Immunsystem gesucht – dauerkrank im ersten Kindergartenjahr

Am liebsten würde ich diesen Artikel mit einer ordentlichen Schimpftirade beginnen, denn die wäre den Umständen entsprechend angemessen. Allein die letzte Nacht bietet schon Anlass genug. Anderthalb Stunden hab ich mich gestern in den Schlaf gehustet. Und auch während der Nacht hat mich dieser fiese Husten noch mehrmals heimgesucht. Meine Lunge schmerzt jetzt noch und überhaupt tut mir jede Faser meines Körpers weh. Ich bin dieses Dauerkranksein echt Leid.

Tu nicht so als hätte man dich nicht vorgewarnt

Okay, dass das erste Kindergartenjahr es in sich hat, wusste ich. Schließlich hab ich diesen Hinweis mehr als einmal bekommen. „Warte erst mal ab, bis der Kleine in den Kindergarten geht. Dagegen ist das jetzt noch gar nichts.“ Tolle Verheißungen und das schon Monate vorher. Trotzdem flackerte in mir ein Fünkchen Resthoffnung, dass das Kind das erste Kindergartenjahr unbeschadeter als prophezeit übersteht. Und damit lag ich gar nicht mal so falsch, denn dauerkrank im ersten Kindergartenjahr bin eigentlich nur ich.

Ich kann will schon gar nicht mehr zählen wie viele Infekte mich in den vergangenen Monaten heimgesucht haben. Davor, dass es einen selbst mindestens genauso dicke erwischt, hat einen natürlich niemand gewarnt. Dabei wäre das doch tatsächlich mal eine nützliche Info gewesen. Es heißt ja, dass zehn bis zwölf Infekte im Jahr bei Vorschulkindern normal sind. Dass ich aber gefühlt jetzt ebenfalls wieder in diese Kategorie falle, war mir neu.

Dauerkrank Kindergarten
Das Tablet – eine treue Unterstützung für kranke Mütter

Ich dauerkrank – ist das normal?

Das große Mysterium ist doch: Warum erwischt es mich öfter und schlimmer als den Nachwuchs? Immerhin geht er doch in den Kindergarten und nicht ich. Die Erklärung ist so einfach wie logisch: Der Nachwuchs bringt die Erreger aus dem Kindergarten mit nach Hause und das sind Erreger, die das Immunsystem eines Erwachsenen nicht mehr kennt. Die zu bekämpfen, muss das Immunsystem erst wieder lernen.

Wobei ich mir sicher bin, dass es noch nicht mal unbedingt mein Kind als Vermittler braucht. Wäre auch unfair, ihm die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn ich glaube, der tägliche Gang in den Kindergarten reicht bereits aus, um sich was einzufangen. Morgen für Morgen bringe ich den Nachwuchs in den Kindergarten und hole ihn genauso jeden Nachmittag wieder ab. Bei jedem Besuch fasse ich mindestens drei Türklinken an. Ich will gar nicht wissen, wie viele Krankheitserreger sich darauf tummeln. Okay, es ist auch möglich, dass ich mir die beim Einkaufswagen schieben im Supermarkt eingefangen habe. Aber eigentlich ist es auch egal, denn in jedem Fall ist es ziemlicher Mist.

Zu wenig Schlaf, zu viel Stress und zu kurze Erholungspausen begünstigen die Entstehung von Krankheiten besonders bei Eltern. Denn im Gegensatz zu unseren Kindern, können wir uns meistens nicht so ausgiebig erholen, wie wir es bräuchten. Ein Grund, weshalb die Kinder auch schneller wieder fit sind als wir. Sie erholen sich einfach besser. Aussichten, die meine Abwehrkräfte nicht gerade beflügeln. Ich fürchte, ich komme nicht drum herum, hinzunehmen, dass es jetzt so ist und vielleicht auch noch ein Weilchen so bleiben wird. Denn die Prognosen für das zweite Kindergartenjahr werden nicht besser. Wenigstens steh ich dann nicht wieder vollkommen überrascht da und wunder mich, warum ich öfter krank bin als mein Kind.

Green Smoothie oder einfach abwarten

So hilfreich diese Infekte für die Kinder sind, um ihre Abwehrkräfte zu stärken, so wenig Sinnvolles kann ich für mich bislang darin erkennen. Dabei war ich der Meinung, meine Abwehrkräfte seien bereits ganz gut gestärkt, immerhin achte ich auf gesunde Ernährung, viel frische Luft, ausreichend Bewegung, und das Händewaschen kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Aber bislang nützt es so gut wie nichts. Vielleicht sollte ich auf diese viel gepriesenen Green Smoothies setzen, schließlich werden sie einem in den Sozialen Medien ja ständig als das Wunderzeug verkauft, neben kunstvoll angerichteten Smoothiebowls und anderen super mega lecker und stylisch in Szene gesetzten Superfoods. Aber welche Mutter schafft es bitte das jeden Tag in der Früh für sich und ihr Immunsystem herzurichten? Ich jedenfalls bekomme das alle paar Jubeljahre mal hin, von abwehrkräftestärkender Regelmäßigkeit kann da keine Rede sein.

Also kann ich euch noch nicht mal den ultimativen Tipp geben, wie ihr das erste, zweite und wahrscheinlich auch dritte Kindergartenjahr, einigermaßen unbeschadet übersteht. Es besteht lediglich die Hoffnung, dass Eltern gegen die Kinder-Keime irgendwann abhärten. Und spätestens im Frühling ist das Gröbste sowieso erst mal für ein paar Monate überstanden. Ob mit oder ohne Green-Smoothie-Superfood-Wunderwaffe.

dauerkrank
Sieht leider nicht nach Frühling aus.

Warum mich die Mutterrolle manchmal nerven darf

Weil sie phasenweise unglaublich anstrengend sein kann, ganz einfach. Das hab ich in den vergangenen Tagen öfter gemerkt, wenn es darum geht Job, Privatleben, Haushalt und das liebevolle Mama Sein wie selbstverständlich unter einen Hut zu bekommen. Normalerweise funktioniert das ganz gut, aber irgendwann kommt der Punkt, da geht es einfach nicht mehr. Diesen Punkt hab ich inzwischen glücklicherweise wieder überwunden. Aber er wird immer wieder kommen. Auch wenn mir diese „Es ist alles nur eine Phase“-Phrase mittlerweile zu den Ohren raus kommt, sie trifft einfach immer wieder zu. Egal, ob beim Kind, bei der Mutterrolle oder in anderen Lebensbereichen.

Grenzen und Funktionieren

Ja, dieses Mutter Sein bringt mich öfter als mir lieb ist, öfter als ich es bisher gewohnt war, an meine Grenzen. Diese Grenzen sind in diesem Moment einfach nur ätzend. Denn es gibt Tage, an denen habe ich das Gefühl einfach nur noch zu funktionieren, die Mutterrolle vereinnahmt mich. Das beginnt schon mit dem Aufstehen, insbesondere dann, wenn mein Kind schon vor mir wach ist. Dann habe ich präsent zu sein und meine Befindlichkeiten müssen teilweise erst mal zurückstecken.

Genauso wenn ich krank bin, dann kann ich mir nicht frei nehmen und die Mutterrolle Mutterrolle sein lassen. Mich schön wie früher mit Wärmflasche und Tee ins Bett kuscheln und die Krankheit aussitzen ausliegen. Nein, ich werde trotzdem gefordert. Das war halt auch mal anders.

Ob ich mich darüber beschweren will? Auf gar keinen Fall, schließlich habe ich mir diese Rolle ausgesucht. Ob ich es trotzdem nervig finde? Auf jeden Fall! Und das ist auch mein gutes Recht.

Mutterrolle 1
Ich kann schon ganz viel allein… 

Ich, überfordert?

Die Mutter, die sich noch nie überfordert gefühlt hat, möge den ersten Stein werfen… oder so ähnlich. Jede Mutter ist irgendwann mal überfordert, aber nicht jede Mutter gibt es zu. Ich befinde mich glücklicherweise in einem Umfeld, in dem auch mal darüber geredet wird, wenn alles Mist ist. Das tut nicht nur der betroffenen Mutter gut, es mal rauszulassen, sondern auch der Mutter, die zuhört und sich an eine Situation erinnert, wo es bei ihr ähnlich war.

Wir Mütter haben nun mal auch nicht nur die eine Aufgabe eine gute Mutter zu sein. Wir sind nun mal auch die, die zuhause alles im Blick haben. Die wissen, dass der letzte saubere Body spätestens heute Abend in der Wäsche landen wird und bis dahin Nachschub benötigt wird. Wir wissen, dass sich Windeln, Klopapier oder der Wasservorrat dem Ende zuneigen. Wir wissen, dass morgen früh mindestens DER eine Becher oder Löffel oder was-auch-immer-gerade-beim-Kind-sehr-beliebt-ist gespült sein muss. Ja, wir sind auch die, die das meistens umsetzen und auch so tolle Freizeitbeschäftigungen haben wie Sonntagabend noch den Essensplan und die Einkaufsliste für die nächste Woche zusammenzustellen.

Oder hat schon mal jemand einen Mann gesehen, der sich am Sonntagabend hinsetzt, um Essensplan und Einkaufsliste zu schreiben? Also ich nicht. Sorry, dass ich das jetzt so sage, aber ihr Männer wisst auch, dass ihr dafür andere Aufgaben erfüllt, bei denen wir Frauen wahrscheinlich versagen würden.

