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Stressfrei durch den Supermarkt – Entspannt einkaufen mit Kind

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Im Moment erleben wir hier gerade einen sehr entspannten Alltag. Eine Tatsache, die ich sehr zu schätzen weiß. Natürlich können und werden wahrscheinlich auch wieder andere Zeiten kommen. Aber gerade genieße ich das, was ist. Übrigens eine tolle Gelegenheit sich mal vor Augen zu führen, was und warum es eigentlich gerade so gut läuft. Denn meistens fragen wir uns ja, warum etwas gerade nicht funktioniert. Ja, aus Fehlern lernt man, aber eben auch aus den guten Dingen. Eine Sache, die gerade übrigens besonders gut funktioniert, ist das Einkaufen mit Kind.

Das ist schon seit längerer Zeit unglaublich entspannt bei uns und macht mir mittlerweile genauso viel Spaß wie dem Nachwuchs. Deshalb habe ich mal darüber nachgedacht, wie wir denn an diesen Punkt gelangt sind und trage in diesem Artikel meine Erfahrungen und Tipps für euch zusammen.

Entspannt einkaufen mit Kind

Einkaufen mit Kind – muss das sein?

Was muss schon sein? Natürlich muss es manchmal nicht sein und manchen Müttern wäre es vielleicht sogar lieber, wenn es nie sein müsste. Allerdings gibt es oft genug im Alltag die Momente, um die man einfach nicht drum herum kommt. Natürlich gehe ich noch oft genug alleine einkaufen, aber nicht weil ich das Einkaufen mit dem Nachwuchs vermeiden will, sondern schlicht und ergreifend, weil es sich gerade so ergibt.

Genauso plane ich das Einkaufen manchmal aber auch bewusst in unseren Tagesablauf mit ein. Das ist nämlich eine tolle Schlechtwetter-Beschäftigung, wenn rausgehen mal keine Option ist. Außerdem schlage ich so zwei Fliegen mit einer Klappe, ich muss mich nicht stressen die Einkäufe zu erledigen, bevor ich den Nachwuchs aus dem Kindergarten hole und es ist nicht nötigt, dass ich mir ein großes Unterhaltungsprogramm für den Nachmittag überlege.

Vom stressigen Einkauf zum entspannten Einkauf

Zugegeben, am Anfang war das Einkaufen mit dem Nachwuchs nicht das größte Vergnügen. Die erste Zeit, als er sich noch damit zufrieden gegeben hat, im Einkaufswagen zu sitzen, war noch okay. Er wollte lediglich ein paar Sachen in den Wagen legen schmeißen, die ich einkaufen wollte. Irgendwann fing er dann aber an selbst in den Regalen zu fischen. Wir mussten deshalb auch schon aufgerissene Packungen mitnehmen, die eigentlich nicht auf meiner Einkaufsliste standen.

Dennoch war das im Vergleich zu dem, was danach kam eigentlich noch ganz entspannt. Anstrengender wurde es, als der Nachwuchs dann irgendwann ständig aus dem Einkaufswagen aussteigen und selber durch’s Geschäft laufen wollte. Ab da wurde das Einkaufen für mich eher zur Nebensache. Statt einzukaufen, durfte ich jetzt hinterherräumen und „Schadensbegrenzung“ betreiben.

Denn sonst wäre wirklich alles im Wagen gelandet. Auch das Kassieren war eine ganz schöne Nervenprobe. Der Nachwuchs hielt nämlich nicht so viel davon sich an der Kasse anzustellen, stattdessen hat er sich lieber nochmal auf Erkundungstour durch den Laden begeben oder, noch schlimmer, schon mal den Weg Richtung Ausgang gesucht.

Zum Glück hatte ich immer sehr verständnisvolle Mitmenschen um mich herum, die es akzeptiert haben, dass ich nochmal kurz mein Kind „einfangen“ muss, bevor ich bezahlen kann. Manchmal glaube ich, sie waren einfach nur froh, dass sie gerade nicht in meiner Haut steckten oder das zumindest schon hinter sich hatten.


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Klingt noch nicht sehr entspannt

Stimmt, aber ich glaube, dass genau das uns die jetzige entspannte Situation beschert hat. Denn: Ich habe nicht irgendwann aufgehört mit dem Nachwuchs einkaufen zu gehen, sondern weitergemacht und immer wieder erklärt, was geht und was nicht. Sprich: Ich habe am Anfang den Stress akzeptiert, um auf Dauer entspannter einkaufen zu können. Natürlich habe ich dabei auch aus anfänglichen Fehlern gelernt. Wie es letzten Endes so geworden ist, wie es jetzt ist, habe ich wahrscheinlich nicht nur dem anfänglichen Stress, sondern auch den folgenden fünf Tipps zu verdanken.

