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Zero Waste Monatshygiene – Nachhaltige Tage

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Zero Waste Monatshygiene 2

Anzeige | Wann war damals die Sache mit dem Sexualkundeunterricht noch mal? 5. Klasse? 6. Klasse? Verschämtes Gekicher, dumme Sprüche und eine realitätsferne Theorie sind alles, woran ich mich noch erinnere. Dass der weibliche Zyklus da groß besprochen worden wäre, kann ich mir nicht vorstellen oder habe es einfach wieder vergessen. Aber dass das Wissen darüber für uns Frauen immens wichtig ist, weiß ich schon. Und spätestens mit dem Absetzen der Pille vor einigen Jahren, weiß ich auch, dass wir ohne diese Hormone eine durchaus turbulentere Beziehung mit unserem Zyklus führen. Dennoch habe ich ihm nicht zuletzt dieses wundervolle Mama-Ding zu verdanken. Und weil wir – ich meine den Zyklus und mich – uns mittlerweile zu nehmen wissen, möchte ich ihm auch den nötigen Respekt zollen und unsere gemeinsame Zeit so angenehm wie möglich gestalten. Dazu habe ich mir einige Dinge angeschafft, die nicht nur meinem Körper gut tun, sondern auch der Umwelt. Willkommen Zero Waste Monatshygiene!

Zyklus für die Tonne?

Dass die Kosmetikindustrie Artikel wie Tampons, Binden und Slipeinlagen in verschiedenen Formen und Größen erfunden hat, ist an sich ja eine gute Sache. Dass diese Dinge aber in der Mülltonne landen weniger. Für mich aus zwei Gründen:

  1. Müll zu vermeiden, ist immer eine gute Idee. Egal in welchem Bereich. Auch bei der Hygiene. Was aber noch viel wichtiger ist, ist:
  2. Vollgesogene Tampons und Binden nach deren Benutzung in den Müll zu werfen, erweckt doch irgendwie einen unreinen Eindruck. Als wäre die Menstruation etwas Dreckiges. Und das ist sie garantiert nicht. Sie ist ein natürlich Vorgang, der Leben schenken kann und dementsprechend gewürdigt werden sollte. Die Menstruation ist nicht irgendein Abfallprodukt. Das ist ja, als würde ich nach jedem Zähneputzen meine Zahnbürste wegwerfen, nur weil sie in meinem Mund war. Nein, ich spül sie sorgfältig ab, stell sie für die nächste Benutzung zur Seite und verwende sie wieder. 

Genauso lässt es sich übrigens auch mit der Zero-Waste-Monatshygiene machen. Und die habe ich entsprechend meines Zyklus angepasst.

Denn so ein weiblicher Zyklus ist wesentlich mehr, als einmal im Monat seine Tage zu bekommen. Er besteht sozusagen aus zwei Hälften, der Aufbauzeit der Gebärmutter und der Abbauzeit. Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und circa zwei Wochen später findet dann der Eisprung statt, der die zweite Zyklushälfte einleitet. 

Was genau wann, wie und warum passiert kannst du wunderbar in dem Buch Ebbe und Blut: Alles über die Gezeiten des weiblichen Zyklus nachlesen. Darin wird der weibliche Zyklus großartig beschrieben. Im Schnitt dauert so ein Zyklus übrigens 28 Tage. Genauso lange, wie der Mond braucht, um einmal die Erde zu umkreisen. Zufall?

Der Mond und der Zyklus

Für alle, die es etwas spiritueller mögen, kann man den Zyklus noch weiter unterteilen, nämlich in vier Phasen.

Lange Zeit war es so, dass sich der Zyklus der Frau nach dem Mond richtete. Durch das viele künstliche Licht in unserem Alltag hat sich das aber inzwischen verändert. Dennoch ist der zu- und abnehmende Mond eine schöne Veranschaulichung für das, was während des Zyklus im Körper einer Frau passiert. Und in der Zeit passiert ganz schön viel, sowohl emotional als auch energetisch.

Neumond 

Die Zeit der Menstruation. In der Zeit fehlt dir oft Energie und du bist müde. Außerdem ist das ein guter Zeitpunkt zu entschleunigen, den Blick nach innen zu richten und alles etwas ruhiger und langsamer angehen zu lassen.

