Wie ich minimalistischer leben und schenken will

ANZEIGE | Gerade jetzt zur Weihnachtszeit wird ja wieder gekauft was das Zeug hält und der Konsumrausch nimmt ungeahnte Formen an. Dabei ist es nicht selten so, dass wir Dinge kaufen und verschenken, die tatsächlich die Meisten schon zigfach besitzen oder vielleicht noch nicht mal wirklich gebrauchen können. Was passiert dann? Sie stehen in irgendeiner Ecke rum und verstauben oder nehmen im hinteresten Regal ihren Platz ein und werden über Jahre vergessen. Da ich mir selber vor einiger Zeit vorgenommen habe, minimalistischer leben zu wollen, möchte ich das auch ein wenig in mein Schenk-Verhalten übertragen. Aber dazu später mehr.

Wieso ich minimalistischer leben will?

Weil ich gemerkt habe, dass zu viel Besitz wirklich nervig, ja sogar belastend sein kann. Denn man schleppt immer irgendwelche Dinge mit sich rum, die man eigentlich nicht braucht oder noch schlimmer, einen sogar regelrecht stören. Aber einen Grund so etwas zu behalten findet man leider auch immer: das ist doch ein Erinnerungsstück, das hab ich mal geschenkt bekommen, das war teuer etc. Kennt wahrscheinlich jeder von euch. Aber ist das wirklich sinnvoll Dinge nur aus eben solchen Gründen zu behalten? Ich finde nicht. Deshalb sage ich mittlerweile ganz radikal: „Weg damit!“

Seit dem Umzug in unser Eigenheim Anfang dieses Jahres hab ich dem massenhaften Besitz an Dingen, die man nicht braucht, endgültig entsagt. Das heißt, ich habe alles ausgemistet, verschenkt, gespendet oder weggeworfen, was ich nicht mehr für wichtig angesehen habe. Diesen Ballast an unnützen Habseligkeiten wollte ich nicht mehr mit mir rumschleppen und das ist auch gut so. Bisher hab ich noch keins der Dinge vermisst, von denen ich mich getrennt habe.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, hab ich für mich ein paar Wege gefunden, wie ich minimalistischer leben will, die ich gerne hier mit euch teilen möchte. Wie bei mir „Minimalismus im Kleiderschrank“ funktioniert, hab ich euch ja schon erzählt. Dazu wird es spätestens nach dem Winter ein Update geben.

Minimalistischer leben Kalender
Ein guter Vorschlag

Minimalistischer leben – mein Einsteig

Ist eigentlich ziemlich simpel, denn loswerden will ich in Zukunft alles, was:

  • kaputt ist – Lohnt es sich das zu reparieren? Lässt sich das überhaupt reparieren? Sollte die Anwort in beiden Fällen „Nein!“ sein, dann weg damit.
  • umständlich in der Handhabung ist – Beispielsweise Geschirrtücher ohne Aufhängung – darüber könnte ich mich jedes Mal ärgern. Jetzt hab ich sie endlich weggeschmissen und gegen Neue ausgetauscht (Ja, auch Austauschen ist für mich Minimalismus, wenn es um Notwendiges geht.)
  • mehrfach vorhanden ist – So wie unsere ehemals rund 50 Hand- und Badetücher. Wirklich, die braucht kein Mensch. Gerade jetzt, wo wir sowieso mit Kind wie die Verrückten waschen, werden sie immer schnell genug sauber, da brauch ich dann nicht mehr als vielleicht für jeden zwei von einer Sorte und vielleicht zwei Gästesets.
  • nicht schön ist – Wie oft hat man tatsächlich Sachen in der Hand, die einfach nicht mehr schön sind und damit meine ich wirklich nicht mehr schön, verwaschen, löchrig, kaputt. Was soll man damit? Ich frage mich an der Stelle immer: Ist es mir unangenehm, wenn das jemand Fremdes sieht? Ist die Antwort auf diese Frage: „Ja!“ Dann weg damit!
  • Platz weg nimmt – Eine weitere gute Frage, die es sich zu stellen lohnt, ist: Passt dieser Gegenstand dahin? Also nicht optisch, sondern wirklich vom Platz her. Wenn nein, dann schaue ich, was zu viel ist und ob ich diesen Gegenstand oder das, was sonst den Platz wegnimmt wirklich brauche. So war es nämlich bei den Handtüchern, ich wusste einfach nicht mehr wohin damit.

Nicht besitzen und trotzdem haben

Ein tolles Beispiel, um minimalistischer leben zu können, ist etwas nicht materiell zu besitzen. Das heißt, sich Dinge zu leihen oder zu abonnieren. Ich bin beispielsweise ein riesengroßer Bücher-Fan, aber aus mehreren Gründen kein riesengroßer Bücher-Käufer:

  1. Bücher einmal gelesen zu haben reicht mir in den meisten Fällen aus. Danach stehen sie dann höchstens noch als „Statussymbol“ im Regal und verstauben. Sehr selten habe ich bisher in meinem Leben Bücher zwei Mal gelesen, wenn dies der Fall ist, hab ich sie dann tatsächlich in meinem Besitz.
  2. Sie nehmen nicht nur Platz weg, sondern sind auch noch teuer, insbesondere dann, wenn man wirklich gerne und viel liest.
  3. Warum soll ich mir kaufen, was ich auch günstig leihen kann? Und weil ich auf diese Frage einfach keine vernünftige Gegen-Antwort weiß, besitze ich schon seit Jahren einen Mitgliedsausweis für die Stadtbücherei. Da leihe ich mir einfach aus, was mich interessiert.
Minimalistischer leben Hörbücher
Einfach mal nur zuhören

Platz sparen im digitalen Zeitalter

Damit wären wir schon bei der zweiten Möglichkeit Platz zu sparen ohne zu verzichten. Denn eine tolle Sache sind auch Streaming- oder Abo-Dienste wie Audible. Ich liebe es Bücher zu lesen, aber genau so gerne lasse ich mich einfach auch mal „berieseln“ und mir vorlesen. Hörbücher sind dafür perfekt. Mit dem richtigen Sprecher, umso besser. Zudem nehmen sie so auch keinen großen Platz ein, denn sie befinden sich im Handy, Tablet oder Computer. Übrigens ist das auch eine tolle Idee für Kinder, denn solange sie selber noch nicht in der Lage sind zu lesen, aber unbedingt die Geschichte zum fünften Mal hören wollen, ist ein Hörbuch doch eine entspannte Lösung. Toll sind Geschichten wie die vom kleinen Drachen Kokosnuss. Den gibt es jetzt nämlich nicht nur mit einem neuen Abenteuer im Kino, sondern auch als Hörbuch. Die Geschichten des kleinen Drachen handeln von Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen. Die Hörbücher unterhalten nicht nur, sondern regen auch zum Mitmachen, Lernen und Spielen an. Hier könnt ihr übrigens ein Audible Probeabo testen*, falls ihr Hörbücher genauso mögt wie ich. Auch eine tolle Geschenkidee.

Minimalistischer leben - Kinderbücher
Wann gibt es Peppa Wutz als Hörbuch?

Und damit wären wir auch schon beim Thema: Schenken

Grundsätzlich halte ich es ja für sinnvoll Dinge zu verschenken, die dem Anderen eine Freude bereiten oder die er sich im besten Fall sogar wünscht. Da ich persönlich nichts mehr verschenken will, was einfach nur ein hundertstes, unnützes Mitbringsel ist, bin ich schon seit Jahren ein großer Fan von Gutscheinen. Einfallslos? Auf keinen Fall. So kann sich mein Gegenüber wenigstens den Wunsch erfüllen, den er sich erfüllen will. Oder er gönnt sich etwas, wofür er selbst kein Geld ausgegeben hätte. Oder man verschenkt einen Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung, Gemeinsamzeit sozusagen. Alternativ mag ich auch Selbstgemachtes sehr gerne. Bei solchen Geschenken ist auch bei mir die Freude auf jeden Fall größer als über das nächste Paar Socken oder Duschgel in meiner Sammlung.

