Jeder setzt seinen Schwerpunkt woanders und aus diesem Grund spricht auch jeder Mama- und Papablogger andere Mamas und Papas an.

ElternBloggerCafé 2018
Wir wurden bestens versorgt!

Lernen…

Wie in jedem Job entwickle ich mich auch als Bloggerin weiter. Denn schließlich lernt man ja nie aus. Wie schon in meinem Job als Redakteurin geschieht das ziemlich simpel per „Learning by doing“ und natürlich über den Erfahrungsaustausch mit Anderen. So konnte ich durch die Gespräche mit meinen Blogger-Kollegen und -Kolleginnen unglaublich viel für mich mitnehmen. Memo an mich: Visitenkarten drucken lassen.

Jeder hat so seine Tipps und Tricks, diese gepaart mit ein bisschen, ich nenn es mal Insiderwissen, haben mir sehr gut weitergeholfen.

Das Bloggen an sich ist ja sonst eine eher „einsame“ Angelegenheit. Das ElternBloggerCafé glich ein bisschen wie dem Treffen in der Kantine oder der Kaffee-Küche im Büro. Und die Gespräche, die dort stattfinden, mag doch eigentlich jeder.

… und Kennenlernen

Ich habe aber nicht nur GE-lernt sondern auch KENNENGE-lernt. Juli von doppelkinder und ich folgen uns schon seit unseren Anfängen gegenseitig auf Instagram und auch unsere Blogs verfolgen wir regelmäßig. Bis wir uns aber im echten Leben mal begegnet sind – und das, obwohl wir gar nicht soo weit voneinander entfernt wohnen – dazu brauchte es das #ebc18 (der Hashtag zur Veranstaltung). Allein aus dem Grund, dass wir uns im realen Leben kennengelernt und festgestellt haben, dass wir uns auch außerhalb der digitalen Welt mögen, hat sich das ElternbloggerCafé 2018 schon absolut gelohnt.

doppelkinder meets diesesmamading

Durch Juli hab ich dann auch Kerstin von Chaos hoch 2 und Anke von Lächeln und Winken kennengelernt. Und das ist einfach super spannend, die Menschen hinter den Blogs und Instagram-Accounts, von denen man ständig hört und liest, mal „in echt“ zu treffen. Das Schönste dabei: am Ende sind wir alle Mamis und sitzen alle im gleichen Boot. Jeder schreibt ein bisschen anders darüber, aber jeder macht beides mit großer Leidenschaft.

Firmen und Vorträge

Vor Ort waren natürlich, neben zahlreichen Bloggern und Influencern, auch viele Firmen, die gerne mit Bloggern und Influencern kooperieren. Sich miteinander zu unterhalten, Ideen und Kontakte auszutauschen war natürlich super spannend und sehr praktisch.

Bei Valensina gab es nicht nur einen leckeren zuckerfreien Kuchen, sondern auch noch interessante Gespräche über die Produkte. Ebenso bei Palmolive, wo ich zwei tolle Seifen bekommen habe. Einen sehr hübschen Stand hatte C&A, deren Mode mir für den Nachwuchs sehr gut gefallen hat. 

Mein heimlicher Favorit war Dyson. Da ich Staubsaugen zu meinen hausfraulichen Lieblingsbeschäftigungen zähle, war ich natürlich begeistert, den Cyclone V10 zu testen. Der hat definitiv das Potenzial auf die nächste Weihnachtswunschliste zu kommen. 

ElternBloggerCafé 2018
Im Hausfrauen-Modus

Sehr liebevoll gestaltet waren die Stände von Cybex und RICOSTA, wo wir wissenswertes zu den Produkten erfahren haben. Bei Pampers war ich ganz begeistert von den neuen Feuchttüchern: Aqua Pure nennen sie sich. Sie bestehen aus Bio-Baumwolle, sind zu 99 Prozent aus Wasser und kommen ohne Parfüm und Alkohol aus. 

Am Ende der Veranstaltung gab es für alle Besucher noch ein Goodiebag mit nach Hause, in das jede Firma ein kleines Geschenk beigesteuert hat.

Vorträge

Vorträge gab es beim ElternBloggerCafé 2018 auch, Themen waren „Vegane Ernährung von Kindern – nur trendig oder auch tauglich?” und „Kennzeichnung von Werbung auf Instagram”. Gerne hätte ich mir die Vorträge angehört, allerdings hab ich mich so verquatscht, dass ich beide verpasst habe. Vielleicht beim nächsten Mal.

ElternBloggerCafé 2018
Das Goodiebag!

Fazit zum ElternBloggerCafé 2018

Das Goodiebag war natürlich das Tüpfelchen auf dem i und hat mich sehr gefreut. Vor allen Dingen, weil ich so auch dem Nachwuchs eine Kleinigkeit mit nach Hause bringen konnte.

Glücklich und zufrieden über die neuen Eindrücke, Kontakte und den insgesamt tollen Nachmittag habe ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Denn nach so einem Tag Mann und Kind wieder in die Arme schließen zu können, macht mein Mamablogger-Leben erst perfekt.

 

Familienurlaub auf Rügen

Seit ein paar Tagen sind wir wieder zu Hause und ich bin immer noch ganz begeistert von unserem tollen Urlaub. Wir waren alle drei zum ersten Mal auf Deutschlands größter Insel im Familienurlaub auf Rügen. Ein Ort, der sich wirklich perfekt für eine Reise mit Kleinkind anbietet. 

Unsere Unterkunft auf Rügen

Ich bin ein totaler Fan von Urlaub am Meer. Dass wir bei unseren Überlegungen, wo die nächste Reise hingehen soll, auf Rügen gestoßen sind, war eigentlich nur Zufall. Unsere Unterkunft hatte ich beim Blättern durch den Prospekt eines Discounters gefunden, der auch Reisen anbietet. Das Hotel, was als familienfreundlich deklariert war, hatte sogleich meine Aufmerksamkeit erregt. Die Beschreibung des Hotels und auch der Umgebung haben uns den Urlaub richtig schmackhaft gemacht. Außerdem passten die Rahmenbedingungen: eine Woche Unterkunft mit Frühstück in einem Appartement zu einem wirklich fairen Preis.

„Familienurlaub auf Rügen“ weiterlesen

#6 Der After-Baby-Body: Von Bademode und Akzeptanz

Anzeige Vor ein paar Tagen sind wir aus unserem Urlaub in Rügen wieder gekommen. Einen ausführlichen Beitrag dazu wird es nächste Woche geben. Zwar hatten wir noch kein Strandwetter, aber immerhin ein Spaßbad in fußläufiger Nähe, so dass klar war, wir werden schwimmen gehen. Beim Schreiben meiner Packliste war deshalb zuvor auch irgendwann die passende Bademode Thema.

Zeit für neue Bademode

Eins war klar: ein Bikini muss mit. Was mir in dem Moment aber bewusst geworden ist, war die Tatsache, dass ich zwar einen Bikini besitze, der noch passt, aber eben auch nur den einen und es sich dabei definitiv nicht mehr um das neuste Modell handelt. Im Urlaub auch mal zu variieren, war also nicht drin. Bei zwei Schwimmbadbesuchen zum Glück nicht dramatisch, aber der Sommer ist noch jung und da hätte ich auf Dauer schon gerne eine Alternative.