Zunehmender Mond (Halbmond)

Die Menstruation liegt hinter dir, jetzt schöpfst du wieder neue Kraft und bist energiegeladen. Emotional wirst du stabiler, bist aktiver und wieder gern unter Leuten.

Vollmond

Jetzt hast du deinen Eisprung. Die fruchtbare Phase zeigt sich auch in anderen Lebensbereichen. Du bist voller Energie. 

Abnehmender Mond (Halbmond)

Du wirst wieder ruhiger, deine Energie sinkt. Möglicherweise macht sich das prämenstruelle Syndrom bei dir bemerkbar. Deshalb ziehst du dich gerne zurück und lässt altes Los. 

Nachhaltige Menstruation

Wie funktioniert die Zero Waste Monatshygiene?

Zunächst einmal mit dem Bewusstsein für seinen eigenen Zyklus. Dabei ist der Mond ein gutes Bild. Und je besser ich meinen Zyklus kenne, umso besser kann ich mich auf ihn einstellen. Schließlich ist die Menstruation ja auch nur ein kleiner Teil dessen. Während der rund 28 Tage brauch ich also nicht nur meine Menstruationstasse, sondern auch noch ein paar andere Hilfsmittel. Zum Beispiel eine waschbare Binde als Back-up für die im Schnitt vier bis sieben Tage der Periode. Währenddessen verlieren Frauen übrigens bis zu einer halben Kaffeetasse Blut. Gar nicht mal so viel, oder?

Weiter geht’s im Zyklus dann relativ entspannt. Aber schon wenige Tage nach der Periode reift eine neue Eizelle heran und der Zervixschleim wird produziert. Der verändert übrigens seine Beschaffenheit während des Zyklus: In den fruchtbaren Tagen ist er flüssig und klar und ich den unfruchtbaren Tagen undurchlässig, weiß und zäh. Beides sorgt für Ausfluss. In der Zeit leisten waschbare Slipeinlage treue Dienste.

Sparen dank nachhaltiger Alternativen

Sowohl Menstruationstasse als auch die waschbaren Binden und Slipeinlagen sind in der Anschaffung etwas teurer, wenn man allerdings bedenkt, dass man davon auch jahrelang etwas hat, ist das ein Witz im Vergleich zu den Kosten für wegwerfbare Tampons, Slipeinlagen und Co. Im Schnitt geben Frauen im Laufe ihres Lebens übrigens rund 15.000 bis 20.000 Euro nur für ihre Periode aus. Was ich mir da schon alles hätte Sparen können!

Neben der Menstruationstasse, die ich inzwischen seit rund drei Jahren nutze, bin ich vor Kurzem also auf die waschbaren Slipeinlagen und Binden von „von Ocker und Rot“ umgestiegen. Frei von Chemikalien, nachhaltig produziert und somit eindeutig ökologischer als ihre wegwerfbaren Kollegen aus Drogerie oder Supermarkt. Und ein weiterer Vorteil: Sie sind immer vorrätig und ich muss nicht hektisch ins nächste Geschäft rennen, wenn sich meine Tage ankündigen. Außerdem machen sie optisch richtig was her, denn sie sehen einfach hübsch aus.

Zum Thema Zero-Waste-Monatshygiene gehört natürlich auch die körperliche Reinigung. Wasser, Waschlappen und vielleicht noch eine milde Seife tun da gute Dienste. 

Mit den richtigen Utensilien kann so ein Zyklus inklusive Monatshygiene eine tolle und bunte Erfahrung sein. Und das sollte er auch, schließlich gehört er zu uns Frauen wie der Mond zur Sonne. 

Gewinnspiel auf Instagram

Ich bin froh, dass es diese Möglichkeiten der nachhaltigen Monatshygiene gibt und dann auch noch so hübsch liebevoll von Hand gefertigt. Von Ocker und Rot war so lieb, mir zwei Slipeinlagensets zur Verlosung zur Verfügung zu stellen. Das Gewinnspiel findest du auf Instagram unter dem Post zum Thema. 

Viel Glück!

Zero Waste Menstruation

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