Immunsystem gesucht – dauerkrank im ersten Kindergartenjahr

Am liebsten würde ich diesen Artikel mit einer ordentlichen Schimpftirade beginnen, denn die wäre den Umständen entsprechend angemessen. Allein die letzte Nacht bietet schon Anlass genug. Anderthalb Stunden hab ich mich gestern in den Schlaf gehustet. Und auch während der Nacht hat mich dieser fiese Husten noch mehrmals heimgesucht. Meine Lunge schmerzt jetzt noch und überhaupt tut mir jede Faser meines Körpers weh. Ich bin dieses Dauerkranksein echt Leid.

Tu nicht so als hätte man dich nicht vorgewarnt

Okay, dass das erste Kindergartenjahr es in sich hat, wusste ich. Schließlich hab ich diesen Hinweis mehr als einmal bekommen. „Warte erst mal ab, bis der Kleine in den Kindergarten geht. Dagegen ist das jetzt noch gar nichts.“ Tolle Verheißungen und das schon Monate vorher. Trotzdem flackerte in mir ein Fünkchen Resthoffnung, dass das Kind das erste Kindergartenjahr unbeschadeter als prophezeit übersteht. Und damit lag ich gar nicht mal so falsch, denn dauerkrank im ersten Kindergartenjahr bin eigentlich nur ich.

Ich kann will schon gar nicht mehr zählen wie viele Infekte mich in den vergangenen Monaten heimgesucht haben. Davor, dass es einen selbst mindestens genauso dicke erwischt, hat einen natürlich niemand gewarnt. Dabei wäre das doch tatsächlich mal eine nützliche Info gewesen. Es heißt ja, dass zehn bis zwölf Infekte im Jahr bei Vorschulkindern normal sind. Dass ich aber gefühlt jetzt ebenfalls wieder in diese Kategorie falle, war mir neu.

Dauerkrank Kindergarten
Das Tablet – eine treue Unterstützung für kranke Mütter

Ich dauerkrank – ist das normal?

Das große Mysterium ist doch: Warum erwischt es mich öfter und schlimmer als den Nachwuchs? Immerhin geht er doch in den Kindergarten und nicht ich. Die Erklärung ist so einfach wie logisch: Der Nachwuchs bringt die Erreger aus dem Kindergarten mit nach Hause und das sind Erreger, die das Immunsystem eines Erwachsenen nicht mehr kennt. Die zu bekämpfen, muss das Immunsystem erst wieder lernen.

Wobei ich mir sicher bin, dass es noch nicht mal unbedingt mein Kind als Vermittler braucht. Wäre auch unfair, ihm die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn ich glaube, der tägliche Gang in den Kindergarten reicht bereits aus, um sich was einzufangen. Morgen für Morgen bringe ich den Nachwuchs in den Kindergarten und hole ihn genauso jeden Nachmittag wieder ab. Bei jedem Besuch fasse ich mindestens drei Türklinken an. Ich will gar nicht wissen, wie viele Krankheitserreger sich darauf tummeln. Okay, es ist auch möglich, dass ich mir die beim Einkaufswagen schieben im Supermarkt eingefangen habe. Aber eigentlich ist es auch egal, denn in jedem Fall ist es ziemlicher Mist.

Zu wenig Schlaf, zu viel Stress und zu kurze Erholungspausen begünstigen die Entstehung von Krankheiten besonders bei Eltern. Denn im Gegensatz zu unseren Kindern, können wir uns meistens nicht so ausgiebig erholen, wie wir es bräuchten. Ein Grund, weshalb die Kinder auch schneller wieder fit sind als wir. Sie erholen sich einfach besser. Aussichten, die meine Abwehrkräfte nicht gerade beflügeln. Ich fürchte, ich komme nicht drum herum, hinzunehmen, dass es jetzt so ist und vielleicht auch noch ein Weilchen so bleiben wird. Denn die Prognosen für das zweite Kindergartenjahr werden nicht besser. Wenigstens steh ich dann nicht wieder vollkommen überrascht da und wunder mich, warum ich öfter krank bin als mein Kind.

Green Smoothie oder einfach abwarten

So hilfreich diese Infekte für die Kinder sind, um ihre Abwehrkräfte zu stärken, so wenig Sinnvolles kann ich für mich bislang darin erkennen. Dabei war ich der Meinung, meine Abwehrkräfte seien bereits ganz gut gestärkt, immerhin achte ich auf gesunde Ernährung, viel frische Luft, ausreichend Bewegung, und das Händewaschen kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Aber bislang nützt es so gut wie nichts. Vielleicht sollte ich auf diese viel gepriesenen Green Smoothies setzen, schließlich werden sie einem in den Sozialen Medien ja ständig als das Wunderzeug verkauft, neben kunstvoll angerichteten Smoothiebowls und anderen super mega lecker und stylisch in Szene gesetzten Superfoods. Aber welche Mutter schafft es bitte das jeden Tag in der Früh für sich und ihr Immunsystem herzurichten? Ich jedenfalls bekomme das alle paar Jubeljahre mal hin, von abwehrkräftestärkender Regelmäßigkeit kann da keine Rede sein.