Muss das denn sein?

Gut, jetzt mag jemand sagen, da zwingt dich ja keiner zu oder du wirst auch ohne Essensplan und Einkaufsliste nicht verhungern. Ja, mag sein. Aber ich habe eben auch ein Kind zu versorgen, dem ich einen möglichst ausgewogenen Speiseplan gestalten will. Außerdem will ich nicht nach jedem Supermarkt-Besuch Zuhause bemerken müssen, dass ich was vergessen hab.

Ja, natürlich könnte ich Aufgaben abgeben. Aber bei manchen ist es einfach nicht sinnvoll. Und ganz ehrlich, am Ende des Tages schaffen wir es doch alles, eben weil wir funktionieren.

Aber ist es wirklich nur in reines Funktionieren? Ist es nicht viel mehr ein Wachsen. So phasen- und schubweise wie unsere Kinder wachsen, so wachsen auch wir Mütter schubweise an unserer Rolle. Auch, wenn ich manchmal zugegebenermaßen ganz gerne etwas langsamer wachsen würde oder gar nicht.

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… aber ganz oft brauche ich dich auch noch!

In die Mutterrolle wachsen

Von meinem Kind erwarte ich ja auch nicht, dass es von heute auf morgen alles kann. Ich lasse es wachsen und genau das sollte ich auch mir zugestehen. In meinem Job kann ich 100 Prozent geben, weil ich weiß was von mir erwartet wird, da gibt es Briefings und Abgabefristen. In meiner Mutterrolle setze ich die Maßstäbe selbst. Allerdings auch gerne mal zu hoch und dann geht es wirklich nur noch darum zu funktionieren.

Aber ist es das, was ich von der Mutterrolle erwarte? Dass ich sie (neben allen anderen Rollen) perfekt ausfülle? Ich will keinen Oskar für die beste Mutterrolle gewinnen. Denn ich spiele diese Rolle nicht, ich lebe sie. Alles, was ich empfinde, von unendlicher Freude bis zur größten Erschöpfung, sind echt. Und eben auch die Tatsache, dass diese Rolle manchmal einfach nur nervt.

Neue Freiheiten – Zeit das Babybett zu öffnen?

Babybett öffnen

Schon wieder so ein Meilenstein. Nachdem der Nachwuchs jetzt auf das Töpfchen bzw. mit Aufsatz auf die Toilette geht, war wohl als nächstes das Babybett an der Reihe. Immerhin ist unser Kind ja schon lange kein Baby mehr, sondern ein waschechtes Kleinkind. Weshalb es auch Zeit wurde das Babybett zu öffnen und so in ein Kinderbett umzugestalten

Wir wollten, dass diese Neuerung etwas besonderes wird, deshalb haben wir uns dafür auch ein besonderes Ereignis ausgesucht. Es war das Weihnachtsgeschenk für unseren Sohn. Noch mehr Spielzeug braucht er nicht und davon schenkten die Verwandten ohnehin genug, also haben wir Eltern uns überlegt doch ein neues Schlaferlebnis zu schenken, inklusive erstem richtigen Bettzeug und Bettwäsche. Denn bis dato hatte der Nachwuchs noch Schlafsäcke getragen, die aber zusehends an Beliebtheit einbüßten und immer öfter verschmäht wurden.

War das Öffnen des Babybetts denn notwendig?

Es kommt drauf an, was man als notwendig bezeichnet. Manche Eltern sehen diesen Schritt als notwendig an, sobald das Kind anfängt über die Gitterstäbe zu klettern oder zumindest Anstalten macht, das bald tun zu wollen. Was ja auch ziemlich gefährlich werden kann. Das war bei uns aber nicht der Fall. So lange wollten wir trotzdem nicht warten, denn ich bin mir sicher, dass es bereits andere Zeichen gab, die darauf hindeuteten, dass es Zeit wird das Babybett zu öffnen.

Die Nächte bevor wir das Babybett öffnen wollten, gehörten zu den schlechteren bisher. Denn der Nachwuchs wollte ein paar Tage lang partout nicht in seinem Bett einschlafen und das, obwohl er müde war. Auch in unserem Bett wollte er nicht schlafen, sondern ausschließlich im Wohnzimmer auf der Couch. Da wir das aber auf Dauer ausschließen konnten, haben wir versucht ihm das Einschlafen in seinem Zimmer so angenehm wie möglich zu gestalten. Ihn auch einfach mal deutlich später ins Bett geschickt, damit er auch WIRKLICH müde ist und eine deutlich längere Einschlafbegleitung gemacht als sonst. Das war in dem Moment zwar anstrengend, rückblickend betrachtet aber okay. Trotzdem glaube ich, dass die Einschlafprobleme etwas mit dem „eingesperrt Sein“ zu tun hatten.

Aber wie wird es sein, wenn das Babybett geöffnet ist? Wird der Nachwuchs dann ständig rauskommen, weil er nicht schlafen will? Wird das Einschlafen dann vielleicht noch unentspannter? Sollten wir nicht doch noch warten bis er versucht rauszuklettern?

Denn eins war klar, ist das Bett erst mal offen, gibt es kein Zurück mehr.

Kinderbett Babybett
Baby im Babybett

Es wird geöffnet und basta

In Absprache mit dem Papa haben wir es dann aber bei der Entscheidung belassen, zu Weihnachten gibt es die „Freiheit“ geschenkt. Während Vater und Sohn an Heilig Abend spazieren gegangen sind, hatte ich Zeit das Babybett umzubauen das Christkind anzuweisen, das Babybett umzubauen und mit Bettzeug und Bettwäsche neu herzurichten. Nachdem wir den Spaziergang dann gemeinsam beendet hatten, ging es an die Bescherung.

Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, war der Nachwuchs ganz schön verdutzt über das, was da mit seinem Bett passiert ist. Aber er fand es auch ganz schön cool. Diese Überraschung und Freude hätte auch kein Spielzeug übertrumpfen können.

Wie war die erste Nacht?

Die erste Nacht bzw. die ersten Nächte waren natürlich erwartungsgemäß erst mal etwas holprig. Natürlich ist das ja auch eine ganz schöne Umstellung. Keine Begrenzung mehr von allen Seiten, die „Gefahr“ rauszufallen besteht. Die Situation ist allgemein erst mal ungewohnt. Und plötzlich ist da auch noch die Freiheit, einfach aufstehen zu können, wann es einem gerade passt. Die Gitterstäbe zu entfernen hatte also nicht nur für unseren Sohn, sondern auch für uns Neues zu bieten. Aber genau das wollten wir ja. Ihn nicht mehr begrenzen, sondern die Möglichkeit bieten aufzustehen, wann er es will und braucht. Zeitlich hat sich sowieso nichts geändert. Ob er am Wochenende um sechs Uhr wach wird und wir ihn aus dem Bett holen oder ob er nun alleine aufstehen kann. „Zu früh ist es so oder so,“ sagt die notorisch unter Schlafmangel leidende Mutter in mir. Aber angenehmer finde ich es definitiv morgens in MEINEM Bett mit einem Küsschen von meinem Sohn geweckt zu werden.

Vor- und Nachteile beim Babybett öffnen

Nochmal kurz und knapp zusammengefasst:

Vorteile:

  • der Nachwuchs kann jederzeit eigenständig aus seinem Bett rauskommen,
  • wir müssen ihn nachts nicht mehr aus seinem Zimmer holen, wenn er wach wird und bei uns schlafen will, denn er kommt jetzt von alleine,
  • wir können bei der Einschlafbegleitung viel besser kuscheln,
  • es erscheint mir absolut altersgerecht, das Bett mit 26 Monaten geöffnet zu haben.

    Nachteile:
  • der Nachwuchs kann jederzeit eigenständig aus seinem Bett rauskommen,
  • anfangs hat es, trotz Nachtlicht, gedauert bis er sich orientieren konnte, da es ja schließlich neu für ihn war nachts aus seinem Bett rauskommen zu können,
  • die Gefahr aus dem Bett zu plumpsen besteht natürlich, aber das hielt sich in Grenzen und bei der Höhe passiert ja auch nichts,
  • anfangs hab ich mich tatsächlich öfter erschrocken, wenn das Kind auf einmal in der Tür stand oder um die Ecke kam, war man halt nicht gewohnt.
Babybett Kinderbett
Neue Aufgabe: Betten machen

Fazit

Ich glaube man spürt als Mutter bzw. Eltern, wann es Zeit ist das Babybett zu öffnen und zu einem Kinderbett umzugestalten. Es allein davon abhängig zu machen, ob das Kind rausklettern will oder nicht, war bei uns definitiv kein Entscheidungskriterium, denn sonst würde der Nachwuchs jetzt noch zwischen Gitterstäben im Bett liegen. Auch wenn es jetzt natürlich öfter (öfter ist gut, überhaupt) vorkommt, dass der Nachwuchs bei uns auf der Matte steht, so finde ich es schön, dass er die Freiheit hat jetzt selber aus dem Bett zu uns zu kommen. Heißt im Umkehrschluss nämlich auch, dass wir Eltern jetzt nachts weniger oft schlaftrunkend ins Kinderzimmer taumeln müssen.

