Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 1

Zeitmanagement ist gerade für Mütter eine ganz besondere Herausforderung. Viel stärker als je zuvor müssen wir unseren Tagesablauf an die Bedürfnisse unseres Kindes anpassen. Wir sind eindeutig fremdbestimmter als früher, was schon eine große Umstellung ist. Aber gerade für mich als selbstständige Working Mom ist die richtige Zeiteinteilung aktuell immer wichtiger geworden. Denn nur so gelingt es mir möglichst effektiv arbeiten zu können und den Rest des Tages Zeit für meine Familie zu haben. Das macht es viel leichter, den Tag möglichst stressfrei genießen zu können. Und das ist es doch was Zeitmanagement vermeiden soll: Stress.

Besseres Zeitmanagement – weniger Stress

Gestresst sein ist einfach kein schöner Zustand, war es für mich noch nie und wird es auch nicht sein. Manche Menschen brauchen das vielleicht – sagen sie zumindest – ich gehöre definitiv nicht dazu. Seitdem ich Mutter bin, brauche ich Stress noch viel weniger als vorher, denn ich habe das Gefühl, dass sich dieser mit Kind sogar verdoppelt. Bin ich gestresst, spürt mein Kind das und ist entsprechend unentspannt, was mich dann zusätzlich stresst. Ein Teufelskreis. Aber es gibt Abhilfe, denn mittlerweile habe ich einige gute Techniken für mich entwickelt, wie ein Zeitmanagement aussehen kann, damit der Tag um ein vielfaches entspannter abläuft und ich mein Tagespensum an Aufgaben geschafft bekomme.

Da ich auf die Tipps sehr ausführlich eingehe, wird es nächste Woche einen zweiten Teil zum Thema geben. Bevor ich jetzt aber noch mehr Zeit mit langen Einleitungen vertrödel, geht es rein ins Thema und in die konkreten Tipps.

Zeitmanagement für Mütter 1

Tipp Nr. 1: Arbeiten nach dem Stundenplan

Wenn ihr jetzt an die Schule denkt, ist dieser Gedanke tatsächlich der richtige. Genauso wie ihr es früher von der Schule kennt, habe ich mir einen Stundenplan für meine Arbeitszeit zu Hause erstellt, denn da arbeite ich. Im Home Office. Und wie sich sicherlich der ein oder andere vorstellen kann, gibt es zuhause jede Menge Ablenkungsmöglichkeiten. Was natürlich alles andere als effektiv ist und nun mal auch kein Geld einbringt. Der Boden kann noch so schön glänzen, bezahlt werde ich für’s Putzen während der Arbeitszeit nicht. Dazu sollte ich meine Zeit schon am Schreibtisch verbringen.

Der Haushalt gehört definitiv in die Freizeit. Schließlich würde ich in einem anderen Job ja auch nicht mal eben nach Hause fahren, um die Wäsche zu machen. Genau so verhält es sich übrigens auch mit anderen Ablenkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Smartphone mit seinen verlockenden Apps wie Facebook, Instagram oder Twitter gehört in die freie Zeit. In meinem Fall ist das nicht immer ganz leicht, da ich auch mit diesen Medien arbeite. Aber genau an dem Punkt setzt der Stundenplan an.

Ich habe mir den kompletten Tag in „Unterrichtsstunden“ eingeteilt und aufgeschrieben in welchen Zeitfenstern ich was mache. Im Stundenplan ist ganz klar notiert, wann ich E-Mails checke, meine Social-Media-Kanäle anschaue, Mittagspause mache und natürlich produktiv arbeite. Die Tage ähneln sich zwar sehr, doch trotzdem ist es hilfreich, sich das wirklich für jeden Tag aufzuschreiben, denn auch feste Freizeitaktivitäten habe ich darin notiert.

Meinen Stundenplan habe ich übrigens als Freebie bei www.miomodo.de runtergeladen. Ich mag das Design gerne schlicht, da ich selber viel mit Farben arbeite. Sollte dieser Plan euch nicht zusagen, findet ihr, dank Google, noch ganz viele Weitere im Netz.

Zeitmanagement für Mütter 2
Mein Stundenplan

Tipp Nr. 2: Ein fester Ort zum Arbeiten

Lange Zeit hatte ich kein richtiges Arbeitszimmer, was der Tatsache geschuldet war, dass es noch renoviert werden musste. Das hatte bei unserem Einzug keine Priorität. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gearbeitet. Jetzt arbeite ich allerdings und bin mehr als froh darüber, das auch in einem eigens dafür eingerichteten Arbeitszimmer tun zu können.

