Mottotage – Unser Essensplan für die Woche

Die Idee ist so simpel und trotzdem hat es ein Weilchen gedauert bis ich darauf gekommen bin. Damit es bei euch nicht auch so lange dauert, hab ich mir gedacht, schreib ich doch mal auf, wie ich mir die Essensplanung für die Woche erleichtert habe. Denn Tag für Tag stand ich vor der Frage „Was koche ich heute?“ Nicht schon wieder Nudeln, die gab es doch gestern erst. Kartoffeln? Ach nee, die hatten wir ja vorgestern schon zum Fisch. Gar nicht so einfach. Es stand außer Frage: Ein Essensplan für die Woche musste her!

Mottotage - Essensplan

Bevor ich euch verrate wie ich es seit ein paar Wochen schaffe jeden Tag die Mahlzeiten abwechslungsreich und ausgewogen zu variieren, erzähl ich euch erst Mal wie es für mich nicht funktioniert hat. Denn:

Essensplan ist nicht gleich Essensplan

Anfangs dachte ich es reicht, wenn ich mich jeden Sonntag hinsetze, meine liebsten Rezeptbücher und -seiten im Internet durchstöber und dann den Plan für die Woche erstelle. Im Anschluss hab ich dann alles, was dafür noch zu einzukaufen ist, auf den Einkaufszettel gesetzt. Soweit so gut.

Irgendwie war es dann aber doch oft so, dass sich Gerichte und ihre Zutaten überschnitten haben. Jeden Tag Nudeln ist mit Ende der Studentenzeit eben auch nicht mehr das Wahre.

Meistens sind es aber natürlich die Lieblingsgerichte, die auf so einen Essensplan wandern und die ändern sich ja auch nicht von Woche zu Woche. So kann eben auch ganz schnell mal eine gewisse Eintönigkeit entstehen. Wie lässt sich die nun vermeiden?

So sieht unser Essensplan für die Woche aus

Ganz einfach indem ich jeden Tag in der Woche einem bestimmten Motto zugeordnet habe. Denn das spart enorm viel Zeit bei der Rezeptauswahl. Im Detail sieht das bei uns so aus:

  • Montag ist Nudel-Tag (Erklärt sich von selbst, oder?)
  • Dienstag ist Kartoffel-Tag (Dazu muss ich wohl auch nicht mehr sagen.)
  • Mittwoch ist Pizza-/Pfannkuchen-Tag (Pfannkuchen sind beim Nachwuchs der Hit.)
  • Donnerstag ist Suppen-Tag (Ein Eintopf darf’s auch sein.)
  • dann kommt der Fisch-Freitag (Klar, oder?)
  • Samstag ist „Fast Food“-Tag (Mal darf der Lieferdienst ran, mal gibt es eine selbst kreierte Burger- oder Döner-Variante.)
  • Sonntag ist der „Alles-ist-möglich“-Tag
Essensplan für die Woche
Auch Waffeln sind eine Option am „Alles-ist-möglich“-Sonntag

Natürlich muss ich mir weiterhin Gedanken über die Rezepte machen, aber mit einer festgelegten Grundzutat fällt es mir wesentlich leichter die Woche abwechslungsreich zu gestalten. Manchmal schaffe ich es sogar im Supermarkt spontan etwas einzukaufen ohne lange überlegen müssen, ob wir das nicht gerade erst in der Form oder ähnlich gegessen haben. Was brauchen wir noch für übermorgen? Ah, genau, da ist „Alles-ist-möglich“-Sonntag. Dann gibt’s… Ihr wisst, was ich meine.

Klar gibt es auch mal Tage an denen ich die Mahlzeit nicht genau nach Essensplan einhalte, beispielsweise, weil wir auf einem Geburtstag eingeladen sind, wo es sowieso etwas warmes zu essen gibt. Dann fällt ein Motto-Tag auch schon mal aus oder wird mit einem anderen getauscht. Da gönne ich mir und uns ein bisschen Flexibilität.

Grundsätzlich ist das Schöne an dieser Art von Plan, dass er zwar konkret, aber nicht zu festgefahren ist. Außerdem kann er je nach Wunsch und Schwerpunkt variiert werden. Ihr möchtet statt eines „Alles-ist-möglich“-Sonntag lieber einen Hausmanskost-Sonntag einführen? Kein Problem! Vielleicht darf’s auch mal ein Veggie-Tag in der Woche sein? Da bei uns sowieso oft vegetarische Gerichte und Varianten auf den Tisch kommen, hab ich diesen Tag nicht extra in meinen Plan aufgenommen.

Wie ich auf die Idee kam

Inspiriert zu dieser Art von Essensplan für die Woche hat mich unser Waldorf-Kindergarten. Seit ein paar Tagen ist der Nachwuchs dort jetzt in der Eingewöhnung. Schon beim Begrüßungs-Elternabend vor ein paar Wochen wurden uns Konzept und Tagesablauf des Kindergartens näher gebracht. Da zu einem Kindergarten-Tag natürlich auch das gemeinsame Essen gehört, hab ich von dem Essensplan erfahren. Dieses Schema hab ich jetzt eben auch für unseren Alltag zu Hause übernommen.

Dass sich die Speisen immer wiederholen, gibt das den Kindern eine gewisse Art von Sicherheit und Beständigkeit, so die Erklärung. Rhythmus und Routine werden dort ohnehin sehr groß geschrieben. Das hilft den Kleinen mit bestimmten Gerichten, bestimmte Wochentage zu verknüpfen. Beispielsweise kann sich mein Sohn so besser merken, dass es am Kartoffel-Tag nachmittags zum Kinderturnen geht. Leuchtet ein.

Viel anders geht es mir da auch nicht. Ich freu mich natürlich am meisten auf das Fischgericht, gar nicht mal, weil ich so ein großer Fischfan bin. Nein, vielmehr weil der Fischtag der Freitag ist.

Und Freitag heißt: das Wochenende steht vor der Tür!

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