Da sich meine Figur in den vergangenen Monaten seit Schwangerschaft und Geburt doch ein wenig verändert hat, ist es wohl an der Zeit nach etwas Neuem Ausschau zu halten. Der After-Baby-Body verlangt danach. Mit dem Bewusstsein dieser Veränderungen, habe ich mich also auf die Suche begeben. Dabei bin ich auf den Ohnlineshop von Elegrina gestoßen. Dort gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Bikinis, Tankinis und Badeanzügen, für jede Figur eine passende Variante. Für den vergangenen Urlaub war ich leider zu spät dran, aber der nächste Schwimmbad oder Strandbesuch kommt bestimmt.

Wohlfühlen im After-Baby-Body

Seit ich Mutter bin, ist Bademode für mich nicht mehr gleich Bademode. Schließlich hat so ein After-Baby-Body andere Bedürfnisse und auf die will ich eingehen, egal ob es sich um den Kauf eines neuen Bikins oder einer neuen Jeans handelt. Aber nicht nur äußerlich verdient der After-Baby-Body neue Aufmerksamkeit, auch im Kopf. 

Im Podcast erzähle ich euch deshalb von meinen Gedanken zum Thema After-Baby-Body, was ich von dem Hype darum halte und wie ich mich in meinem (After-Baby-)Body am wohlsten fühlen kann. 

Der After-Baby-Body: Von Bademode und Akzeptanz

Mein erstes Blogger-Event und ein Rezept für vegetarische Grillspieße

Anzeige | Zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich mein erstes Blogger-Event besucht habe. Eingeladen hatte Nathalie im Namen von Amazin Prunes – Kalifornische Trockenpflaumen zum Workshop „Kochen & Foodstyling mit kalifornischen Trockenpflaumen – Rezepte für die ganze Familie“. Ort des Geschehens war der Gastraum der Alten Zigarrenfabrik in Köln.

Amazin Prunes kalifornische Trockenpflaumen
Eine tolle Location

Viel Spaß und wertvolle Tipps

Das Blogger-Event hat nicht nur unglaublichen Spaß gemacht, sondern auch noch richtig was gebracht. Es war toll mal andere (Mama-)Blogger im echten Leben kennenzulernen. Beim Kochen, Anrichten und Essen gab es ausreichend Gelegenheit sich auszutauschen. Bevor es aber ans Kochen, Anrichten und Essen ging, hielt Denise von Foodlovin einen spannenden Vortrag zum Thema „Foodstyling und Foodfotografie“. Ihre Tipps zur Fotografie waren sehr wertvoll für mich und lassen sich praktischerweise auch auf andere Bereiche anwenden.

Im Anschluss an den Vortrag gab es erst mal eine kleine Stärkung in Form einer Spargelsuppe. Mit einer Kleinigkeit im Magen ging es dann für uns Bloggerinnen an’s Werk. Ein Menü mit kalifornischen Trockenpflaumen stand auf dem Programm. Nachdem sich jeder auf Vor-, Haupt- oder Nachspeise geeinigt hatte, fand ich mich im Team Hauptspeise wieder. „Safranhirse mit gebackenem Vanillegemüse und fruchtigen Trockenpflaumen“ hieß es zu zaubern. Alle Rezepte stammten aus der Feder von Veronika von Carrots for Claire, sie stand uns beim Zubereiten auch hilfreich zur Seite.

Amaz!n Prunes kalifornische Trockenpflaumen
Zubereitung mit Herz

Christina von Mrs Berry, Yasmin von Die Rabenmutti, Nadine von Planet Hibbel und ich haben uns ganz gut geschlagen, sowohl bei der Zubereitung als auch bei der anschließenden Fotografiererei.

Für die Vorspeise „Lauwarmer Prinzessbohnen-Salat mit Kräuter-Trockenpflaumen-Dressing“ waren übrigens Bettina von Die Alltagsfeierin, Madline von Oui la Vie und Rike von Bloggermaman zuständig.

Den Nachtisch „Fruchtige Schoko-Brownies mit Trockenpflaumen und Mangosoße“ zauberten Kristina von Kind, Küche, Chaos, Dajana von  Mit Kinderaugen  und Jana von Miss bonn(e) bonn(e).

Hier ist das Ergebnis unseres Menüs.

20180426_212345vegetarische vegane Grillspieße Trockenpflaumen

Ich selber mag Trockenpflaumen sehr gerne und ich finde, dass sie ein wunderbarer und gesunder Snack für Zwischendurch sind. Aber auch kochen lässt sich damit ganz wunderbar, das weiß ich seit dem Workshop.

Im Anschluss haben wir uns die Leckereien in gemütlicher Runde schmecken lassen. Und das Fazit des Tages war klar: Lecker, lehrreich und lustig war’s. Danke an Nathalie und das Team von Amazin Prunes für die tolle und inspirierende Veranstaltung!

kalifornische Trockenpflaumen Amazin Prunes
Eine tolle Truppe und ein toller Tag.

Apropos Inspiration

Weil es im Rahmen des Workshops noch etwas zu gewinnen gibt, schmeiß ich noch schnell ein eigenes Rezept in die Runde. Gesucht wird das kreativste Rezept mit Trockenpflaumen. Und damit eröffne ich gleichzeitig eine neue Kategorie auf meinem Blog: Unter „diesesfoodding“ findet ihr ab sofort eine Sammlung einfacher, gesunder und vegetarisch/veganer Rezepte.

Ich mag es Gutes zu teilen und dazu gehört eben auch gutes Essen. Den Anfang machen heute Grillspieße. Auch, wenn das Wetter momentan nicht sehr vielversprechend aussieht, die nächste Grill-Gelegenheit wird kommen.

Besonders als Vegetarierin, die ich inzwischen wieder bin (warum ich sie nicht war, lest ihr hier), finde ich es toll mal etwas ausgefallenere Grillkreationen auf den Tisch zu bekommen. Als eine leckere Abwechslung zu Grillgemüse, Veggiewürstchen und Kartoffeln.

Inspiriert vom Amazin Prunes Workshop habe ich mir deshalb ein Rezept für euch überlegt, das mir wirklich sehr gut schmeckt und euch hoffentlich auch.

Vegetarische vegane Grillspieße mit Trockenpflaumen

Vegetarische Grillspieße mit Trockenpflaumen

Zutaten

4 Holzspieße
4 Pfirsichhälften aus der Dose
10 Trockenpflaumen
200 g Tofu 

Für die Marinade

5 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
2 EL Pfirsichsaft
1 EL Sojasoße
1 TL Honig
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Schneidet den Tofu in kleine Vierecke, ungefähr in Größe der getrockneten Pflaumen. Die Pfirsichhälften könnt ihr nochmal teilen, evtl. sogar vierteln.
    Danach könnt ihr die Zutaten nach Belieben auf die Holzspieße verteilen. 
  • Für die Marinade vermischt ihr alle Zutaten miteinander.
  • Die Spieße werden dann mindestens 4 Stunden mariniert. Zwischendurch gerne nochmal durchschütteln. Deshalb empfehle ich zum Marinieren ein auslaufsicheres Gefäß.
  • Anschließend kommen die Spieße auf den Grill. Oder wie in meinem Fall, aufgrund Ermangelung des Grillwetters, in die Pfanne.

 

vegetarische Grillspieße

Die übrig gebliebenen Pfirsiche verarbeite ich ganz gerne zu einem Nachtisch, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Einfach klein schneiden und mit griechischem Joghurt anrichten. Wer mag kann noch etwas von der Flüssigkeit oder alternativ Honig hinzufügen, dann wird der Nachtisch noch süßer.

Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in so ein Blogger-Event gefallen. Mir hat der Tag jedenfalls sehr viel Freude bereitet und hey, davon inspiriert ist sogar eine neue Kategorie für Rezepte herausgesprungen. Bleibt mir nur noch zu sagen:

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!

Bedürfnisorientierte Erziehung ist kein Wettbewerb

Meinen Sohn nach der Geburt im Tragetuch zu tragen, war für mich praktisch und etwas ganz normales. Ihn bei uns im Familienbett schlafen zu lassen ebenso. Mal mit, mal ohne Einschlafbegleitung. Außerdem habe ich ihn 18 Monate lang nach seinen Bedürfnissen gestillt und hätte es noch länger getan, wenn das möglich gewesen wäre. (Warum es das nicht war, lest ihr hier.) Nicht, weil ich das Gefühl hatte, das alles tun zu müssen, sondern weil ich es wollte. Ja, das ist im Sinne einer bedürfnisorientierten Erziehung. Aber macht mich das zu  deshalb zu einer besseren Mutter als andere?

Bedürfnisorientierte Erziehung Attachement Parenting

Ganz oder gar nicht – wirklich?

Ich bin ein absoluter Befürworter der bedürfnisorientierten Erziehung, denn ich finde, dass sie viele alte, längst überholte Methoden gut erklärt widerlegt. Bei manchen wurde es auch allerhöchste Zeit. Aber zwei Sachen stören mich als Begleiterscheinung des sogenannten Attachment Parenting extrem: Zum Einen dieser häufig daraus resultierende vermeintliche Zwang nach Perfektion und zum Anderen die Verurteilung anderer.

Ich lese Artikel und Ratgeber zum Thema und trotzdem oder genau deswegen habe ich das Gefühl, es nie 100-prozentig richtig zu machen. Pardon, hatte ich! Denn ich habe mich von diesem Druck befreit. Ja, ich befürworte das bedürfnisorientierte Erziehen, aber ich kann und muss es nicht in jeder Sekunde hundertprozentig leben. Wie in so vielen Lebenslagen strebe ich danach, aber Perfektion ist nicht das Ziel.

Susanne Mierau hat in ihrem Buch „Geborgene Kindheit“ viele wundervolle Worte für das bedürfnisorientiere Leben mit Kindern gefunden, unter anderem diese:

Menschen müssen nicht perfekt sein. Eltern müssen nicht perfekt sein. Im Gegenteil: Es reicht, gut genug zu sein. Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern liebevolle, authentische Eltern. Sie wollen von uns die gesamte Breite des Lebens kennenlernen, nicht nur die rosarote Sonnenseite. Das bedeutet nicht, dass wir schlecht mit ihnen umgehen sollen, aber es bedeutet, dass wir nicht alles auf die Goldwaage zu legen brauchen und uns einfach auch selbst liebevoll betrachten dürfen – nicht nur unsere Kinder. Wir dürfen uns von Zeit zu Zeit einfach auch selbst auf die Schulter klopfen und uns sagen: „Es läuft nicht alles rund, aber es ist gut, wie es ist.“

Weg von der Perfektion

Dass es Mütter gibt, die sich durch die bedürfnisorientierte Erziehung dennoch unter Druck gesetzt fühlen, habe ich erst gestern wieder gelesen. Es war ein Post bei Instagram, der mich nicht nur wütend, sondern regelrecht traurig gemacht hat. Die Essenz daraus war, sehr kurz gefasst, dass sich die Mutter überfordert gefühlt hat. In erster Linie deshalb, weil sie auf Instagram immer wieder von Müttern liest, bei denen die bedürfnisorientierte Erziehung auf Augenhöhe scheinbar mühe- und ausnahmslos funktioniert.

Aber wie so oft ist Instagram kein Abbild der Realität, sondern lediglich ein Ausschnitt daraus. Denn wenn wir uns an Social Media messen, können wir eigentlich nur versagen. Instagram zeigt nun mal selten den schlechten Tag mit Kind, das unordentliche Wohnzimmer oder den Kuchen, der im Ofen verbrannt ist. 

Aber ich bin deshalb ja keine schlechtere Bäckerin, nur weil ich mal einen Kuchen versemmel. Genauso wenig bin ich eine Mutter, die in der bedürfnisorientierten Erziehung versagt, nur weil sie mal nicht wie auf Seite 122 in Ratgeber „Soundso“ beschrieben, gehandelt hat.

Hin zur Authentizität

Es gibt Tage, da weiß ich, dass es mir schwer fallen wird jedem Bedürfnis meines Kindes richtig oder besser gesagt, angemessen zu begegnen, aber das akzeptiere ich. Ich gebe euch ein Beispiel:

Einmal im Monat bin ich PMS-bedingt nicht so gut drauf wie sonst. Welche Frau kennt das nicht?! Meistens kann ich mich und meine Gefühlswelt dann schlechter kontrollieren als sonst. Das heißt, wenn mein Sohn sich zum dritten Mal morgens die Hose wieder auszieht, obwohl es längst Zeit ist in den Kindergarten zu gehen, dann reißt mir der Geduldsfaden an solchen Tagen wesentlich schneller und vielleicht auch impulsiver. In diesen Momenten gelingt es mir auch nur selten abzurufen, was im Sinne der bedürfnisorientierten Erziehung jetzt wohl am besten zu tun wäre.

Ich weiß zwar, dass ich in solchen Situationen vieles besser machen könnte, aber nicht immer klappt das auch. Was ich aber tun kann ist, diese Momente im Nachhinein zu reflektieren. Und zu hinterfragen, was ich ändern kann, damit es beim nächsten Mal für uns beide (!) besser läuft. Denn bedürfnisorientiert Erziehen, bedeutet für mich:

Bedürfnisorientierte Erziehung für alle

Mein Kind bedürfnisorientiert zu erziehen gelingt, meiner Meinung nach, nur dann, wenn ich mir meine eigenen Bedürfnisse zugestehe. Gleichwertig! Denn Selbstaufgabe des Kindes zuliebe, damit tut sich niemand einen Gefallen, weder sich selbst, noch dem Kind. Auch ich muss mich dazu anhalten meinen Bedürfnissen zu folgen und unser aller Bedürfnisse miteinander zu vereinbaren.

Dazu nützt es nichts jeden Tipp aus jedem Ratgeber zu befolgen, um bedürfnisorientiert zu leben. Nicht jeder Moment des Tages muss und kann für alle optimal laufen. Aber das ist, wie schon Susanne Mierau schrieb, nicht Sinn und Zweck des Ganzen. Deshalb sollten wir lernen uns damit weniger zu stressen und nicht für Fehler, die passieren, zu verurteilen.

Nicht verurteilen, sondern verstehen

Sich selbst zu verurteilen ist das Eine, eine andere Mutter – womöglich aufgrund eines kurzen Ausschnittes aus ihrem Leben – zu verurteilen das Andere.

Egal, ob es die Mutter mit dem Handy auf dem Spielplatz ist oder die Mutter die das Kind, gegen seinen Willen aus dem Geschäft zerrt oder sogar die Mutter, die ihr Kind abends schreien lässt. Ja, das eine ist gravierender als das andere, aber wir kennen die Umstände nicht!

Das, was uns Müttern damals eine Psychologin in der Mutter-Kind-Kur erzählt hatte, warf beispielsweise ein vollkommen neues Licht auf diese berüchtigten Schlaftrainings. Sie sagte nämlich, dass solche Bücher allein aus dem Grund geschrieben werden, damit Eltern ihren Kindern nichts noch schlimmeres antun als sie schreien zu lassen. Und wir alle kennen die Geschichten von Babys die zu Tode geschüttelt wurden, weil die Eltern vollkommen verzweifelt und nervlich am Ende waren. Schreien lassen ist kein schöner Weg, aber vor diesem Hintergrund wahrscheinlich der bessere.