 

*Dies ist ein Affiliate-Link; wenn ihr darüber ein (Probe-)Abo abschließt, erhalte ich dafür eine kleine Provision. 

Einschlafbegleitung ist meine Meditation

Ein stressiger, hektischer Alltag, viel zu tun im Job, Pflichten im Haushalt, vielleicht sogar Freizeitstress und ein Kind in der Autonomiephase. Alles Gründe, die einen am Ende des Tages nur noch den wohl verdienten „Feierabend“ herbeisehnen lassen. Wäre da nicht noch die, in der Dauer unplanbare, Einschlafbegleitung des Kindes.

Auch ich hab, als mein Sohn nach Monaten auf einmal wieder die Einschlafbegleitung einforderte, zugegebenermaßen erst mal so gar keinen Bock darauf gehabt. Zumal sich irgendwann herauskristallisiert hatte, dass das wohl eine dauerhafte Angelegenheit wird. An manchen Abenden war es besonders anstrengend, meistens dann, wenn auch der Tag besonders anstrengend war und ich wirklich nur noch „Feierabend“ haben wollte. Aber das hat mir mein Sohn, so mein Gedanke, irgendwie nicht vergönnt und ließ sich viel Zeit mit dem Einschlafen.

Klar, passt ja zu solchen Tagen. Damals hab ich nur noch nicht verstanden auf welche Art. Jetzt schon. Denn es ist nicht mehr nur eine Einschlafbegleitung für meinen Sohn, mit der wir jeden Abend gemeinsam den Tag ausklingen lassen, auch für mich ist es ein neues Ritual um runterzukommen.

Einschlafbegleitung - Nachtlicht
Schlafenszeit

Einschlafbegleitung zum runterkommen

Seitdem ich akzeptiert habe, dass es nun mal so ist wie es ist, habe ich begonnen die Einschlafbegleitung mit ganz anderen Augen zu sehen. Sie ist für mich zu einer Art Meditation geworden. Ein Moment der Ruhe, auch wenn mein Sohn noch vor sich hinplappert. Aber ich hab mir angewöhnt so wenig wie möglich zu kommentieren, weil ja eben schon Schlafenszeit ist. Er braucht das in-den-Schlaf-Plappern eigentlich auch nur, um selber runterzukommen. Ich nutze den Moment also, um einfach mal nichts zu tun, die Augen zu schließen, vielleicht noch den Tag Revue passieren und meine Gedanken schweifen zu lassen. Viel mehr kann ich in dem Moment auch nicht tun, denn es ist dunkel, ich kann nicht laut sein, ich bin einfach nur präsent, indem ich neben dem Bettchen meines Sohnes sitze, seine Hand halte und warte bis er eingeschlafen ist.

Genau so soll es derzeit auch sein. Vielleicht brauche ich genau das jeden Abend, um selber abzuschalten, um in mich zu gehen und Ruhe zu finden. Momentan schaffe ich es selten im Alltag zu meditieren, oft will ich es auch nicht irgendwie noch reinquetschen müssen. Stattdessen nutze ich die abendliche „Zwangspause“ im Kinderzimmer für meine Art der Meditation.

In der Regel dauert die Einschlafbegleitung bei uns so um die 20 Minuten. Es können mal sogar nur fünf Minuten sein, manchmal aber auch eine geschlagene Stunde. (Meistens hab ich den Nachwuchs dann aber einfach zu früh hingelegt.)

Klar bin ich dann auch schon mal irgendwann genervt, weil ich nicht mehr will. Weil vielleicht ein Film im Fernsehen läuft, den ich gerne sehen möchte oder weil ich noch irgendetwas zu erledigen habe. Aber in welchen Lebensbereichen ist das nicht so? Egal wie gerne man etwas macht, manchmal macht alles keinen Spaß, ist zäh, zieht sich hin oder oder oder.

Was ich zum Thema Einschlafbegleitung nur sagen kann ist, dass es auch hier so ist, dass ich die Dinge nicht ändern kann, wohl aber meine Einstellung den Dingen gegenüber. Statt die von meinem Sohn eingeforderte Einschlafbegleitung als Abzug meiner Me-Time anzusehen, sehe ich sie als genau das, eine Me-Time, die ich zwar nicht alleine, sondern mit meinem Sohn verbringe, aber für mich auf meine ganz eigene Weise nutzen kann.

Warum ich das erst jetzt zu schätzen gelernt hab

Tatsächlich war es einige Zeit lang so, dass ich Abends immer noch meditieren wollte und zwar nachdem mein Sohn eingeschlafen ist. Da sich das aber eben nicht genau auf einen Zeitpunkt festlegen ließ, wurde ich immer unruhiger, schließlich wollte ich nicht nur noch meditieren, sondern auch noch was von meinem Abend und gemeinsame Zeit mit dem Mann haben. Wie paradox! Man lässt sich von etwas stressen, was eigentlich zur Entspannung beitragen soll. Als ich das erkannt habe und die Einschlafbegleitung begonnen habe als meine Meditation zu sehen, hab ich quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Außerdem weiß ich nicht wie lange mein Sohn noch von mir in den Schlaf begleitet werden will, deshalb bin ich dankbar diese Zeit endlich nicht mehr als anstrengend, sondern als wertvoll anzuerkennen und genießen zu können. Denn irgendwann werde ich sie vermissen, hundertprozentig!

Ich glaube, dass wir im Leben bestimmte Aufgaben zu bestimmten Zeiten bekommen. Auch wenn viele Mütter die Einschlafbegleitung als anstrengend erachten, bin ich mir sicher, dass sie nicht nur für unsere Kinder etwas Gutes ist, sondern auch für uns. Vielleicht weil wir gerade jetzt lernen sollen den Moment zu genießen, weil wir gerade jetzt die Ruhe brauchen, die wir uns sonst nicht nehmen würden. Alles geschieht genau zu der Zeit, zu der es geschehen soll. Dann ist es nur wichtig, für sich die richtigen Erfahrungen daraus zu ziehen. Meine Erfahrung mit der Eischlafbegleitung ist so zu einer unglaublich positiven geworden.

Einschlafbegleitung - Meditation
Meditation – ganz klassisch

Wie ich sonst meditiere

Natürlich ist diese Art der Meditation keine Meditation im herkömmlichen Sinne. Alternativ könnte man sie auch Achtsamkeitsübung nennen. Trotzdem versuche ich mich mindestens einmal in der Woche an einer langen, rund zwanzigminütigen Meditation. Im Moment lasse ich mich von Laura Malina Seiler dazu anleiten. (Auf sie bin ich dank der coolsten aller Zwillingsmütter Juli von Doppelkinder gestoßen. Ein genialer Blog, den ihr euch unbedingt anschauen solltet!) Laura hat eine tolle Art Meditationen anzuleiten und ihr sogenannter Spiritual Sunday ist eine unglaublich positive, wöchentliche Bereicherung für mich. Wer mehr darüber wissen will, schaut am besten einfach mal auf ihrer Seite vorbei.

Ansonsten gefallen mir die Meditationen von Yoga Vidya sehr gut. Leider hab ich es immer noch nicht geschafft, den zehnwöchigen Meditationskurs zu beenden, aber irgendwann klappt sicher auch das.

Denn Meditation hat viele positive Effekte, auf psychischer und physischer Ebene. Schon fünf Minuten täglich reichen, laut der Wissenschaft, aus, um messbare Veränderungen festzustellen. Mir persönlich bringt es Fokussierung. Auch wenn ich mich manchmal ganz schön zur Ruhe zwingen muss. Aber das gehört eben dazu, ein wenig Disziplin. Seit ich meditiere bin ich definitiv gelassener geworden, aber auch konzentrierter und versuche den Blick öfter auf das Wesentliche zu lenken. Meditation drückt für mich auch Dankbarkeit aus, Dankbarkeit mir gegenüber. Denn ich schenke mir damit etwas, das mir gut tut. Jedes Mal, wenn ich mir, meinem Körper und meinem Geist etwas schenke, dass ihm gut tut, sag ich ihm damit auch immer „Danke schön“.