Also kann ich euch noch nicht mal den ultimativen Tipp geben, wie ihr das erste, zweite und wahrscheinlich auch dritte Kindergartenjahr, einigermaßen unbeschadet übersteht. Es besteht lediglich die Hoffnung, dass Eltern gegen die Kinder-Keime irgendwann abhärten. Und spätestens im Frühling ist das Gröbste sowieso erst mal für ein paar Monate überstanden. Ob mit oder ohne Green-Smoothie-Superfood-Wunderwaffe.

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Sieht leider nicht nach Frühling aus.

#4 Kind, Karneval und Konstanten

Das gönn ich mir

Ja, es geht in diesem Podcast um das Thema Karneval, aber das ist nur der Aufhänger. (Liebe Nicht-Karnevalisten, hört also gerne zu!) Denn eigentlich geht es um Konstanten, die ich auch in meinem Leben als Mutter beibehalten will. Ich vermute mal, dass jeder solche Konstanten hat, die er sich bewahren will, egal, ob es das Karneval Feiern oder etwas anderes ist. Was lasst ihr euch nicht nehmen, auch jetzt, wo ihr Mütter/Eltern seid?

diesesmamading Podcast Konstanten
Verkleiden, Feiern, Freunde treffen

Warum mich die Mutterrolle manchmal nerven darf

Weil sie phasenweise unglaublich anstrengend sein kann, ganz einfach. Das hab ich in den vergangenen Tagen öfter gemerkt, wenn es darum geht Job, Privatleben, Haushalt und das liebevolle Mama Sein wie selbstverständlich unter einen Hut zu bekommen. Normalerweise funktioniert das ganz gut, aber irgendwann kommt der Punkt, da geht es einfach nicht mehr. Diesen Punkt hab ich inzwischen glücklicherweise wieder überwunden. Aber er wird immer wieder kommen. Auch wenn mir diese „Es ist alles nur eine Phase“-Phrase mittlerweile zu den Ohren raus kommt, sie trifft einfach immer wieder zu. Egal, ob beim Kind, bei der Mutterrolle oder in anderen Lebensbereichen.

Grenzen und Funktionieren

Ja, dieses Mutter Sein bringt mich öfter als mir lieb ist, öfter als ich es bisher gewohnt war, an meine Grenzen. Diese Grenzen sind in diesem Moment einfach nur ätzend. Denn es gibt Tage, an denen habe ich das Gefühl einfach nur noch zu funktionieren, die Mutterrolle vereinnahmt mich. Das beginnt schon mit dem Aufstehen, insbesondere dann, wenn mein Kind schon vor mir wach ist. Dann habe ich präsent zu sein und meine Befindlichkeiten müssen teilweise erst mal zurückstecken.

Genauso wenn ich krank bin, dann kann ich mir nicht frei nehmen und die Mutterrolle Mutterrolle sein lassen. Mich schön wie früher mit Wärmflasche und Tee ins Bett kuscheln und die Krankheit aussitzen ausliegen. Nein, ich werde trotzdem gefordert. Das war halt auch mal anders.

Ob ich mich darüber beschweren will? Auf gar keinen Fall, schließlich habe ich mir diese Rolle ausgesucht. Ob ich es trotzdem nervig finde? Auf jeden Fall! Und das ist auch mein gutes Recht.

Mutterrolle 1
Ich kann schon ganz viel allein… 

Ich, überfordert?

Die Mutter, die sich noch nie überfordert gefühlt hat, möge den ersten Stein werfen… oder so ähnlich. Jede Mutter ist irgendwann mal überfordert, aber nicht jede Mutter gibt es zu. Ich befinde mich glücklicherweise in einem Umfeld, in dem auch mal darüber geredet wird, wenn alles Mist ist. Das tut nicht nur der betroffenen Mutter gut, es mal rauszulassen, sondern auch der Mutter, die zuhört und sich an eine Situation erinnert, wo es bei ihr ähnlich war.

Wir Mütter haben nun mal auch nicht nur die eine Aufgabe eine gute Mutter zu sein. Wir sind nun mal auch die, die zuhause alles im Blick haben. Die wissen, dass der letzte saubere Body spätestens heute Abend in der Wäsche landen wird und bis dahin Nachschub benötigt wird. Wir wissen, dass sich Windeln, Klopapier oder der Wasservorrat dem Ende zuneigen. Wir wissen, dass morgen früh mindestens DER eine Becher oder Löffel oder was-auch-immer-gerade-beim-Kind-sehr-beliebt-ist gespült sein muss. Ja, wir sind auch die, die das meistens umsetzen und auch so tolle Freizeitbeschäftigungen haben wie Sonntagabend noch den Essensplan und die Einkaufsliste für die nächste Woche zusammenzustellen.