Natürlich sollte das nicht aus reiner Bequemlichkeit erfolgen. Ich glaube aber auch, dass es für viele Mütter eher aus einer Art Hilf- und Ratlosigkeit heraus geschieht. Jeder hat eben eine andere Selbsterhaltungs-Grenze und wo die liegt, weiß nur diejenige Mutter selbst. Auch ich hatte eine Phase in der mir der Schlafentzug und das ständige Funktionieren müssen arg an die Substanz ging. Ich habe aber schnell gemerkt, dass das Schlaftraining nicht unser Weg ist und ich es einfach nicht ertrage mein Kind schreien zu lassen.

Dass ich damals für mich einen alternativen Umgang mit der Situation gefunden habe, habe ich sicher auch einigen Ratgebern zur bedürfnisorientierten Erziehung sowie Tipps anderer Mütter, die bedürfnisorientiert erziehen, zu verdanken.

Bedürfnisorientierte Erziehung Attachement Parenting

Besser ein Tipp zu viel als zu wenig

Dennoch: So wertvoll Tipps aus Ratgebern, Artikeln, Social Media und von anderen Müttern auch sein können, nicht jeden davon müssen wir umsetzen. Sie sind keine Navigationsgeräte, die uns sagen, wo’s lang geht, sondern lediglich Landkarten, die uns zur Orientierung dienen. Den Weg müssen wir schon selbst gehen und sich dabei mal zu verlaufen, gehört eben dazu. Zwar wird es deshalb immer wieder Momente geben, die uns zweifeln lassen, aber das ist auch okay. Sie sollten uns nur nicht verzweifeln lassen.

Noch ein Tipp von mir: Wenn ihr in irgendeiner Situation immer wieder an dieselben Grenzen stoßt, dann denkt daran, es gibt (in den meisten Fällen) auch noch einen Papa. Lasst ihn einfach mal machen. Er ist in manchen schwierigen Situationen vielleicht weniger voreingenommen als ihr, weil er beruflich bedingt, das Kind seltener sieht. Folglich hat er die Situation im Gegensatz zu euch nicht schon zig Mal am Tag durchlebt. Da ist es meiner Meinung nach vollkommen legitim, die Verantwortung auch mal abzugeben.

Denn (bedürfnisorientierte) Erziehung ist immer noch Elternsache, nicht nur Muttersache. 

 

Meine Buchempfehlungen zum Thema (Hierbei handelt es sich um Affiliate Links. Wenn ihr über diesen Link den Artikel kauft, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Euch kostet das keinen Cent extra.):

Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden und Eltern entspannt bleiben

Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen

Geschenk zur Geburt für Mama und Papa – DIY

Ein Kind kündigt sich im Freundeskreis an und damit beginnt die Suche nach einem passenden Geschenk zur Geburt. Sofern mir nicht selbst etwas Schönes einfällt, frage ich meistens die (werdenden) Eltern, was sie sich für’s Baby wünschen. Weil Mama und Papa sich das aber genauso verdient haben, bekommen die Beiden von mir auch Geschenk zur Geburt. 

Ein Geschenk zur Geburt für Mama und Papa? 

Natürlich! Über eine Kleinigkeit freut sich doch jeder. Egal, ob die Eltern ihr erstes Kind bekommen haben oder bereits das zweite, dritte oder vierte Kind geboren wurde. Die Freude über ein kleines Geschenk wird das nicht schmälern. 

Geschenk zur Geburt für Mama und Papa

Besonders schön und nützlich fand ich die Idee eines Mama und Papa „Notfall-Sets“, denn das hätten mein Freund und ich damals selbst gut gebrauchen können als wir Eltern geworden sind. Dieses Wissen und meine Erfahrung als ehemalige Neu-Mama waren bei der Zusammenstellung von Vorteil. Denn rückblickend weiß ich noch ganz gut, worauf es damals so ankam, was nicht fehlen durfte, was nützlich gewesen wäre und was einfach nur nice-to-have war.

Geschenk zur Geburt für Mama und Papa
Schön verpackt!

Was ist drin im „Notfall-Set“?

Ein bisschen was Praktisches, ein bisschen was Hilfreiches und ein bisschen was Verwöhnendes, so lässt sich die Mischung gut beschreiben. Fertig ist das Mama & Papa-„Notfall-Set“. Damit habe ich das Glas („KORKEN“ von IKEA) gefüllt. Alle Utensilien sind in „Reise“-Größe und gibt es in fast jedem Drogeriemarkt zu kaufen:

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Geschenk zur Geburt für Mama und Papa
Alles wichtige dabei!

Natürlich gibt es für (Neu-)Eltern noch viel mehr nützliche Dinge, aber die haben leider nicht mehr ins Glas gepasst. Und das, worauf es wirklich ankommt, haben Mama und Papa ja sowieso immer mit dabei:

Eine große Portion Liebe!

30 Me-Time-Ideen für jeden Tag

Ostern steht vor der Tür. Zeit für die Familie, Freunde und den ein oder anderen Me-Time-Moment. Immerhin hat der Papa frei und kann Zeit mit dem Nachwuchs verbringen, während ich mir etwas Gutes tue. Ideen, was das sein könnte, gibt es einige. Falls ihr ein bisschen Inspiration gebrauchen könnt, hab ich für euch 30 Me-Time-Ideen für jeden Tag zusammengestellt. Viel Spaß beim Entspannen!  

Me-Time-Ideen Auszeit Mama-Zeit

Hier könnt ihr die Liste runterladen und anschließend ausdrucken: 

>>>30 Me-Time-Ideen<<<

So kannst du die 30-Me-Time-Ideen nutzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du die Liste mit den Me-Time-Ideen umsetzen kannst:

  • Möglichkeit 1: Entweder du hakst sie der Reihe nach ab, oder
  • Möglichkeit 2:  du schneidest sie aus, faltest sie zusammen, legst sie in eine Schale und ziehst jeden Tag eine Me-Time-Idee, oder
  • Möglichkeit 3:  Hin und wieder wirfst du einen Blick drauf, um dir neue Anregungen zu holen. 

Sollte eine der Ideen auf der Liste so gar nicht in deinen Tagesablauf passen, dann überspring sie einfach und widme dich der nächsten.

Hilfreich ist es dabei, sich für manche Aktivitäten einen Wecker zu stellen. So müsst ihr nicht ständig auf die Uhr schauen, wie lange ihr noch Zeit habt. Außerdem gilt bei mir für (fast) alle Me-Time-Pausen:
Smartphone, Tablet und Co. aus!

Ich will schließlich entspannen und das geht ungestört und ohne Ablenkung nun mal am besten. 

30 Me-Time-Ideen

Noch ein Extra

Zu jeder Idee gibt’s hier von mir eine kleine Anregung. Also schnappt euch die Liste und los geht’s: Entspannen!

#1: Zuletzt habe ich Geborgene Kindheit: Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten* von Susanne Mierau gelesen. Ein Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es gibt Ratschläge ohne belehrend zu wirken und geht auf die Bedürfnisse aller Familienmitglieder ein. 

