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Homeoffice mit krankem Kind – Die 5 besten Tipps

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5 Tipps für Homeoffice mit krankem Kind

Hallo liebe Leser von diesesmamading.de!

Mein Name ist Claudia und ich schreibe für das neu erschienene FulltiME Magazin.
Das Magazin wendet sich an berufstätige Eltern und fokussiert sich auf Zeitmanagement & Selbstmanagement – und zu genau dem Thema habe ich heute für euch einen Artikel dabei.


Homeoffice mit krankem Kind – wenige Möglichkeiten effektiv nutzen

Wenn die Kinder abends krank aus dem Kindergarten / der Schule kommen und man als Elternpaar vor der Herausforderung steht, ein paar Tage im Homeoffice zu überbrücken, ist es wichtig, ein straffes Selbstmanagement an den Tag zu legen.

Heute möchte ich euch vorstellen, wie ihr diese Zeit effektiv könnt – und habe natürlich zu diesem Anlass auch einen Freebie mitgebracht, den ihr euch ausdrucken und für den Fall der Fälle als Cheat Sheet zur Seite legen könnt.


Homeoffice – arbeiten von zuhause

Gerade größere Unternehmen und Konzerne tendieren dazu, die Möglichkeiten aus dem eigenen Büro (Wohnzimmer 😉 ) zu arbeiten anzubieten und vertrauen dabei auf ihre Mitarbeiter.

Um dieses entgegengebrachte Vertrauen nicht zu enttäuschen, ist es wichtig als Eltern gewisse Vorbereitungen zu treffen, damit auch weiterhin die Möglichkeit besteht von diesem Vorteil Gebrauch zu machen, wenn das Kind krank ist. Denn wir wissen alle: es gibt Phasen (z. B. das erste Krippen- / Kindergartenjahr), in denen wir die 10 Tage p. P., die gesetzlich Versicherte als Kinderkranktage einreichen können, so schnell ausreizen, dass es vorne und hinten sonst nicht reichen würde.
Übrigens: in privaten Krankenkassen gibt es die Kinderkranktage nicht überall. Einige Krankenkassen bieten die Möglichkeit, dies über Pakete zuzubuchen, andere wiederum nicht.
Hier ist die Möglichkeit, aus dem Homeoffice mit krankem Kind zu arbeiten noch interessanter.


Wenn das Kind schon abends krank ins Bett geht

Dies ist die „einfachere“ Variante, in der man in Ruhe seinen Tag vorbereiten kann und bei dem realistisch betrachtet auch einige Arbeit geleistet werden kann.

Vorab sei gesagt – egal, in welcher Variante wir uns bewegen: wenn das Kind krank ist, kostet uns das Arbeiten von daheim unglaublich viel Kraft und Zeit. Erholung bieten diese Tage in keinem Fall.

Vorbereitung und ein straffes Selbstmanagement ist in diesem Fall das A und O. Berücksichtigt man allerdings einige Faktoren, sind selbst Tage wie diese gut zu schaffen und bieten die Möglichkeit, alle von außen und an sich selbst gestellten Forderungen zu erfüllen.


1 – Verabrede dich mit deinem Partner

Absprachen sind in dieser Zeit wichtig!
Können beide Partner Homeoffice machen und sich die Zeit aufteilen, ist es häufig einfacher – Terminkalender gehören gecheckt, Termine verschoben und Kollegen informiert, damit ein Elternteil zuhause bleiben kann.

Der arbeitende Elternteil sollte aber bereit sein, den zuhause gebliebenen Partner zu unterstützen – und die Möglichkeiten bieten, die ihm / ihr zur Verfügung stehen.

  • Früher ins Büro fahren und dafür auch früher wieder nach Hause kommen, damit der Partner arbeiten kann.
  • Später ins Büro fahren und Überstunden abbauen, um früher nach Hause zu kommen.
  • Sobald der arbeitende Partner nach Hause kommt, sollte er ohne Wenn und Aber die Betreuung übernehmen, damit für den Daheimgebliebenen noch eine realistische Möglichkeit besteht, mit den Kollegen in Kontakt zu kommen.
  • Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, einen Kinderarzttermin in der Mittagspause zu übernehmen und dem Partner etwas Arbeitszeit zu bieten.

2 – Wer früh anfängt, darf länger arbeiten!

Keiner hat je behauptet, dass es einfach wäre ein Working Parent zu sein. Ist es nicht – und wenn das Kind krank ist, noch weniger.
Nun heißt es Arbeit zu erledigen, wenn die Zeit dafür verfügbar ist.

  • Guten Morgen! Leider so früh wie möglich, um Zeit zu haben, bevor das kranke Menschlein Aufmerksamkeit fordert. Eine gute Möglichkeit Dinge abzuarbeiten, die man in Ruhe tun „muss“ und bei denen man sich tagsüber gestört fühlt.
  • Mittagspause! Das Kind schläft? Ein Film läuft? Die perfekte Zeit die Mails des Tages zu beantworten und einige kurze Anrufe zu erledigen.
  • Guten Abend! Der Partner ist da und nun kommt der harte Teil des Tages. Man hat schon viele Stunden hinter sich, aber häufig kommt man tagsüber nicht wirklich auf die geforderte Stundenzahl, Deadlines müssen eingehalten werden und und und.. Nun heißt es Augen zu und durch. Ran an den Laptop!


3 – Informiere alle erforderlichen Personen

Und damit meine ich in diesem Fall nicht nur den Vorgesetzten.
Wenn man tagsüber im Homeoffice schwer erreichbar ist, ist es wichtig, alle erforderlichen Parteien ins Boot zu holen.
Kommuniziere klar und deutlich, wann du zur Verfügung stehst und wann nicht. Eine einfache Mail reicht hier.