Oder hat schon mal jemand einen Mann gesehen, der sich am Sonntagabend hinsetzt, um Essensplan und Einkaufsliste zu schreiben? Also ich nicht. Sorry, dass ich das jetzt so sage, aber ihr Männer wisst auch, dass ihr dafür andere Aufgaben erfüllt, bei denen wir Frauen wahrscheinlich versagen würden.

Muss das denn sein?

Gut, jetzt mag jemand sagen, da zwingt dich ja keiner zu oder du wirst auch ohne Essensplan und Einkaufsliste nicht verhungern. Ja, mag sein. Aber ich habe eben auch ein Kind zu versorgen, dem ich einen möglichst ausgewogenen Speiseplan gestalten will. Außerdem will ich nicht nach jedem Supermarkt-Besuch Zuhause bemerken müssen, dass ich was vergessen hab.

Ja, natürlich könnte ich Aufgaben abgeben. Aber bei manchen ist es einfach nicht sinnvoll. Und ganz ehrlich, am Ende des Tages schaffen wir es doch alles, eben weil wir funktionieren.

Aber ist es wirklich nur in reines Funktionieren? Ist es nicht viel mehr ein Wachsen. So phasen- und schubweise wie unsere Kinder wachsen, so wachsen auch wir Mütter schubweise an unserer Rolle. Auch, wenn ich manchmal zugegebenermaßen ganz gerne etwas langsamer wachsen würde oder gar nicht.

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… aber ganz oft brauche ich dich auch noch!

In die Mutterrolle wachsen

Von meinem Kind erwarte ich ja auch nicht, dass es von heute auf morgen alles kann. Ich lasse es wachsen und genau das sollte ich auch mir zugestehen. In meinem Job kann ich 100 Prozent geben, weil ich weiß was von mir erwartet wird, da gibt es Briefings und Abgabefristen. In meiner Mutterrolle setze ich die Maßstäbe selbst. Allerdings auch gerne mal zu hoch und dann geht es wirklich nur noch darum zu funktionieren.

Aber ist es das, was ich von der Mutterrolle erwarte? Dass ich sie (neben allen anderen Rollen) perfekt ausfülle? Ich will keinen Oskar für die beste Mutterrolle gewinnen. Denn ich spiele diese Rolle nicht, ich lebe sie. Alles, was ich empfinde, von unendlicher Freude bis zur größten Erschöpfung, sind echt. Und eben auch die Tatsache, dass diese Rolle manchmal einfach nur nervt.

Mini-Sukkulenten-Terrarium Upcycling DIY

Mini-Sukkulenten-Terrarium DIY

Ich liebe ja Sukkulenten-Terrarien. Das ganze Haus könnte ich damit zupflastern und ich fürchte, über kurz oder lang wird das auch passieren. Denn sie sehen nicht nur schick aus, sondern sind auch unglaublich pflegeleicht. Richtig toll finde ich übrigens, wenn ich das Sukkulenten-Terrarium mit Hilfe vorhandener Gegenstände gestalten und diese somit upcyclen kann. Welche ich dafür benutzt habe, erfahrt ihr gleich. Zunächst einmal zur Frage:

Was sind eigentlich Sukkulenten?

Sukkulenten sind Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind und sehr lange Wasser speichern können. Abgeleitet ist die Bezeichnung der Pflanzen vom lateinischen Wort „suculentus“ für „saftreich“. Kakteen sind wohl die bekanntesten Vertreter dieser Pflanzengruppe. Sukkulenten mögen übrigens Sonne, um gut zu gedeihen. Zum Glück aber nicht allzu viel Wasser. Sie einmal in der Woche zu gießen reicht vollkommen. Im Winter stehen Sukkulenten am liebsten möglichst hell, aber kühl. Also besser nicht auf der Heizung. Außerdem brauchen sie in der Zeit weniger Wasser.

Was ihr für das Sukkulenten-Terrarium benötigt 

  • Sukkulenten eurer Wahl,
  • ausgebrannte IKEA Duftkerzen-Gläser SINNLIG (9 cm und 7 cm Durchmesser) – > Upcycling,
  • Sand (aus dem Sandkasten),
  • wert mag, noch Steine oder ähnliche Deko,
  • Kakteenerde.
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Kleiner Aufwand

Sukkulenten im Glas Anleitung 

Ganz einfach! Ihr schichtet eure Dekogegenstände wie Sand und/oder Steine so mit der Kakteenerde ins Glas, wie es euch gefällt. Aber lasst noch Platz für die Kakteen. Wenn ihr die eingepflanzt habt, könnt ihr natürlich nochmal mit Deko nachlegen. Ganz wie es euch gefällt. Und das war’s auch schon. Einfach, oder?