#2: Ich mag gepflegte und lackierte Fingernägel. Seit ich Mutter bin, trage ich sie aus praktischen Gründen meistens kurz und weil sie leider ständig splittern. Allerdings gibt es eine kleine Geheimwaffe, die das verhindert und die ich demnächst wieder anwenden werde: Microcell 2000 Nail Repair women, Nagelhärter, 1er Pack (1 x 12 ml)*.

#3: Was hab ich früher viel Musik gehört. Das hat leider nachgelassen seit ich Mutter bin. In der Mutter-Kind-Kur hab ich es allerdings wiederentdeckt und verbringe so manche Pause jetzt öfter mit Musik auf den Ohren. Probiert es mal aus. Perfekt zum abschalten und träumen. 

#4: Endlich habe ich mich nach Erkältungszeit und winterlichen Temperaturen vor ein paar Tagen wieder in meine Laufschuhe geschmissen. Das tat so gut! In der Zeit zwischen den Läufen mache ich das 7-Minuten-Workout

#5: Viel zu selten nehme ich mir die Zeit für eine Gesichtsmaske, dabei lässt das gestresste und übermüdete Mama-Haut so richtig strahlen. Dabei wechsle ich gerne zwischen gekauften und selbstgemachten Masken ab. Mein All-Time-Favourite ist übrigens die Quark-Honig-Maske: 2 EL Quark mit 1 EL Honig mischen, auftragen und ca. 15 Minuten einwirken lassen. 

#6: Es mag eine echte Geduldsprobe sein, wer sich drauf einlassen kann, für den kann es echt entspannend sein. Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Kindern und malen mal wieder ein Bild aus. Vielleicht auch gemeinsam. Neben tollen Achtsamkeits-Tipps, findet ihr in dem Buch 365 Wege zur Achtsamkeit: Wertvolle Tipps für mehr Gelassenheit und Lebensfreude* schöne Bilder zum Ausmalen. Die lassen einen die Zeit total vergessen.

#7: Das Baden habe ich erst vor kurzem für mich wiederentdeckt. Egal ob mit viel Schaum oder wenig, in pink oder grün. Baden ist Entspannung für alle Sinne. Ich mag die pinke Variante von Tetesept Sinnensalze Zeit für Dich 60 g, 10er Pack (10 x 60 g)*.

#8: Schon lange habe ich mir vorgenommen mal alleine ein Museum zu besuchen. Denn nicht immer haben Andere Zeit, wenn ich Zeit habe. Ich glaube, dass es eine tolle Erfahrung ist, solche Aktivitäten mal alleine zu unternehmen. Davon abgesehen, bin ich der Meinung, dass es in der eigenen Stadt und Umgebung so viele tolle Sehenswürdigkeiten gibt, die man viel zu selten erkundet.

#9: Eine meiner absoluten Lieblinsyogaeinheiten derzeit ist diese hier von Mady Morrison. 

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/8dS4DUkLhBU

#10: Sich (mal wieder) zu schminken, verleiht ein ganz neues Lebensgefühl. Dabei etwas herumzuexperimentieren macht außerdem noch Spaß. Ich hab vor ein paar Tagen Maybelline Tattoo Brow Augenbrauenfarbe Nr. 2 Medium Brown, trendige Augenbrauenfarbe mit bis zu 3 Tage Halt, spezielle Peel-off-Formel für eine einfache Anwendung* gekauft und teste es gerade. Bislang bin ich sehr begeistert nicht mehr jeden Morgen meine Augenbrauen nachmalen zu müssen. 

#11: Ausmisten befreit ungemein. Gerade jetzt, wo der Winter vorüber ist, lohnt es sich das auszumisten, was ihr nicht getragen habt, nicht mehr tragen wollt oder nicht mehr passt/kaputt ist/etc. Eine kleine Anleitung dazu wie ich ausmiste, findet ihr hier.

#12: Neue Do It Yourselfs auszuprobieren macht mir unglaublich Spaß, besonders, wenn sie die Wohnung verschönern oder ich jemand anderem damit eine Freude machen kann. Vielleicht ist in meiner kleinen Sammlung eine Selbermach-Idee für euch dabei. 

#13: Den nächsten Urlaub planen und schon mal konkrete Ausflugsziele raussuchen oder eine Packliste schreiben, erhöht nicht nur die Vorfreude, sondern nimmt auch denn Stress kurz bevor die Reise losgeht. 

#14: Eine Shoppingtour macht glücklich. Manchmal reicht mir sogar schon Window-Shopping. Denn neue Inspirationen zu sammeln, macht genauso viel Spaß und spart Geld. 

#15: Es muss ja kein großes Fotobuch sein. Eine kleine Erinnerung an einen schönen Urlaub oder die schönsten Familienfotos des vergangenen Jahres. Dabei finde ich die Idee ganz schön Fotos mal wieder auszudrucken und in ein Album zu kleben. Eine nette Abwechslung zu den ganzen Digitalfotos. 

#16: Die Vorstellung ganz alleine in einem Café zu sitzen, fand ich früher immer komisch. Heute ist das ein Me-Time-Moment, den ich absolut genießen kann. Einfach nur beobachten oder ein gutes Buch lesen. Perfekt!

#17: Zeit für Wellness bietet ja viel Spielraum: Das kann Wellness zu Hause sein, eine gebuchte Massage oder ein Sauna-Besuch. Je nachdem wie viel Zeit einem gerade zur Verfügung und wo einem der Sinn nach steht. Für mich ist es manchmal schon Wellness, wenn ich es schaffe mir mal wieder die Beine zu epilieren oder ein Peeling zu machen. Für’s Körperpeeling kann ich euch übrigens Kaffeesatz empfehlen. Einfach die gewünschte Menge mit eurem normalen Duschgel vermischen und einreiben. Das macht die Haut schön zart und im Normalfall verfliegt der Kaffeegeruch auch recht schnell. Außerdem spart es Geld und vermeidet Müll.

#18: Irgendwie trägt man doch immer wieder die gleichen Kleidungsstücke, was ja auch gar nicht schlimm ist und im Zuge einer minimalistischeren Garderobe auch durchaus sinnvoll. Allerdings kombiniert man sie auch meistens gleich. Dabei kann es großen Spaß machen, den Blazer mal mit dem Pullover statt der Bluse zu kombinieren. Oder den kurzen Jumpsuit übergangstauglich mit einer ausgefallenen Strumpfhose zu tragen. 

#19: Fantasiereisen mag ich sehr, weil es erstens die Fantasie anregt (tadaa!) und du dich zweitens innerhalb kürzester Zeit an ganz tolle Orte träumen kannst. Hier findet ihr einige Fantasiereisen.

Me-Time-Ideen Auszeit Mama-Zeit

#20: Egal, was du dir wünschst, schreib es auf. Das kann der Weihnachtswunschzettel sein oder ein Wunschzettel, was du dieses Jahr noch erreichen willst oder Wünsche an dich für deine persönliche Entwicklung.

#21: Abends mit einer Freundin was Essen gehen und quatschen tut unglaublich gut. Papa und Kind kommen in der Zeit durchaus mal alleine klar.

#22: Ich bin handarbeitstechnisch nicht sonderlich begabt, aber auch, wenn ich nicht stricken, häkeln oder nähen kann, so kann ich doch immerhin eine Strickliesel bedienen. Daraus lassen sich schöne, originelle Schmuckstücke herstellen. Eine gute Idee für ein neues DIY auf diesesmamading. Hm…

#23: Ich mag es ja in der Bücherei nach neuem Lesestoff zu stöbern oder in Zeitungen zu blättern und Artikel zu lesen, die mich interessieren. Der Vorteil: Dort kann ich das vollkommen ungestört tun und mich nur darauf konzentrieren. 