Jetzt interessiert mich aber auch, wann ihr das Babybett geöffnet bzw. auf ein Kinderbett umgestiegen seid? Wie alt waren eure Kleinen da und wie hat es geklappt?

Achtsam essen – Wie mein Kind meine Ernährung beeinflusst

EssenAchtsam

Eigentlich wollte ich ja keine Neujahrs-Vorsätze treffen und eigentlich ist das auch keiner, immerhin ist das Jahr schon ganze fünf Tage alt. Aus aktuellem Anlass habe ich dennoch jetzt einen Vorsatz getroffen, und zwar den endlich wieder achtsam essen zu wollen. Denn wirklich zufrieden bin ich mit meinem Essverhalten derzeit nicht.

Essen – Lust oder Frust?

Essen kann ein unglaublich schönes, aber auch zugleich frustrierendes Thema sein. Ich persönlich liebe es zu essen, kenne aber auch die andere Seite. Denn keine Diät klappt, wenn man so gerne isst wie ich. Weil ich das irgendwann eingesehen habe, habe ich das Wort Diät zusammen mit der Waage in die hinterste Ecke meines Wahrnehmungsraums geschoben. Da sind sie ganz gut aufgehoben. Auch in Punkto Selbstliebe ist das ein großer Fortschritt gewesen.

Aber nur, weil ich keine Diäten mehr mache, heißt es nicht, dass ich mich nicht für das Thema Ernährung interessiere. Es ist ein wichtiges Thema, schließlich nehmen wir tagtäglich Nahrung zu uns, die uns Kräfte verleihen, Wohlbefinden schenken und die Gesundheit fördern soll.

Letzteres ist aktuell bei mir ein großes Thema. Denn wenn ich in den vergangenen Monaten, eigentlich könnte man schon fast sagen (zwei) Jahren, von einer Sache zu wenig hatte, dann von ausreichender Gesundheit. Zeit das zu ändern. Denn ich hätte gerne wieder mehr Gesundheit, und dass Ernährung dabei eine (nicht die einzige!) entscheidende Rolle spielt, steht wohl außer Frage. Deshalb muss sich diesbezüglich auch was ändern.

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Nicht nur mit Obst spielen

Wo bleibt die Achtsamkeit beim Essen?

Mir ist vor einiger Zeit mal wieder aufgefallen, dass wir der Nahrung manchmal nicht die nötige Beachtung schenken, die sie eigentlich verdient. Um genau zu sein, hat mein Sohn mich das erkennen lassen. Denn er hat mit seinen zwei Jahren noch den Drang Essen nicht nur geschmacklich, sondern manchmal – zu meinem Leidwesen – auch spielerisch zu erkunden. Aussehen, Konsistenz und die Wurfeignung müssen da zusätzlich in Augenschein genommen werden. Nicht, dass ich damit jetzt auch wieder anfangen möchte, aber ich möchte meinem Essen wieder mehr Beachtung schenken. Achtsam essen eben!

Viel zu oft schlingen wir Dinge nebenbei nur mal schnell in uns hinein. Essen ist nämlich meistens nicht nur essen: Abgesehen vom positiven sozialen Miteinander, das gemeinsame Mahlzeiten mit sich bringen, ist es manchmal einfach nur ein beiläufiger Zeitvertreib. Wir konzentrieren uns nicht richtig auf das, was wir essen und meistens essen wir noch nicht mal das, was unser Körper wirklich braucht.

Besonders deutlich ist mir das nach meiner fünftägigen, unfreiwilligen Fastenkur im Zuge der Kupferspiralen-OP geworden. Ich stand quasi wieder bei Null. Mein erstes Essen nach dieser Zeit habe ich zwar sehnlichst herbei gewünscht, wollte es aber auch entsprechend würdigen, genießen und achtsam essen.

Ein paar Wochen ist mir das tatsächlich gelungen, ich habe alles in Ruhe gegessen und mit fast allen Sinnen genossen. Außerdem habe ich mein Essen gut gekaut, denn dass gut gekaut halb verdaut ist, war mir zwar bekannt, aber getan hab ich es bis dato trotzdem kaum.

Leider ist das über die vergangenen Monate dann aber wieder verschwunden. Das achtsam Essen wurde weniger. Immer öfter hab ich nebenbei gegessen, gerne auch mal „geschlungen“, wenn’s schnell gehen musste und nicht immer die gesündeste Alternative gewählt. Dass ein Apfel zwar kein Verlangen nach Schokolade stillen kann und in meinen Augen auch nicht soll, ist klar. Dass es aber jeden Tag Süßes sein muss, ist trotzdem nicht nötig.

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Vegan, aber trotzdem eine Ausnahme: Pflaumenkuchen

Den Spiegel vorhalten

Was Kinder tun, ist uns in allen möglichen Situationen den Spiegel vorhalten, so auch beim Essen. Erst neulich habe ich zum Frühstück mal wieder ein Nutellabrot gegessen. Weil der Nachwuchs so schmachtend geguckt hat, hab ich ihn, wenn er schon selbst keins bekommt, zumindest mal von meinem abbeißen lassen. Danach war er kaum noch davon abzubringen selber ein Nutellabrot zu essen. Verständlich, oder?

Vor welcher Grundlage sollte ich ihm das jetzt auch noch verbieten? Immerhin isst Mama das ja auch. Warum sollte mein Kind es dann nicht auch essen dürfen? Ehrlich gesagt verstehe ich das genauso wenig wie er.

Noch ein Beispiel mit dem ich gerne deutlich machen will, worauf ich hinaus will:

Abendessen. Ich trinke ein Glas Wein. Mein Kind sieht es und möchte mal probieren. Was beim Nutellabrot noch ging ist hier natürlich ausgeschlossen. Glücklicherweise hält sich der Protest in Grenzen. Aber auch dieses Beispiel macht eigentlich deutlich, dass Wein im Besonderen und Alkohol im Allgemeinen nicht das Gesündeste ist.

Meinem Kind möchte ich also Dinge verbieten, die ich mir erlaube, obwohl ich weiß, dass sie meiner Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. (Das Wohlbefinden lassen wir hier jetzt mal außen vor. Ich frage mich mittlerweile ohnehin, ob das nicht vielleicht sogar nur eine vorgeschobene Entschuldigung ist, um gewisse Dinge zu konsumieren.) Natürlich möchte ich jetzt nicht auf alles verzichten, auch nicht in Gegenwart meines Kindes. Aber ich möchte den Umgang mit manchen Nahrungsmitteln zumindest überdenken bzw. habe ich das vielfach schon getan. Achtsam essen! Auf das achten, was ich esse, wann ich es esse, wie ich es esse, warum ich es esse, wie genussvoll ich esse etc.

Hunger ist nicht gleich Hunger

Vor einiger Zeit habe ich mal einen Artikel zum Thema Hungerarten gelesen. Hängen geblieben ist bei mir der sogenannte Zellhunger, der Hunger nach bestimmten Nährstoffen. Einer von mehreren Arten des Hungers. Besonders stark verspüren ihn Kinder und Tiere, aber auch Schwangere und Stillende.

Auch ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in Schwangerschaft und Stillzeit damals meinen Zellhunger wiederentdeckt habe. Denn ich habe, was vielen aus eigener Erfahrung bereits bekannt sein dürfte, meinen Gelüsten nachgegeben. Leider auch wieder der Lust auf Fleisch. Denn vor der Schwangerschaft war ich Vegetarierin und lebte zeitweise sogar vegan.

Seitdem esse ich wieder Fleisch, wie ich aber bereits im persönlichen Jahresrückblick erwähnt habe, will ich den Konsum, am liebsten gegen Null reduzieren. Denn ich weiß, dass mir das gut getan hat. Ich war aus meiner Erinnerung heraus weniger infektanfällig und habe mich insgesamt besser gefühlt. Was die ethisch-moralische Seite des Ganzen angeht, so hab ich da auch bestimmte Ansichten, um die soll es hier aber nicht gehen. Denn Fleischverzicht oder allgemein der Verzicht auf tierische Produkte ist eine persönliche Entscheidung. Und den Fehler jemandem diese Entscheidung aufzwingen zu wollen habe ich bereits gemacht und gebracht hat es natürlich nichts.

Was ich dagegen nicht für eine aufgezwungene Entscheidung halte ist, einfach mal vegetarische oder vegane Gerichte anzubieten. Es tut ja schließlich niemandem weh mal kein Fleisch zu essen.

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So soll es jetzt öfter aussehen

Geht mit gutem Beispiel voran: der Kindergarten

Ich bin großer Fan davon, dass es in unserem Waldorf-Kindergarten nur vegetarische Gerichte gibt. Denn so müssen erstens bei der Essenszubereitung weniger persönliche Belange berücksichtigt werden (kein Schweinefleisch, Vegetarier etc.) und zweitens habe ich als Mutter so auch einen besseren Überblick über das, was mein Kind an Fleisch gegessen hat, weil ich es eben selbst bestimmen kann. Dasselbe trifft übrigens auf Süßigkeiten zu, die gibt es im Kindergarten nämlich auch nicht bzw. nur zu besonderen Anlässen. Etwas, das ich für mich in Zukunft wieder mehr übernehmen will.