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Große Wirkung

Übrigens macht es echt Spaß so ein Mini-Kakteen-Terrarium mit Kindern anzufertigen. Aber Vorsicht, es piekst! Auf jeden Fall hatten mein Sohn und ich großen Spaß die passenden Kakteen auszusuchen und die Gläser mit Erde zu befüllen.

Was ich besonders toll finde an dieser Idee ist, dass ich so meine leeren IKEA-Kerzengläser weiterverwerten konnte. Denn wirklich etwas anderes damit anzufangen, wusste ich bisher nicht. Durchaus möglich, dass es jetzt öfter Sukkulenten im Glas geben wird.

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Schön, oder?

Neue Freiheiten – Zeit das Babybett zu öffnen?

Babybett öffnen

Schon wieder so ein Meilenstein. Nachdem der Nachwuchs jetzt auf das Töpfchen bzw. mit Aufsatz auf die Toilette geht, war wohl als nächstes das Babybett an der Reihe. Immerhin ist unser Kind ja schon lange kein Baby mehr, sondern ein waschechtes Kleinkind. Weshalb es auch Zeit wurde das Babybett zu öffnen und so in ein Kinderbett umzugestalten

Wir wollten, dass diese Neuerung etwas besonderes wird, deshalb haben wir uns dafür auch ein besonderes Ereignis ausgesucht. Es war das Weihnachtsgeschenk für unseren Sohn. Noch mehr Spielzeug braucht er nicht und davon schenkten die Verwandten ohnehin genug, also haben wir Eltern uns überlegt doch ein neues Schlaferlebnis zu schenken, inklusive erstem richtigen Bettzeug und Bettwäsche. Denn bis dato hatte der Nachwuchs noch Schlafsäcke getragen, die aber zusehends an Beliebtheit einbüßten und immer öfter verschmäht wurden.

War das Öffnen des Babybetts denn notwendig?

Es kommt drauf an, was man als notwendig bezeichnet. Manche Eltern sehen diesen Schritt als notwendig an, sobald das Kind anfängt über die Gitterstäbe zu klettern oder zumindest Anstalten macht, das bald tun zu wollen. Was ja auch ziemlich gefährlich werden kann. Das war bei uns aber nicht der Fall. So lange wollten wir trotzdem nicht warten, denn ich bin mir sicher, dass es bereits andere Zeichen gab, die darauf hindeuteten, dass es Zeit wird das Babybett zu öffnen.

Die Nächte bevor wir das Babybett öffnen wollten, gehörten zu den schlechteren bisher. Denn der Nachwuchs wollte ein paar Tage lang partout nicht in seinem Bett einschlafen und das, obwohl er müde war. Auch in unserem Bett wollte er nicht schlafen, sondern ausschließlich im Wohnzimmer auf der Couch. Da wir das aber auf Dauer ausschließen konnten, haben wir versucht ihm das Einschlafen in seinem Zimmer so angenehm wie möglich zu gestalten. Ihn auch einfach mal deutlich später ins Bett geschickt, damit er auch WIRKLICH müde ist und eine deutlich längere Einschlafbegleitung gemacht als sonst. Das war in dem Moment zwar anstrengend, rückblickend betrachtet aber okay. Trotzdem glaube ich, dass die Einschlafprobleme etwas mit dem „eingesperrt Sein“ zu tun hatten.

Aber wie wird es sein, wenn das Babybett geöffnet ist? Wird der Nachwuchs dann ständig rauskommen, weil er nicht schlafen will? Wird das Einschlafen dann vielleicht noch unentspannter? Sollten wir nicht doch noch warten bis er versucht rauszuklettern?

Denn eins war klar, ist das Bett erst mal offen, gibt es kein Zurück mehr.

Kinderbett Babybett
Baby im Babybett

Es wird geöffnet und basta

In Absprache mit dem Papa haben wir es dann aber bei der Entscheidung belassen, zu Weihnachten gibt es die „Freiheit“ geschenkt. Während Vater und Sohn an Heilig Abend spazieren gegangen sind, hatte ich Zeit das Babybett umzubauen das Christkind anzuweisen, das Babybett umzubauen und mit Bettzeug und Bettwäsche neu herzurichten. Nachdem wir den Spaziergang dann gemeinsam beendet hatten, ging es an die Bescherung.

Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, war der Nachwuchs ganz schön verdutzt über das, was da mit seinem Bett passiert ist. Aber er fand es auch ganz schön cool. Diese Überraschung und Freude hätte auch kein Spielzeug übertrumpfen können.