Liebe Kollegen, unser Kind ist heute krank und ich arbeite aus dem Homeoffice. Einige Dinge habe ich bereits heute früh erledigen können, andere Dinge werde ich in der Mittagspause schaffen, oder am späten Nachmittag.

Sobald ich länger erreichbar bin, werde ich dich in Kenntnis setzen. Bitte sieh mir nach, dass ich außerhalb dieser Zeiten vielleicht nicht ans Telefon gehen kann.

Alle Dinge, die ohne deine Mitarbeit von mir erledigt werden können, bearbeite ich nach 18 Uhr.

Danke für dein Verständnis.

So oder ähnlich könnte eine Mail an die Kollegen aussehen.

Keiner der Kollegen, der über die besondere Situation informiert ist, ist böse, wenn er dich dann nicht erreicht. Weiß dein Gegenüber allerdings nicht Bescheid, kommt schnell der Gedanke auf „der Kollege / die Kollegin arbeitet im Homeoffice ja gar nicht“.
Kommuniziere hier mit den Kollegen auch klar, dass du dich meldest, wenn du länger am Laptop sitzen kannst / telefonisch erreichbar bist.
Ja, das ist mit etwas Aufwand verbunden, aber zeugt von deinem Willen zu arbeiten und stärkt das Vertrauen deines Chefs / deiner Kollegen in dich.

  • Mache, wenn notwendig, so schnell wie möglich einen Termin beim Kinderarzt aus. Wenn du weißt, wann du diesen am Tag einplanen musst, hilft es dir ernorm den kommenden Tag zu strukturieren.
  • Informiere deinen Vorgesetzten, sobald du weißt, dass du von zu Hause arbeiten musst, weil dein Kind krank ist. Schaffe klare Rahmenbedingungen, in denen du sagst: „Ich werde morgens von 6 Uhr bis das Kind aufwacht (ca. 8 Uhr) arbeiten. Ich melde mich selbstverständlich an und ab und versuche abzusehen, wann ich darüber hinaus online bin.“
  • Informiere deine Kollegen, die direkt von deinem Ausfall betroffen sind. Möglicherweise übernimmt deine Vertretung für den Tag deine Telefonate? Auch diese kleinen Dinge helfen.
  • Sage deine Termine ab / verschiebe deine Termine. Niemand sollte unnötigerweise im Office auf dich warten.
  • Schreibe einen Abwesenheitsagenten. Informiere hier klar und deutlich, dass du heute arbeitest, aber nur eingeschränkt erreichbar bist. „… am besten sendest du mir dein Anliegen per Mail und ich kontaktiere dich, sobald es mir möglich ist.“ wäre eine Möglichkeit.


4 – Erledige alles Wichtige im Haushalt am Abend vorher & Mindset

Unausgeräumte Spülmaschinen, Wäscheberge, kein Essen im Haus … All das und mehr hindert uns daran, einen produktiven Homeoffice Tag mit krankem Kind zu haben.

Deswegen ist es wichtig gewisse Dinge zu erledigen und andere Dinge zu ignorieren.
Hier kommt ein wichtiger Punkt zu tragen: dein Mindset.
Von einem penibel aufgeräumten Haus, laufenden Waschmaschinen, pädagogisch wertvoll betreuten Kindern und adrett gekleideten Menschen sollte man in diesen Tagen absehen. Manchmal gibt es Wichtigeres – und so darf der ungebügelte Wäscheberg auch gerne einmal im Schrank parken (aus den Augen aus dem Sinn), das Kind freut sich eh am meisten über ein tolles Kindergericht (die ja in der Regel schnell zu machen sind) und wenn der zweite Disneyfilm am Tag vom kranken Nachwuchs gefordert wird. Who cares.

  • Sorge dafür, dass Essen im Haus ist. Wenn Zeit ist: koche vor. Diese Zeit kannst du am nächsten Tag sinnvoller einsetzen.
  • Räume die wichtigsten Dinge auf – Spülmaschine durchlaufen lassen und ausräumen, soweit aufräumen, dass man sich wohl fühlt etc.
  • Richte eine kleine Kuschelecke für den kleinen Patienten her. Wer sich wohl fühlt, lässt einen eher mal ein bisschen arbeiten.
  • Richte deine Office-Ecke her. Sie
    sollte etwas abgeschieden sein, sodass du die Ruhe hast, zu arbeiten. Dein Arbeitsplatz sollte aufgeräumt und „clean“ sein, damit du gut arbeiten kannst.


Resümee

Homeoffice mit einem kranken Kind ist kein Zuckerschlecken.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist hier sicherlich, dass ältere Kinder einfacher zu betreuen sind, als jüngere und verschnupfte Kinder einfacher als Kinder mit „schlimmeren“ Erkrankungen.

Wie in so vielen Situationen mit Kindern heißt es hier aber ganz klar: Augen zu und durch. Nach dem Regen kommt die Sonne – und wer gerade erkältet war, wird hoffentlich nicht sofort wieder krank. Will heißen: wenn ihr diese aufreibende Zeit hinter euch habt, wird sicher eine Phase kommen, in der ihr Luft holen und wieder Kraft tanken könnt.

Ihr habt es euch verdient!


Vielen Dank!

Abschließend möchte ich mich recht herzlich bei Linda für die Möglichkeit bedanken, diesen Artikel bei ihr veröffentlichen zu können. Danke!
Ich hoffe auch euch, ihren Lesern, hat es Freude bereitet und einen Mehrwert geboten.
Solltet ihr mehr Interesse an den Themen Zeit- & Selbstmanagement von berufstätigen Eltern haben: schaut gerne auf dem FulltiME Magazin vorbei, oder folgt uns auf einem unserer Socialmedia-Kanäle (Instagram / Facebook / Community / Pinterest / Twitter)!

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