So erreichst du deine Ziele 2018 dank eines Vision Boards ganz leicht – Gastbeitrag

Gastbeitrag von Frau Farbenfroh

Das neue Jahr rückt immer näher und Viele von uns machen sich wieder Gedanken über mögliche Vorsätze für 2018. Aber hast du diese Vorsätze wirklich jemals umgesetzt? Auf Dauer in dein Leben integriert? Ich möchte dir heute in diesem Gastbeitrag einen Tipp geben wie das dieses Mal endlich
anders laufen kann.

Vision Board Frau Farbenfroh 1
Julia ist Frau Farbenfroh

Wer bin ICH eigentlich? Ich bin Julia, Mama von zwei kleinen Kindern (Svea 1 und Vince 4). Auf meinem YouTube Kanal Frau Farbenfroh und in meiner Arbeit als Mama Coach verhelfe ich Mamas zu einem bedürfnisorientierten, glücklichen, entspannten Alltag mit ihren Kindern. Ich lege großen Wert darauf, dass Mamas auch auf ihre Bedürfnisse schauen und sich selbst nicht vergessen.

Hast du Lust ein wenig kreativ zu werden? Ein bisschen zu basteln? Dich mit deinen Zielen zu verbinden? Dann lass uns gemeinsam ein Vision Board gestalten.

Vision Board Familie Farbenfroh
Familie Farbenfroh

Was ist ein Vision Board?

Ein Vision Board oder auch Ziel Collage visualisiert deine Ziele, versinnbildlicht sie. Wir füttern unser Unterbewusstsein durch Betrachten des Boards ständig mit unseren Zielen und programmieren es darauf uns bei der Zielerreichung zu unterstützen. Unser Unterbewusstsein muss nur wissen wo es hin soll, dann wird es dein Denken und Handeln richtig lenken.

In drei Schritten zu deinem Vision Board

  1. Formuliere deine Ziele ein mal aus.
    Nimm dir jetzt bitte etwas zu schreiben und formuliere deine Ziele. Umso präziser, desto besser.
    Achte dabei auf folgende Punkte:
    Bis wann möchtest du dein Ziel erreichen?
    Nutze genaue Zahlen wenn möglich (z.B. Gewicht, Einkommen)
    Beschreibe dein Ziel so genau wie möglich.Und nun formuliere dein WARUM?Warum möchtest du dieses Ziel erreichen? Was ist deine Motivation dahinter? Umso stärker dein Warum ist, umso mehr Gefühle darin involviert sind, desto einfacher wird es dir fallen dein Ziel zu erreichen und motiviert zu bleiben. Tu es für dich! Nimm nicht ab um einem gewissen Frauenbild zu entsprechen, lerne kein Instrument um deine Kinder dazu zu motivieren es dir gleich zu tun. Der Wunsch muss aus dir heraus kommen, aus deinem tiefsten Inneren.Sei hier gerne sehr ausführlich. Lass dir Zeit. Komme gerne noch einmal darauf zurück wenn du dir in Ruhe Gedanken darüber gemacht hast.Warum möchtest du dieses Ziel erreichen?
    Was bedeutet dir dieses Ziel und dessen Erreichung?
    Wie fühlt es sich an wenn du an dieses Ziel denkst?
  2. Sammle Ideen
    Mache dir Gedanken über Bilder und Wörter, die dein Ziel beschreiben und mache dich auf die Suche in Zeitschriften und im Internet. Sammle Bilder, Wörter und Sätze.

  3. Gestalte dein Vision Board
    Klebe deine gesammelten Bilder und Wörter nun auf einen Karton oder nutze eine Pinnwand wenn du magst. Werde kreativ und nutze Aufkleber, Washi Tape und andere Bastelutensilien und dein Vision Board so zu gestalten, dass du es dir gerne ansiehst.

Hänge dein Vision Board sichtbar in deiner Wohnung auf, an einem Ort an dem du mehrmals täglich vorbei kommst. So wird dein Unterbewusstsein ständig mit deinen Zielen gefüttert.
Fotografiere es auch gerne, drucke es aus und habe es als Mini Version in deinem Geldbeutel dabei oder nutze es als Lesezeichen.

Vision Board Frau Farbenfroh 2
Frau Farbenfroh/Julia in natura

Möchtest du weitere Unterstützung bei deiner Zielerreichung? Möchtest du dich mit Mamas austauschen, die ebenfalls wachsen wollen? Dann komm gerne in meine geschlossene Mama Gruppe auf Facebook. Hier startet am 6. Dezember auch eine kostenlose Challenge mit 5 live Videos zum perfekten Start in 2018. Es geht um: Zielerreichung, Motivation, Organisation und Zeitmanagement in deinem Familien Alltag. Ich freue mich sehr dich dort begrüßen zu dürfen.

Ich beschreib mich mit Zitaten – meine liebsten Zitate

Auf Instagram wurde ich gefragt mit welchen Zitaten ich mich beschreiben würde. #ichbeschreibmichmitzitaten Die Idee fand ich so cool, dass ich sie auch hier mit euch teilen möchte. Ich hätte ewig damit weitermachen können Zitate runterzuschreiben. Denn es gibt so viele, die auf mich zutreffen oder nach denen ich lebe. Hier sind ein paar, die mir auf Anhieb eingefallen sind.  Die Liste werde ich sicher noch erweitern.

Tatsächlich ist es so, dass ich mir Zitate oder generell Sätze, die mich inspirieren nicht gut merken kann. Dann schreibe ich sie meistens auf oder mache ein Foto davon mit dem Handy. Das ist auch schön und gut für eine Zitatesammlung. Die, die ihr hier lest, sind aber die, die ich mir – mehr oder weniger – originalgetreu merken konnte. Natürlich hab ich sie nochmal nachgeschlagen, um sie auch wirklich korrekt aufzuschreiben. Aber das zeigt auf jeden Fall, dass das für mich wirklich die bedeutensten Zitate sind. Viel Spaß beim Lesen!

Zitate, Zitate, Zitate

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

Glaube nicht alles, was du denkst. (Byron Katie)

Kein Mensch muss müssen. (aus Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing)

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. (Soren Kierkegaard)

Jetzt ist immer die richtige Zeit – denn es ist die einzige Zeit. (Jon Kabat-Zinn)

Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet. (Marilyn Monroe)

Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. (Maria Montessori)

Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht. (Unbekannt)

Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

Hier, ich! Schuldig! Ein bisschen Selbstironie zum Schluss darf natürlich nicht fehlen. Natürlich trag ich Jogginghosen, trotzdem liebe ich dieses Zitat von Karl Lagerfeld. So, jetzt möchte ich aber auch von euch wissen, was eure Lieblingszitate sind. Schreibt sie mir doch gerne in die Kommentare!

Zitate
Auf der Suche nach neuen Zitaten

Originellen Last Minute Adventskalender selber basteln

Adventskalender selber basteln

Der erste Dezember steht vor der Tür und damit wartet auch das erste Türchen im Adventskalender darauf geöffnet zu werden. Lange hatte ich vor die Adventskalender-Säckchen aus dem vergangenen Jahr einfach wieder zu befüllen. Irgendwie fand ich die Vorstellung dann aber doch zu langweilig. Auch wenn der Inhalt nicht der Gleiche gewesen wäre, hätte ich lieber selbst einen Adventskalender gestaltet. Nur wie? Darüber hab ich mir eine ganze Weile den Kopf zerbrochen und war doch fast wieder soweit den Adventskalender aus dem vergangenen Jahr rauszusuchen, bis mir vor einigen Tagen DIE Idee kam wie ich einen Last Minute Adventskalender selber basteln kann.

