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Minimalistisch Packen: Stressfrei in den Familienurlaub

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Laufrad statt Buggy, Unterhosen statt Windeln und Handtasche statt Wickeltasche. Mit seinen drei Jahren kann der Nachwuchs im Urlaub inzwischen auf einiges verzichten. Besonders schön ist das für uns Eltern, denn hauptsächlich sind das Dinge, die viel Platz wegnehmen. Und wer in Urlaub fährt oder fliegt, wird es zu schätzen wissen, weniger packen zu müssen. Wir sind vor etwas über einer Woche in den Urlaub gefahren, mit dem Auto an die holländische Nordsee. Auf den Buggy haben wir bereits zum zweiten Mal verzichtet, ohne Windeln war das unser erster Urlaub. Die Wickeltasche musste folglich auch nicht mit und es reichte eine normale Handtasche, die bei mir in diesem Urlaub ein „Turnbeutel“ war.  Unter diesen Voraussetzungen, ein trockenes Kind, relativ trockene Wetteraussichten und den Wunsch, so minimalistisch zu packen wie nur möglich, habe ich mich an die Packliste gemacht. Weiter unten findest Du sie als pdf zum Ausdrucken.

Warum minimalistisch packen?

Weil man einfach immer zu viel mitnimmt. Ich bislang zumindest, egal, ob es im Familienurlaub auf Rügen oder im vergangenen Urlaub mit unseren Freunden war. Ja, es ist schön, eine gewisse Auswahl an Kleidungsstücken, Schminkutensilien oder Spielzeug zu haben, aber gebraucht wird’s meistens nicht. Ich wage sogar zu behaupten, dass wir uns das Spielzeug des Nachwuchses komplett hätten sparen können. Denn wir waren so viel unterwegs, was im Urlaub ja nicht selten der Fall ist, dass er es gerade mal am Anreisetag bespielt wurde, höchstens nochmal kurz ein bis zwei Mal zwischendurch. Denn kaum waren die ersten Muscheln am Strand gesammelt und mitgenommen, wurde jegliches mitgebrachte Spielzeug uninteressant.

Minimalistisch packen – Ist das wirklich stressfreier?

Für mich war es das! Denn weniger einzupacken, bedeutet nicht nur weniger Gepäck schleppen zu müssen, sondern auch im Urlaub mehr Zeit, da ich nicht stundenlang überlegen muss, was ich anziehe, was der Nachwuchs anzieht oder wie ich mich schminke. Außerdem gibt es nach dem Urlaub weniger Dreckwäsche, die gewaschen werden will. Ein weiterer Vorteil. Ergänzend muss ich sagen, dass der Papa seine Sachen natürlich selbst gepackt hat. Deshalb ist er bei dieser Liste außen vor. Warum er fünf Paar Schuhe mithatte – ich habe mich auf ein Paar beschränkt – ist mir heute noch ein Rätsel. Getragen hat er sie jedenfalls nicht alle. Er sollte es vielleicht auch mal mit meiner Packliste versuchen.

So habe ich die Packliste erstellt

Wir waren eine Woche in Urlaub, so galt es für eine Woche zu packen. Wären wir zwei Wochen in den Urlaub gefahren, hätte ich aber genauso gepackt. Allerdings hätte ich mich vorab über Waschmöglichkeiten informiert und dann einmal im Urlaub die Wäsche gewaschen. Wer sich nicht ganz sicher ist, was er in einer Woche so an Kleidung und Utensilien braucht, kann sich da vor dem Urlaub ja einfach mal zu Hause beobachten. Das festzuhalten, dazu gibt es viele Möglichkeiten. Entweder schreibst Du alles, was Du in einer Woche so benutzt hast, oder Du lebst einfach mal eine Woche aus einem gepackten Koffer und schaust, was am Ende zu viel oder zu wenig drin war.
Vor dem Packen gilt es dann noch einen Blick in die Zukunft zu werfen, das heißt in erster Linie auf die Wettervorhersage für den Urlaubsort und – wie in meinem Fall – auf den eigenen Zykluskalender. Denn ohne die nötige Ausstattung dazustehen, nur weil man sie zu Hause nicht brauchte, wäre sehr unerfreulich. Also Gummistiefel und Menstruationstasse eingepackt und gut.
Welche Aktivitäten vor Ort planst Du zu unternehmen? Diese Frage ist ebenfalls sehr wichtig für die Packvorbereitung. So durften Schwimmsachen für das Spaßbad bei uns auf keinen Fall fehlen. Aber auch das Sandspielzeug für den Strand war essenziell.
Vorab ist es natürlich auch gut zu wissen, was man so in der Unterkunft vorfindet. Sind Bettwäsche und Handtücher vorhanden? Gibt es eine Spülmaschine? Brauche ich einen Föhn? Was kann ich besser vor Ort kaufen, wenn ich es brauche und was sollte ich von zu Hause mitnehmen?
Minimalistisch Packen Urlaub

Was kommt mit?