Achtsam essen: Was ich nun ändern will

  • Grundsätzlich auf gute Nahrungsmittel achten. Sie sollten im Idealfall nicht mehr als fünf Inhaltsstoffe auf der Zutatenliste haben und möglichst naturbelassen sein. Diesen Tipp hab ich mal irgendwo aufgeschnappt und versuche mich da einigermaßen dran zu halten. Wenn man von Süßigkeiten absieht, gelingt mir das auch ganz gut, aber daran arbeite ich jetzt.
  • Deshalb gibt es Süßigkeiten (Industriezucker) nicht mehr täglich und im Idealfall nur noch zu bestimmten Anlässen.
  • Neben weniger Fleisch, wieder mehr Obst und Gemüse spielt auch das Trinkverhalten eine große Rolle. Denn im Winter neige ich dazu gerne mal zu wenig zu trinken. Natürlich nie zu wenig Kaffee. Das möchte ich auch wieder eindämmen. Nicht verzichten, das wäre zu schade bei einem so tollen Kaffeevollautomaten wie wir ihn haben.
  • Was für alle Bereiche gilt ist achtsam essen in Form von: bewusst genießen, lange kauen, keine Ablenkungen, auf das hören, was mein Körper WIRKLICH braucht.
  • Kurz und knapp lassen sich all diese Tipps auch in einem Satz zusammen fassen: Was ich nicht will, das mein Kind isst, sollte auch ich nicht (im Übermaß) essen.

Ich finde all das hat mit Respekt vor dem eigenen Körper und der eigenen Gesundheit zu tun. Natürlich ist auch das kein Garant, denn wie ich schon erwähnt habe, ist das nur EIN Baustein, Stressfaktoren minimieren, gesünderen Schlaf fördern und positive Gedanken etc. sind weitere Aspekte, die ich regelmäßig überprüfen und angehen will. Aber es muss ja nicht immer alles auf einmal sein.

Mein persönlicher Jahresrückblick 2017 – Fragen, Ideen, Anregungen

Es gibt dieses schöne Zitat von dem dänischen Philosophen Søren Kierkegaard, das sinngemäß besagt: man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben. Und so ist es. Deshalb mag ich es auch am Ende des Jahres auf das Jahr zurückzublicken und nochmal alles Revue passieren zu lassen, was geschehen ist, wie mich das beeinflusst und verändert hat und was ich gelernt und neu begonnen habe. Natürlich hat das Meiste mit meiner Rolle als Mutter zu tun, aber längst nicht alles. Deshalb wird das zwar ein sehr Mama-lastiger persönlicher Jahresrückblick, aber kein ausschließlicher. Vielleicht hat von euch ja auch noch jemand Lust einen Jahresrückblick für sich zu erstellen und findet hier eine gute Vorlage und Inspiration.

Mein persönlicher Jahresrückblick Teil 1: Von J wie Januar bis D wie Dezember

Besonders spannend finde ich es die Monate im einzelnen nochmal zu betrachten, denn dann fällt einem wirklich erst mal auf wie lange manche Ereignisse zum Teil schon zurück liegen, was seitdem alles geschehen ist und was man in den vergangenen Monaten so erschaffen hat.

Januar – Im Januar war es nach langen Wochen des Renovierens endlich soweit, wir sind in unser Eigenheim gezogen. Endlich mehr Platz, endlich eine passendere Wohnlage und endlich ein Ort an dem ich mich wirklich zuhause fühle. Dafür hat sich all die Arbeit gelohnt.

Februar – Im Februar war mein Geburtstag, aber der war in diesem Jahr nicht weiter spektakulär. Spektakulär war dagegen, dass  wir gerade zu Beginn dieses Jahres von einigen Krankheiten geplagt wurden. Ich glaube so vielfältig hat es uns und mich noch nie erwischt.

März – Von den Krankheiten zum Krankenhausaufenthalt. Von meinen Erfahrungen mit der Kupferspirale hab ich ja schon ausführlich berichtet. Dass ich in dem Zuge auch meinen Sohn nach 18 Monaten abstillen musste, war wahrscheinlich das schwerste und emotionalste daran. Auch unfreiwillig zehn Tage von Mann und Kind getrennt zu sein, war ein komisches Gefühl. Vielleicht der einzig gute Aspekt dieser Erfahrung war der Schlaf. Erstens konnte und habe ich im Krankenhaus gefühlt den gesamten fehlenden Schlaf der vergangenen Monate als Mama nachgeholt und auch nach meiner Rückkehr schliefen wir alle mehr. Denn durch das Abstillen meines Sohnes begann er durchzuschlafen. Er wird natürlich auch heute immer noch mal wach, weil er vielleicht schlecht geträumt hat oder wenn er krank ist, aber grundsätzlich schläft er seitdem durch.

April – Im April hatte ich irgendwie immer mehr das Gefühl, dass ich etwas ändern will. Vielleicht ist mir das besonders durch meinen Krankenhausaufenthalt deutlich geworden (dazu komme ich später nochmal), aber ich war mit mir und meiner momentanen Situation nicht mehr so ganz zufrieden. Ich wollte wieder zu mir finden. Deshalb habe ich mehr Yoga gemacht und angefangen zu meditieren.

Persönlicher Jahresrückblick 4
Meditation

Mai – Im Mai hab ich dieses Herzstück hier, meinen Blog diesesmamading ins Leben gerufen und bin von Tag zu Tag glücklicher damit! Ohne diesen Blog würde mir etwas ganz Großes und Bedeutendes in meinem Leben fehlen. Es gibt im Moment nicht viel, das ich lieber mache als hier für euch zu schreiben. Und dass ihr meinen Blog lest, ist ein ganz großes Geschenk für mich, für das ich unglaublich dankbar bin. Danke, dass ihr hier seid!

Juni – Im Juni hat mein Kind nach Monaten des alleine Einschlafens wieder begonnen die Einschlafbegleitung einzufordern. Auch davon hab ich euch bereits hier berichtet. Was aber sicherlich ein viel einschneidenderes Erlebnis war, war die Mutter-Kind-Kur. Auch dazu findet ihr hier einen ausführlichen Erfahrungsbericht. Zwar hatte ich schon vorher begonnen wieder mehr auf meine Bedürfnisse zu schauen, aber in Punkto Selbstfürsorge hat mir die Kur nochmal ein ganzes Stück weitergeholfen. Beantragt hatte ich sie unter anderem nach der Zeit des häufigen krank Seins im Winter und meinem Krankenhausaufenthalt im März.

Persönlicher Jahresrückblick 6
Zufrieden in der Mutter-Kind-Kur

Juli – Im Juli habe ich versucht noch stärker auf meine und auch unser aller Bedürfnisse zu schauen. Für eine harmonischere und stressfreiere Beziehung untereinander. Tatsächlich merke ich immer wieder, je besser ich auf mich und meine Bedürfnisse Acht gebe, desto besser gelingt mir das auch bei meinem Sohn. Diese Entspanntheit versuche ich nach wie vor mit Yoga und Meditation aufrecht zu erhalten, aber auch mit einer Sportart, die ich nach über zwei Jahren Pause im August wieder aufgenommen habe.

August – Ich bin wieder ins Laufen eingestiegen. Das hat mir echt gefehlt!

Persönlicher Jahresrückblick 2
Große Laufliebe

September – Im September haben wir offiziell die Eingewöhnung des Nachwuchses im Waldorf-Kindergarten abgeschlossen. Ein riesiger Meilenstein für uns beide. Wahrscheinlich weniger emotional als erwartet, einfach aus dem Grund, weil die Eingewöhnung unglaublich gut und entspannt verlief.
Außerdem ist mein Freund 40 geworden und das war besonders deshalb ein großes Ereignis, weil ich für ihn meine erste selbst organisierte Überraschungsparty geschmissen habe.

Persönlicher Jahresrückblick 3
Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen

Oktober – Der Nachwuchs ist nicht nur das erste Mal alleine auf Toilette gegangen (nein, er ist noch nicht trocken, deshalb habe ich dazu auch noch keinen Artikel geschrieben), sondern auch zwei Jahre alt geworden.

November – Der November und der…

Dezember – waren die beiden Monate, in denen ich ins Berufsleben zurückgekehrt bin. Freiberuflich im Home Office als das, was ich gelernt habe, Redakteurin, aber im Online- statt im Rundfunk-Bereich. Mit dieser Entscheidung bin ich gerade sehr zufrieden und beabsichtige das auch zu bleiben.

Dieses Jahr war ein sehr besonderes Jahr für mich. Weil sich wirklich einiges verändert hat. Für jede dieser Veränderung bin ich sehr dankbar. Die Fakten hab ich gerade niedergeschrieben, aber ich habe für mich auch noch ein paar Fragen beantwortet.

