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5 Tipps für lange Autofahrten mit Kleinkind

Anzeige | Wenn ich eins als Kind wirklich nicht sehr entspannt fand, dann waren das ellenlange Fahrten in den Urlaub. Mochte es vor Ort auch noch so schön sein, den Weg dorthin hätte man sich echt schenken können. So oder so ähnlich empfindet es wahrscheinlich der Nachwuchs heute, wenn es für uns als Familie auf große Fahrt geht. Erst vor zwei Wochen waren wir mit dem Auto unterwegs zum Campen. Drei Stunden Fahrt hieß es zu bewältigen. Das ist im Vergleich zu unserem persönlichen Rekord von knapp neun Stunden ein echter Klacks. Trotzdem ist auch bei relativ kurzen Fahrten, gute Planung alles. Deshalb bekommst du in dem Artikel meine 5 besten Tipps für lange Autofahrten mit Kleinkind.

Gut vorbereitet für die Autofahrt mit Kleinkind

Vorbereitung ist alles, damit eine lange Autofahrt so angenehmen wie möglich über die Bühne geht. Denn wenn irgendwas fehlt, wird es gleich zu Beginn der Reise schon stressig. Bei uns hat sich bewährt, dass wir, je länger die Fahrt voraussichtlich dauern wird, umso früher losfahren. Auch wenn das für uns Eltern bedeutet mitten in der Nacht aufzustehen. Aber so kann der Nachwuchs zumindest im Auto noch weiterschlafen.

1. Bequem reisen

Schlafen heißt: Bequem sollte es sein. Klar, im Kindersitz sind die Möglichkeiten begrenzt, aber ein Nackenhörnchen oder eine Kuscheldecke und das Kuscheltier können immer mit. Gegen grelle Sonnenstrahlen hilft eine Sonnenblende für’s Fenster. Schließlich ist es nicht gerade angenehm, ständig die Augen zu kneifen zu müssen, wenn das Kind gerade mal nicht schläft.

2. Pausen am richtigen Ort

Ohne Pausen geht bei langen Autofahrten gar nichts. Spätestens dann, wenn der Erste auf Toilette muss, ist ohnehin anhalten angesagt. Aber ich mag Pausen auch so ganz gerne, um mal in Ruhe was zu essen und sich ein bisschen zu bewegen. Yogaübungen lassen sich auch auf dem Parkplatz ganz gut umsetzen, während der Mann das vollkommen unbeeindruckt ignoriert, kann ich immerhin den Nachwuchs animieren, mit mir den Baum oder den Krieger zu machen.

Je nach Länge der Strecke, versuchen wir an Raststätten mit Spielplätzen anzuhalten. Da darf die Pause dann auch gerne mal etwas ausgiebiger ausfallen. Am besten habt ihr da aber schon den größten Teil der Strecke hinter euch. Ab der Hälfte der Strecke macht so eine lange Pause auf dem Spielplatz Sinn. Zwar ist es auch nicht ganz einfach, den Nachwuchs im Anschluss davon zu überzeugen, dass wir noch weiterfahren müssen, aber zumindest hatte er so mal wieder ausreichend Bewegung.

3. Verpflegung mitnehmen

Eine Fahrt ohne Getränke, Essen und Snacks hab ich, glaube ich, noch nie erlebt, wenn es in den Urlaub ging. Je nach Dauer muss irgendwas immer mit. Allen voran die Getränke. Kaffee in der Thermoskanne für uns Eltern ist ein Muss und definitiv die nachhaltigere Alternative als der Coffee to go aus dem Pappbecher. In die Trinkflaschen kommen Wasser und Saftschorle. Geschmierte und belegte Brote eignen sich immer gut für längere Pausen.

Bei Snacks ist die Palette von Obst über Gemüsesticks bis hin zu Süßigkeiten breit gefächert. Die sind natürlich auch super für Zwischendurch. Allerdings darf der Nachwuchs während der Fahrt noch lange nicht alles essen. Denn wenn mir die Gefahr des Verschluckens zu groß ist, sind manche Snacks aus Sicherheitsgründen während der Fahrt tabu. 