Adventskalender selber basteln – Die Idee war geboren

Der Geistesblitz kam mir Abends auf der Couch als mir die Karte eines „Memory“-Spiels ins Auge fiel, die ich am Nachmittag beim Putzen unter dem Schrank gefunden hatte und eigentlich noch wegräumen wollte. Gut, dass ich es nicht getan hab! Denn so ist dieser Adventskalender entstanden bei dem es darum geht die beiden zusammengehörigen Teile zu finden. „Memory“ lässt grüßen. Logischerweise für 24 Tage, vom 1. bis zum 24. Dezember.

Adventskalender selber basteln Vorbereitung
Das benötigt ihr

Was ihr dafür braucht? 

  • Pappe eurer Wahl
  • verschiedene Schablonen (ich hab dafür Ausstechformen zum Backen und ausgeschnittene Bilder genommen)
  • eine Schere
  • einen Stift zum beschriften
  • Klebeband/Klammern/Magnete/Band o.ä. zum befestigen
  • Verschiedene Kleinigkeiten für den „Inhalt“ zum Verstecken

Wie es funktioniert

Ihr zeichnet mit Hilfe von Schablonen insgesamt 48 Figuren auf die Pappe und schneidet diese dann aus. Dann werden immer zwei Gleiche mit den Zahlen von „1“ bis „24“ beschriftet.

Kleiner Trick: Wer, so wie ich, nicht unbedingt 48 Teile ausschneiden will, belässt es bei 24 und beschriftet sie einfach beidseitig. Das Ganze hat ungefähr eine Stunde gedauert. Der Adventskalender ist also echt schnell gemacht.

Adventskalender selber basteln Trick
Kleiner Trick

Eine „Rutsche“ Zahlen hängt ihr dann mit einer Schnur, Klebeband, Magneten oder ähnliches an einem Ort eurer Wahl in der Wohnung auf. Wir haben uns für das Kinderzimmer entschieden, von da aus kann der kleine Mann dann jeden Morgen seine Suche starten. 

Nachdem er sich die entsprechende Zahl vom Adventskalender genommen hat, gilt es das gleiche Gegenstück in der Wohnung suchen. Verstecken werde ich den „Inhalt“ für den jeweiligen Tag am Abend zuvor.

Und weil ich die Figuren ja beidseitig beschriftet habe, werden sie einfach mit der anderen Seite und der fortlaufenden Zahl nach erfolgreicher Suche wieder am Adventskalender aufgehangen. In dem Alter dürfte das bei den Kleinen noch problemlos funktionieren.

Das ist ja wie Weihnachten und Ostern zusammen

Ja, tatsächlich erinnert dieser Adventskalender nicht nur ein bisschen an „Memory“, sondern auch an die Eiersuche an Ostern. Aber wer sagt, dass man nicht auch im Advent Geschenke suchen darf? Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie das beim Nachwuchs ankommt. Natürlich werden wir die Sachen nicht zu schwer verstecken und Hilfe gibt’s beim Suchen selbstverständlich auch. Das wird ein Spaß! Da bin ich mir sicher. Die nächsten Tage bis zum 1. Dezember dürfen jetzt gerne etwas schneller vergehen. Ich glaube so sehr hab ich mich seitdem ich selbst Kind war nicht mehr auf die Adventszeit gefreut!

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale

Lange habe ich überlegt, ob ich über dieses Thema schreiben soll, denn es ist ein sehr intimes. Aber inzwischen fühlt es sich richtig an, deshalb habe ich mich dazu entschlossen es zu tun, um anderen Frauen vielleicht eine Hilfe bei ihrer Entscheidung zu sein. Kupferspirale: Ja oder nein? Es ist ja immer so, im Internet gibt es fast nur negative Erfahrungsberichte. Über alles, was gut läuft, muss man ja auch nicht ständig sprechen. Ich mache das sonst gerne. Aber diesmal hab auch ich keinen Grund dazu, deshalb wird das eine weitere negative Erfahrung mit der Kupferspirale. Leider! Wer das nicht lesen möchte, dem empfehle ich an dieser Stelle auszusteigen.

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale von Anfang an

Nach der Geburt unseres inzwischen zwei Jahre alten Sohnes war dem Mann und mir erst mal klar, dass wir so bald kein zweites Kind wollen. Deshalb stand natürlich auch das Thema Verhütung wieder zur Debatte. Schon lange vor der Schwangerschaft habe ich aufgehört hormonell zu verhüten, weil ich meinen Körper dem einfach nicht mehr aussetzen wollte. Dass ich deshalb die Pille irgendwann abgesetzt hatte, habe ich auch zu keinem Zeitpunkt bereut.

Nun standen mein Freund und ich aber nach der Geburt unseres Sohnes erneut vor der Entscheidung: Wie verhüten wir jetzt? Mit meinem Frauenarzt hab ich verschiedene Möglichkeiten durchgesprochen und mich letzten Endes für die Kupferspirale entschieden. Rund drei Monate nach der Geburt meines Sohnes habe ich sie mir einsetzen lassen.

Die Risiken kannte ich, u.a. weil mein Arzt mich darüber informiert hatte und natürlich aus dem Internet. Aber ich war optimistisch. Schließlich war dies auch eine sehr praktische Form der Verhütung. Die Kupferspirale wird eingesetzt und bietet dann im Idealfall drei Jahre Verhütungsschutz. Das Einsetzen war kein Problem und die regelmäßige Kontrolle gab mir Sicherheit, Probleme hatte ich über ein Jahr lang auch keine bis…

…zu einem Tag im März dieses Jahres

Es war ein ganz normaler Tag, nur dass ich im Laufe dieses Tages leichte Unterleibsschmerzen bekam. Es fühlte sich an wie es sich schon mal vor „den Tagen“ anfühlt. Also kein Grund zur Beunruhigung. Den hatte ich erst als es darin gipfelte, dass ich abends auf der Couch vor Schmerzen gar nicht mehr wusste wie ich mich platzieren sollte. Ob liegen,  ob sitzen, egal, jede Position schmerzte furchtbar. So etwas hatte ich noch nie erlebt. (Die Geburt mal aussen vor gelassen, aber das war eine ganz andere Art von Schmerz.)

Da ich kein Typ bin, der gerne zu Schmerztabletten greift und mir das auch alles zu merkwürdig vorkam, war schnell klar, dass sich das besser ein Arzt ansehen sollte. Es war ca. 21 Uhr als mein Freund und ich uns auf den Weg in die ärztliche Notfallpraxis machten. Die Schwiegermutter in spe hat währenddessen auf den Nachwuchs aufgepasst, der von all dem noch gar nichts mitbekommen hatte.

In der ärztlichen Notfallpraxis konnte die Ärztin nicht genau diagnostizieren, was mir fehlte, vermutet hatte sie irgendetwas mit dem Darm. (Damit sollte sie nicht ganz Unrecht behalten!) Da sie mir nicht weiterhelfen konnte, wurde ich in die Krankenhaus-Ambulanz geschickt, die sich glücklicherweise nur ein paar Häuser weiter befand.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem diensthabenden Arzt ging es für mich direkt weiter in die Gynäkologie, denn er vermutete eher ein gynäkologisches Problem. Also saßen wir dort und warteten auf meine Untersuchung. Es schmerzte immer noch und ich wollte endlich wissen was los ist.

Nach der Untersuchung hatte der Arzt eine ziemlich klare Vermutung, die Kupferspirale muss eine Entzündung des Eierstocks und des Eileiters hervorgerufen haben. Um sicherzugehen, sollten noch die Entzündungswerte im Blut kontrolliert werden. Ich weiß nicht mehr wie lange wir auf das Ergebnis gewartet haben, aber es hat gefühlt ewig gedauert. Kurz vor Mitternacht wurde ich dann stationär im Krankenhaus aufgenommen, denn der Verdacht des Arztes hatte sich bestätigt.

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale - KH
Im Krankenhaus

Ist tatsächlich eine OP notwendig?