Persönlicher Jahresrückblick #2017bestnine
Meine #2017bestnine auf Instagram

Mein persönlicher Jahresrückblick Teil 2 – meine Fragen

  1. Wer hat mein Leben in diesem Jahr besonders beeinflusst und warum?
    Am meisten wird mein Leben durch mein Kind beeinflusst und zwar ausschließlich im positiven Sinne. Denn alles, was ich durch mein Kind erlebe, lässt mich lernen und wachsen. Als Mutter und als Mensch. 
  2. Was ist meine wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr gewesen?
    Die wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr habe ich zwei Frauen zu verdanken, die ich während meines Krankenhausaufenthaltes im März kennengelernt habe. Leider aus keinem schönen Grund. Beide sind an Krebs erkrankt.
    Fast zehn Tage haben wir uns ein Zimmer geteilt und viele Gespräche geführt. Ich habe unglaublich viel aus ihrem (schon fortgeschritteneren) Leben erfahren. Durch die Gespräche mit ihnen ist mir so deutlich wie noch nie bewusst geworden, wie dankbar ich für meine Gesundheit und mein Leben sein kann.
    Diese Begegnung hat mich aber auch gelehrt, dass 
    ich mein Leben JETZT genießen soll und es mir JETZT so gestalten soll, wie ich es für lebenswert halte. Nicht erst später. Denn keiner weiß was später sein wird.
    Was ich leider auch nicht weiß ist, wie es den beiden Frauen jetzt geht – ich hoffe das Beste! Was ich aber weiß ist, dass ich ihnen dankbar bin, für das, was sie mit mir geteilt haben und für das, was ich, trotz dieses traurigen Anlasses, von ihnen lernen durfte. 
  3. Wofür bin ich noch dankbar?
    Dankbar bin ich für meine Familie und deren Gesundheit, für mein und unser momentanes Leben, das wir in Frieden führen dürfen.
  4. Hab ich 2017 alles erreicht, was ich erreichen wollte?
    Wirklich gewusst habe ich nicht, was ich erreichen wollte und das war tatsächlich lange ein Problem. Dann begann ich viel zu lesen, Podcasts zu hören, mich zu hinterfragen. Und allmählich kamen die Antworten. Antworten in Form von Veränderungen, meine Einstellung vielen Dingen gegenüber. Ich wurde gelassener. Aber ich habe auch in vielen Bereichen statt der Vernunft, mein Herz und meine Intuition entscheiden lassen. Und das habe ich bis heute nicht bereut.
  5. Was würde ich rückblickend anders machen?
    Das betrifft besonders meine Schwächen, die ich zwar nicht erst seit diesem Jahr habe, aber jetzt umso mehr ablegen möchte. Ich habe festgestellt, dass ich manchmal Dinge viel zu sehr an mich ranlasse, die es eigentlich nicht wert sind. Ich reagiere zu sensibel, wenn jemand ein falsches Wort sagt. Gerade bei Menschen, die ich nicht besonders gut kenne bzw. nicht gut einschätzen kann stört mich das komischerweise am meisten. Das möchte ich in Zukunft versuchen abzulegen. Ich glaube nicht, dass sie mich deshalb mehr oder weniger mögen, aber ich erspare mir Tage und Nächte des Nachdenkens über Dinge, die die Anderen vielleicht schon längst vergessen haben. 

Mein persönlicher Jahresrückblick Teil 3: Ein kleiner Ausblick auf 2018

  1. Was wünsche ich mir für das nächste Jahr?
    Ich wünsche mir für das nächste Jahr, dass es genauso positiv weitergeht wie dieses endet. Außerdem wünsche ich mir, dass ich noch mehr Menschen erreichen kann mit dem, was ich hier mache. Denn mein Blog ist eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich unglaublich wenn auch nur ein Artikel, den ich geschrieben habe, irgendwem in irgendeiner Form weiterhelfen kann oder zumindest berührt hat. Dabei könnt ihr mir eine große Hilfe sein: wenn euch gefällt, was ich hier schreibe erzählt es gerne weiter, teilt meine Beiträge auf Twitter, Facebook oder Pinterest. Denn tatsächlich ist man in den Sozialen Medien sehr stark darauf angewiesen, um gesehen und wahrgenommen zu werden, gerade wenn man nicht zu den „Großen“ gehört. Ihr macht mir damit in jedem Fall eine riesen große Freude! 
  2. Welche Vorsätze nehme ich mir?
    Vorsätze gibt es bei mir insofern nicht, als dass ich versuche alles, was ich mir als Vorsatz nehmen könnte sofort umzusetzen. Dazu gehören momentan besonders zwei Dinge, die ich natürlich auch im neuen Jahr weiterführen will:
  • Ich werde meinen Smartphone-Konsum in Gegenwart meines Kindes noch mehr reduzieren. Es ist oft wirklich nicht so leicht, einfach weil es so selbstverständlich zum Leben dazu gehört. Aber wirklich glücklich bin ich mit der Situation noch nicht und deshalb werde ich in diesem Punkt noch weiter an mir arbeiten.
  • Bis zur Schwangerschaft war ich Vegetarierin, zeitweise habe ich sogar vegan gelebt. Erst mal wieder auf Fleisch zu verzichten wäre für mich ein toller Schritt. Ich esse zwar sehr wenig Fleisch, aber ich möchte gerne wieder komplett fleischfrei leben. Etwas, das ich weiterhin immer stärker umsetzen werde.

Puh, ein langer Rückblick. Aber so ein persönlicher Jahresrückblick ist nochmal ein schöner Abschluss für ein insgesamt sehr schönes Jahr. Das mag nicht jeder so sehen, aber letzten Endes ist es einfach nur ein Jahr. Eine willkürlich festgelegte Zeiteinheit. Wir haben jeden Tag noch viel kleinere Zeiteinheiten, die wir mit Leben, Liebe und Freude füllen können. Das muss nicht immer gelingen, aber ich wünsche euch für 2018, dass es euch immer öfter gelingt!

Wie ich Selbstliebe (vor)leben will

Selbstliebe lernen - 5 Tipps

Weihnachten – in zwei Tagen ist es wieder soweit, das Fest der Nächstenliebe steht an, dabei schaffen es viele Menschen noch nicht einmal sich selbst zu lieben. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie schwer es sein kann Selbstliebe zu praktizieren. Mittlerweile weiß ich aber auch, dass man es lernen kann, besser noch: sollte. Komisch das überhaupt lernen zu müssen, denn schließlich sind wir selbst doch der Mensch, der mit uns täglich am meisten zu tun hat. Sollten wir uns da nicht automatisch selbst lieben?

Warum ist das so schwer mit der Selbstliebe?

Wahrscheinlich weil wir uns und unsere Sicht auf uns oft viel zu sehr von außen steuern lassen. Ob bewusst oder unbewusst. Manches, was uns an unserer Person zweifeln lässt, hat sich vielleicht schon als Kind eingeprägt. Weiteres ist dann im Laufe der Jahre hinzugekommen: Zweifel in der Pubertät, Druck im Job, das Erfüllen gesellschaftlicher Konventionen, denen wir entsprechen wollen, sowohl innerlich als auch äußerlich etc.

Ich wette, dass jede Frau schon mal aufgrund ihres nicht perfekten Äußeren mit sich gehadert hat. Sogar die Allerschönsten. Aber ist das alles ein Grund sich nicht selbst zu lieben?

Wenn man sich dem unterwirft, dann vielleicht ja. Wenn man daraus versucht Stärke zu ziehen und sich davon nicht weiter negativ beeinflussen lässt, dann auf keinen Fall.

Wer ist Schuld?

Nur die Schuld im Außen zu suchen halte ich für falsch. Denn ich glaube, dass wir irgendwann im Leben alle an einem Punkt kommen, an dem wir uns fragen müssen, ob wir unser Glück wirklich weiterhin in die Hände anderer geben wollen. Ob etwas oder jemand wirklich so viel Macht über uns hat, dass wir uns selbst nicht lieben können.

Ich bin, was das angeht, wahrscheinlich „typisch Frau“. Wenn ich mich richtig erinnere hab ich schon seit Kindheitstagen mit mir, meinem Körper und meinem Gewicht gehadert. Erschreckend diese Vorstellung, aber auch heutzutage hör ich das nicht selten bei jungen Mädchen. Warum das bei mir so war, kann ich im Nachhinein an nichts Konkretem festmachen.

Jemandem die Schuld dafür zu geben wäre ungerecht. Denn ich denke, dass immer mehrere Faktoren dabei eine Rolle spielen. Vielleicht kommen manchmal viele Dinge auch nur unglücklicherweise auf einen Schlag zusammen. Trotzdem sollte damit auch niemand von seiner Verantwortung befreit werden. Nicht die Gesellschaft, nicht die Freunde, nicht die Eltern. Und weil ich inzwischen darum weiß, möchte ich sowohl als Teil der Gesellschaft, als Freundin und als Mutter Selbstliebe vorleben und unterstützen.

Selbstliebe Schnee
Du hast es in der Hand

Und was ist mit Selbstliebe bei Männern?

Zunächst dachte ich, dass ich als Mutter eines Jungen vielleicht Glück habe, gerade was die Sache mit den Schönheitsidealen angeht. Aber nach einigen Gesprächen mit erfahrenen Jungs-Mamis – und damit mein ich die, deren Jungs die Pubertät schon größtenteils hinter sich haben – denke ich da anders.

Ich glaube, dass auch Jungen ganz schön mit sich hadern können. Denn sie sind ja auch nicht alle durchtrainierte und frauenbetörende Justin Biebers. (Zum Glück!) Wahrscheinlich hat spätestens in der Pubertät jeder, egal, ob Junge oder Mädchen, so seine Selbstzweifel, weshalb auch immer. Wichtig ist nur, dass die sich nicht manifestieren und zu lange anhalten. Wie schon gesagt, ich war lange, bis Ende 20, unzufrieden mit mir und in erster Linie meiner Figur. Teilweise bin ich das auch heute noch, aber anders. Viel seltener und ich gehe wesentlich verständnis- und liebevoller mit mir um.