Wie war die erste Nacht?

Die erste Nacht bzw. die ersten Nächte waren natürlich erwartungsgemäß erst mal etwas holprig. Natürlich ist das ja auch eine ganz schöne Umstellung. Keine Begrenzung mehr von allen Seiten, die „Gefahr“ rauszufallen besteht. Die Situation ist allgemein erst mal ungewohnt. Und plötzlich ist da auch noch die Freiheit, einfach aufstehen zu können, wann es einem gerade passt. Die Gitterstäbe zu entfernen hatte also nicht nur für unseren Sohn, sondern auch für uns Neues zu bieten. Aber genau das wollten wir ja. Ihn nicht mehr begrenzen, sondern die Möglichkeit bieten aufzustehen, wann er es will und braucht. Zeitlich hat sich sowieso nichts geändert. Ob er am Wochenende um sechs Uhr wach wird und wir ihn aus dem Bett holen oder ob er nun alleine aufstehen kann. „Zu früh ist es so oder so,“ sagt die notorisch unter Schlafmangel leidende Mutter in mir. Aber angenehmer finde ich es definitiv morgens in MEINEM Bett mit einem Küsschen von meinem Sohn geweckt zu werden.

Vor- und Nachteile beim Babybett öffnen

Nochmal kurz und knapp zusammengefasst:

Vorteile:

  • der Nachwuchs kann jederzeit eigenständig aus seinem Bett rauskommen,
  • wir müssen ihn nachts nicht mehr aus seinem Zimmer holen, wenn er wach wird und bei uns schlafen will, denn er kommt jetzt von alleine,
  • wir können bei der Einschlafbegleitung viel besser kuscheln,
  • es erscheint mir absolut altersgerecht, das Bett mit 26 Monaten geöffnet zu haben.

    Nachteile:
  • der Nachwuchs kann jederzeit eigenständig aus seinem Bett rauskommen,
  • anfangs hat es, trotz Nachtlicht, gedauert bis er sich orientieren konnte, da es ja schließlich neu für ihn war nachts aus seinem Bett rauskommen zu können,
  • die Gefahr aus dem Bett zu plumpsen besteht natürlich, aber das hielt sich in Grenzen und bei der Höhe passiert ja auch nichts,
  • anfangs hab ich mich tatsächlich öfter erschrocken, wenn das Kind auf einmal in der Tür stand oder um die Ecke kam, war man halt nicht gewohnt.
Babybett Kinderbett
Neue Aufgabe: Betten machen

Fazit

Ich glaube man spürt als Mutter bzw. Eltern, wann es Zeit ist das Babybett zu öffnen und zu einem Kinderbett umzugestalten. Es allein davon abhängig zu machen, ob das Kind rausklettern will oder nicht, war bei uns definitiv kein Entscheidungskriterium, denn sonst würde der Nachwuchs jetzt noch zwischen Gitterstäben im Bett liegen. Auch wenn es jetzt natürlich öfter (öfter ist gut, überhaupt) vorkommt, dass der Nachwuchs bei uns auf der Matte steht, so finde ich es schön, dass er die Freiheit hat jetzt selber aus dem Bett zu uns zu kommen. Heißt im Umkehrschluss nämlich auch, dass wir Eltern jetzt nachts weniger oft schlaftrunkend ins Kinderzimmer taumeln müssen.

Jetzt interessiert mich aber auch, wann ihr das Babybett geöffnet bzw. auf ein Kinderbett umgestiegen seid? Wie alt waren eure Kleinen da und wie hat es geklappt?

#3 Prioritäten setzen – Yoga und andere Dinge

Was ist mir wichtig?

Prioritäten setzen ist manchmal weniger schwierig als man meint. Das hab ich erst vergangene Woche wieder festgestellt. Nur soviel: es hat unter anderem etwas mit Yoga zu tun. Im Podcast erzähl ich euch in fünf Minuten meine Gedanken dazu. Viel Spaß beim Zuhören !

Prioritäten setzen - Yoga
Hat Priorität, weil es mir gut tut!

#2 Mehr Zeit – weniger Smartphone

Zeitfresser adé!

Heute geht’s im Podcast um das Thema Zeit, weil mich das aktuell sehr beschäftigt hat und auch noch beschäftigt. Insbesondere, weil ich dabei war meine Prioritäten aus den Augen zu verlieren bzw. sie in die falsche Richtung zu verschieben. Warum ich deshalb jetzt einen Stundenplan habe, was der Grund ist, warum wir uns so leicht vom Smartphone ablenken lassen und was ich noch geändert habe, um meine Zeit wieder sinnvoller einzuteilen, das hört ihr in meiner zweiten Podcast-Folge. Viel Spaß dabei!