Am nächsten Tag sollte die Spirale dann entfernt werden. Sollte! Bei der Untersuchung gelang es dem Arzt nicht und auch die Entzündungswerte im Blut sind überraschenderweise zurück gegangen. Er wollte das Ganze deshalb nochmal weiter beobachten. Trotzdem wurde ich bereits über eine mögliche Operation aufgeklärt, denn die wäre nötig geworden, wenn die Spirale tatsächlich noch rausgemusst hätte und sich nach wie vor nicht auf herkömmlichen Weg hätte entfernen lassen. Zur Debatte stand eine Bauchspiegelung.

Meine Hoffnung war natürlich groß, dass ich da drum herum käme und einfach alles so bleiben kann wie es ist, abgesehen von den Schmerzen natürlich. Außerdem habe ich zu der Zeit meinen Sohn noch gestillt und ich wusste, dass im Falle einer OP das wahrscheinlich aufgrund der Anästhesie und der Medikamente gegen die Schmerzen ein Ende haben würde. Bis dato habe ich nämlich nur sehr leichte und stillverträgliche Schmerzmittel bekommen, deren Wirkung zugegebenermaßen auch eher zweifelhaft war. Aber für meinen Sohn habe ich das hingenommen.

Er war übrigens ziemlich verwirrt darüber mich im Krankenhaus zu besuchen. Aber das hat sich zum Glück schon beim zweiten Besuch gelegt. Da wusste ich dann allerdings auch, dass eine OP unumgänglich war. Denn die Schmerzen waren wieder stärker geworden und auch die Blutwerte hatten erneut eine Entzündung bestätigt. An diesem Tag habe ich meinen Sohn das letzte Mal nach knapp 18 Monaten gestillt. Natürlich war es mir bewusst, aber irgendwie auch unvorstellbar, dass es das jetzt so abprubt gewesen sein soll. Ein schmerzhafter Gedanke, aber meine körperlichen Schmerzen waren zu dem Zeitpunkt stärker.

Was die OP anging so stand ich auf der Warteliste. Aber sie sollte definitiv am zweiten Tag im Krankenhaus stattfinden. Also wartete ich, ohne etwas essen zu dürfen, den ganzen Tag. Zwischen 20 und 21 Uhr war es dann soweit ich wurde abgeholt und in den OP gebracht.

Nach der OP

Woran ich mich dann wieder erinnern konnte, war, dass ich aufgewacht bin und mich eigentlich gar nicht so schlecht gefühlt habe, okay, etwas benommen und durstig und natürlich hingen hier und da ein paar Schläuche, aber bis auf diesen einen nicht ungewöhnliches. Dieser eine war ein zentraler Venenkatheder in meinem Hals. Aber warum? Weil sich nicht nur Eierstock und Eileiter durch die Spirale entzündet hatten, sondern diese Entzündung auch noch mit dem Darm verwachsen war. Dies wiederum hatte zur Folge, dass bei der OP beim Lösen ein Loch im Darm entstanden ist. Aufgrund dieses Loches musste ich von da an fünf Tage künstlich ernährt werden. Spätestens damit wäre das Stillen sowieso passé gewesen.

Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Damit hatte keiner gerechnet. Es war nicht schön, aber ich behaupte mal, dass ich mich nach ein/zwei Tagen an die Umstände gewöhnt hatte. Nicht gewöhnt an diese Schläuche, die aus Mama kamen, hatte sich dagegen mein Sohn. Nicht nur, dass ich im Moment nicht bei ihm sein und ihn nicht mehr stillen konnte, nein, er hatte auch immer einen leicht – ich weiß nicht, ob verängstigt das richtige Wort ist, aber ich glaube das trifft es am besten – verängstigten Blick. Weshalb mein Freund und ich entschieden haben, dass er mich erst wieder besuchen soll, wenn der Katheder entfernt ist. Keine leichte Entscheidung, aber wohl die beste.

Meine Erfahrung mit der Kupferspirale - ZVK
Statt Katheder nur noch ein Pflaster

Alles gut gegangen?

Die Heilung des Darms verlief gut, was allerdings die Heilung des in Mitleidenschaft gezogenen Eileiters und Eierstocks anging, so konnten die Ärzte diesbezüglich noch keine Aussagen machen. Es war alles ziemlich ungewiss. Müssen Eierstock und Eileiter entfernt werden? Haben sie Schaden genommen? Werde ich (einseitig) unfruchtbar? Heute, knapp neun Monate nach der OP sieht alles gut aus. (Erst gestern hatte ich wieder einen Termin bei meinem Frauenarzt zur Kontrolle, der dies bestätigte.) Allerdings würde sich wohl erst im Falle einer erneuten Schwangerschaft herausstellen, ob es das auch ist. Was letzten Endes übrigens die Ursache für die Entzündung war, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Frei nach dem Motto: Das kann vorkommen.

Was das mit mir gemacht hat

Schlussendlich ist es nun mal so wie es ist. Ich kann nicht ändern, was passiert ist, ich kann auch meine Entscheidung  die Kupferspirale zur Verhütung zu nutzen nicht als falsch erachten. Denn es hätte ja auch gut gehen können. Ich möchte mit diesem Bericht über meine Erfahrung mit der Kupferspirale niemandem Angst machen. Aber er zeigt mir persönlich, dass man manches, was man so liest, vielleicht doch nicht außer Acht lassen sollte. Gerade wenn noch (weitere) Kinder geplant sind, ist für die Verhütung die Spirale vielleicht nicht ideal. Aber das ist nur meine Sicht.

Dass mir das Abstillen so plötzlich genommen wurde, war nicht leicht, aber mein Sohn hat es ganz toll mitgemacht, was mir die Sache zumindest nicht zusätzlich erschwert hat.

Worüber ich froh bin, ist, dass ich nicht gezögert habe und damals aufgrund der Schmerzen sofort einen Arzt aufgesucht habe. Denn das war die absolut richtige und notwendige Entscheidung.

Natürlich hab ich auch aufgrund meiner unfreiwilligen Fastenkur den fragwürdig positiven Nebeneffekt gehabt fünf Kilo abzunehmen. Aber das zeigt mir nur einmal mehr wie unwichtig es ist, ständig mit seinem Gewicht zu hardern. Denn nicht essen zu dürfen, wenn man es eigentlich will, ist nicht schön. Deshalb genieße ich auch, wann, wie und wo es nur geht. Seitdem umso mehr. In allen Bereichen.

Die OP war zwar größer als erwartet, aber letzten Endes ist wahrscheinlich doch alles recht glimpflich ausgegangen. Wie gesagt, die letzte Gewissheit hab ich noch nicht. Aber ich bin zuversichtlich und vor allen Dingen froh darüber, dass es bis jetzt für mich noch keinen schlimmeren Anlass gegeben hat ein Krankenhaus aufzusuchen.

Natürlich stehen wir seitdem erneut vor der Frage: Wie verhüten wir? Meine Erfahrung mit der Kupferspirale hat mir einmal mehr gezeigt, dass es immer noch am besten ist sich auf seinen Körper zu verlassen. Und meiner duldet definitiv keine Hormone und keine Fremdkörper mehr. Deshalb bin ich momenten auf der Suche nach einer alternativen und natürlichen Verhütungsmethode. Tipps und Empfehlungen kann ich gut gebrauchen. Und wenn ihr noch Fragen zur Spirale habt, dann könnt ihr sie mir gerne stellen.

Erfahrung mit der Kupferspirale - Fleyer
Ich weiß genug! Ihr?

Was bin ich als Mutter wert?

Was bin ich als Mutter wert?

