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Was dieses Mamading für mich ist

Der erste Blogpost auf diesesmamading und die große Frage „Worüber soll ich als erstes schreiben?“ Die Antwort lag ziemlich schnell auf der Hand. Denn was liegt näher als euch zu erzählen, was dieses Mamading für mich bedeutet?

Mehr als ich mir in meinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können.

Du rechnest ja echt mit vielem, aber damit? Im Leben nicht!

Von allem etwas

Damit meine ich sowohl Positives als auch Negatives. Wobei negativ eigentlich das falsche Wort ist. Selbst die Dinge, die einem sinnlos erscheinen, haben am Ende etwas Gutes, wenn man nur lange genug überlegt. Schlafmangel zeigt einem immerhin mal zu welchen Leistungen der eigene Körper in der Lage ist.

„Toll“, mag sich der ein oder Andere denken, „darauf hätte ich gerne verzichten können.“ Stimmt! Aber am Ende weiß ich zumindest, dass ich immer für mein Kind da sein konnte, Tag und Nacht. Ist doch positiv, oder?

Die Trotzphase – am Rande des Wahnsinns

Trotzdem fällt es manchmal echt schwer das Gute zu sehen. An der Trotzphase zum Beispiel. Was bitteschön soll an einem kreischenden, eigensinnigen, sich auf den Boden werfenden Kind gut sein? Die Antwort: Nichts! Mit diesem Verhalten, wohl wissend, dass er es nicht absichtlich macht, bringt mich mein Sohn immer öfter an meine Grenzen, denn meine Geduld hat ebensolche.

Das Gute ist, ich werde mit der Zeit immer entspannter und gelassener. Denn anders ist das nicht zu überstehen. Gelassenheit wird bald noch zu meinem zweiten Vornamen.

Außerdem nehme ich viele Dinge nicht mehr so wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass mich meine Außenwelt nicht mehr interessiert. Ich reg mich nur einfach über vieles nicht mehr so schnell auf. Denn wenn ich genau drüber nachdenke, gibt es manchmal echt Wichtigeres, als sich darüber zu ärgern, mal wieder hinter einem Sonntagsfahrer herschleichen zu müssen oder darüber, dass sich jemand an der Kasse vorgedrängelt hat. Klar find ich’s blöd. Aber Energie dafür aufwenden, mich zu ärgern? Nö! Eine Sache, die mich irgendwie dieses Mamading gelehrt hat. Denn diese Energie kann ich woanders viel besser gebrauchen.

Bleib cool!

Wenn ich die Dinge nicht ändern kann, dann muss ich eben meine Einstellung den Dingen gegenüber ändern. Eine ausgekippte Schüssel Müsli verschwindet nicht, wenn ich mich darüber aufrege, aber ich kann mich dafür entscheiden dem Nachwuchs in Ruhe zu erklären,  dass Ausprobieren zwar schön ist, dass das aber jetzt bitte nicht jeden Tag sein muss.

Was ist dieses Mama Ding für mich?
Sesamstangen auf dem Boden – auch kein Problem!

So gesehen ist dieses Mamading irgendwie eine Art Prüfung, Philosophie, Lehrstunde und Lebensbereicherung in einem. Auch wenn’s mir manchmal, zugegebenermaßen, ordentlich auf den Zeiger geht, dieses ständige Hinterherwischen, Warten und gut Zureden.

Aber allein dadurch hab ich in den vergangenen 1 1/2 Jahren so viel über mich gelernt wie selten zuvor. Besonders, dass dieses Mamading in erster Linie die absolut coolste Sache der Welt ist. Denn, verdammt, ich hab einen kleinen Menschen in die Welt gesetzt und darf ihn beim Großwerden begleiten. Noch Fragen?

 

4 Gedanken zu „Was dieses Mamading für mich ist

  1. Du findest immer die richtigen Worte – genau so ist es. Die Trotzphase kommt zwar bei uns wahrscheinlich erst noch (juhu, ich freu mich drauf), aber gerade beim Thema Geduld und Gelassenheit hab ich mich seit der Geburt von meiner Maus ziemlich geändert. Oder ändern müssen.

  2. Willkommen unter den Mamabloggern!
    Du schreibst sehr sympathisch und ich freue mich darüber auch in Zukunft von dir zu hören / lesen!
    Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim Bloggen!
    Miriam

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