Podcast #2
So sieht’s nach einem Smartphone-freien Wochenende schon mal aus

Achtsam essen – Wie mein Kind meine Ernährung beeinflusst

EssenAchtsam

Eigentlich wollte ich ja keine Neujahrs-Vorsätze treffen und eigentlich ist das auch keiner, immerhin ist das Jahr schon ganze fünf Tage alt. Aus aktuellem Anlass habe ich dennoch jetzt einen Vorsatz getroffen, und zwar den endlich wieder achtsam essen zu wollen. Denn wirklich zufrieden bin ich mit meinem Essverhalten derzeit nicht.

Essen – Lust oder Frust?

Essen kann ein unglaublich schönes, aber auch zugleich frustrierendes Thema sein. Ich persönlich liebe es zu essen, kenne aber auch die andere Seite. Denn keine Diät klappt, wenn man so gerne isst wie ich. Weil ich das irgendwann eingesehen habe, habe ich das Wort Diät zusammen mit der Waage in die hinterste Ecke meines Wahrnehmungsraums geschoben. Da sind sie ganz gut aufgehoben. Auch in Punkto Selbstliebe ist das ein großer Fortschritt gewesen.

Aber nur, weil ich keine Diäten mehr mache, heißt es nicht, dass ich mich nicht für das Thema Ernährung interessiere. Es ist ein wichtiges Thema, schließlich nehmen wir tagtäglich Nahrung zu uns, die uns Kräfte verleihen, Wohlbefinden schenken und die Gesundheit fördern soll.

Letzteres ist aktuell bei mir ein großes Thema. Denn wenn ich in den vergangenen Monaten, eigentlich könnte man schon fast sagen (zwei) Jahren, von einer Sache zu wenig hatte, dann von ausreichender Gesundheit. Zeit das zu ändern. Denn ich hätte gerne wieder mehr Gesundheit, und dass Ernährung dabei eine (nicht die einzige!) entscheidende Rolle spielt, steht wohl außer Frage. Deshalb muss sich diesbezüglich auch was ändern.

Achtsam essen 1
Nicht nur mit Obst spielen

Wo bleibt die Achtsamkeit beim Essen?

Mir ist vor einiger Zeit mal wieder aufgefallen, dass wir der Nahrung manchmal nicht die nötige Beachtung schenken, die sie eigentlich verdient. Um genau zu sein, hat mein Sohn mich das erkennen lassen. Denn er hat mit seinen zwei Jahren noch den Drang Essen nicht nur geschmacklich, sondern manchmal – zu meinem Leidwesen – auch spielerisch zu erkunden. Aussehen, Konsistenz und die Wurfeignung müssen da zusätzlich in Augenschein genommen werden. Nicht, dass ich damit jetzt auch wieder anfangen möchte, aber ich möchte meinem Essen wieder mehr Beachtung schenken. Achtsam essen eben!

Viel zu oft schlingen wir Dinge nebenbei nur mal schnell in uns hinein. Essen ist nämlich meistens nicht nur essen: Abgesehen vom positiven sozialen Miteinander, das gemeinsame Mahlzeiten mit sich bringen, ist es manchmal einfach nur ein beiläufiger Zeitvertreib. Wir konzentrieren uns nicht richtig auf das, was wir essen und meistens essen wir noch nicht mal das, was unser Körper wirklich braucht.

Besonders deutlich ist mir das nach meiner fünftägigen, unfreiwilligen Fastenkur im Zuge der Kupferspiralen-OP geworden. Ich stand quasi wieder bei Null. Mein erstes Essen nach dieser Zeit habe ich zwar sehnlichst herbei gewünscht, wollte es aber auch entsprechend würdigen, genießen und achtsam essen.

Ein paar Wochen ist mir das tatsächlich gelungen, ich habe alles in Ruhe gegessen und mit fast allen Sinnen genossen. Außerdem habe ich mein Essen gut gekaut, denn dass gut gekaut halb verdaut ist, war mir zwar bekannt, aber getan hab ich es bis dato trotzdem kaum.

Leider ist das über die vergangenen Monate dann aber wieder verschwunden. Das achtsam Essen wurde weniger. Immer öfter hab ich nebenbei gegessen, gerne auch mal „geschlungen“, wenn’s schnell gehen musste und nicht immer die gesündeste Alternative gewählt. Dass ein Apfel zwar kein Verlangen nach Schokolade stillen kann und in meinen Augen auch nicht soll, ist klar. Dass es aber jeden Tag Süßes sein muss, ist trotzdem nicht nötig.