Ich liebe was ich tue und ich tue was ich liebe. Das beschreibt meine aktuelle Situation derzeit wohl am besten. Denn es gibt gerade einfach wenig, was ich ändern möchte. So zufrieden zu sein schätze ich sehr, denn es ist sicher nicht der Regelfall. Markiert wurde dieser Weg für mich mit meiner Mutterschaft. Dadurch hat sich vieles verändert. Klar, mein Sohn hat meine Welt komplett auf den Kopf gestellt. Aber nicht nur das, er hat mich auch mein bisheriges und zukünftiges Tun neu überdenken lassen. Insbesondere auch meine beruflichen Vorstellungen. Und gerade zu diesem Thema hatte ich erst neulich eine Unterhaltung mit einer Freundin, ebenfalls Mutter, die mich zum nachdenken angeregt hat. Es ging um die Frage: „Was bin ich als Mutter wert – für die Gesellschaft?“

Hätten wir die Gesellschaft außen vor gelassen, dann wäre die Antwort leicht gewesen, denn eine Mutter kümmert sich nicht nur um die Kinder, sondern auch noch um so vieles andere: Putzen, kochen, Wäsche waschen, einkaufen, basteln, Geburtstage vorbereiten, Geschenke besorgen, Spielplätze und Turnvereine besuchen und und und.

Aber wir haben uns die Frage auf die Gesellschaft bezogen gestellt, denn was wir leisten, wissen wir. Vielmehr haben wir uns gefragt was wir damit der Gesellschaft hinterlassen? Tragen wir überhaupt etwas zum Bruttosozialprodukt bei? Wie unterstützen wir das Allgemeinwohl?

Was bin ich als Mutter wert - Frühstück machen
Frühstück machen

Mehr als wir denken 

Dass sich meine Freundin auch diese Frage nach dem eigenen Wert stellt, hat mich auf eine gewisse Art und Weise erschreckt, denn diese Frage erweckt ja zunächst einmal den Eindruck für die Gesellschaft als Mutter nur bedingt einen Wert zu haben. Denn in unserer Gesellschaft wird Leistung hauptsächlich daran bemessen, wie wir dafür bezahlt werden. Vor diesem Hintergrund scheint mir die Fragen jedoch legitimer als mir lieb ist.

Aber ist das wirklich so? Hat etwas nur dann einen Wert, wenn wir dafür eine Gegenleistung in Form von Geld bekommen? Warum müssen wir uns etwas immer erst verdienen? Sind wir dumm, weil wir alles, was wir im Verborgenen tun, unentgeltlich entleisten? Oder sind die Anderen dumm, weil sie es für selbstverständlich und nicht für entlohnenswert halten?

Was bin ich als Mutter wert?

Ich habe ein Kind, das ich liebe, dem ich all meine Fürsorge schenke, dem ich ein Umfeld biete, in dem es sich entfalten und lernen kann. Indem ich all diese Entscheidungen Tag für Tag treffe, etwas zu tun, damit es mir, meinem Kind und meiner Familie gut geht, tue ich, in meinen Augen, mehr für die Gesellschaft als jemals mit Geld zu bezahlen wäre.

Und überhaupt, was müsste ich dafür verdienen? An welchem Gehalt sollte ich mich orientieren? Berechnungen und Aufstellungen dazu sind im Internet genug zu finden. Und den Begriff Familienmanagerin werde ich hier nicht anbringen, um auf ein Managergehalt anzuspielen. Denn was sind Manager? Gut bezahlte Menschen in einem Arbeitsverhältnis. Ich aber arbeite nicht, ich lebe das Mutter Sein. Ich hab mir diesen Posten nicht erarbeiten müssen, ich habe dieses Sein geschenkt bekommen. Und wer verlangt Geld für etwas, dass er geschenkt bekommen hat?

Was bin ich als Mutter wert - Wäsche waschen
Wäsche waschen

Warum aber stelle ich mir dann diese Frage?

Weil ich zum Teil aus eigener Erfahrung, aber auch von anderen Müttern weiß, dass ihnen ihr Leben, gerade ihr berufliches Leben, nicht immer leicht gemacht wurde, seitdem ihr Kind da ist. Und der berufliche Wert hat nun mal auch eine große Bedeutung für viele. Eine Mutterschaft kann da jobtechnisch gesehen schon mal einiges durcheinander bringen. Durch Schwangerschaft und Fernbeziehung war bei mir zum Beispiel irgendwann ein Ortswechsel unvermeidlich, weshalb ich auch meinen alten Job an den Nagel hängen musste. Das hat mich beruflich natürlich vor eine vollkommen neue Situation gestellt. Derzeit versuche ich etwas für mich passendes aufzubauen. Ich habe die Möglichkeit dazu. Aber die hat nicht jeder.

Manche Frauen haben durch die Mutterschaft Probleme mit ihren Arbeitgebern bekommen, weil diese ihnen die Rückkehr in den Job erschwert haben, Andere dagegen verändern sich (gezwungenermaßen) beruflich, um ein für sich passenderes Arbeitsmodell zu finden. Manche können (in Teilzeit) weitermachen, wo sie aufgehört haben, Andere beginnen mit einer Ausbildung oder einem Studium. Möglichkeiten gibt es scheinbar viele.

Was bin ich als Mutter wert - Aufräumen
Aufräumen

Alles im Griff

Aber: im Berufsleben hätten viele Arbeitgeber gerne die eierlegende Wollmilchsau. Auch eine Mutter bleibt von dem Anspruch (oder sollte ich sagen der Utopie?) nicht verschont. Eine Mutter, die außerdem Zeit genug für ihre Kinder hat, nebenbei den Haushalt schmeißt, die Familie täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt, nebenbei noch „Sonstiges“ erledigt und dabei natürlich in ihrem Job nicht minder präsent und flexibel ist.

Aber wie nah ist das an der Realtität und vor allen Dingen, wie machbar?

Früher ging’s doch auch

Ja, früher. Früher wohnten mehr Generationen unter einem Dach und konnten sich die Betreuung der Kinder und die Arbeit im Haushalt aufteilen. Früher reichte es, wenn nur der Mann arbeiten ging und zwar dauerhaft. Früher waren Frauen noch nicht so emanzipiert wie heute. Früher war das Arbeitsleben ein anderes. Früher wollten oder konnten Frauen nicht Karriere machen. Früher, früher, früher… Wahrscheinlich ließe diese Liste sich noch viel weiter fortführen. Aber früher ist nicht heute. Und heute ist anders als früher.

Was bin ich als Mutter wert - Laterne basteln
Laterne basteln

Modelle ändern sich

Lebensmodelle ändern sich. Die Gesellschaft ändert sich. Die Art des Mutter Seins und der Erziehung ändern sich. Sollte sich da nicht auch die Frage nach dem Wert ändern?

Gerade im vergangenen Wahlkampf erwähnten Politiker nicht selten, welch großes Potential in den Müttern stecke. Denn ja, wir Mütter haben einen unglaublichen Wert, für unsere Kinder, unsere Familien, unsere Gesellschaft.

Deshalb sollte ich mich auch nicht fragen: Was bin ich als Mutter wert? Denn die Antwort kenne ich. Vielmehr sollte sich die Gesellschaft diese Frage stellen. Eine Antwort in Form von Taten könnte der angemessene „Lohn“ sein.

Herbst DIY Idee aus gepressten Blättern

Herbst DIY Idee

So einen Do it yourself-Beitrag wollte ich schon immer mal machen. Einfach aus dem Grund, weil ich DIYs selber sehr mag und gerne ausprobiere. Den Anfang macht eine Herbst DIY Idee aus gepressten Blättern. Denn der Herbst hat es mir dieses Jahr, nach dem doch ziemlich durchwachsenen Sommer, besonders angetan.

Ich weiß gar nicht, ob es mit meiner Mutterschaft zu tun hat, aber meine Kreativität hat in den vergangenen Monaten definitiv einen ganz schönen Schub gemacht. Auch deshalb sind DIYs momentan ziemlich beliebt bei mir. Da daraus oft ganz schöne Dinge entstehen und ich auch immer froh über neue Bastelideen bin, zeig ich euch heute meine erste Eigenkreation.

