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Spielen ist Nachahmung – Über das Lieblingsspielzeug meines Kindes

Wenn ich mir aussuchen könnte, was das Lieblingsspielzeug meines Kindes sein soll, dann am besten ein geräuscharmes, nichts unordentlich machendes und keinen Schaden anrichtendes Spielzeug. Aber da so ziemlich kein Spielzeug diese Kriterien erfüllt und es hier nicht um MEIN Lieblingsspielzeug geht, tut das eigentlich nichts zur Sache.

Und tatsächlich erfüllt das Lieblingsspielzeug meines Sohnes alle drei Kriterien NICHT. Denn es macht Krach, liegt überall herum und könnte bestimmt auch Schaden an diversen Möbeln und Dekoartikeln anrichten. Aber weil ich weiß, dass der Nachwuchs dieses Spielzeug liebt, stört mich das alles überhaupt nicht. Meistens jedenfalls.

Spielen ist Nachahmung

Was ist es denn nun?

So, bevor die Spannung, was es denn nun ist, in’s schier Unermessliche steigt, lüfte ich mal lieber schnell das Geheimnis.

Spielen ist Nachahmung - Blogparade
Das aktuelle Lieblingsspielzeug

Auch wenn das Bosch Handwerker-Set erst seit kurzem im Besitz des Nachwuchses ist, so besteht die Handwerker-Obsession doch tatsächlich schon wesentlich länger. Vermutlich hat es damit zu tun, dass wir vor ein paar Monaten in unser Eigenheim gezogen sind.

Bevor wir das allerdings tun konnten, gab es einiges zu renovieren. Drei Monate lang wurde gehämmert, gesägt, gebohrt, geschraubt und gemalert. Zur Kontrolle, ob der Papa alles richtig macht, waren der Nachwuchs und ich natürlich regelmäßig vor Ort und haben, wenn wir schon nicht mithelfen konnten, zumindest interessiert zugesehen. Okay, der Nachwuchs hat interessiert zugesehen, ich hab währenddessen schon mal gedanklich die Einrichtungsmöglichkeiten durchgespielt.

Jedenfalls war da wohl die erste handwerkliche Obsession geweckt. Die ging sogar so weit, dass wir zeitweise mit dem Zollstock im Kinderwagen spazieren gefahren sind.

Spielen ist Nachahmung

Schon Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik sagte: „Aber das Kind lernt eben nicht durch Belehrung, sondern durch Nachahmung.“ Insbesondere trifft das auf die Bezugspersonen wie Vater, Mutter, Geschwister, Erzieherin und andere Kinder zu. Alles, was diese Bezugspersonen, insbesondere die Erwachsenen in Gegenwart des Kindes tun, regt zum nachahmen an. Mich fasziniert das jedes Mal unglaublich. Teilweise hat der Nachwuchs Dinge nur einmal gesehen und macht sie schon nach.

Das geschieht im Alltäglichen und im Spielen, denn Spielen ist Nachahmung. Meistens allerdings nicht originalgetreu. Manches darf mein Sohn zwar mit Originalteilen nachahmen – zum „Kuchen backen“ leih ich ihm schon mal meinen Mixer – aber manches imitiert er auch mit Gegenständen wie Holz oder Steinen. Die lassen sich nämlich wunderbar zu allem möglichen umfunktionieren, von Backzutaten über Geld bis zum Handy. Manches sollte der Nachwuchs dann aber doch mit kindgerechten Varianten nachahmen, denn zur Benutzung eines echten Bohrers oder Hammers muss ich ja wohl nicht viel sagen.

Spielen ist Nachahmung - Lieblingsspielzeug
Handwerker gesucht?

Wie viel darf es denn sein?

Bei der Menge des Spielzeugs im Kinderzimmer verfahre ich grundsätzlich nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Zugegebenermaßen sieht es nicht unbedingt danach aus. Aber wenn ich vergleiche, was andere Kinder in meinem Umfeld und Bekanntenkreis so an Spielzeug besitzen, ist es bei uns wirklich verhältnismäßig wenig.

Tatsächlich ist das meiste davon als Geschenk zu uns gekommen, die wenigsten Sachen haben wir selber gekauft. Ich denke, ich brauche nicht zu erwähnen wie gerne Oma und Opa ihrem Enkel etwas mitbringen. Bevor aber noch mehr Kuscheltiere oder Autos bei uns landen, hab ich irgendwann mal ganz dezent anklingen lassen, dass der Nachwuchs ja eigentlich am liebsten sowieso nur mit Lego Duplo spielt.

Neben allen aktuellen Lieblingsspielzeugen ist das tatsächlich der All-Time-Favourite. Das Gute daran: Lego Duplo ist, möchte man meinen, unendlich erweiterbar. Deshalb landet es, neben altersgerechten Büchern oder aktuellen Vorlieben, wie dem Werkzeug, dauerhaft auf der Wunschliste.

Lieblingsspielzeug - Spielen ist Nachahmung
Neben den aktuellen Favoriten immer gern gesehen – Duplo

Aktuell wird hier eben gehämmert, was das Zeug hält. Denn zu reparieren gibt es immer was. Auch wenn ich diese „Baustellen“ meistens gar nicht sehe, der Nachwuchs weiß was zu tun ist. Und das zeigt doch ganz deutlich, was eigentlich das größte Lieblingsspielzeug unserer Kinder ist: ihre Fantasie!

Mit diesem kleinen Einblick in unsere heimische Spielzeugwelt nehme ich übrigens an meiner ersten Blogparade teil. Vielen Dank an Timo von Kindolino für die Einladung dazu! Darüber hab ich mich sehr gefreut! Weitere Infos zur Blogparade und wer noch so daran teilnimmt, könnt ihr hier nachlesen!

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