#24: Wie ihr ein Vision Board angehen könnt, erfahrt ihr hier.

#25: Hörbücher und Podcasts sind toll. Man kann sich einfach nur berieseln lassen, allerdings wesentlich anspruchsvoller als beim Fernsehen, denn es regt die Fantasie an und informiert uns. Aktuell höre ich die Podcasts von Laura Malina Seiler und Robert Gladitz von der Awesome People Family sehr gerne. 

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#26: Dazu muss es noch nicht einmal einen besonderen Anlass geben, einfach aus Freude am Backen. Eine gute Gelegenheit, einen schwierigen Kuchen für die nächste Geburtstagsfeier einmal auszuprobieren. Dann ist es nicht so schlimm, wenn was schief geht. 

#27: Alleine spazieren gehen hat sich für mich, genau wie das alleine im Café sitzen, eine ganze Weile komisch angefühlt, mittlerweile genieße ich es total. Ich kann mein eigenes Tempo gehen, den Weg bestimmen und die Umgebung beobachten. Am liebsten im Wald.

 #28: Da bin ich zugegebenermaßen eher nicht der Typ für, weil ich meine Haare seit geraumer Zeit selber schneide, aber stattdessen gibt es ja noch andere Möglichkeiten, wie einen Besuch bei der Kosmetikerin, Nagelstudio, Fußpflege etc. 

#29: Pläne erstellen kann Spaß machen, besonders wenn sie, im besten Fall, auch noch nützlich sind. In meinen Zeitmanagement-Tipps geht’s auch um Pläne, so als kleine Inspiration.

#30: Neu gestalten befreit ebenso wie ausmisten. Außerdem wird es manchmal einfach Zeit für eine Veränderung. Es müssen nicht gleich ein neuer Anstrich oder teure Möbel sein, kleine Details wie dieses Mini-Sukkulenten-Terrarium reichen schon. 

Ich hoffe, es waren ein paar Me-Time-Ideen für euch dabei. Hinterlasst mir gerne eure Me-Time-Momente in den Kommentaren. Aber vor allen Dingen: Genießt eure Auszeit vom Alltag!

*Bei diesen Artikeln handelt es sich um persönliche Empfehlungen, die ich mit einem Affiliate Link versehen habe. Wenn ihr über diesen Link den Artikel kauft, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Euch kostet das keinen Cent extra. 

Sport für Mütter – Das 7-Minuten-Workout für zu Hause

Wie kann ich am besten nach der Schwangerschaft wieder fit werden? Dass ich mir diese Frage gestellt habe, ist zwar schon ein Weilchen her. Aber die Sportroutine von damals, praktizier ich auch heute noch. Oder besser gesagt, wieder. Denn seitdem ich arbeite, ist für ein ausgiebiges Trainingsprogramm selten Zeit. Deshalb ist dieses Workout für zu Hause perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber trotzdem gerne trainieren wollen.

Eine mutterfreundliche Sportroutine

Sport mache ich für’s Wohlbefinden, denn es tut einfach gut sich fit zu fühlen und seinen Körper hin und wieder ein wenig zu fordern. Außerdem mag ich es viel lieber, wenn sich an mir alles etwas straffer anfühlt. Aber welcher Frau erzähl ich das…? Ehrlicherweise trainier ich auch, um nicht auf Süßigkeiten verzichten zu müssen. Die esse ich einfach zu gerne.

Allerdings sind die positiven Effekte immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Klar, von nix kommt nix. Dass dieser aber gar nicht so groß sein muss, wie ich lange Zeit dachte, ist, gerade jetzt für mich als Working Mom mit einem relativ straffen Zeitplan, perfekt.

Denn ausgiebige Trainingseinheiten, womöglich verbunden mit langen Anfahrtswegen, inklusive vorherigem Tasche-Packen etc. sind so gar nicht mein Ding. Ein Glück, dass ich damals, circa ein halbes Jahr nach der Schwangerschaft, die perfekte Trainingseinheit für mich gefunden habe. Neben wöchentlichen Yogasessions und (derzeit unregelmäßigen) Laufeinheiten, gehe ich das Workout für zu Hause seit ein paar Tagen wieder regelmäßig an. 

 Workout für zu Hause

Das 7-Minuten-Workout

Entwickelt haben es die beiden Sportwissenschaftler Brett Klika und Chris Jordan. Und ja, es dauert wirklich nur sieben Minuten, je nachdem wie lange ihr zwischen den einzelnen Übungen pausiert, etwas mehr. Ich bin damals durch Zufall auf dieses Training gestoßen und dachte mir: „Warum sollte ich es nicht mal ausprobieren?“ Gedacht, getan.

Jeden Morgen nach dem Aufstehen hab ich mir meinen Sohn geschnappt, der vom Laufstall aus zuschauen konnte und habe losgelegt. Heute sitzt der Nachwuchs nicht mehr im Laufstall und schaut zu, sondern macht bereits mit. Oder versucht es zumindest.

Workout für zu Hause
Kind macht mit

Das Tolle an diesem Workout ist, dass es nicht viel braucht außer einer Matte, einer Wand, einem Couchtisch und/oder einem Stuhl. Außerdem sind sieben Minuten für ein Workout zeitlich so gut wie immer drin. Und ich würde nicht so davon schwärmen, wenn ich nicht bereits tolle Erfolge erzielt hätte.

Schon jetzt merke ich nach knapp zwei Wochen täglichen Trainings, einige Verbesserungen: 

  • Meine Ausdauer hat sich gesteigert,
  • ich habe mehr Kraft, denn die Übungen, die es am Anfang echt in sich hatten, fallen mir schon viel leichter,
  • auch mein Körpergefühl hat sich bereits verbessert und hier und da meine ich, dass es sich sogar schon straffer anfühlt.

Wenn das nicht genug Gründe sind weiterzumachen. Ich bin gerade jedenfalls sehr motiviert.

So funktioniert das Workout für zu Hause

Alle Übungen dauern 30 Sekunden und werden einmal durchgeführt. Zwischen den Übungen mache ich immer zehn Sekunden Pause. Insgesamt 12 Übungen gilt es zu absolvieren. Und das sind sie:

Übung 1: Hampelmann
Übung 2: Wandsitz
Übung 3: Liegestütz
Übung 4: Crunches
Übung 5: Step-ups auf den Stuhl
Übung 6: Kniebeugen
Übung 7: Triceps-Dips
Übung 8: Unterarmstütz
Übung 9: Knie hochziehen
Übung 10: Ausfallschritte
Übung 11: Liegestütz mit Rotation
Übung 12: Seitlicher Unterarmstütz links/rechts

Video gefällig?

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https://youtu.be/ECxYJcnvyMw

Ich selbst mache das 7-Minuten-Workout für zu Hause nach einer App, da gibt es einige zu finden, die sich im Prinzip aber alle ähneln. Hier gibt es außerdem eine schöne Grafik, wem das reicht. Wer will, kann die Übungsfolge natürlich auch zwei oder dreimal wiederholen. Dann ist es zwar kein 7-Minuten-Training mehr, dafür noch effektiver. Wichtig ist, laut den Entwicklern übrigens, diese Folge unbedingt so einzuhalten. Kurz und intensiv soll sie sein, deshalb dürft ihr ruhig powern.