Das braucht ihr für die Herbst DIY Idee

  • beliebig viele gepresste Blätter, die euch am besten gefallen
  • eine Zeitung und etwas „Schweres“ zum Pressen
  • Haarlack (obligatorisch)
  • einen Bilderrahmen (Ich hab den RIBBA von IKEA verwendet.)
  • Klebstoff/Klebeband
  • Weißes oder farbiges Papier
  • nach Belieben Kastanien o.ä.
Herbst DIY Idee 1
Blätter sammeln

Was zu tun ist

Blätter sammeln und pressen

Die Blätter habe ich auf einem Spielplatzbesuch mit meinem Sohn gesammelt. Ich liebe dieses tiefe, dunkle Rot des Ahorns einfach. Deshalb mussten die mit. Zuhause hab ich mir dann eine Zeitung geschnappt, diese Wochenblättchen eignen sich da wunderbar, und jedes Blatt auf eine eigene Seite gelegt. Da ich keine Blumenpresse besitze, hab ich die Zeitung dann unter ein kleines Regal geschoben und dort eine Woche liegen lassen. Alternativ könnt ihr natürlich auch ein paar schwere Bücher oder anderes Gewicht drauf packen. Wichtig ist, dass die Blätter wirklich ein paar Tage liegen, damit die Feuchtigkeit komplett rausgesogen wird.

Warten und basteln

Nachdem die Woche um war, hab ich voller Erwartungen, die Zeitung hervorgeholt und ganz vorsichtig reingeschaut. Die Blätter sind nun etwas empfindlicher. Um ihnen eine bessere Festigkeit und auch etwas Glanz zu verleihen, hab ich sie mit Haarlack eingesprüht. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Etwas antrocknen lassen, et voilà!

Die Blätter hab ich dann, so wie es mir am besten gefiel in den Bilderrahmen geklebt. Hinter das Passepartout hab ich, der Optik halber, weißes Papier gelegt. Noch ein paar gesammelte Kastanien dazu, fertig!

Herbst DIY Idee Herbstbild
Herbstbild mal anders

Da ich noch einige Blätter übrig hatte und ich sie gerne noch weiterverwenden wollte, habe ich sie für diese Geschenkverpackung benutzt. Simpel, aber sehr schön. So bekommen Geschenke nicht nur eine thematisch passende, sondern auch gleich eine viel persönlichere Note. Eine Herbst DIY Idee, die ich nächstes Jahr sicher nochmal wiederholen werde.

Herbst DIY Idee Geschenk
Herbstlich verpackt

Aber zum Glück ist der Herbst ja noch in vollem Gange und die Blätter fallen noch reichlich von den Bäumen. Wen, so wie mich, das Bastelfieber gepackt hat, hat also beste Chancen seine gepressten Blätter zu einem dekorativen Herbst DIY zu verarbeiten.

Viel Spaß dabei!

Spielen ist Nachahmung – Über das Lieblingsspielzeug meines Kindes

Wenn ich mir aussuchen könnte, was das Lieblingsspielzeug meines Kindes sein soll, dann am besten ein geräuscharmes, nichts unordentlich machendes und keinen Schaden anrichtendes Spielzeug. Aber da so ziemlich kein Spielzeug diese Kriterien erfüllt und es hier nicht um MEIN Lieblingsspielzeug geht, tut das eigentlich nichts zur Sache.

Und tatsächlich erfüllt das Lieblingsspielzeug meines Sohnes alle drei Kriterien NICHT. Denn es macht krach, liegt überall herum und könnte bestimmt auch Schaden an diversen Möbeln und Dekoartikeln anrichten. Aber weil ich weiß, dass der Nachwuchs dieses Spielzeug liebt, stört mich das alles überhaupt nicht. Meistens jedenfalls.

Was ist es denn nun?

So, bevor die Spannung, was es denn nun ist, in’s schier Unermessliche steigt, lüfte ich mal lieber schnell das Geheimnis.

Spielen ist Nachahmung - Blogparade
Das aktuelle Lieblingsspielzeug

Auch wenn das Bosch Handwerker-Set erst seit kurzem im Besitz des Nachwuchses ist, so besteht die Handwerker-Obsession doch tatsächlich schon wesentlich länger. Vermutlich hat es damit zu tun, dass wir vor ein paar Monaten in unser Eigenheim gezogen sind.

Bevor wir das allerdings tun konnten, gab es einiges zu renovieren. Drei Monate lang wurde gehämmert, gesägt, gebohrt, geschraubt und gemalert. Zur Kontrolle, ob der Papa alles richtig macht, waren der Nachwuchs und ich natürlich regelmäßig vor Ort und haben, wenn wir schon nicht mithelfen konnten, zumindest interessiert zugesehen. Okay, der Nachwuchs hat interessiert zugesehen, ich hab währenddessen schon mal gedanklich die Einrichtungsmöglichkeiten durchgespielt.

Jedenfalls war da wohl die erste handwerkliche Obsession geweckt. Die ging sogar so weit, dass wir zeitweise mit dem Zollstock im Kinderwagen spazieren gefahren sind.

Spielen ist Nachahmung

Schon Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik sagte: „Aber das Kind lernt eben nicht durch Belehrung, sondern durch Nachahmung.“ Insbesondere trifft das auf die Bezugspersonen wie Vater, Mutter, Geschwister, Erzieherin und andere Kinder zu. Alles, was diese Bezugspersonen, insbesondere die Erwachsenen in Gegenwart des Kindes tun, regt zum nachahmen an. Mich fasziniert das jedes Mal unglaublich. Teilweise hat der Nachwuchs Dinge nur einmal gesehn und macht sie schon nach.

Das geschieht im Alltäglichen und im Spielen, denn Spielen ist Nachahmung. Meistens allerdings nicht originalgetreu. Manches darf mein Sohn zwar mit Originalteilen nachahmen – zum „Kuchen backen“ leihe ich ihm schon mal meinen Mixer – aber manches imitiert er auch mit Gegenständen wie Holz oder Steinen. Die lassen sich nämlich wunderbar zu allem möglichen umfunktionieren, von Backzutaten über Geld bis zum Handy. Manches sollte der Nachwuchs dann aber doch mit kindgerechten Varianten nachahmen, denn zur Benutzung eines echten Bohrers oder Hammers muss ich ja wohl nicht viel sagen.

Spielen ist Nachahmung - Lieblingsspielzeug
Handwerker gesucht?

Wie viel darf es denn sein?

Bei der Menge des Spielzeuges im Kinderzimmer verfahre ich grundsätzlich nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“. Zugegebenermaßen sieht es nicht unbedingt danach aus. Aber wenn ich vergleiche, was andere Kinder in meinem Umfeld und Bekanntenkreis so an Spielzeug besitzen, ist es bei uns wirklich verhältnismäßig wenig.

Tatsächlich ist das meiste davon als Geschenk zu uns gekommen, die wenigsten Sachen haben wir selber gekauft. Ich denke, ich brauche nicht zu erwähnen wie gerne Oma und Opa ihrem Enkel etwas mitbringen. Bevor aber noch mehr Kuscheltiere oder Autos bei uns landen, hab ich irgendwann mal ganz dezent anklingen lassen, dass der Nachwuchs ja eigentlich am liebsten sowieso nur mit Lego Duplo spielt.

Neben allen aktuellen Lieblingsspielzeugen ist das tatsächlich der All-Time-Favourite. Das Gute daran: Lego Duplo ist, möchte man meinen, unendlich erweiterbar. Deshalb landet es, neben altersgerechten Büchern oder aktuellen Vorlieben, wie dem Werkzeug, dauerhaft auf der Wunschliste.

Lieblingsspielzeug - Spielen ist Nachahmung
Neben den aktuellen Favoriten immer gern gesehen – Duplo

Aktuell wird hier eben gehämmert, was das Zeug hält. Denn zu reparieren gibt es immer was. Auch wenn ich diese „Baustellen“ meistens gar nicht sehe, der Nachwuchs weiß was zu tun ist. Und das zeigt doch ganz deutlich, was eigentlich das größte Lieblingsspielzeug unserer Kinder ist: ihre Fantasie!

Mit diesem kleinen Einblick in unsere heimische Spielzeugwelt nehme ich übrigens an meiner ersten Blogparade teil. Vielen Dank an Timo von Kindolino für die Einladung dazu! Darüber hab ich mich sehr gefreut! Weitere Infos zur Blogparade und wer noch so daran teilnimmt, könnt ihr hier nachlesen!