Selbstliebe sollte selbstverständlich sein

Mittlerweile habe ich Selbstliebe entwickelt. Und das war eines der besten Dinge, die mir in den vergangenen Jahren, abgesehen von der Familiengründung, passiert sind. Vielleicht musste ich das auch erst lernen, um überhaupt bereit für eine Familie zu sein.

Und jetzt erst Recht. Denn wie kann man sich nicht selbst lieben, wenn man doch täglich so viel Großartiges schafft? Der eigene Körper ist so ein Wunderwerk, der so viel leistet. Dass er einen ganz neuen Menschen entstehen lässt, ist die absolute Krönung des Ganzen. Wie kann ich diesen Körper und mich dann nicht lieben?

Genau das fällt aber vielen Frauen nicht nur vor, sondern wahrscheinlich noch stärker nach Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit schwer. Einerseits verständlich, denn der Körper hat sich verändert. Bei der einen Mutter mehr, bei der anderen weniger. Aber das ist doch per se nichts Schlechtes. Es ist natürlich.

Selbstliebe 2
Sport ja, aber für’s Wohlbefinden

Annehmen, nicht hinnehmen

Damit bin ich auch schon bei einem sehr wichtigen Punkt, der mir zum Thema Selbstliebe auf dem Herzen liegt. Vor einiger Zeit habe ich einen interessanten Artikel zum Thema bei laufvernarrt gelesen. Darin wird kritisiert, dass als Selbstliebe oft propagiert wird, sich selbst zu mögen egal wie man aussieht, egal wie man sich in seinem Körper fühlt, ungeachtet möglicher gesundheitlicher Aspekte. Wenn man sich selbst liebt, sollte man sich aber genau das ermöglichen, Gesundheit. Durch gesundheitsfördernde Nahrung, Sport und vor allen Dingen durch gesunde Gedanken.

Selbstliebe ist für mich, sich in der Form, die einem gegeben wurde zunächst einmal zu akzeptieren und dann das Beste aus sich rauszuholen. Ich muss nicht hinnehmen, dass ich nach der Schwangerschaft einen Schwabbelbauch habe, aber ich sollte es zunächst einmal annehmen und nicht nach irgendwelchen utopischen Idealen streben á la zwei Monate nach der Schwangerschaft Heidi-Klum-like einen durchtrainierten Body präsentieren wollen.

Selbstliebe 1
Noch mehr Liebe

Was kann ich tun?

Stattdessen versuche ich vielmehr mich selbst an den Punkt zu bringen an dem ich mich wohl fühle, gedanklich und körperlich. Denn das macht man ja eigentlich, wenn man jemanden liebt oder sich geliebt fühlt, man fühlt sich wohl. Und eindeutig fühle ich mich weder wohl, wenn ich jeden Tag Fast Food esse, noch wenn ich Diät halte. Beides hat, meiner Meinung nach, mit Selbstliebe nichts zu tun. Denn die beginnt im Kopf und nicht an den schlanken oder dicken Hüften.

Natürlich ist es nicht ganz so einfach wie es jetzt klingt. Auch ich habe eine ganze Weile gebraucht, gewisse Dinge, gerade im Äußeren zu akzeptieren und nicht über alles Andere zu stellen. Aber es ist mir gelungen. Dabei haben mir die folgenden fünf Tipps für mehr Selbstliebe, die ich für mich entwickelt habe, sehr geholfen:

Fünf Schritte zu mehr Selbstliebe

  1. Respektiere dich so wie du bist
  2. Reduziere dich nicht nur auf einen (Körper-)Teil von dir
  3. Vergleiche dich nicht mit anderen, aber
  4. Hole dir Inspiration und probiere dich neu aus
  5. Lasse Selbstzweifel zu

Damit bin ich sehr gut gefahren. Insbesondere das neu Ausprobieren hat mir gezeigt, dass ich nicht von einem Schönheitsideal abhängig bin. Ich kann tragen, was mir gefällt, egal ob ich dick oder dünn bin. Das heißt nicht automatisch, dass ich deshalb schlechter aussehe als jemand anderes. Inspirationen holen ja, vergleichen nein. Das lohnt sich nicht, denn wir sind nicht gleich, wir sind alle anders. Und dass ich mal einen schlechten Tag habe und mich, besonders PMS-bedingt, so gar nicht wohl fühle, ist okay. Deshalb muss ich nicht in Selbstmitleid, Selbsthass oder was auch immer zerfließen. Das geht auch wieder vorbei, wenn ich es nur zulasse und nicht daran festhalte.

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Ich möchte dir den Weg zeigen

Wie ich Selbstliebe meinem Kind vorleben möchte

Kinder lernen in erster Linie durch Nachahmen. Egal in welcher Lebenslage, es ist immer gut, wenn es nachahmenswert ist, was die Eltern tun.

Dabei halte ich (Selbst-)Liebe leben für das Wichtigste. Ein respektvoller, liebevoller Umgang miteinander, streiten, aber auch verzeihen können, jemanden zu lieben, auch wenn er mal Fehler macht. Und alles das auch auf sich selbst anzuwenden. Ich kann nicht respektlos (in welcher Form auch immer) mit mir umgehen und erwarten, dass Andere es nicht auch tun. Ich kann nicht sauer auf mich sein und erwarten, dass Andere es nicht auch sind. Ich kann keine Fehler machen und mir sie ewig vorwerfen und erwarten, dass Andere das nicht auch machen.  

Was ich aber kann ist, an mir zu arbeiten, Gefühle für einen bestimmten Zeitrahmen zulassen und aus all dem lernen Selbstliebe zu entwickeln und (vor) zu leben, mit allen Facetten von Liebeskummer bis Schweben auf Wolke 7.

Einschlafbegleitung ist meine Meditation

Ein stressiger, hektischer Alltag, viel zu tun im Job, Pflichten im Haushalt, vielleicht sogar Freizeitstress und ein Kind in der Autonomiephase. Alles Gründe, die einen am Ende des Tages nur noch den wohl verdienten „Feierabend“ herbeisehnen lassen. Wäre da nicht noch die, in der Dauer unplanbare, Einschlafbegleitung des Kindes.

Auch ich hab, als mein Sohn nach Monaten auf einmal wieder die Einschlafbegleitung einforderte, zugegebenermaßen erst mal so gar keinen Bock darauf gehabt. Zumal sich irgendwann herauskristallisiert hatte, dass das wohl eine dauerhafte Angelegenheit wird. An manchen Abenden war es besonders anstrengend, meistens dann, wenn auch der Tag besonders anstrengend war und ich wirklich nur noch „Feierabend“ haben wollte. Aber das hat mir mein Sohn, so mein Gedanke, irgendwie nicht vergönnt und ließ sich viel Zeit mit dem Einschlafen.

Klar, passt ja zu solchen Tagen. Damals hab ich nur noch nicht verstanden auf welche Art. Jetzt schon. Denn es ist nicht mehr nur eine Einschlafbegleitung für meinen Sohn, mit der wir jeden Abend gemeinsam den Tag ausklingen lassen, auch für mich ist es ein neues Ritual um runterzukommen.

Einschlafbegleitung - Nachtlicht
Schlafenszeit

Einschlafbegleitung zum runterkommen

Seitdem ich akzeptiert habe, dass es nun mal so ist wie es ist, habe ich begonnen die Einschlafbegleitung mit ganz anderen Augen zu sehen. Sie ist für mich zu einer Art Meditation geworden. Ein Moment der Ruhe, auch wenn mein Sohn noch vor sich hinplappert. Aber ich hab mir angewöhnt so wenig wie möglich zu kommentieren, weil ja eben schon Schlafenszeit ist. Er braucht das in-den-Schlaf-Plappern eigentlich auch nur, um selber runterzukommen. Ich nutze den Moment also, um einfach mal nichts zu tun, die Augen zu schließen, vielleicht noch den Tag Revue passieren und meine Gedanken schweifen zu lassen. Viel mehr kann ich in dem Moment auch nicht tun, denn es ist dunkel, ich kann nicht laut sein, ich bin einfach nur präsent, indem ich neben dem Bettchen meines Sohnes sitze, seine Hand halte und warte bis er eingeschlafen ist.

Genau so soll es derzeit auch sein. Vielleicht brauche ich genau das jeden Abend, um selber abzuschalten, um in mich zu gehen und Ruhe zu finden. Momentan schaffe ich es selten im Alltag zu meditieren, oft will ich es auch nicht irgendwie noch reinquetschen müssen. Stattdessen nutze ich die abendliche „Zwangspause“ im Kinderzimmer für meine Art der Meditation.

In der Regel dauert die Einschlafbegleitung bei uns so um die 20 Minuten. Es können mal sogar nur fünf Minuten sein, manchmal aber auch eine geschlagene Stunde. (Meistens hab ich den Nachwuchs dann aber einfach zu früh hingelegt.)

Klar bin ich dann auch schon mal irgendwann genervt, weil ich nicht mehr will. Weil vielleicht ein Film im Fernsehen läuft, den ich gerne sehen möchte oder weil ich noch irgendetwas zu erledigen habe. Aber in welchen Lebensbereichen ist das nicht so? Egal wie gerne man etwas macht, manchmal macht alles keinen Spaß, ist zäh, zieht sich hin oder oder oder.