Stressfrei einkaufen mit Kind
Wir üben schon länger

5 Tipps zum Einkaufen mit Kind

  1. Genug Zeit einplanen
    Ich behaupte mal, das ist am Anfang das A und O. Denn unter Zeitdruck einzukaufen ist mit Kind einfach keine gute Idee. Je mehr Zeit wir uns genommen haben, desto besser konnte der Nachwuchs alles erkunden. Was dann bei den folgenden Einkäufen dazu führte, dass nicht mehr alles ganz genau begutachtet werden musste. Dazu empfiehlt sich übrigens:
  2. Immer das gleiche Geschäft aufsuchen
    Das schafft eine gewisse Sicherheit und gibt dem ganzen Einkauf einen gewohnten Rahmen. So weiß das Kind, wo sich was befindet und welche Abläufe folgen.
  3. Kinder-Einkaufswagen schieben lassen
    Einer der besten Dinge überhaupt sind beim Einkaufen die Kinder-Einkaufswagen. Damit fühlt sich der Nachwuchs wie ein großer. Schließlich ist Nachahmen ja die Spezialität der Kleinen.
    Was ich übrigens in Zusammenhang mit dem Kinder-Einkaufswagen empfehlen kann, ist, selbst besser keinen Einkaufswagen zu nehmen, so hat man beide Hände frei und kann im „Notfall“ rechtzeitig eingreifen. Wenn möglich also besser ein Körbchen nehmen oder anfangs erst mal nur kleine Einkäufe erledigen.
  4. Aufgaben an’s Kind übertragen
    Ich habe dem Nachwuchs irgendwann Aufgaben übertragen. Denn natürlich wollte er auch Sachen in seinen Wagen packen. Damit da aber nicht alles drin landet, was uns so gerade über den Weg  kommt, hab ich gesagt, was als nächstes auf dem Einkaufszettel steht. Kaffee, Marmelade, Milch…. Das hat er mittlerweile schon ziemlich gut raus. 
  5. Ein Teil aussuchen lassen
    Ich weiß noch wie wir Ewigkeiten vor der Backwaren-Selbstbedienungstheke verbracht haben, weil der Nachwuchs sich unbedingt ein Brötchen mit der Zange da rausholen wollte. Ich hab es ihm erlaubt, weil ich einfach wusste, welchen Spaß er daran hat. Mittlerweile ist das nur noch bedingt interessant, dafür rücken andere Dinge stärker in den Fokus, vor allen Dingen bunte. Deshalb erlaube ich ihm immer noch sich ein Teil auszusuchen. Und damit fahren wir auch ganz gut. Gequengelt hat er zumindest schon lange nicht mehr.


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Im Nachhinein bin ich also sehr froh, dass ich mich nicht von den stressigen Situationen habe abbringen lassen, weiter mit Kind einkaufen zu gehen. Ich schätze es hat so zwischen fünf bis zehn Einkäufe dieser Art gebraucht, bis es zur Einkaufs-Routine bei uns wurde. Klar muss ich immer noch aufpassen, dass dem Nachwuchs nichts runterfällt, nicht mehr im Wagen landet als wir wirklich brauchen und er nicht anfängt zwischen den Gängen wilde Rennen zu fahren. Aber das ist alles kein Vergleich zu den Anfängen. Durch die Übung sind wir da, wo wir jetzt sind. Deshalb macht uns das Einkaufen (meistens) auch ziemlich großen Spaß.

Und jetzt erzählt doch mal: Wie funktioniert bei euch das Einkaufen mit Kind? Stressfrei oder totale Katastrophe? Oder vermeidet ihr es sogar ganz?

2 Gedanken zu „Stressfrei durch den Supermarkt – Entspannt einkaufen mit Kind

  1. „Ich schätze es hat so zwischen fünf bis zehn Einkäufe dieser Art gebraucht, bis es zur Einkaufs-Routine bei uns wurde.“

    Fünf bis zehn? :-O
    Wir haben ungefähr 30 Einkäufe hinter uns – im selben Geschäft – und es ist keine Routine in Sicht. Jedes Mal ist es etwas Neues „interessant“.
    Ich habe mir angewöhnt, nur mit Kleinkind einkaufen zu gehen, wenn wir zur Not auch ohne Waren auskommen würden; falls wir das Gebäude fluchtartig verlassen müssen 😉

    1. Interessant sind bei uns auch noch viele Sachen, aber sie landen nicht mehr einfach so im Wagen (oder woanders 😉 ). Tatsächlich war ich selbst überrascht wie schnell sich das bei uns eingespielt hat. Ich glaube am meisten hat das Aufgaben geben geholfen.
      Ich drück euch die Daumen, dass es bei euch auch noch entspannter wird.

      Liebe Grüße
      Linda

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