Achtsam essen 2
Vegan, aber trotzdem eine Ausnahme: Pflaumenkuchen

Den Spiegel vorhalten

Was Kinder tun, ist uns in allen möglichen Situationen den Spiegel vorhalten, so auch beim Essen. Erst neulich habe ich zum Frühstück mal wieder ein Nutellabrot gegessen. Weil der Nachwuchs so schmachtend geguckt hat, hab ich ihn, wenn er schon selbst keins bekommt, zumindest mal von meinem abbeißen lassen. Danach war er kaum noch davon abzubringen selber ein Nutellabrot zu essen. Verständlich, oder?

Vor welcher Grundlage sollte ich ihm das jetzt auch noch verbieten? Immerhin isst Mama das ja auch. Warum sollte mein Kind es dann nicht auch essen dürfen? Ehrlich gesagt verstehe ich das genauso wenig wie er.

Noch ein Beispiel mit dem ich gerne deutlich machen will, worauf ich hinaus will:

Abendessen. Ich trinke ein Glas Wein. Mein Kind sieht es und möchte mal probieren. Was beim Nutellabrot noch ging ist hier natürlich ausgeschlossen. Glücklicherweise hält sich der Protest in Grenzen. Aber auch dieses Beispiel macht eigentlich deutlich, dass Wein im Besonderen und Alkohol im Allgemeinen nicht das Gesündeste ist.

Meinem Kind möchte ich also Dinge verbieten, die ich mir erlaube, obwohl ich weiß, dass sie meiner Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. (Das Wohlbefinden lassen wir hier jetzt mal außen vor. Ich frage mich mittlerweile ohnehin, ob das nicht vielleicht sogar nur eine vorgeschobene Entschuldigung ist, um gewisse Dinge zu konsumieren.) Natürlich möchte ich jetzt nicht auf alles verzichten, auch nicht in Gegenwart meines Kindes. Aber ich möchte den Umgang mit manchen Nahrungsmitteln zumindest überdenken bzw. habe ich das vielfach schon getan. Achtsam essen! Auf das achten, was ich esse, wann ich es esse, wie ich es esse, warum ich es esse, wie genussvoll ich esse etc.

Hunger ist nicht gleich Hunger

Vor einiger Zeit habe ich mal einen Artikel zum Thema Hungerarten gelesen. Hängen geblieben ist bei mir der sogenannte Zellhunger, der Hunger nach bestimmten Nährstoffen. Einer von mehreren Arten des Hungers. Besonders stark verspüren ihn Kinder und Tiere, aber auch Schwangere und Stillende.

Auch ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in Schwangerschaft und Stillzeit damals meinen Zellhunger wiederentdeckt habe. Denn ich habe, was vielen aus eigener Erfahrung bereits bekannt sein dürfte, meinen Gelüsten nachgegeben. Leider auch wieder der Lust auf Fleisch. Denn vor der Schwangerschaft war ich Vegetarierin und lebte zeitweise sogar vegan.

Seitdem esse ich wieder Fleisch, wie ich aber bereits im persönlichen Jahresrückblick erwähnt habe, will ich den Konsum, am liebsten gegen Null reduzieren. Denn ich weiß, dass mir das gut getan hat. Ich war aus meiner Erinnerung heraus weniger infektanfällig und habe mich insgesamt besser gefühlt. Was die ethisch-moralische Seite des Ganzen angeht, so hab ich da auch bestimmte Ansichten, um die soll es hier aber nicht gehen. Denn Fleischverzicht oder allgemein der Verzicht auf tierische Produkte ist eine persönliche Entscheidung. Und den Fehler jemandem diese Entscheidung aufzwingen zu wollen habe ich bereits gemacht und gebracht hat es natürlich nichts.

Was ich dagegen nicht für eine aufgezwungene Entscheidung halte ist, einfach mal vegetarische oder vegane Gerichte anzubieten. Es tut ja schließlich niemandem weh mal kein Fleisch zu essen.

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So soll es jetzt öfter aussehen

Geht mit gutem Beispiel voran: der Kindergarten

Ich bin großer Fan davon, dass es in unserem Waldorf-Kindergarten nur vegetarische Gerichte gibt. Denn so müssen erstens bei der Essenszubereitung weniger persönliche Belange berücksichtigt werden (kein Schweinefleisch, Vegetarier etc.) und zweitens habe ich als Mutter so auch einen besseren Überblick über das, was mein Kind an Fleisch gegessen hat, weil ich es eben selbst bestimmen kann. Dasselbe trifft übrigens auf Süßigkeiten zu, die gibt es im Kindergarten nämlich auch nicht bzw. nur zu besonderen Anlässen. Etwas, das ich für mich in Zukunft wieder mehr übernehmen will.