Was ich zum Thema Einschlafbegleitung nur sagen kann ist, dass es auch hier so ist, dass ich die Dinge nicht ändern kann, wohl aber meine Einstellung den Dingen gegenüber. Statt die von meinem Sohn eingeforderte Einschlafbegleitung als Abzug meiner Me-Time anzusehen, sehe ich sie als genau das, eine Me-Time, die ich zwar nicht alleine, sondern mit meinem Sohn verbringe, aber für mich auf meine ganz eigene Weise nutzen kann.

Warum ich das erst jetzt zu schätzen gelernt hab

Tatsächlich war es einige Zeit lang so, dass ich Abends immer noch meditieren wollte und zwar nachdem mein Sohn eingeschlafen ist. Da sich das aber eben nicht genau auf einen Zeitpunkt festlegen ließ, wurde ich immer unruhiger, schließlich wollte ich nicht nur noch meditieren, sondern auch noch was von meinem Abend und gemeinsame Zeit mit dem Mann haben. Wie paradox! Man lässt sich von etwas stressen, was eigentlich zur Entspannung beitragen soll. Als ich das erkannt habe und die Einschlafbegleitung begonnen habe als meine Meditation zu sehen, hab ich quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Außerdem weiß ich nicht wie lange mein Sohn noch von mir in den Schlaf begleitet werden will, deshalb bin ich dankbar diese Zeit endlich nicht mehr als anstrengend, sondern als wertvoll anzuerkennen und genießen zu können. Denn irgendwann werde ich sie vermissen, hundertprozentig!

Ich glaube, dass wir im Leben bestimmte Aufgaben zu bestimmten Zeiten bekommen. Auch, wenn viele Mütter die Einschlafbegleitung als anstrengend erachten, bin ich mir sicher, dass sie nicht nur für unsere Kinder etwas Gutes ist, sondern auch für uns. Vielleicht weil wir gerade jetzt lernen sollen den Moment zu genießen, weil wir gerade jetzt die Ruhe brauchen, die wir uns sonst nicht nehmen würden. Alles geschieht genau zu der Zeit, zu der es geschehen soll. Dann ist es nur wichtig, für sich die richtigen Erfahrungen daraus zu ziehen. Meine Erfahrung mit der Einschlafbegleitung ist so zu einer unglaublich positiven geworden.

Einschlafbegleitung - Meditation
Meditation – ganz klassisch

Wie ich sonst meditiere

Natürlich ist diese Art der Meditation keine Meditation im herkömmlichen Sinne. Alternativ könnte man sie auch Achtsamkeitsübung nennen. Trotzdem versuche ich mich mindestens einmal in der Woche an einer langen, rund zwanzigminütigen Meditation. Im Moment lasse ich mich von Laura Malina Seiler dazu anleiten. (Auf sie bin ich dank der coolsten aller Zwillingsmütter Juli von Doppelkinder gestoßen. Ein genialer Blog, den ihr euch unbedingt anschauen solltet!) Laura hat eine tolle Art Meditationen anzuleiten und ihr sogenannter Spiritual Sunday ist eine unglaublich positive, wöchentliche Bereicherung für mich. Wer mehr darüber wissen will, schaut am besten einfach mal auf ihrer Seite vorbei.

Ansonsten gefallen mir die Meditationen von Yoga Vidya sehr gut. Leider hab ich es immer noch nicht geschafft, den zehnwöchigen Meditationskurs zu beenden, aber irgendwann klappt sicher auch das.

Denn Meditation hat viele positive Effekte, auf psychischer und physischer Ebene. Schon fünf Minuten täglich reichen, laut der Wissenschaft, aus, um messbare Veränderungen festzustellen. Mir persönlich bringt es Fokussierung. Auch wenn ich mich manchmal ganz schön zur Ruhe zwingen muss. Aber das gehört eben dazu, ein wenig Disziplin. Seit ich meditiere bin ich definitiv gelassener geworden, aber auch konzentrierter und versuche den Blick öfter auf das Wesentliche zu lenken. Meditation drückt für mich auch Dankbarkeit aus, Dankbarkeit mir gegenüber. Denn ich schenke mir damit etwas, das mir gut tut. Jedes Mal, wenn ich mir, meinem Körper und meinem Geist etwas schenke, dass ihm gut tut, sag ich ihm damit auch immer „Danke schön“.

So erreichst du deine Ziele 2018 dank eines Vision Boards ganz leicht – Gastbeitrag

Gastbeitrag von Frau Farbenfroh

Das neue Jahr rückt immer näher und Viele von uns machen sich wieder Gedanken über mögliche Vorsätze für 2018. Aber hast du diese Vorsätze wirklich jemals umgesetzt? Auf Dauer in dein Leben integriert? Ich möchte dir heute in diesem Gastbeitrag einen Tipp geben wie das dieses Mal endlich
anders laufen kann.

Vision Board Frau Farbenfroh 1
Julia ist Frau Farbenfroh

Wer bin ICH eigentlich? Ich bin Julia, Mama von zwei kleinen Kindern (Svea 1 und Vince 4). Auf meinem YouTube Kanal Frau Farbenfroh und in meiner Arbeit als Mama Coach verhelfe ich Mamas zu einem bedürfnisorientierten, glücklichen, entspannten Alltag mit ihren Kindern. Ich lege großen Wert darauf, dass Mamas auch auf ihre Bedürfnisse schauen und sich selbst nicht vergessen.

Hast du Lust ein wenig kreativ zu werden? Ein bisschen zu basteln? Dich mit deinen Zielen zu verbinden? Dann lass uns gemeinsam ein Vision Board gestalten.

Vision Board Familie Farbenfroh
Familie Farbenfroh

Was ist ein Vision Board?

Ein Vision Board oder auch Ziel Collage visualisiert deine Ziele, versinnbildlicht sie. Wir füttern unser Unterbewusstsein durch Betrachten des Boards ständig mit unseren Zielen und programmieren es darauf uns bei der Zielerreichung zu unterstützen. Unser Unterbewusstsein muss nur wissen wo es hin soll, dann wird es dein Denken und Handeln richtig lenken.

In drei Schritten zu deinem Vision Board

  1. Formuliere deine Ziele ein mal aus.
    Nimm dir jetzt bitte etwas zu schreiben und formuliere deine Ziele. Umso präziser, desto besser.
    Achte dabei auf folgende Punkte:
    Bis wann möchtest du dein Ziel erreichen?
    Nutze genaue Zahlen wenn möglich (z.B. Gewicht, Einkommen)
    Beschreibe dein Ziel so genau wie möglich.Und nun formuliere dein WARUM?Warum möchtest du dieses Ziel erreichen? Was ist deine Motivation dahinter? Umso stärker dein Warum ist, umso mehr Gefühle darin involviert sind, desto einfacher wird es dir fallen dein Ziel zu erreichen und motiviert zu bleiben. Tu es für dich! Nimm nicht ab um einem gewissen Frauenbild zu entsprechen, lerne kein Instrument um deine Kinder dazu zu motivieren es dir gleich zu tun. Der Wunsch muss aus dir heraus kommen, aus deinem tiefsten Inneren.Sei hier gerne sehr ausführlich. Lass dir Zeit. Komme gerne noch einmal darauf zurück wenn du dir in Ruhe Gedanken darüber gemacht hast.Warum möchtest du dieses Ziel erreichen?
    Was bedeutet dir dieses Ziel und dessen Erreichung?
    Wie fühlt es sich an wenn du an dieses Ziel denkst?
  2. Sammle Ideen
    Mache dir Gedanken über Bilder und Wörter, die dein Ziel beschreiben und mache dich auf die Suche in Zeitschriften und im Internet. Sammle Bilder, Wörter und Sätze.

  3. Gestalte dein Vision Board
    Klebe deine gesammelten Bilder und Wörter nun auf einen Karton oder nutze eine Pinnwand wenn du magst. Werde kreativ und nutze Aufkleber, Washi Tape und andere Bastelutensilien und dein Vision Board so zu gestalten, dass du es dir gerne ansiehst.

Hänge dein Vision Board sichtbar in deiner Wohnung auf, an einem Ort an dem du mehrmals täglich vorbei kommst. So wird dein Unterbewusstsein ständig mit deinen Zielen gefüttert.
Fotografiere es auch gerne, drucke es aus und habe es als Mini Version in deinem Geldbeutel dabei oder nutze es als Lesezeichen.

Vision Board Frau Farbenfroh 2
Frau Farbenfroh/Julia in natura

Möchtest du weitere Unterstützung bei deiner Zielerreichung? Möchtest du dich mit Mamas austauschen, die ebenfalls wachsen wollen? Dann komm gerne in meine geschlossene Mama Gruppe auf Facebook. Hier startet am 6. Dezember auch eine kostenlose Challenge mit 5 live Videos zum perfekten Start in 2018. Es geht um: Zielerreichung, Motivation, Organisation und Zeitmanagement in deinem Familien Alltag. Ich freue mich sehr dich dort begrüßen zu dürfen.

Ich beschreib mich mit Zitaten – meine liebsten Zitate

Auf Instagram wurde ich gefragt mit welchen Zitaten ich mich beschreiben würde. #ichbeschreibmichmitzitaten Die Idee fand ich so cool, dass ich sie auch hier mit euch teilen möchte. Ich hätte ewig damit weitermachen können Zitate runterzuschreiben. Denn es gibt so viele, die auf mich zutreffen oder nach denen ich lebe. Hier sind ein paar, die mir auf Anhieb eingefallen sind.  Die Liste werde ich sicher noch erweitern.