Blutigen Anfängern und älteren Menschen raten die Erfinder allerdings von diesem Training ab. Also schaut selber, ob es etwas für euch ist. Ich fahr da mit meiner sportlichen Vorerfahrung ganz gut.

Natürlich mag ich es auch, mich und wieder noch etwas mehr auszupowern, aber für das tägliche gute Gewissen ist das einfach perfekt. Ich bin jedenfalls total glücklich darüber dieses Training nach der Schwangerschaft entdeckt und jetzt für mich wiederentdeckt zu haben.

Klingt das nach einer Trainingsidee für euch oder habt ihr schon eine feste Sportroutine?

Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 1

Zeitmanagement ist gerade für Mütter eine ganz besondere Herausforderung. Viel stärker als je zuvor müssen wir unseren Tagesablauf an die Bedürfnisse unseres Kindes anpassen. Wir sind eindeutig fremdbestimmter als früher, was schon eine große Umstellung ist. Aber gerade für mich als selbstständige Working Mom ist die richtige Zeiteinteilung aktuell immer wichtiger geworden. Denn nur so gelingt es mir möglichst effektiv arbeiten zu können und den Rest des Tages Zeit für meine Familie zu haben. Das macht es viel leichter, den Tag möglichst stressfrei genießen zu können. Und das ist es doch was Zeitmanagement vermeiden soll: Stress.

Besseres Zeitmanagement – weniger Stress

Gestresst sein ist einfach kein schöner Zustand, war es für mich noch nie und wird es auch nicht sein. Manche Menschen brauchen das vielleicht – sagen sie zumindest – ich gehöre definitiv nicht dazu. Seitdem ich Mutter bin, brauche ich Stress noch viel weniger als vorher, denn ich habe das Gefühl, dass sich dieser mit Kind sogar verdoppelt. Bin ich gestresst, spürt mein Kind das und ist entsprechend unentspannt, was mich dann zusätzlich stresst. Ein Teufelskreis. Aber es gibt Abhilfe, denn mittlerweile habe ich einige gute Techniken für mich entwickelt, wie ein Zeitmanagement aussehen kann, damit der Tag um ein vielfaches entspannter abläuft und ich mein Tagespensum an Aufgaben geschafft bekomme.

Da ich auf die Tipps sehr ausführlich eingehe, wird es nächste Woche einen zweiten Teil zum Thema geben. Bevor ich jetzt aber noch mehr Zeit mit langen Einleitungen vertrödel, geht es rein ins Thema und in die konkreten Tipps.

Zeitmanagement für Mütter 1

Tipp Nr. 1: Arbeiten nach dem Stundenplan

Wenn ihr jetzt an die Schule denkt, ist dieser Gedanke tatsächlich der richtige. Genauso wie ihr es früher von der Schule kennt, habe ich mir einen Stundenplan für meine Arbeitszeit zu Hause erstellt, denn da arbeite ich. Im Home Office. Und wie sich sicherlich der ein oder andere vorstellen kann, gibt es zuhause jede Menge Ablenkungsmöglichkeiten. Was natürlich alles andere als effektiv ist und nun mal auch kein Geld einbringt. Der Boden kann noch so schön glänzen, bezahlt werde ich für’s Putzen während der Arbeitszeit nicht. Dazu sollte ich meine Zeit schon am Schreibtisch verbringen.

Der Haushalt gehört definitiv in die Freizeit. Schließlich würde ich in einem anderen Job ja auch nicht mal eben nach Hause fahren, um die Wäsche zu machen. Genau so verhält es sich übrigens auch mit anderen Ablenkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Smartphone mit seinen verlockenden Apps wie Facebook, Instagram oder Twitter gehört in die freie Zeit. In meinem Fall ist das nicht immer ganz leicht, da ich auch mit diesen Medien arbeite. Aber genau an dem Punkt setzt der Stundenplan an.

Ich habe mir den kompletten Tag in „Unterrichtsstunden“ eingeteilt und aufgeschrieben in welchen Zeitfenstern ich was mache. Im Stundenplan ist ganz klar notiert, wann ich E-Mails checke, meine Social-Media-Kanäle anschaue, Mittagspause mache und natürlich produktiv arbeite. Die Tage ähneln sich zwar sehr, doch trotzdem ist es hilfreich, sich das wirklich für jeden Tag aufzuschreiben, denn auch feste Freizeitaktivitäten habe ich darin notiert.

Meinen Stundenplan habe ich übrigens als Freebie bei www.miomodo.de runtergeladen. Ich mag das Design gerne schlicht, da ich selber viel mit Farben arbeite. Sollte dieser Plan euch nicht zusagen, findet ihr, dank Google, noch ganz viele Weitere im Netz.

Zeitmanagement für Mütter 2
Mein Stundenplan

Tipp Nr. 2: Ein fester Ort zum Arbeiten

Lange Zeit hatte ich kein richtiges Arbeitszimmer, was der Tatsache geschuldet war, dass es noch renoviert werden musste. Das hatte bei unserem Einzug keine Priorität. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gearbeitet. Jetzt arbeite ich allerdings und bin mehr als froh darüber, das auch in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitszimmer tun zu können.

Zuvor habe ich mir immer einen Platz an unserem Esstisch gesucht, um dort zu arbeiten, aber das war wirklich kein Dauerzustand. Zumal es dort nicht nur mehr Ablenkungsmöglichkeiten gibt, sondern auch einfach keine gescheite Organisation meiner Unterlagen, Arbeitsutensilien etc. zustande kam.

Außerdem finde ich so eine räumliche Trennung nicht nur aufgrund der Praktikabilität sinnvoll und wichtig, sondern auch für den Kopf. Ich arbeite im Arbeitszimmer einfach viel effektiver und konzentrierter. Hier gibt es auch sonst nicht viel zu sehen, außer vielleicht ein paar Vögel, die sich hin und wieder auf den Bäumen vor meinem Fenster niederlassen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mein Sohn weiß und akzeptiert, dass ich arbeiten muss, sobald ich mich im Arbeitszimmer befinde, was durchaus vorkommen kann, wenn er zu Hause ist.

Wer nicht die Möglichkeit hat ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten, dem kann ich zumindest empfehlen sich einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung zu suchen und für diesen Zweck immer wieder entsprechend herzurichten. Denn, wie schon erwähnt, ist der Kopf erst mal mit der Arbeitsumgebung vertraut, wird sich die Motivation bald dazu gesellen.

Zeitmanagement für Mütter 1
Arbeiten im Arbeitszimmer

Tipp Nr. 3: Ein einziges To do

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von To-do-Listen, worüber ich hier bereits berichtet habe, aber mit der Rückkehr ins Berufsleben ist so eine Liste ab einem gewissen Punkt unvermeidbar geworden. Dennoch mag ich diese ellenlangen Listen nach wie vor nicht, von denen man die meisten Punkte doch immer weiterschiebt und sie gefühlt nie verschwinden. Stattdessen habe ich vor einiger Zeit einen Tipp aufgeschnappt, der sich in der Umsetzung für mich einfach als absolut hilfreich und genial erwiesen hat.

Ich nehme mir am Tag EINE SACHE vor. Das ist die eine Sache, die so wichtig ist, dass sie an diesem Tag unbedingt erledigt werden muss und keinen Aufschub duldet. Dieses To do erledige ich dann als allererstes und hab somit das Wichtigste, Schlimmste, Unangenehmste oder Umfangreichste für diesen Tag schon mal abgehakt.