Achtsam essen: Was ich nun ändern will

  • Grundsätzlich auf gute Nahrungsmittel achten. Sie sollten im Idealfall nicht mehr als fünf Inhaltsstoffe auf der Zutatenliste haben und möglichst naturbelassen sein. Diesen Tipp hab ich mal irgendwo aufgeschnappt und versuche mich da einigermaßen dran zu halten. Wenn man von Süßigkeiten absieht, gelingt mir das auch ganz gut, aber daran arbeite ich jetzt.
  • Deshalb gibt es Süßigkeiten (Industriezucker) nicht mehr täglich und im Idealfall nur noch zu bestimmten Anlässen.
  • Neben weniger Fleisch, wieder mehr Obst und Gemüse spielt auch das Trinkverhalten eine große Rolle. Denn im Winter neige ich dazu gerne mal zu wenig zu trinken. Natürlich nie zu wenig Kaffee. Das möchte ich auch wieder eindämmen. Nicht verzichten, das wäre zu schade bei einem so tollen Kaffeevollautomaten wie wir ihn haben.
  • Was für alle Bereiche gilt ist achtsam essen in Form von: bewusst genießen, lange kauen, keine Ablenkungen, auf das hören, was mein Körper WIRKLICH braucht.
  • Kurz und knapp lassen sich all diese Tipps auch in einem Satz zusammen fassen: Was ich nicht will, das mein Kind isst, sollte auch ich nicht (im Übermaß) essen.

Ich finde all das hat mit Respekt vor dem eigenen Körper und der eigenen Gesundheit zu tun. Natürlich ist auch das kein Garant, denn wie ich schon erwähnt habe, ist das nur EIN Baustein, Stressfaktoren minimieren, gesünderen Schlaf fördern und positive Gedanken etc. sind weitere Aspekte, die ich regelmäßig überprüfen und angehen will. Aber es muss ja nicht immer alles auf einmal sein.

Glücksmomente sammeln – Glückglas DIY zu Silvester und Neujahr

Eigentlich bin ich gar nicht so der spontane Typ. Dachte ich zumindest bislang immer. Heute war ich allerdings ziemlich spontan und will euch noch schnell daran teilhaben lassen. Denn für unsere Gäste heute an Silvester wollte ich unbedingt noch ein kleines Gastgeschenk basteln und dazu hab ich mich für das Glücksglas zum Sammeln von Glücksmomenten entschieden.
Auch für uns ist dabei eins rausgesprungen.
Vor ein paar Jahren hatte ich bereits für mich alleine so ein Glücksglas und das war eine richtig tolle Idee. Gut, dass sie mir heute nochmal in den Sinn kam.
Hier ist eine kleine Anleitung wie ihr das Last-Minute-Geschenk ganz schnell und einfach nachbasteln könnt.

Wie funktioniert das Glücksglas? 

In das Glas kommen im Laufe des Jahres kleine Zettel mit besonders positiven Dingen, die einem widerfahren sind. Jedes Mal, wenn ich das Gefühl habe etwas Gutes aufschreiben zu müssen, werde ich das tun mit dem jeweiligen Datum versehen und den Zettel gefaltet (oder gerollt) in dieses Glas stecken. Am Ende des Jahres werde ich dann alle nacheinander nochmal hervorholen und mir durchlesen, worüber ich in diesem Jahr besonders glücklich war. Ein wunderschöner und wahrscheinlich auch wieder emotionaler Rückblick. Diesmal umso mehr, weil ich das Glücksglas zusammen mit meiner Familie füllen werde.

Glücksglas 1
Was ihr dafür braucht

Was ihr für das Glücksglas braucht

  • 1 beliebiges Glas
  • Dekoration – ich hab verschiedene Washi-Tapes genommen
  • kleinen Zettel und Stift für die Anleitung
  • Lack zum Besprühen des Deckels
Glücksglas 2
Da ist kein Glück drin – da kommt Glück rein!

Anleitung für das Glücksglas

In das Glas selbst hab ich noch eine kleine Anleitung gelegt, damit der oder die Beschenkte auch weiß, was damit zu tun ist. Auf der Anleitung steht:

Dies ist ein Glücksglas! Hier drin kannst du all deine Glücksmomente in diesem Jahr sammeln. Einfach aufschreiben, zusammenrollen oder falten, in das Glas stecken und am Ende des Jahres alles durchlesen und freuen!

Euch und eurer Fantasie sind bei der Anleitung natürlich keine Grenzen gesetzt. Wie ich finde ist das auf jeden Fall eine tolle Geschenkidee, die sich schnell, einfach und individuell umsetzen lässt. Für Silvester und Neujahr, aber sicher auch zu jedem anderen Zeitpunkt. Und wer das Glas nicht verschenken will, kann sich ja einfach selbst eins erstellen. Ich hoffe am Ende des Jahres könnt ihr euch über den Inhalt freuen.

Dafür wünsche ich euch viele tolle Glücksmomente, um das Glas zu füllen!