4. Für Unterhaltung sorgen

Bücher, Hörbücher, interaktive Spiele, Spielzeug, Malsachen, etc. Alles Dinge, die unbedingt mit müssen und zumindest eine Zeit lang das Kind beschäftigen. DVD-Spieler oder Tablets habe ich bewusst rausgelassen, weil ich das für Kleinkinder persönlich noch zu früh finde. Ja, wir schauen das zu Hause hin und wieder, aber im Auto herrscht diesbezüglich noch medienfreie Zone. Denn einmal angefangen, fürchte ich, dass es nicht mehr ohne geht. Aber lass mich gerne wissen, falls ich mich da irre.

Stattdessen lass ich mir lieber mal ein paar außergewöhnliche Beschäftigungen einfallen. So hatte ich dem Nachwuchs für eine unserer letzten Reisen ein neues Buch besorgt und es in altem Zeitungspapier eingepackt. So hatte er vor dem eigentlich „Lesen“ noch etwas zu tun. Das Auspacken hat ihn beschäftigt und für einen extra Überraschungseffekt gesorgt.

5. Wenn nichts mehr geht

Wenn dem Nachwuchs die Fahrt trotz aller Unterhaltungsmöglichkeiten zu langweilig wird, dann heißt es für mich: Ab auf die Rückbank und Gesellschaft leisten. Da kommen dann auch die eigenen Kindheitserinnerungen wieder hoch, wenn man so da sitzt und mit dem Nachwuchs gemeinsam „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielt oder Autos einer bestimmten Farbe zählt. Eigentlich doch ganz schön und auch für einen selbst mal wieder eine nette Abwechslung.

Autofahrten mit Kleinkind-Rucksack
Alles dabei

Immer mit dabei: Der Rucksack

Was bei uns seit Neuestem nicht fehlen darf, ist der Kinderrucksack. Egal, ob es zum Sport, in den Park, zu Oma und Opa oder eben in den Urlaub geht. Der Rucksack muss mit. Ich finde es ziemlich praktisch, dass der Nachwuchs die Möglichkeit hat, sein Spielzeug, Essen und Trinken selbst einzupacken. So muss ich nicht mit einer Extra-Tasche voller Spielzeug, Trinkflasche und Snacks rumrennen. Auf der Autofahrt hat er ihn direkt neben sich stehen und kann sich so selbst bedienen.

Vor Ort ist er dann bei allen Aktivitäten mit dabei und wird entsprechend bestückt. Dabei sollte der Rucksack natürlich nicht zu voll gepackt sein und gut sitzen. Deshalb muss ich auch gestehen, dass ich manchmal heimlich ein bisschen „Übergepäck“ wieder auspacke. Das bleibt zwar nicht immer unbemerkt, aber ist alle mal besser als zu schwere Last auf dem Kinderrücken, oder wenn’s blöd läuft, in meiner Hand. Schöne Rucksackmodelle für Kinder findest du übrigens bei Jako-O. Dort gibt es eine große Auswahl in vielen unterschiedlichen Formen und Farben und sogar personalisierbare Varianten.

So gut ausgestattet und vorbereitet können der Sommerurlaub und die nächste Autofahrt kommen. Klar gibt es wirklich Schöneres als die Fahrt. Schließlich sind lange Fahrten auch für mich in den vergangenen 36 Jahren nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen geworden.Aber wer an’s Ziel möchte, kommt nicht drumherum. Und sich den Weg dorthin so angenehm und kurzweilig wie möglich zu gestalten. Das ist mit der richtigen Vorbereitung absolut machbar.

Mich hat das immerhin noch nicht davon abgehalten, wieder in den Urlaub fahren zu wollen. Den Nachwuchs übrigens auch nicht. Egal wie viel bei der letzten Fahrt auf der Rückbank gequengelt wurde.

Was muss bei euch unbedingt mit, damit eine lange Autofahrt möglichst entspannt wird?

Autofahrten mit Kleinkind - angekommen
Angekommen!

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