Im Endeffekt ist das natürlich für jeden unterschiedlich, deshalb gebe ich Dir hier nur ein paar Basics an die Hand, an denen Du Dich gut orientieren kannst. Hauptsächlich werde ich mich auf meine Kleidung und die Ausstattung für’s Kind beschränken. Denn ob Du Deine Yogamatte, so wie ich, drei Gesellschaftsspiele oder Deine Büroausstattung von Smartphone über Tablet bis hin zu Laptop mitnimmst, ist doch sehr individuell. Was aber auf keinen Fall fehlen sollte, gerade wenn Du es minimalistisch und auch nachhaltig im Urlaub halten willst, findest Du in dieser Liste:

Minimalistische Packliste

Für die Mama:

  • Zahnbürste und Zahnpasta,
  • Seife für Gesicht und Körper (benutzen der Nachwuchs und ich gemeinsam),
  • festes Shampoo (benutzen der Nachwuchs und ich ebenfalls gemeinsam),
  • Haarwachs (oder jedes andere Stylingprodukt),
  • (Creme-) Deo,
  • Gesichtscreme (je nach Reiseziel und Reisezeit Sonnencreme),
  • mein Lieblingsmake-up, da reicht mir mein Augenbrauenstift, ein Abdeckstift und ein Lippenstift, im Urlaub, gerade im Sommer, schminke ich mich sowieso kaum,
  • je nach Zyklus entsprechende Hygieneartikel,
  • Unterwäsche für sieben Tage,
  • Socken für sieben Tage,
  • Sonnenbrille,
  • Bikini oder Badeanzug, wer oft Schwimmen geht sollte dafür vielleicht eine zweifache Ausführung mitnehmen, beide nehmen ja auch kaum Platz weg,
  • Flip Flops als Haus- und Badeschuhe,
  • Schlafkleidung,
  • Outfits, die für sieben Tage untereinander kombinierbar sind. Ich bin tatsächlich mit insgesamt zehn Teilen plus einem Paar Schuhe, das sich zu allem tragen ließ und für Strandspaziergänge geeignet war, ausgekommen.
  • Dazu eine geeignete Jacke, nach Bedarf Mütze und Schal. Fertig!
Minimalistisch Packen Kosmetik
Minimalistischer Kulturbeutel

Für das Kind:

  • Zahnbürste und Zahnpasta,
  • Gesichtscreme (je nach Reiseziel und Reisezeit Sonnencreme),
  • Öl für wunde Popos und den Körper,
  • Unterwäsche für sieben Tage,
  • Socken für sieben Tage,
  • Matschanzug bzw. Matschhose und Regenjacke,
  • Gummistiefel,
  • Schuhe,
  • Schlafanzug,
  • Schwimmhilfen,
  • Badesachen,
  • Badeschuhe (die auch als Hausschuhe verwendet wurden)
  • Outfits für sieben Tage. Da beim Nachwuchs öfter mal was dreckig wird, bin ich da nicht mit zehn Teilen ausgekommen, sondern habe für jeden Tag ein Oberteil und eine Hose eingepackt. Nach Adam Riese waren das dann 14 Teile. Das hat auch gereicht, denn zum Strand haben wir grundsätzlich Matschsachen angezogen und bei längeren Aufenthalten zu Hause, ein Hausoutfit, wo es nicht so schlimm ist, wenn es beim Essen bekleckert wird.
  • Jacke,
  • und nach Bedarf Mütze und Schal.

Für alle:

  • Handwaschmittel, um schnell mal was auszuwaschen,
  • für jeden ein bis zwei Badetücher für das Schwimmbad oder den Strand,
  • Trinkflasche, um Müll zu sparen und immer etwas zu trinken dabei zu haben,
  • Snackbox, um immer etwas zu essen dabei zu haben und ebenfalls Müll zu sparen,
  • Mullwindeln / Tücher, als Wasch- und Wischlappenersatz,
  • Taschentücher,
  • kleine Reiseapotheke,
  • eine kleine Auswahl an Lebensmitteln für den Anreisetag oder ersten Morgen,
  • nach persönlicher Nutzung und Bedarf: Mediengeräte, Spiele, Bücher.

Minimalistische PacklisteHier kannst Du Dir die Liste zum minimalistischen Packen runterladen.

Das war so im Groben das, was wir für eine Woche Urlaub mitgenommen haben und diesmal hat es wirklich genau gepasst. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Es wäre zwar noch weniger möglich gewesen, aber irgendwie gehe ich dann doch gerne auf Nummer Sicher.

Verrätst Du mir, was bei Dir im Urlaub auf keinen Fall fehlen darf oder alternativ, was Du immer mitschleppst, aber eigentlich nie brauchst?

2 Gedanken zu „Minimalistisch Packen: Stressfrei in den Familienurlaub

  1. Hallo,
    ich habe gerade Deinen Artikel gelesen und kenne das Problem. Als zweifache Mutter überlege ich mir stets zweimal was ich mitnehme und was Zuhause gelassen wird. Im vergangenen Jahr, als wir in den Urlaub nach Südtirol gefahren sind, haben wir es mit unserem Gepäck definitiv übertrieben, denn vieles haben wir effektiv nicht gebraucht. Deshalb bin ich froh um Deinen Tipp bezüglich minimalistisch packen.

    Danke Dir!

    Gruß,
    Tamara

    1. Hallo Tamara,

      das freut mich sehr, dass ein paar hilfreiche Tipps für Dich dabei sind. Mir ging es bislang ähnlich wie Dir und um jedes Teil, dass ich im letzten Urlaub weniger mitnehmen konnte, war ich wahnsinnig froh. 🙂 Ich hoffe, Dir wird’s im nächsten Urlaub genau so gehen!

      Liebe Grüße
      Linda

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