Das mag im ersten Moment zwar nicht sonderlich produktiv klingen, aber das täuscht. Denn gerade diese nicht so schönen Aufgaben schiebt man ja gerne mal ewig vor sich her. Wenn du so eine Aufgabe aber jeden Tag als erstes erledigst, sind alle anderen Aufgaben, die noch folgen, nur noch Kleinigkeiten und die unangenehmen Aufgaben minimieren sich automatisch im Laufe der Woche. Die Pflicht ist also erledigt, alles andere ist dann bereits die Kür.

Das war Teil 1 zum Thema Zeitmanagement, den zweiten Teil gibt es dann in der kommenden Woche. Bis dahin dürft ihr gerne kommentieren: Waren brauchbare Tipps für euch dabei? Welche Ratschläge für ein besseres Zeitmanagement habt ihr noch auf Lager?

Nimm dir Zeit zum Auskurieren

Es klingt verrückt, aber diesen Satz musste ich mir in den vergangenen Tagen wirklich mehrfach sagen. Denn Zeit zum auskurieren hab ich als Mutter ja nun mal gar nicht, oder? Es kommt darauf an. Darauf, ob ich in zwei Wochen wieder krank sein will. Darauf, ob ich es jetzt wirklich für so notwendig halte die Wohnung aufzuräumen. Darauf, ob ich mich jetzt nicht einfach mal noch zwei Tage mehr schone, um dann wirklich wieder mit der nötigen Kraft weiterzumachen.

Von der Grippewelle überrollt ging es mir und uns in den vergangenen Tagen wirklich so schlecht wie schon lange nicht mehr. Das war nicht mal ein kleiner Schnupfen, den man lästigerweise mit sich rumschleppt, sondern wirklich ein totaler Knockout. Im letzten Artikel hatte ich bereits erwähnt, dass es nicht die erste Krankheit, aber dafür die heftigste in diesem Winter war. Trotzdem gilt das, was ich jetzt hier schreibe wirklich für alle Krankheiten, denn den Fehler hab ich schon vorher begangen, mich nicht an’s auskurieren zu halten.

Auskurieren

Schon dich lange genug und länger

So banal und eigentlich logisch es klingt, es scheint einfach nicht selbstverständlich zu sein. Denn oft ist es so, dass ich mich wirklich erst schone, sobald echt gar nichts mehr geht. Dabei ist das bereits ein deutliches Alarmsignal des Körpers; er resigniert und weiß sich einfach nicht mehr anders zu helfen als mich zur Ruhe zu zwingen.

Die ganzen Erkältungen, die ich in den vergangenen Monaten so mit mir rumgeschleppt habe, habe ich, im Nachhinein betrachtet, mehr verschleppt als wirklich auskuriert. Natürlich nicht nur aus purer Unvernunft, sondern auch der Tatsache geschuldet, dass ich mich um Haushalt und Kind zu kümmern habe. Aber das ist nur die eine Seite, und dass das getan werden muss, steht außer Frage. Die andere Seite ist allerdings, dass ich gerne etwas für mich tun wollte. Und wer den Haushalt schmeißen kann, der kann auch Laufen gehen. Aber genau da liegt der Fehler. Denn kritisch betrachtet heißt das doch: „Wer sich sowieso schon anstrengen muss, der kann sich auch gleich doppelt anstrengen.“

Ja, ich wollte vermeintlich etwas für mich, meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun, aber im Nachhinein weiß ich, dass ich jedes Mal, wenn ich laufen gegangen bin, obwohl ich noch nicht hundertprozentig wieder fit war, ich genau das Gegenteil erreicht habe. Ich mochte das Gefühl nicht, untätig zu sein, meine Leistung zu verlieren, um dann in ein paar Wochen wieder komplett bei Null anfangen zu müssen. Ich wollte mich nicht fett und schwabbelig fühlen, weil ich befürchtete wochenlang keinen Sport machen zu können. Stattdessen habe ich gegoogelt, nach Ratschlägen zum Thema. Und öfter als einmal gelesen, dass Sport bei Erkältung nicht zwingend schadet, sogar im Gegenteil ganz gut tun kann. Bullshit!

Practice what you preach

Ich selbst habe vor einiger Zeit mal gesagt, dass wir uns Pausen gönnen sollten, wenn es uns nicht gut geht. Warum aber fällt es einem immer so schwer sich auch wirklich selbst dran zu halten? Denn ich wollte mir nicht genug Pausen gönnen, weil ich der Meinung war, dass das schon genug gewesen sein mussten.

Nur weil ich den Haushalt schmeißen muss und der Nachwuchs nach Beschäftigung verlangt, heißt es doch nicht, dass ich in meiner Freizeit direkt wieder in die Laufschuhe steigen muss. Wer aufräumt kann auch Sport machen. Ganz großer Unsinn. Stattdessen ist es doch gerade dann wichtig, sich in anderen Lebensbereichen noch mehr Pausen zu gönnen.

Und wenn ich eins nach diesem Winter sagen kann, gut getan hat es mir nicht, auf diese Pausen verzichtet zu haben. Denn jedes Training hat mich gesundheitlich doch wieder ein Stück zurück geworfen. Auch wenn es sich im ersten Moment anders, ja sogar ganz gut angefühlt hat. Aber der erste Impuls ist nicht immer der richtige. Im Nachhinein hätte ich lieber öfter mal den Ball flach gehalten, mir mehr Zeit genommen zu regenerieren und einfach mal verzichtet. Ja, davon wird man nicht schlanker, muskulöser oder fitter, vom Training, das einen gesundheitlich wieder nach hinten wirft, aber auch nicht. Und nur, um das klar zustellen, ich rede hier von vielleicht drei Malen, die ich zwischen zwei Erkältungen laufen war. Selbst diese drei Male, waren drei zuviel.

Auskurieren 2
Ganz viele Kuscheleinheiten

Auskurieren heißt das Zauberwort

Es ist übrigens egal, ob es Sport, Freunde treffen oder die Arbeit ist, das dich und deinen Körper nach oder während einer Krankheit anstrengt. Bevor es dir nicht wieder wirklich gut geht, lass es sein. Ich hab für mich inzwischen entschieden, dass ich bis zum Frühling und den ersten angenehmen Plusgraden erst mal keine Laufschuhe mehr anziehen werde und es auch sonst sportlich langsam angehen lassen werde. Es fühlt sich zwar nicht besonders toll an und die Bikini-Figur 2018 ist auch nicht sonderlich erfreut darüber, aber viel wichtiger ist doch, wie es mir körperlich dabei geht.

Auskurieren ist das Stichwort. Ein Wort, das viel zu oft einfach dahin gesagt wird, aber selten wirklich beherzigt wird. Eine Lektion, die ich nach diesem Winter auf jeden Fall gelernt habe. Auskurieren bedeutet ja nicht nichts machen, sondern viel mehr das Richtige machen. So hatte ich wenigstens mal wieder Zeit ein gutes Buch zu lesen. Das hat sehr zu meiner Erholung beigetragen. Statt schweißtreibenden Sports, reicht es ja schon eine sanfte Yogaeinheit einzubauen oder warm eingepackt einen Spaziergang durch Wiesen und Felder zu machen. Es muss nicht alles leistungsgetrieben sein. Achtsam auf das hören, was der Körper und der Geist gerade brauchen, das ist doch die wahre Kunst und bis es wärmer wird, ist das eben einen Gang runter zuschalten. Im Frühjahr werde ich hoffentlich wieder genug Gelegenheit haben, um Vollgas zu geben, bis dahin nehme ich mir die Zeit gesund zu werden. Nehmt ihr sie euch auch?