Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 2

Diese Woche war mein Zeitmanagement mal wieder besonders gefragt, denn der Nachwuchs hat ungeplant einen Tag zu Hause verbracht, Verdacht auf Magen-Darm. Tatsächlich hat er einfach nur zu viel gegessen und sich deshalb im Kindergarten übergeben. Da aber zunächst nicht klar war, ob es vielleicht Magen-Darm ist, musste er vorsichtshalber einen Tag zu Hause bleiben. Das bringt mein persönliches Zeitmanagement natürlich ein wenig durcheinander. Aber nur halb so sehr, wie es das noch vor einiger Zeit getan hätte. Denn mittlerweile hab ich einige gute Techniken für mich entwickelt, die mit Kind (aber auch ohne) hervorragend funktionieren. Im ersten Teil hab ich euch bereits einige Tipps vorgestellt, heute geht’s weiter mit Teil 2.

persönliches Zeitmanagement

Mein persönliches Zeitmanagement

Tipp Nr. 4: Stell dir einen Wecker

Nein, nicht zum Aufstehen, sondern für deine Aufgaben, Pausenzeiten, Erinnerungen etc. Denn einen Wecker zu stellen und zu wissen, dass er klingelt, sobald es an der Zeit ist, hält dich davon ab ständig auf die Uhr zu schauen. Denn das lenkt nicht nur ab, sondern ist oft auch ganz schön unentspannt. Ich stelle mir meinen Wecker zum Beispiel dann, wenn meine Mittagspause beendet ist. So kann ich die Zeit viel besser genießen, weil ich sie nicht ständig im Blick haben muss. Außerdem erinnert mich mein Wecker an Aufgaben, die ich zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigen will oder muss, wie beispielsweise Telefonate. So vergesse ich nichts, wenn ich mal wieder in meine Arbeit vertieft bin.

Tipp Nr. 5: Ablenkungen vermeiden

Vor einiger Zeit hab ich dazu schon mal eine Podcast-Folge gemacht. Ich fasse den Inhalt hier aber nochmal zusammen.

Was lenkt im Alltag am meisten ab? Natürlich, das Handy. Deshalb ist es hilfreich in der produktiven Phase diesbezüglich einige Maßnahmen zu ergreifen. Ich weiß, es ist nicht leicht, das Handy zu ignorieren, aber trotzdem ungemein hilfreich. Was mich am meisten ablenkt, sind diese kleinen Töne, die mir sagen, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe oder jemand etwas kommentiert hat, meinen Status geliked hat etc. Aber nicht nur das, auch diese Nachrichten-Icons, die im Display erscheinen, verleiten mich gerne mal dazu nachzusehen, was es denn so Neues gibt. Um dem entgegenzuwirken hilft nur eins: Ausschalten! Nein, nicht das ganze Handy, nur die Benachrichtigungen.

Das heißt, ich schalte alle Push-Benachrichtigungen aus, egal, ob für E-Mail, Facebook oder Instagram. Außerdem hab ich WhatsApp auf stumm geschaltet, denn wenn etwas wirklich dringend ist, ruft derjenige sowieso an. Ein Grund, weshalb ich mein Handy auch nicht komplett aus oder auf lautlos schalte. Ich nutze es beruflich und da geht das nicht.

Tipp Nr. 6: Puffer, Pausen, „Nein“ sagen

Wie ich schon im ersten Teil geschrieben habe, soll mir mein persönliches Zeitmanagement besonders dabei helfen, Stress zu vermeiden. Dabei ist mir in letzter Zeit, gerade mit Kind, immer öfter aufgefallen, dass ich mir den ganz oft selbst gemacht habe. Denn lange Zeit habe ich geglaubt, dass mit Kind alles so ablaufen kann wie vorher. Naja, ganz so naiv, wie es klingt, war ich nicht. Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine. Irgendwie hofft man doch immer, dass die Kinder gut mitmachen und kooperieren und man alles zeitlich gut geschafft bekommt.

Da das aber eben nicht der Fall ist, habe ich mir eine ganze Menge an Pufferzeit eingebaut. So steht zum Beispiel in meinem Stundenplan auch ein extra Zeitfenster, um den Nachwuchs morgens in den Kindergarten zu bringen. Denn das bekommen wir nicht jeden Morgen gleich schnell geschafft.

Genauso wichtig wie Pufferzeit sind Pausen. Die nehme ich mir regelmäßig und plane sie auch ein. Denn ohne geht einfach gar nichts. Ich versuche mich da immer streng dran zu halten, auch wenn es Tage gibt, an denen mir das aufgrund des Arbeitspensums schwer fällt.

Außerdem ist es wichtig „Nein“ zu sagen. Manche Aufgaben schaffe ich nicht zu bearbeiten, manche Treffen passen gerade so gar nicht rein. Schade, aber manchmal ist es eben so. Zum Glück hatte bisher jeder Verständnis dafür.

persönliches Zeitmanagement
Kaffeepause

Für alles braucht es Selbstdisziplin

Klingt nicht nach Spaß, ist aber das A und O. Gerade beim selbstständigen Arbeiten, wie ich es tue, schaut einem niemand auf die Finger. Das muss ich schon selbst erledigen. Natürlich kann ich mir die Freiheit nehmen, mich nicht an meinen Stundenplan zu halten. Klar kann ich mich vom Smartphone ablenken lassen, aber mein Zeitmanagement verbessert das nicht. Deshalb ist ein gutes Maß an Selbstdisziplin in allen Lebenslagen sinnvoll. Denn erst wenn ich die aufbringe, weiß ich, dass ich am Ende wirklich produktiv war.

Trotzdem möchte ich nochmal drauf hinweisen – weil ich mich selbst immer wieder dran erinnern muss – dass das alles nur Tipps sind und nichts davon in Stein gemeißelt ist. Denn obwohl ich ein gutes persönliches Zeitmanagement habe, gibt es immer mal wieder Phasen, in denen es drunter und drüber geht und ich nicht annähernd einhalten kann, was ich mir vorgenommen habe. Aber zu wissen, dass es so ist, und dass es wieder vorbei geht, macht es mir leichter, solche Phasen hin und wieder zu akzeptieren.

 

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