Tatsächlich ist es so, dass ich mir Zitate oder generell Sätze, die mich inspirieren nicht gut merken kann. Dann schreibe ich sie meistens auf oder mache ein Foto davon mit dem Handy. Das ist auch schön und gut für eine Zitatesammlung. Die, die ihr hier lest, sind aber die, die ich mir – mehr oder weniger – originalgetreu merken konnte. Natürlich hab ich sie nochmal nachgeschlagen, um sie auch wirklich korrekt aufzuschreiben. Aber das zeigt auf jeden Fall, dass das für mich wirklich die bedeutensten Zitate sind. Viel Spaß beim Lesen!

Zitate, Zitate, Zitate

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

Glaube nicht alles, was du denkst. (Byron Katie)

Kein Mensch muss müssen. (aus Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing)

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Soren Kierkegaard)

Jetzt ist immer die richtige Zeit – denn es ist die einzige Zeit. (Jon Kabat-Zinn)

Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet. (Marilyn Monroe)

Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. (Maria Montessori)

Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht. (Unbekannt)

Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

Hier, ich! Schuldig! Ein bisschen Selbstironie zum Schluss darf natürlich nicht fehlen. Natürlich trag ich Jogginghosen, trotzdem liebe ich dieses Zitat von Karl Lagerfeld. So, jetzt möchte ich aber auch von euch wissen, was eure Lieblingszitate sind. Schreibt sie mir doch gerne in die Kommentare!

Zitate
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Meine Erfahrungen mit der Kupferspirale

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale

Es ist ja immer so, im Internet gibt es fast nur negative Erfahrungsberichte. Über alles, was gut läuft, muss man ja auch nicht ständig sprechen. Ich mache das sonst gerne. Aber diesmal hab auch ich keinen Grund dazu, deshalb wird das leider auch ein negativer Bericht zu meinen Erfahrungen mit der Kupferspirale.

Kupferspirale: Ja oder nein?

Nach der Geburt unseres inzwischen zwei Jahre alten Sohnes stand für meinen Freund und mich das Thema Verhütung wieder zur Debatte. Schon lange vor der Schwangerschaft hatte ich aufgehört hormonell zu verhüten, weil ich meinen Körper der Pille nicht mehr aussetzen wollte. Aber nun standen wir vor der Frage: Wie verhüten wir jetzt? Mit meinem Frauenarzt hab ich verschiedene Möglichkeiten durchgesprochen und mich letzten Endes für die Kupferspirale entschieden. Rund drei Monate nach der Geburt meines Sohnes habe ich sie mir einsetzen lassen.

Die Risiken kannte ich, u.a. weil mein Arzt mich darüber informiert hatte und natürlich aus dem Internet. Aber ich war optimistisch. Schließlich war dies auch eine sehr praktische Form der Verhütung. Die Kupferspirale wird eingesetzt und bietet dann im Idealfall drei Jahre Verhütungsschutz. Das Einsetzen der Kupferspirale war kein Problem und die regelmäßige Kontrolle gab mir Sicherheit. Probleme hatte ich über ein Jahr lang auch keine bis zu einem Tag im März dieses Jahres.

Nach über einem Jahr kam es zu Problemen

Es war ein ganz normaler Tag, nur dass ich im Laufe dieses Tages leichte Unterleibsschmerzen bekam. Es fühlte sich an wie es sich schon mal vor „den Tagen“ anfühlt. Also kein Grund zur Beunruhigung. Den hatte ich erst als es darin gipfelte, dass ich abends auf der Couch vor Schmerzen gar nicht mehr wusste wie ich mich platzieren sollte. Ob liegen, ob sitzen, egal, jede Position schmerzte furchtbar.

Da ich kein Typ bin, der gerne zu Schmerztabletten greift und mir das auch alles zu merkwürdig vorkam, war schnell klar, dass sich das besser ein Arzt ansehen sollte. Es war ca. 21 Uhr als mein Freund und ich uns auf den Weg in die ärztliche Notfallpraxis machten. Die Schwiegermutter in spe hat währenddessen auf den Nachwuchs aufgepasst.

In der ärztlichen Notfallpraxis konnte die Ärztin nicht genau diagnostizieren, was mir fehlte, vermutet hatte sie irgendetwas mit dem Darm. (Damit sollte sie nicht ganz Unrecht behalten!) Da sie mir nicht weiterhelfen konnte, wurde ich in die Krankenhaus-Ambulanz geschickt, die sich glücklicherweise nur ein paar Häuser weiter befand.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem diensthabenden Arzt ging es für mich direkt weiter in die Gynäkologie, denn er vermutete eher ein gynäkologisches Problem. Nach der Untersuchung hatte der Arzt eine ziemlich klare Vermutung, die Schmerzen wurden von der Kupferspirale verursacht, denn diese muss eine Entzündung des Eierstocks und des Eileiters hervorgerufen haben. Diese Vermutung bestätigte sich nach der Blutuntersuchung und ich wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale - KH
Im Krankenhaus

Eine Operation war unumgänglich

Am nächsten Tag sollte die Kupferspirale dann entfernt werden. Sollte! Bei der Untersuchung gelang es dem Arzt nicht und auch die Entzündungswerte im Blut sind überraschenderweise zurück gegangen. Er wollte das Ganze deshalb nochmal weiter beobachten. Trotzdem wurde ich bereits über eine mögliche Operation aufgeklärt, denn die wäre nötig geworden, wenn die Kupferspirale tatsächlich noch rausgemusst hätte und sich nach wie vor nicht auf herkömmlichen Weg hätte entfernen lassen. Zur Debatte stand eine Bauchspiegelung.

Meine Hoffnung war natürlich groß, dass ich da drum herum käme und einfach alles so bleiben kann wie es ist, abgesehen von den Schmerzen natürlich. Leider vergebens, denn die Schmerzen waren wieder stärker geworden und auch die Blutwerte hatten erneut eine Entzündung bestätigtAlso wurde ich noch am selben Tag operiert.

Bleiben Folgeschäden?

Woran ich mich dann wieder erinnern konnte, war, dass ich aufgewacht bin und mich eigentlich gar nicht so schlecht gefühlt habe, okay, etwas benommen und durstig und natürlich hingen hier und da ein paar Schläuche, aber bis auf diesen einen nichts ungewöhnliches. Dieser eine war ein zentraler Venenkatheter in meinem Hals. Aber warum? Weil sich nicht nur Eierstock und Eileiter durch die Kupferspirale entzündet hatten, sondern diese Entzündung auch noch mit dem Darm verwachsen war. Dies wiederum hatte zur Folge, dass bei der OP beim Lösen ein Loch im Darm entstanden ist. Aufgrund dieses Loches musste ich von da an fünf Tage künstlich ernährt werden. Unerwartet und nicht schön, aber ich behaupte mal, dass ich mich nach ein/zwei Tagen an die Umstände gewöhnt hatte.

Die Heilung des Darms verlief gut, was allerdings die Heilung des in Mitleidenschaft gezogenen Eileiters und Eierstocks anging, so konnten die Ärzte diesbezüglich noch keine Aussagen machen. Es war alles ziemlich ungewiss. Müssen Eierstock und Eileiter entfernt werden? Haben sie Schaden genommen? Werde ich (einseitig) unfruchtbar? Heute, knapp neun Monate nach der OP sieht alles gut aus. Allerdings stellt sich, nach Aussage meines Gynäkologen, wohl erst im Falle einer erneuten Schwangerschaft heraus, ob es das auch ist. Was letzten Endes übrigens die Ursache für die Entzündung war, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Frei nach dem Motto: Das kann vorkommen.

Wie ich meine Erfahrungen mit der Kupferspirale beurteile

Schlussendlich ist es nun mal so wie es ist. Ich kann nicht ändern, was passiert ist, ich kann auch meine Entscheidung  die Kupferspirale zur Verhütung zu nutzen nicht als falsch erachten. Denn es hätte ja auch gut gehen können. Ich möchte mit diesem Bericht über meine Erfahrung mit der Kupferspirale niemandem Angst machen. Aber er zeigt mir persönlich, dass man manches, was man so liest, vielleicht doch nicht außer Acht lassen sollte. Gerade wenn noch (weitere) Kinder geplant sind, kann die Kupferspirale möglicherweise Nachteile mit sich bringen und ist vielleicht nicht die ideale Verhütungsmethode. Aber das ist nur meine Sicht.

Worüber ich froh bin, ist, dass ich nicht gezögert habe und damals aufgrund der Schmerzen sofort einen Arzt aufgesucht habe. Denn das war die absolut richtige und notwendige Entscheidung.

Natürlich stehen wir seit der OP erneut vor der Frage: Wie verhüten wir? Meine Erfahrungen mit der Kupferspirale haben mir einmal mehr gezeigt, dass es immer noch am besten ist sich auf seinen Körper zu verlassen. Und meiner duldet definitiv keine Hormone und keine Fremdkörper mehr. Deshalb bin ich momentan auf der Suche nach einer alternativen und natürlichen Verhütungsmethode. Auf dass ich fündig werde!

Erfahrung mit der Kupferspirale - Fleyer
Ich weiß genug! Ihr?