In fünf Schritten den Mama-Alltag organisieren

Es gibt echt so Dinge, die sind so simpel, dass ich eigentlich selbst hätte drauf kommen können. Aber manchmal oft passiert das einfach nicht. Deshalb freu ich mich immer darüber, wenn ich dann irgendwo den ein oder anderen Tipp aufschnappe wie ich dieses verbessern, jenes vereinfachen oder dieses und jenes entspannter angehen kann. Kurz gesagt: wie ich meinen Mama-Alltag organisieren kann. Möglicherweise ist ja für euch auch der ein oder andere Aha-Effekt dabei.

Meine fünf Tipps für mehr Mama-Zeit im Alltag hab ich hier ja schon zusammen gefasst. Die würden hier zwar genauso gut hinpassen, aber jetzt gibt’s nochmal ganz frische fünf Tipps für einen organisierteren Mama-Alltag.

Mama-Alltag organisieren in 5 Schritten
Damit ich öfter mal die Füße hochegen kann

Drunter und drüber?

Im Mama-Alltag kann es manchmal drunter und drüber gehen. Besonders dann, wenn sich der Nachwuchs in der unberechenbarsten aller Phasen, der sogenannten Trotzphase (ich bevorzuge ja inzwischen den Begriff Autonomiephase) befindet. Da können Kleinigkeiten schon mal zu echten Dramen werden und weil die meistens nicht innerhalb von einer Minute wieder erledigt sind (und auch gar nicht sein müssen), will ich zumindest, dass ich mich in der Zeit auf mein Kind konzentrieren kann, statt stundenlang mit irgendwelchen anderen Sachen beschäftigt zu sein.

Heißt konkret, dass ich weder alles stehen und liegen lassen will, noch anderen Dingen im Alltag mehr Zeit einräumen will als nötig. Denn die meiste Zeit soll, egal ob mein Sohn gerade trotzig ist oder nicht, für ihn, mich und überhaupt die Familie frei sein. Und wie mir das besser gelingt, verrate ich euch jetzt.

Mama-Alltag organisieren in fünf Schritten

  1. Alles sofort wegräumen 
    Im Haushalt liegt, glaube ich, der größte Zeitfresser, wenn es darum geht, dass alles aufgeräumt, erledigt, geputzt etc. sein soll. Damit nicht irgendwann das totale Chaos herrscht und sich ein Berg von Arbeit ansammelt, hab ich mir angewöhnt, alles, was ich benutzt habe, sofort wegzuräumen, sofern nötig und möglich.
    Es gibt da diese Ein-Handgiff-Regel, die besagt, dass alles, was mit einem Handgriff an seinen Platz geräumt werden kann auch gemacht werden sollte. (Je eher der Mann sie auch lernt, desto besser!) So ist immer alles ordentlich, weil es dann eben da ist, wo es hingehört. Beispielsweise, wenn ich gekocht habe, dann lass ich weder Zutaten noch Kochutensilien liegen, um sie später in die Spülmaschine einzuräumen, sondern mache das sofort. Erstens ist das nicht mehr Arbeit und zweitens sieht das gleich aufgeräumter aus. Natürlich erfordert das ein bisschen Disziplin, aber die aufzubringen, lohnt sich.
    Das gilt übrigens nicht für Spielzeug. Denn wie lange das da bleibt, wo es hingehört, könnt ihr euch ja wahrscheinlich denken. Am Ende des Tages räumen der Nachwuchs und ich (wahlweise auch der Papa) das dann zusammen weg. Meistens jedenfalls.
  2. Am Vortag vorbereiten 
    Frühstück zum Beispiel. Mein Sohn ist momentan passionierter Müsli-Esser. Es dauert zwar nicht ewig so ein Müsli in eine Schüssel zu füllen und Milch draufzukippen, aber… Stopp! Doch für den Nachwuchs dauert es ewig, wenn er gerade in einem der Autonomiephase geschuldeten Wutanfälle steckt. Da bin ich lieber vorbereitet.
    Aber auch für mich bereite ich vor und das schon immer. Kaffee kochen zum Beispiel. (Wenn nicht gerade der Mann morgens einen kocht.)
    Der erste Kaffee am Morgen kann ja nicht schnell genug fertig sein. Damit er das auch ist, befülle ich die Kaffeemaschine bereits am Vorabend mit allem Nötigen, so dass ich morgens nur noch auf’s Knöpfchen drücken muss.
  3. Am Vortag rauslegen 
    Da muss ich mich zugegebenermaßen selbst noch ein bisschen disziplinieren, allerdings weiß ich auch wofür. Denn morgens ewig (und fünf Minuten sind in dem Fall schon eine Ewigkeit) vor dem Kleiderschrank zu stehen und nicht zu wissen, was ich anziehen soll, nervt einfach. Zig Sachen anzuprobieren und dann doch wieder wegzuräumen macht nicht nur mir schlechte Laune, sondern stört auch unseren morgendlichen Ablauf. Mein persönlicher Trotzanfall quasi.
    Obwohl es bei meinem Sohn nicht ganz so schwierig ist zu entscheiden, was er heute anziehen soll, geht das auch am Vortag schon ganz gut.
    Auch Dinge, von denen ich weiß, dass ich sie am nächsten Tag brauche, lege ich am Vortag zurecht. Beispielsweise die Handtasche oder Sachen für den Kindergarten. So muss ich morgens nicht noch alles zusammen suchen.
  4. Jeden Tag ein bisschen
    So ein Hausputz kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Nämlich dann, wenn alles an einem Tag erledigt werden will. Manchmal ist das kein Problem, manchmal haben wir am Wochenende aber andere Dinge vor und wollen nicht den ganzen Samstag mit Putzen verbringen. Da hilft es dann schon unter der Woche jeden Tag ein bisschen zu erledingen. Montags das Bad putzen, Dienstags Staub wischen, Mittwochs sind die Böden dran, Donnerstags werden die Blumen gegossen… usw.
    Je besser ich wir übrigens Punkt Eins beherzigen, desto weniger Arbeit hab ich auch beim Putzen. Denn dann muss ich vor dem Staubwischen nicht noch alles an seinen Platz räumen.
  5. Alleine oder nicht? 
    Dinge, die ich mit Kind erledigen kann, erledige ich mit Kind; Dinge, die ich besser ohne Kind erledigen kann, erledige ich ohne Kind. Klingt eigentlich sehr simpel. Hier geht’s mir auch hauptsächlich darum, unnötige Stressfaktoren zu vermeiden. Um zu verdeutlichen, was ich meine hier ein paar Beispiele:
    Es kann Spaß machen mit dem Nachwuchs einkaufen zu gehen, muss es aber nicht. Manchmal möchte ich da nichts riskieren und gehe lieber alleine einkaufen.
    Altpapier und Altglas wegbringen, erledige auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause. Das dauert keine fünf Minuten und da sitzt der Nachwuchs dann im Auto und sieht interessiert zu.
    Ega, was im Haushalt zu erledigen ist, mittlerweile weiß ich, wo mein Sohn gerne mithilft und wo eher nicht. Natürlich immer abhängig von der Tagesform. Da entscheide ich dann meistens spontan, was wir heute zusammen erledigen und was ich lieber alleine mache.

Kleine Taten – große Wirkung

Das sind so die fünf Dinge, die mir momentan den Mama-Alltag ein wenig erleichtern. Meistens sind das wirklich so simple Kleinigkeiten, die aber eine ziemlich verblüffende Wirkung haben. Und wenn sie sich so leicht umsetzen lassen, warum dann nicht machen? So bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge und das mag ich (wer nicht?) doch viel lieber! Deshalb bin ich auch für weitere Tipps sehr dankbar. Falls ihr welche habt, immer her damit.

In 5 Schritten den Mama-Alltag organisieren
Ich lass mich auch gerne mal bekochen