Zuvor habe ich mir immer einen Platz an unserem Esstisch gesucht, um dort zu arbeiten, aber das war wirklich kein Dauerzustand. Zumal es dort nicht nur mehr Ablenkungsmöglichkeiten gibt, sondern auch einfach keine gescheite Organisation meiner Unterlagen, Arbeitsutensilien etc. zustande kam.

Außerdem finde ich so eine räumliche Trennung nicht nur aufgrund der Praktikabilität sinnvoll und wichtig, sondern auch für den Kopf. Ich arbeite im Arbeitszimmer einfach viel effektiver und konzentrierter. Hier gibt es auch sonst nicht viel zu sehen, außer vielleicht ein paar Vögel, die sich hin und wieder auf den Bäumen vor meinem Fenster niederlassen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mein Sohn weiß und akzeptiert, dass ich arbeiten muss, sobald ich mich im Arbeitszimmer befinde, was durchaus vorkommen kann, wenn er zu Hause ist.

Wer nicht die Möglichkeit hat ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten, dem kann ich zumindest empfehlen sich einen festen Arbeitsplatz in der Wohnung zu suchen und für diesen Zweck immer wieder entsprechend herzurichten. Denn, wie schon erwähnt, ist der Kopf erst mal mit der Arbeitsumgebung vertraut, wird sich die Motivation bald dazu gesellen.

Zeitmanagement für Mütter 1
Arbeiten im Arbeitszimmer

Tipp Nr. 3: Ein einziges To do

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von To-do-Listen, worüber ich hier bereits berichtet habe, aber mit der Rückkehr ins Berufsleben ist so eine Liste ab einem gewissen Punkt unvermeidbar geworden. Dennoch mag ich diese ellenlangen Listen nach wie vor nicht, von denen man die meisten Punkte doch immer weiterschiebt und sie gefühlt nie verschwinden. Stattdessen habe ich vor einiger Zeit einen Tipp aufgeschnappt, der sich in der Umsetzung für mich einfach als absolut hilfreich und genial erwiesen hat.

Ich nehme mir am Tag EINE SACHE vor. Das ist die eine Sache, die so wichtig ist, dass sie an diesem Tag unbedingt erledigt werden muss und keinen Aufschub duldet. Dieses To do erledige ich dann als allererstes und hab somit das Wichtigste, Schlimmste, Unangenehmste oder Umfangreichste für diesen Tag schon mal abgehakt.

Das mag im ersten Moment zwar nicht sonderlich produktiv klingen, aber das täuscht. Denn gerade diese nicht so schönen Aufgaben schiebt man ja gerne mal ewig vor sich her. Wenn du so eine Aufgabe aber jeden Tag als erstes erledigst, sind alle anderen Aufgaben, die noch folgen, nur noch Kleinigkeiten und die unangenehmen Aufgaben minimieren sich automatisch im Laufe der Woche. Die Pflicht ist also erledigt, alles andere ist dann bereits die Kür.

Das war Teil 1 zum Thema Zeitmanagement, den zweiten Teil gibt es dann in der kommenden Woche. Bis dahin dürft ihr gerne kommentieren: Waren brauchbare Tipps für euch dabei? Welche Ratschläge für ein besseres Zeitmanagement habt ihr noch auf Lager?

4 Antworten auf „Tipps für ein besseres Zeitmanagement für Mütter – Teil 1“

  1. Hallo Linda,

    ich finde den Ansatz, Arbeit und Haushalt zu trennen, sehr wichtig. „Mal eben“ die Küche aufzuräumen oder „mal eben“ kurz durchzusaugen raubt am Ende ganz schön viel Zeit. Es fällt mir mittlerweile etwas leichter, das Chaos warten zu lassen, aber ein kleines schlechtes Gewissen bleibt dennoch. Obwohl ich weiß, dass es Unsinn ist, denn wie Du sagtest: Man verlässt sonst auch nicht zwischendurch die Arbeit, um zu Hause aufzuräumen.

    Mich fasziniert allerdings, dass Du manchmal auch arbeiten kannst, wenn Dein Kind zu Hause ist. Das geht bei mir gar nicht – nichts ist für meinen Dreijährigen interessanter als ich am Computer… 😉

    1. Hey,

      ich verstehe dich gut, was das Chaos angeht. Das lass ich auch ungern warten, aber mittlerweile kann ich mich ganz gut dazu zwingen. 😉 Meistens mach ich dann den Haushalt nachmittags mit Kind.

      Ja, mein Kleiner findet es auch total spannend, wenn ich am Computer sitze, allerdings nicht, wenn ich das im Arbeitszimmer mache. Wahrscheinlich hat er das auch schon so für sich verknüpft. Er ist dann zwar meistens dabei, spielt aber für sich. Das ist wirklich faszinierend. Dennoch ist das wirklich eher die Ausnahme als die Regel. 🙂

      Liebe Grüße
      Linda

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